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Grüne Regierungsverantwortung in Westeuropa

Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Title: Grüne Regierungsverantwortung in Westeuropa

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Dipl.-Sozialwirtin Insa van den Berg (Author)

Politics - Political systems in general and in comparison
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Bei Parteienfamilien im Vergleich handelt es sich um den am wenigsten spezifizierten
Teilbereich der Parteienforschung. Bis 1989 gab es zur grünen Parteienfamilie kaum
Studien. Die Grünen wurden europaweit wegen ihrer im Unterschied zu etablierten
Parteien geringen Größe und relativ schlechten Wahlergebnisse kaum ernst genommen.
Ein von ihnen ausgehender Einfluss auf die nationale Politik schien nicht wahrnehmbar.
Inzwischen ist das anders. Mehr als zwanzig Jahre nach Eintritt Grüner in nationale
Parlamente waren sie in einigen Ländern an der Regierung beteiligt und haben
versucht, auf die einheimische Politik entsprechend einzuwirken.
In dieser Arbeit soll es nun deshalb speziell um die Regierungsverantwortung grüner
Parteien in Westeuropa gehen. Möglicherweise verbindet sie neben ihrem Ursprung in
den neuen sozialen Bewegungen, einer ähnlichen Ideologie, der anfänglich basisdemokratischen
Organisationsstruktur und einer Vorliebe für sogenannte „grüne
Themen“ auch in diesem Bereich einiges. Verglichen werden sollen die Länder Belgien,
Deutschland, Finnland, Frankreich und Italien, in denen jeweils Grüne an der nationalen
Regierung teilhatten. Anhand ihres Verhaltens in Koalitionsverhandlungen, ihren
Erfolgen und Niederlagen während ihrer Regierungszeit sollen Typisierungen der
Grünen in den einzelnen Staaten vorgenommen werden und letztlich Unterschiede als
auch Gemeinsamkeiten herausgearbeitet werden.
Um den Begriff Regierungsverantwortung etwas klarer zu gestalten, wird er in dieser
Arbeit als Beteiligung an der national regierenden Koalition betrachtet. Das Innehaben
von Sitzen im Parlament oder die Tätigkeit in der Opposition wird dabei nicht
berücksichtigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methode der vergleichenden Politikwissenschaft

3. Typenbildung

3.1. „Party lifespan approuch“

3.2. „Political Performance“-Ansatz

3.3. Kombinations-Ansatz

4. Ländervorstellung mit Typisierung

4.1. Belgien

4.2. Deutschland

4.3. Finnland

4.4. Frankreich

4.5. Italien

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Regierungsverantwortung grüner Parteien in ausgewählten westeuropäischen Ländern, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in ihrem Verhalten, ihren Erfolgen und ihrem Einfluss zu analysieren und sie anhand theoretischer Ansätze zu typisieren.

  • Analyse grüner Regierungsbeteiligung in Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich und Italien.
  • Anwendung theoretischer Konzepte zur Typenbildung grüner Parteien (Lifespan- und Political Performance-Ansatz).
  • Untersuchung des organisationellen Wandels grüner Parteien im Zuge von Regierungsverantwortung.
  • Herausarbeitung von Einflussfaktoren auf die Durchsetzungskraft und Erfolge grüner Parteien in Koalitionsregierungen.

Auszug aus dem Buch

4.2. Deutschland

In Deutschland handelt es sich wahrscheinlich um den international bekanntesten Fall einer grünen Regierungsbeteiligung. Bündnis 90/ Die Grünen waren im Unterschied zu den französischen oder italienischen Grünen in ihrer parlamentarischen Existenz nicht von Wahlbündnissen mit anderen Parteien abhängig. Durch ihre gesellschaftliche Stellung und die Unterstützung durch die neuen sozialen Bewegungen waren die deutschen Grünen von vornherein deutlich stärker in ihrer Verhandlungsposition im Vergleich zu ihren westeuropäischen Schwesterparteien.. Damit waren allerdings auch höhere Erwartungen verbunden. Nicht nur diese Hoffnungen von Seiten ihrer Wählerschaft, sondern auch die von vielen Kritikern prognostizierte Unfähigkeit zur Regierungsteilhabe und die damit einhergehende destabilisierende Wirkung stellte die Grünen vor eine doppelte Herausforderung.

