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Bindungssicherheit und ihr Einfluss auf soziale Angst. Unter Berücksichtigung von Selbstwert und emotionaler Kompetenz

Titel: Bindungssicherheit und ihr Einfluss auf soziale Angst. Unter Berücksichtigung von Selbstwert und emotionaler Kompetenz

Masterarbeit , 2021 , 118 Seiten , Note: 1,2

Autor:in: Thorsten Vidalon (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der Studienarbeit ist es, den Effekt von Bindungssicherheit auf soziale Angst zu untersuchen. Außerdem wird überprüft, ob und inwieweit der Selbstwert und die emotionale Kompetenz diesen Effekt mediierten. Dafür beantworteten 148 Versuchspersonen die deutsche Übersetzung des Relationship Scales Questionnaire, den SASKO – Fragebogen zu sozialer Angst und sozialen Kompetenzdefiziten, die Frankfurter Selbstkonzeptskala zur allgemeinen Selbstwertschätzung und den Emotionale-Kompetenz-Fragebogen von Rindermann (2009).

Einführend wird zuerst definiert, was man unter einer Bindung versteht. Danach werden die unterschiedlichen Bindungsmuster von Kindern dargestellt. Des Weiteren wird erläutert, wie das elterliche Erziehungsverhalten die Entstehung spezifischer Bindungsmuster beeinflusst. Danach werden die Bindungsmuster von Erwachsenen präsentiert und anschließend wird in die Bindungsstabilität vom Kindes- bis zum Erwachsenenalter eingegangen.

Dann folgt die Definition der sozialen Angst, die Darstellung der diagnostischen Kriterien der sozialen Angststörung und die Präsentation der diagnostischen Kriterien der sozialen Angststörung. Als Nächstes folgen die Vorstellung der wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung einer sozialen Angststörung und die Beschreibung einiger Störungstheorien und Erklärungsmodelle.

Der nächste Teil des Theoriekapitels widmet sich dem Selbstwert. Nach der Begriffsdefinition, wird das Selbstkonzept präsentiert und es wird erklärt, in welchem Zusammenhang es mit dem Selbstwert steht. Anschließend werden die unterschiedlichen Formen und Ausprägungen von Selbstwert beschrieben sowie die wichtigsten Prädiktoren und Einflussfaktoren von Selbstwert dargestellt. Im Anschluss daran wird in die emotionale Kompetenz eingegangen. Zuerst wird der Begriff definiert und dann werden die Bereiche, die die emotionale Kompetenz ausmachen, beschrieben. Nach Wiedergabe des Entwicklungsprozesses der emotionalen Kompetenz werden die wichtigsten Ursachen für emotionale Kompetenzdefizite dargestellt.

Am Ende des Theorieteils werden sowohl der aktuelle Forschungsstand der Konstrukte als auch die Fragestellungen und Hypothesen präsentiert. Der Methodenteil beginnt mit einer Beschreibung der Stichprobe. Es folgt die Vorstellung der eingesetzten Erhebungsinstrumente und die Beschreibung des Untersuchungsdesigns und der Untersuchungsdurchführung, bevor die Auswertungsmethode erläutert wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Theorie

