Ziel dieser Arbeit ist, die Textsorte Schulordnung zu kategorisieren. Ein weiteres Themengebiet umfasst die Thematik, inwiefern typographische Kriterien das Verständnis der Schulordnung beeinflussen. Als Grundlage eignen sich hierfür drei Schulordnungen, die jeweils drei unterschiedlichen Jahrgängen entstammen.
In diesem Zusammenhang ist zunächst einmal festzuhalten, dass die Textsorte Schulordnung der Domäne Schule entstammt und neben der Vermittlung erforderlicher Fachinhalte auch dafür zuständig ist, Verhaltensvorschriften zu vermitteln, sodass innerhalb der Schulatmosphäre, ein harmonischer Umgang gepflegt wird. Mit anderen Worten zählt eine Schulordnung als sogenannter "Verhaltenskodex" der an Schüler/-innen, Lehrkräfte, dem Schulpersonal wie auch an die Erziehungsberechtigten adressiert. Dazu gehören beispielsweise Anweisungen im Rahmen von zwischenmenschlichen Beziehungen oder auch Vorschriften im Schulgebäude und in den Pausen. Nach Becker-Mrotzek wird diese Textsorte aufgrund ihrer verbindlichen Anordnungen dem "normativ-regulierenden" Texttyp zugeordnet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Textsorte Schulordnung
2.1 Situationseinbettung und Textfunktion
2.2 Textsorte Schulordnung: Thematische Kohärenz
2.3 Textsorte Schulordnung: Grammatische Kohärenz
3. Textsorte Schulordnung: Typographie
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Textsorte Schulordnung anhand von drei unterschiedlichen Schulbeispielen mit dem Ziel, diese linguistisch zu kategorisieren und den Einfluss typographischer Gestaltung auf das Leseverständnis der Schüler zu analysieren.
- Linguistische Kategorisierung der Textsorte Schulordnung
- Analyse der Situationseinbettung und Textfunktion
- Untersuchung der thematischen und grammatischen Kohärenz
- Einfluss typographischer Elemente auf die Wissensaufnahme
- Vergleich der schulformspezifischen Anpassung von Regelwerken
Auszug aus dem Buch
2.2 Textsorte Schulordnung: Thematische Kohärenz
Die thematische Kohärenz ist mit den Begriffen Thema und Themenentfaltung gleichzusetzen. Im Hinblick auf das Thema ist zu beobachten, dass die Schulordnung damit zusammenhängt, Verhaltensregeln zu bestimmen. Diese Regeln sollen als Leitfaden dienen, sodass die SuS sich danach richten, und somit die Rechte der Schule nicht verletzen.
Hinsichtlich der Themenentfaltung nach Brinker (1988) ist beachtenswert, dass sowohl deskriptive (beschreibende), als auch explikative (erklärende) Erklärungsansätze vorzufinden sind (vgl. Brinker, 1988:9).
Bevor der Leser mit den einzelnen Ansätzen konfrontiert wird, ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass jede Schulordnung für sich, eine gewisse Struktur, wie auch einen gewissen Wortschatz innehat.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert die Schulordnung als Verhaltenskodex der Domäne Schule und stellt die methodische Grundlage zur Kategorisierung der Textsorte sowie die Untersuchung typographischer Aspekte vor.
2. Textsorte Schulordnung: Dieses Kapitel analysiert die situative Einbettung, die appellative Textfunktion sowie die thematische und grammatische Kohärenz der untersuchten Schulordnungen unter Rückgriff auf linguistische Theorien.
3. Textsorte Schulordnung: Typographie: Hier wird untersucht, wie visuelle Gestaltungselemente wie Schriftgrößen, Markierungen und Illustrationen die Informationsaufnahme der Schüler in Abhängigkeit vom Alter steuern.
4. Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Schulordnungen zwar einheitliche appellative Funktionen besitzen, jedoch in ihrer inhaltlichen, grammatischen und typographischen Ausarbeitung stark auf die jeweilige Altersgruppe der Lernenden angepasst sind.
Schlüsselwörter
Schulordnung, Textsorte, Sprachwissenschaft, Appellfunktion, Kohärenz, Typographie, Wissensaufnahme, deskriptiv, explikativ, Schulalltag, Verhaltenskodex, Linguistik, Domäne Schule, Satzmuster, Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Analyse der Textsorte Schulordnung und untersucht, wie diese Texte konstruiert sind, um Verhaltensvorschriften innerhalb der Domäne Schule zu vermitteln.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themenfelder sind die textsortenspezifische Funktion, die thematische und grammatische Struktur sowie die typographische Gestaltung der Dokumente.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Schulordnung als Textsorte zu kategorisieren und aufzuzeigen, wie sie an verschiedene Altersgruppen und Bildungsstufen angepasst wird.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?
Es wird eine linguistische Textanalyse durchgeführt, die sich primär auf die Kategorien von Brinker (Situationseinbettung, Textfunktion, Kohärenz) sowie typographische Analyserahmen stützt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der situativen Einbettung und Funktion, die Untersuchung der Kohärenzstrukturen sowie eine detaillierte Betrachtung typographischer Merkmale in verschiedenen Schulformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die wichtigsten Begriffe sind Schulordnung, Textsorte, Appellfunktion, Kohärenz und Typographie.
Wie unterscheidet sich die Ansprache in der Grundschule von der in der Oberstufe?
Während in der Grundschule oft die „Wir-Form“ und einfache, aktive Sätze genutzt werden, verzichtet die Oberstufe auf direkte Adressierung und nutzt komplexere, teils passive Satzmuster.
Welchen Einfluss hat die Typographie auf die Zielgruppe?
Typographische Elemente wie Farbeffekte und Illustrationen erleichtern bei Grundschülern das Verständnis, während in der Oberstufe ein schlichterer, funktionalerer Ausdruck bevorzugt wird.
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- Esma Aker (Author), 2020, Welche Unterschiede sind hinsichtlich der Schulordnungen zu erkennen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1214938