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DDR-Museen und DDR-Ausstellungen. Ostdeutsche Erinnerungsorte seit 1989

Title: DDR-Museen und DDR-Ausstellungen. Ostdeutsche Erinnerungsorte seit 1989

Bachelor Thesis , 2021 , 67 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Melanie Metzlaff (Author)

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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit soll, aufgrund der unübersichtlich gewordenen Museumslandschaft mit DDR-Bezug, die in der Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes vorgelegten DDR-Museen und DDR-Ausstellungen als kunsthistorische Erinnerungsorte sichtbar machen.

Die Gliederung der Arbeit richtet sich in ihrer Reihenfolge im Wesentlichen nach den in Punkt 4 (c) der geänderten Gedenkstättenkonzeption aufgeführten Museen, Gedenkstätten und Erinnerungsorten. Nach der Einleitung sollen in
Punkt 2 unter dem Thema "Teilung und Grenze" die folgenden Einrichtungen betrachtet werden: 2.1. die Gedenkstätte Berliner Mauer, 2.2. die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, 2.3. die Grenzmuseen Deutsch-Deutsches Museum Mödlareuth, Gedenkstätte Deutsche Teilung in Marienborn und das Grenzlandmuseum Eichsfeld, 2.4. der Tränenpalast, 2.5. das Mauermahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus sowie 2.6. das Freiheitsund Einheitsdenkmal.

Aufgrund der aufkommenden Frage, welche bedeutenden Erinnerungsorte zum Thema Teilung und Grenze außerhalb der
Gedenkstättenkonzeption existieren, sind vier weitere Erinnerungsorte untersucht worden: 2.7. die East-Side-Gallery, 2.8. das Mauermuseum am Checkpoint Charlie, 2.9. die Gedenkstätte Günter Litfin und 2.10. der Gedenkort Weiße Kreuze. Da die Bereiche Überwachung/Verfolgung und Widerstand/Opposition auseinander hervorgehen, werden diese in Punkt 3
gemeinsam behandelt. Hierzu sind die Erinnerungsorte 3.1. in Torgau, 3.2. die Gedenkstätte Bautzen, 3.3. die Forschungs- und Gedenkstätte in der Normannenstraße, 3.4. die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen, 3.5. das
ehemalige Untersuchungsgefängnis in der Potsdamer Leistikowstraße, 3.6. das Zeitgeschichtliche Forum Leipzig, sowie 3.7. das Museum in der "Runden Ecke" untersucht worden.

Einleitend werden in Punkt 4.1 zum Thema ,,Gesellschaft und Alltag” die Anfänge der musealen Tätigkeit der
DDR-Alltagsgeschichte betrachtet. Im folgenden geht es in Kapitel 4.2. um das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, 4.3. das Deutsche Historische Museum und 4.4. das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR. Im Schlussteil wird ein zusammenfassendes Fazit gegeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Teilung und Grenze

2.1. Gedenkstätte Berliner Mauer

2.2. Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

2.3. Grenzmuseen

2.4. Tränenpalast

2.5. Mauermahnmal im Marie-Elisabeth-Lüders-Haus

2.6. Freiheits- und Einheitsdenkmal

2.7. Exkurs: East-Side-Gallery

2.8. Exkurs: Mauermuseum am Checkpoint Charlie

2.9. Exkurs: Gedenkstätte Günter Litfin

2.10. Exkurs: Weiße Kreuze

3. Überwachung und Verfolgung / Widerstand und Opposition

3.1. Erinnerungsorte in Torgau

3.2. Gedenkstätte Bautzen

3.3. Forschungs- und Gedenkstätte in der Normannenstraße

3.4. Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

3.5. Ehemaliges Untersuchungsgefängnis in der Potsdamer Leistikowstraße

3.6. Zeitgeschichtliches Forum Leipzig

3.7. Gedenkstätte Museum in der ,,Runden Ecke”

4. Gesellschaft und Alltag

4.1. Exkurs: Die Anfänge

4.2. Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

4.3. Deutsches Historisches Museum

4.4. Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die durch die "Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes" definierten Museen und Gedenkstätten zur DDR-Geschichte und ordnet diese in einen kunsthistorischen Zusammenhang ein. Ziel ist es, die unübersichtliche Museumslandschaft mit DDR-Bezug zu strukturieren und diese Orte als Erinnerungsräume sichtbar zu machen.

