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Die Borg aus Star Trek als Repräsentation des Internets. Zeitliche und strukturelle Gemeinsamkeiten

Titel: Die Borg aus Star Trek als Repräsentation des Internets. Zeitliche und strukturelle Gemeinsamkeiten

Hausarbeit , 2021 , 19 Seiten

Autor:in: Hendrik Olschewski (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Basierend auf Netzwerktheorien und einem Abgleich mit der Beschaffenheit des Internet soll diese Arbeit zeigen, dass es nicht nur zeitliche sondern auch strukturelle Gemeinsamkeiten zwischen den Borg aus Star Trek und dem Internet gibt. Die Arbeit ist daher so strukturiert, dass im ersten Schritt die Borg vorgestellt und einige wichtige Aspekte aufgezeigt werden. In den darauffolgenden Abschnitten werden diese Aspekte dann einzeln betrachtet und weiter vertieft. Dabei kann jedoch nicht auf alle Punkte, Themen und Aspekte eingegangen werden – die Borg bieten schlicht zu viel Material und zu viele spannende Detailfragen. Daher muss diese Arbeit zwangsläufig eine Auswahl an Vergleichspunkten darstellen.

Star Trek ist eine der erfolgreichsten und bekanntesten Science-Fiction-Franchises. Seit ihrer Erstausstrahlung 1964 sind zahlreiche Filme und Serien und damit verbunden viele verschiedene Vorstellungen außerirdischer Spezies hinzugekommen. Eine der bemerkenswertesten dieser Spezies sind die kybernetisch integrierten Borg, welche 1989 ihre Premiere bei Star Trek hatten. Damit liegt ihre Entstehung in einer wichtigen Entwicklungsphase der Computervernetzung, die wenige Jahre später dann zur Inbetriebnahme des Internet führte. Fiktionale Darstellungen in Star Trek in Analogie zu technischen und politischen Entwicklungen zu setzen ist keine neue Idee. Sehr populär ist es etwa Star Trek in Bezug auf den kalten Krieg zu betrachten.

So wurde die Feindschaft zwischen Föderation und Klingonischem Reich gerne als Repräsentation der Dichotomie zwischen USA und Sowjetunion gedeutet. Nicht zuletzt basiert diese Deutung sicherlich auch auf der Gleichzeitigkeit der Ausstrahlung der ersten Star Trek Serie und einer Hochphase des kalten Kriegs. In Bezug auf die Borg wurde, etwa von Dietmar Fricke, eine ähnliche Deutung vorgeschlagen. Geprägt durch den Diskurs um den Clash of Civilizations zeigten die Borg etwa eine Angst der Unterlegenheit individualistischer Gesellschaften vor kollektivistischen Modellen. Jedoch ergibt sich aus der zeitlichen Verbindung zwischen der Entstehung der Borg und des Internet ein gerade aus medienwissenschaftlicher Perspektive interessante Analogie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wer oder was sind die Borg?

3. Netzaufbau – Die Borg und das Internet

4. Identität und Identifizierbarkeit

5. Kommunikation. Wissensvermittlung und Spam

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht die medienwissenschaftliche Analogie zwischen der fiktionalen Spezies der Borg aus dem Star-Trek-Universum und den strukturellen sowie funktionalen Eigenschaften des Internets. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, dass beide Systeme nicht nur zeitliche Überschneidungen aufweisen, sondern auch tiefgreifende strukturelle Gemeinsamkeiten in Bezug auf Netzwerktheorien, kollektive Datenverarbeitung und die Herausforderungen einer totalen Vernetzung besitzen.

  • Vergleich der Borg-Netzwerkstruktur mit dem Internet
  • Analyse von Identität und Individualität in kollektiven Systemen
  • Untersuchung von Kommunikationsprozessen und Informationsvermittlung
  • Evaluation der Störanfälligkeit und Robustheit von Netzwerken
  • Diskussion über die Auswirkungen totaler digitaler Integration

Auszug aus dem Buch

Netzaufbau – Die Borg und das Internet

In diesem Abschnitt wird zunächst die Grundlage der Borg als Gesellschaft, ihr Kollektivbewusstsein und dessen Architektur betrachtet. Dabei wird diese mit dem Aufbau und der Funktionsweise des Internet abgeglichen.

Wie bereits oben erwähnt, haben die Borg eine sehr dezentrale Struktur. Ihr Kollektivbewusstsein ist in verschiedene Funktionsbereiche unterteilt. Außerdem hat jeder Borgwürfel einen Kern, der den Aufbau eines Kollektivbewusstseins ermöglicht. Die Verbindung innerhalb dessen Einzugsbereichs wird dann durch viele Leitungen und lokale Knotenpunkte sichergestellt. Dieser Aufbau gleicht einer „Aufteilung eines Netzes in wenige sehr wichtige Oberzentren und viele weniger wichtige Endknoten“, entspricht also genau wie das Internet einer Weiterentwicklung von Barans verteiltem Netz. Beide Netze lassen sich also als skalenfreie Netze klassifizieren.