1.1 Einführung

1.2 Bindung

1.2.1 Bindungstheorie

1.2.2 Bindungsqualität im Kindesalter

1.2.3 Bindung und elterliches Erziehungsverhalten

1.2.4 Bindungsqualität im Erwachsenenalter

1.2.5 Bindungsstabilität

1.3 Soziale Angst

1.3.1 Definition

1.3.2 Diagnostische Kriterien der Sozialen Angststörung

1.3.3 Epidemiologie der Sozialen Angststörung

1.3.3.1 Prävalenz und Komorbiditäten der Sozialen Angststörung

1.3.3.2 Beginn und Verlauf der Sozialen Angststörung

1.3.4 Ätiologie und Risikofaktoren der Sozialen Angststörung

1.3.4.1 Genetische Faktoren

1.3.4.2 Temperamentsfaktoren

1.3.4.3 Soziale Faktoren

1.3.5 Störungstheorien und Erklärungsmodelle

1.3.5.1 Die Kognitive Theorie von Beck

1.3.5.2 Das Kognitive Modell von Clark und Wells

1.3.5.3 Interpersonelle Modelle

1.4 Selbstwert

1.4.1 Definition

1.4.2 Selbstwert und Selbstkonzept

1.4.3 Formen und Ausprägungen von Selbstwert

1.4.4 Optimaler Selbstwert

1.4.5 Prädiktoren und Einflussfaktoren von Selbstwert

1.5 Emotionale Kompetenz

1.5.1 Definition

1.5.2 Bereiche der emotionalen Kompetenz

1.5.3 Entwicklung emotionaler Kompetenz

1.5.4 Ursachen für Defizite in emotionaler Kompetenz

1.6 Aktueller Forschungsstand

1.6.1 Bindung und soziale Angst

1.6.2 Bindung und Selbstwert

1.6.3 Bindung und emotionale Kompetenz

1.6.4 Selbstwert und soziale Angst

1.6.5 Emotionale Kompetenz und soziale Angst

1.6.6 Selbstwert und emotionale Kompetenz

1.7 Fragestellungen und Hypothesen

2 Methoden

2.1 Stichprobenbeschreibung

2.2 Untersuchungsverfahren

2.2.1 Relationship Scales Questionnaire

2.2.2 SASKO – Fragebogen zu sozialer Angst und sozialen Kompetenzdefiziten

2.2.3 Frankfurter Selbstkonzeptskala zur allgemeinen Selbstwertschätzung

2.2.4 Emotionale-Kompetenz-Fragebogen

2.3 Untersuchungsdesign und Untersuchungsdurchführung

2.4 Auswertungsmethode

3 Ergebnisse

3.1 Deskriptive Ergebnisse

3.2 Inferenzstatistische Ergebnisse

3.3 Weiterführende Analysen

4 Diskussion

4.1 Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse

4.2 Inhaltliche Einordnung

4.3 Methodenkritische Diskussion

4.4 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Forschungsthemen

Die vorliegende Master-Thesis untersucht den Einfluss der Bindungssicherheit auf soziale Angst, unter besonderer Berücksichtigung der vermittelnden Rollen von Selbstwert und emotionaler Kompetenz.

  • Bindungssicherheit im Erwachsenenalter
  • Soziale Angststörung und deren Ätiologie
  • Strukturelle Bedeutung des Selbstwertgefühls
  • Entwicklung und Funktionen emotionaler Kompetenz
  • Mediationsprozesse zwischen Bindung, Selbstwert und Angst

Auszug aus dem Buch

1.2.1 Bindungstheorie

Das Knüpfen von Bindungen gehört zur Natur des Menschen und ist dementsprechend zentral für eine günstige Entwicklung (Bowlby, 1977; Grossmann & Grossmann, 2014). Eine Bindung wird definiert als ein imaginäres Band, das zwischen zwei Menschen besteht, welches „in den Gefühlen verankert ist und das sie über Raum und Zeit hinweg miteinander verbindet“ (Ainsworth, 1979, zitiert nach Grossmann & Grossmann, 2014, S.71). Bindungen gehen mit starken Emotionen wie Liebe, Kummer und Trauer einher und unterscheiden sich von Beziehungen dadurch, dass sie über Zeit und Raum bestehen (Ainsworth, 1989; Bowlby, 1969, 1988).

Die erste Bindung, die ein Mensch aufbaut, ist die zu den primären Fürsorgepersonen, im Regelfall die Eltern. Diese Eltern-Kind-Bindung entwickelt sich vor allem in den ersten zwölf Lebensmonaten und hat die Funktion, dem Säugling die Behütung, Zuwendung und Unterstützung der Bezugsperson zu sichern (Bowlby, 1969). Obwohl sich Kinder an mehrere Personen binden können, gibt es im Regelfall eine Hierarchie der Bezugspersonen, in der es im Normalfall eine Hauptbezugsperson gibt, welche typischerweise die Mutter ist (Bowlby, 1969, Howes & Spieker, 2008).