  • Analyse von Gedenkstätten zum Thema Teilung und Grenze.
  • Untersuchung von Orten der Überwachung, Verfolgung, des Widerstands und der Opposition.
  • Betrachtung von musealen Einrichtungen zum Thema Gesellschaft und Alltag in der DDR.
  • Kunsthistorische Einordnung der gewählten Erinnerungsorte.
  • Reflexion des Umgangs mit dem historischen Erbe seit 1989.

Auszug aus dem Buch

2.1. Gedenkstätte Berliner Mauer

Der zentrale Erinnerungsort der deutschen Teilung ist der 1,4 Kilometer lange Gedenkparcour an der Bernauer Straße in Berlin, er verbindet ,,originale Grenzanlagen und künstlerisch gestaltete Erinnerungsorte". Auf dem Areal befindet sich das letzte erhaltene Stück des sogenannten Todesstreifens. Der 70 Meter breite denkmalgeschützte Bereich wurde nach einem Wettbewerbsentwurf von Sven und Claudia Kohlhoff durch zwei sechs Meter hohe Metallwände eingefasst. Der Grenzabschnitt ist für Besucher nicht zugänglich, daher ermöglichen Sehschlitze einen Blick auf die Anlage.

Außerdem gehören zu der Gedenkstätte, die sich aus den vier Teilbereichen ,,Die Mauer und der Todesstreifen", ,,Die Zerstörung der Stadt", ,,Der Bau der Mauer" und ,,Alltag an der Mauer" zusammensetzt, das Mahnmal Fenster des Gedenkens, die neu errichtete Kapelle der Versöhnung, die Ausstellung ,,Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin" im Nordbahnhof, ein Besucherzentrum und ein Dokumentationszentrum mit einem fünfstöckigen Aussichtsturm. Der Verlauf der Mauer wird durch rostende Stahlstäbe angedeutet, die von einzelnen Metern originaler Mauersegmente durchbrochen sind. Der bei den Rückbauarbeiten nach der Grenzöffnung abgetragene Wachturm des Typs BT9 wird durch vier ebenfalls rostende Metallkanten nachgezeichnet und markiert die Grünfläche weitläufig.

Das Ausstellungsareal wird auf vier Ebenen erschlossen: 1. originale Relikte der Grenzanlage, 2. Ereignismarken, wie Gedenksteine und Informationstafeln, 3. archäologische Fenster, die zum Teil ältere Schichten der Grenzanlage zeigen und 4. eine Ausstellung vor Ort. Der erste Teil der Gedenkstätte wurde am 13. August 1998 eingeweiht, am 9. November 1999 folgte das Dokumentationszentrum Berliner Mauer, um das ,,Denkmal durch Sachinformationen und historisch-politische Bildungsarbeit" zu ergänzen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Forschungsarbeit ein, erläutert die Relevanz der Erinnerungsorte zur SED-Diktatur und definiert das methodische Vorgehen sowie das theoretische Fundament auf Basis der Gedenkstättenkonzeption des Bundes.

2. Teilung und Grenze: Dieses Kapitel widmet sich der Untersuchung verschiedener Erinnerungsorte, die den Prozess der deutschen Teilung und die physischen sowie psychischen Auswirkungen der Grenzanlagen thematisieren.

3. Überwachung und Verfolgung / Widerstand und Opposition: Hier werden Orte in den Blick genommen, die mit der Repression des SED-Regimes, der Arbeit des Ministeriums für Staatssicherheit sowie den Erfahrungen von Widerstand und politischer Haft verknüpft sind.