Aus dieser Situation heraus und unter Berücksichtigung, dass sie nicht der einzige mögliche Koalitionspartner der Sozialdemokraten waren, befanden sie sich anfangs in der Defensive. Dieser Umstand hinderte die deutschen Grünen aber nicht daran, einen im Vergleich recht radikalen Forderungskatalog aufzustellen, um ihrer Wählerschaft gerecht zu werden: Atomausstieg, Einführung der Ökosteuer und eine Reform des Staatbürgerschaftsrechtes.

Die Koalitionsverhandlungen verliefen sehr harmonisch und in Rekordzeit. Den Grünen wurde Konfliktscheu attestiert. Joschka Fischer trat aus ihnen als Vizekanzler und Außenminister hervor, Jürgen Trittin als Bundesminister für Umwelt, Reaktorsicherheit und Naturschutz und Andrea Fischer als Bundesgesundheitsministerin.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der grünen Parteienforschung ein und definiert Regierungsverantwortung als Beteiligung an nationalen Koalitionen im Kontext der untersuchten Länder.

2. Methode der vergleichenden Politikwissenschaft: In diesem Kapitel wird die dreistufige, systematische Untersuchungsmethodik zur Analyse der Auswirkungen grüner Regierungsbeteiligung erläutert.

3. Typenbildung: Es werden der „Party lifespan approuch“, der „Political Performance“-Ansatz sowie ein daraus entwickelter Kombinationsansatz zur Kategorisierung grüner Parteien vorgestellt.

4. Ländervorstellung mit Typisierung: Die empirische Analyse der Länder Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich und Italien findet hier statt, wobei jede Partei basierend auf den zuvor definierten Kriterien typisiert wird.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der grünen Regierungsbeteiligungen zusammen und reflektiert über den Einfluss der Parteien auf die nationale Politik.

Schlüsselwörter

Grüne Parteien, Regierungsverantwortung, Parteienforschung, Westeuropa, Koalition, Typenbildung, Party lifespan approuch, Political Performance, Deutschland, Belgien, Finnland, Frankreich, Italien, Basisdemokratie, Wahlbündnis

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Regierungsbeteiligung grüner Parteien in fünf westeuropäischen Ländern und analysiert deren Erfahrungen, Strategien und Erfolge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der organisationelle Wandel grüner Parteien bei Eintritt in Regierungen, ihr Verhalten in Koalitionsverhandlungen sowie ihre parlamentarische Durchsetzungskraft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch einen länderübergreifenden Vergleich Unterschiede und Gemeinsamkeiten grüner Regierungsparteien herauszuarbeiten und diese anhand theoretischer Ansätze zu typisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische, dreistufige Untersuchungsmethode genutzt, die Charakteristika erhebt, klassifiziert und im Rahmen einer vergleichenden Analyse zuordnet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die Länder Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich und Italien im Hinblick auf ihre grünen Parteien vorgestellt und den entwickelten Typen zugeordnet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Grüne Parteien, Regierungsverantwortung, Koalition, Typenbildung und Parteienforschung.

Warum spielt der „Party lifespan approuch“ eine Rolle für die Typisierung?

Dieser Ansatz beschreibt verschiedene Hürden, die kleine Parteien auf dem Weg zur Etablierung überwinden müssen, und dient als Grundlage für die Einordnung der grünen Parteien in spezifische Typen.

Welche Rolle spielt die Basisdemokratie in der Arbeit?

Die Arbeit beleuchtet den Wandel der Grünen von anfänglich basisdemokratischen Bewegungen hin zu traditionelleren, etablierten Parteien während ihrer Regierungszeit und die damit verbundenen internen Schwierigkeiten.

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Details

Title
Grüne Regierungsverantwortung in Westeuropa
Subtitle
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
College
University of Göttingen  (Seminar für Politikwissenschaft)
Course
HS Grün-alternative Parteien in Westeuropa
Grade
1,3
Author
Dipl.-Sozialwirtin Insa van den Berg (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V121453
ISBN (eBook)
9783640260379
ISBN (Book)
9783640260652
Language
German
Tags
Grüne Regierungsverantwortung Westeuropa Grün-alternative Parteien Parteienforschung Politikwissenschaft Europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Sozialwirtin Insa van den Berg (Author), 2006, Grüne Regierungsverantwortung in Westeuropa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121453
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