Im Rahmen der Bindungstheorie wird die Annahme eines angeborenen Bindungssystems gemacht, dessen Funktion die Bewältigung von Bedrohungs- und Stresssituationen sowie die Bewahrung des Gefühls der Geborgenheit ist (Bowlby, 1969, 1973, 1980). Befindet sich das Kind in einer Stresssituationen, dann wird das System aktiviert, und das Kind zeigt spezifische Verhaltensweisen wie Weinen, Anklammern, Suchen oder Hinterherlaufen, die dazu dienen, die Geborgenheit und Nähe der Bezugsperson zu sichern. In der Bindungstheorie wird dieses Verhalten als Bindungsverhalten definiert und es ist wird so lange gezeigt, bis das Kind das Gefühl hat, sich in Sicherheit zu befinden, was typischerweise durch die Unterstützung der Bindungspersonen gelingt (Bowlby, 1969). Fühlt sich das Kind in Sicherheit, dann deaktiviert sich das Bindungssystem und das Bindungsverhalten schwindet.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Theorie: Dieses Kapitel liefert eine fundierte Einführung in die psychologischen Konstrukte Bindung, soziale Angst, Selbstwert und emotionale Kompetenz sowie deren theoretische Verknüpfungen.

2 Methoden: Hier werden das Untersuchungsdesign, die Stichprobenbeschreibung sowie die eingesetzten Erhebungsinstrumente detailliert dargelegt.

3 Ergebnisse: Dieser Abschnitt präsentiert die statistische Auswertung der erhobenen Daten, inklusive deskriptiver Analysen und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Mediationsanalysen.

4 Diskussion: Das abschließende Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Lichte der theoretischen Grundlagen, reflektiert kritisch die methodische Vorgehensweise und diskutiert Implikationen für Forschung und Praxis.

Schlüsselwörter

Bindungssicherheit, soziale Angst, Selbstwert, emotionale Kompetenz, soziale Angststörung, internale Arbeitsmodelle, Emotionsregulation, soziale Unterstützung, Bindungstheorie, Mediation, Bindungsmuster, kognitive Schemata, Angst vor Nähe, Angst vor Trennung, psychische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Bindungssicherheit und sozialer Angst bei Erwachsenen.

Welche zentralen Variablen werden untersucht?

Die zentralen Variablen sind Bindungssicherheit, soziale Angst, Selbstwertgefühl und emotionale Kompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu klären, ob Bindungssicherheit die soziale Angst beeinflusst und ob dieser Zusammenhang durch Selbstwert oder emotionale Kompetenz mediiert wird.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Es wurde eine querschnittliche, quantitative Studie mit standardisierten Fragebögen durchgeführt, gefolgt von korrelativen und inferenzstatistischen Mediationsanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende theoretische Fundierung der untersuchten Konstrukte, eine Beschreibung der Untersuchungsmethode und eine detaillierte Darstellung sowie Diskussion der Ergebnisse.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Kernbegriffe sind Bindungssicherheit, soziale Angst, Selbstwert, emotionale Kompetenz und Mediationsanalyse.

Welchen Einfluss hat ein unsicherer Bindungsstil auf soziale Angst?

Die Arbeit weist nach, dass ein unsicherer Bindungsstil signifikant mit einer höheren Ausprägung sozialer Angst korreliert.

Wie spielt der Selbstwert bei der Entstehung sozialer Angst eine Rolle?

Der Selbstwert fungiert als Mediator, der den negativen Effekt mangelnder Bindungssicherheit auf soziale Angst teilweise erklärt.

Wie lässt sich emotionale Kompetenz im Kontext der sozialen Angst einordnen?

Emotionale Kompetenz, insbesondere die Emotionsregulation, wirkt ebenfalls mediierend; höhere Kompetenzen gehen mit geringerer sozialer Angst einher.

Ende der Leseprobe aus 118 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Bindungssicherheit und ihr Einfluss auf soziale Angst. Unter Berücksichtigung von Selbstwert und emotionaler Kompetenz
Hochschule
SRH Hochschule Heidelberg
Note
1,2
Autor
Thorsten Vidalon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
118
Katalognummer
V1215097
ISBN (eBook)
9783346628008
ISBN (Buch)
9783346628015
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bindungssicherheit einfluss angst unter berücksichtigung selbstwert kompetenz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Thorsten Vidalon (Autor:in), 2021, Bindungssicherheit und ihr Einfluss auf soziale Angst. Unter Berücksichtigung von Selbstwert und emotionaler Kompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215097
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