4. Gesellschaft und Alltag: Das Kapitel beleuchtet museale Ansätze, die den DDR-Alltag und die materielle Kultur der ehemaligen DDR thematisieren und deren museale Aufarbeitung kritisch hinterfragen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung des zivilgesellschaftlichen Engagements für den Erhalt der Erinnerungslandschaft gegenüber der staatlichen Gedenkstättenarbeit.

Schlüsselwörter

DDR-Geschichte, Erinnerungsort, Gedenkstätte, SED-Diktatur, Berliner Mauer, Museum, Musealisierung, Grenzregime, Stasi, politische Haft, Alltagskultur, Mahnmal, Aufarbeitung, deutsche Teilung, Zeitgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit widmet sich der Analyse von Museen und Ausstellungen mit DDR-Bezug, um diese als Erinnerungsorte sichtbar zu machen und in einen kunsthistorischen Kontext zu setzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit gliedert sich entlang der Themenfelder der Gedenkstättenkonzeption des Bundes: Teilung und Grenze, Überwachung und Verfolgung, Widerstand und Opposition sowie Gesellschaft und Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die aufgrund der "Fortschreibung der Gedenkstättenkonzeption des Bundes" unübersichtlich gewordene Museumslandschaft zu systematisieren und die Erinnerungsorte als solche für eine kunsthistorische Betrachtung zu erschließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Untersuchung der ausgewählten Erinnerungsorte und bezieht sich dabei auf die Definitionen von Martin Sabrow sowie auf Fachliteratur zur Musealisierung von Zeitgeschichte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Einrichtungen, angefangen bei Gedenkstätten zur Mauer (z.B. Gedenkstätte Berliner Mauer, Tränenpalast) über Orte der Stasi-Repression (z.B. Hohenschönhausen) bis hin zu alltagsgeschichtlichen Museen (z.B. Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen neben DDR-Geschichte und Erinnerungsort vor allem Begriffe wie Musealisierung, SED-Diktatur, politische Haft und das Grenzregime.

Warum ist das "Parlament der Bäume" als Erinnerungsort besonders?

Es ist ein 1990 entstandenes Ensemble im ehemaligen Grenzstreifen, das den Opfern der DDR-Grenze gedenkt und trotz Denkmalschutz aufgrund seiner Lage auf einer Reservebaufläche des Bundes in seinem Fortbestand als gefährdet gilt.

Wie unterscheidet sich die museale Arbeit in Leipzig (,,Runde Ecke") von anderen Ansätzen?

Die Ausstellung in der "Runden Ecke" ist die weltweit erste ihrer Art in den Originalräumen einer ehemaligen Stasi-Bezirksverwaltung, gerät jedoch zunehmend in die Kritik, da sie seit dreißig Jahren weitgehend unverändert blieb und nicht mehr zeitgemäßen museumspädagogischen Standards entspricht.

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Details

Title
DDR-Museen und DDR-Ausstellungen. Ostdeutsche Erinnerungsorte seit 1989
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Kunst- und Bildgeschichte)
Grade
2.0
Author
Melanie Metzlaff (Author)
Publication Year
2021
Pages
67
Catalog Number
V1215204
ISBN (eBook)
9783346644961
ISBN (Book)
9783346644978
Language
German
Tags
Berliner Mauer Checkpoint Charlie Tränenpalast Mauermahnmal East-Side-Gallery Grenzmuseum Mauermuseum Freiheits- und Einheitsdenkmal Notaufnahmelager Marienfelde Günter Litfin Weiße Kreuze Gedenkstätte Bautzen Forschungs- und Gedenkstätte in der Normannenstraße Gedenkstätte Berlin Hohenschönhausen Ehemaliges Untersuchungsgefängnis in Potsdam/Leistikowstraße Zeitgeschichtliches Forum Leipzig Runde Ecke Haus der Geschichte Deutsches Historisches Museum Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Metzlaff (Author), 2021, DDR-Museen und DDR-Ausstellungen. Ostdeutsche Erinnerungsorte seit 1989, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215204
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