Ebenfalls für die Verwandtschaft des Borgnetz mit dem Internet spricht ihre auffällige Robustheit. Der Netzwerktheoretiker Albert-László Barabási beschreibt etwa, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass ein wichtiges Oberzentrum des Internet ausfalle und daher ein „Skalenfreies Netz erst dann in isolierte Inseln [zerfällt], wenn es vollständig zerstört wird.“ Bei Star Trek kommt eine Taktikanalyse der Sternenflotte zu einem ähnlichen Ergebnis. Ihre Modelle ergeben, dass ein Borgschiff funktionstüchtig bliebe, selbst wenn es zu knapp 80% zerstört wäre. Diese Resistenz gegen Beschädigung liegt daran, dass es im Internet immer auch alternative Routen für die Datensystem gibt. Einige zerstörte kleinere Knotenpunkte werden so schnell ersetzt. Ein Ähnliches Phänomen zeigt sich in der oben beschriebenen Situation im Maschinenraum der Enterprise. Sobald eine Drohne der Borg ausfällt, beendet einfach eine andere die Aufgabe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert das Forschungsinteresse an der Analogie zwischen der Borg-Spezies aus Star Trek und den technischen Entwicklungen des Internets.

2. Wer oder was sind die Borg?: Dieses Kapitel führt in die Natur der Borg ein, diskutiert ihr Kollektivbewusstsein und analysiert die Abwesenheit individueller Identitäten sowie Hierarchien.

3. Netzaufbau – Die Borg und das Internet: Hier wird die Architektur des Borgkollektivs als skalenfreies Netzwerk mit dem Internet verglichen, wobei besonderer Wert auf Robustheit und Redundanz gelegt wird.

4. Identität und Identifizierbarkeit: Das Kapitel befasst sich mit der Adressierung von Individuen im Kollektiv mittels Designationen und zieht Parallelen zum System der IP-Adressierung.

5. Kommunikation. Wissensvermittlung und Spam: Diese Analyse beleuchtet die totale Vernetzung und den verzögerungsfreien Informationsfluss bei den Borg im Vergleich zum paketbasierten Internet und thematisiert das Problem unerwünschter Kommunikation.

6. Fazit: Das Fazit fasst die strukturellen Parallelen zusammen und hebt hervor, dass die Borg eine extremere, totalere Form der Vernetzung darstellen als das heutige Internet.

Schlüsselwörter

Borg, Internet, Star Trek, Kollektivbewusstsein, Netzwerktheorie, Skalenfreie Netze, Kybernetik, Identität, Kommunikation, Robustheit, Redundanz, Datenpakete, digitale Vernetzung, Medientheorie, Systemtheorie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Borg aus Star Trek als medienwissenschaftliche Metapher oder Repräsentation für das Internet und moderne Netzwerkgesellschaften verstanden werden können.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Netzwerkarchitektur, der Art der Identitätsstiftung innerhalb von Kollektiven sowie der Art und Weise der Informationsübermittlung in total vernetzten Systemen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, strukturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Funktionsweise des Borgkollektivs und der Architektur sowie Problematiken des realen Internets aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt den Vergleich von Netzwerktheorien (u.a. nach Barabási) und medienwissenschaftlichen Analysen, um fiktionale Borg-Strukturen mit den Funktionsweisen digitaler Infrastrukturen abzugleichen.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Fokus?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des technischen Netzaufbaus, die Identifizierbarkeit von Individuen mittels Designationen und eine Analyse der Kommunikationsströme unter Berücksichtigung von Störfaktoren.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Netzwerkarchitektur, Kollektivbewusstsein, Robustheit, digitale Kommunikation und medienwissenschaftliche Analogie beschreiben.

Wie unterscheidet sich die Adressierung der Borg von IP-Adressen?

Während IP-Adressen rein technische Identifikatoren zur Datenleitung sind, dienen die Borg-Designationen zwar auch der Adressierung, sind jedoch untrennbar mit dem Kollektivbewusstsein verknüpft, das die individuelle Identität weitgehend auflöst.

Welche Rolle spielt die Kommunikation für die Stabilität des Borg-Systems?

Die Kommunikation ist konstitutiv; ohne den totalen, verzögerungsfreien Austausch von Wissen und Erfahrungen könnte das Borg-System nicht als Einheit operieren und seine hohe Robustheit gegenüber Schäden aufrechterhalten.

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Details

Titel
Die Borg aus Star Trek als Repräsentation des Internets. Zeitliche und strukturelle Gemeinsamkeiten
Autor
Hendrik Olschewski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1214617
ISBN (PDF)
9783346657466
ISBN (Buch)
9783346657473
Sprache
Deutsch
Schlagworte
borg star trek repräsentation internets zeitliche gemeinsamkeiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Hendrik Olschewski (Autor:in), 2021, Die Borg aus Star Trek als Repräsentation des Internets. Zeitliche und strukturelle Gemeinsamkeiten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1214617
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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