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Homestories & Memes: Wird die Berichterstattung über Wahlkämpfe immer unpolitischer? Welche Chancen und Risiken birgt der Trend der unterhaltsamen Politik-Berichterstattung?

Titel: Homestories & Memes: Wird die Berichterstattung über Wahlkämpfe immer unpolitischer? Welche Chancen und Risiken birgt der Trend der unterhaltsamen Politik-Berichterstattung?

Hausarbeit , 2021 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Giulia Torella (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie bereits im Grundgesetz verankert, wird den Medien die Aufgabe zuteil, ihre Rezipienten über politische Themen und Akteure zu informieren, sodass sie als mündige Bürger das Fundament der Demokratie, in Form von politischer Teilhabe, bilden können.
Dennoch wird nicht konkretisiert, in welchem Umfang und in welcher Form es diesen Auftrag umzusetzen gilt.
Jedenfalls scheint diese ernsthafte Aufgabe weniger seriös, wenn der normale Arbeiter vor seiner Schicht in einer bunten Zeitung blättert, die die privatesten Familiengeschichten der Spitzenpolitiker offenbart oder er sich auf seinem Smartphone über die Frisur des Präsidenten lustig macht.
Somit drängt sich die Frage auf: Wird die Berichterstattung über Wahlkämpfe und politische Geschehnisse tatsächlich immer unpolitischer?
Da die meisten Bürger neben der interpersonalen Kommunikation nahezu alle politischen Informationen aus den Medien beziehen und diese somit maßgeblich an der Meinungsbildung beteiligt sind, ist es von großer Relevanz welche Chancen und Risiken der Trend der unterhaltsamen Berichterstattung für die Bürger und die Politik birgt.
Im Folgenden werden Instrumente und Strategien des Wahlkampfes, sowie Konzepte und Bestandteile der politischen Berichterstattung erläutert. Hierbei liegt das Augenmerk auf der Personalisierung und auf unterhaltsamen Elementen. Die Konzepte werden schließlich miteinander verknüpft, um die Forschungsfragen final zu beantworten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Politische Wahlkämpfe

1.1 Interne Instrumente

1.2 Externe Instrumente

1.3 Strategien im Wahlkampf

2. Die politische Berichterstattung

2.1 Die Auswahl der politischen Nachrichten

2.2 In welcher Form wird über Politik berichtet?

2.3 Wichtige Informationsquellen für politische Geschehnisse

3. Wahlkampf und Politik-Berichterstattung unter dem Aspekt der Unterhaltsamkeit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die kritische Frage, ob die mediale Berichterstattung über Wahlkämpfe durch zunehmende Unterhaltungselemente und Personalisierung an politischer Substanz verliert und welche Chancen sowie Risiken dieser Trend für die demokratische Willensbildung birgt.

  • Entwicklung und Instrumente moderner Wahlkampfstrategien (Personalisierung vs. Emotionalisierung)
  • Strukturwandel der politischen Berichterstattung (Infotainment vs. klassische Nachrichten)
  • Einfluss von Boulevardisierung und digitalen Medien auf die politische Wahrnehmung
  • Rolle von "Storytelling" und privaten Einblicken in der politischen Kommunikation
  • Herausforderungen für die Mobilisierung durch "soft news" bei politisch desinteressierten Zielgruppen

Auszug aus dem Buch

Wahlkampf und Politik-Berichterstattung unter dem Aspekt der Unterhaltsamkeit

Bei der Verknüpfung der Wahlkämpfe bzw. politischer Themen und der Berichterstattung stellt sich zunächst die Frage, ob sich der Unterhaltungsgrad tendenziell eher erhöht oder verringert.

In der Langzeitstudie „Infotainment in der Presse“ wurden von 1980-2007 drei regionale Tageszeitungen auf deren Unterhaltungselemente bei politischen Nachrichten in Form einer Inhaltsanalyse untersucht.

In allen untersuchten Zeitungen wiesen politische Artikel im Vergleich zu 1980 ein erhöhtes Unterhaltungspotenzial auf. Die Themenstruktur betreffend verringerte sich der Anteil politischer Informationen zugunsten der Berichterstattung über „Human-Touch-Themen“.

Hauptsächlich formal steigerte sich das Unterhaltungsniveau der Zeitungen, etwa durch eine erhöhte Anzahl an Bildern und durch sprachliche Stilelemente (vgl. Bernhard & Scharf, 2008, S. 231-247).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Politische Wahlkämpfe: Dieses Kapitel differenziert zwischen internen und externen Wahlkampfinstrumenten und beleuchtet Strategien wie Personalisierung und Emotionalisierung, die darauf abzielen, Kandidaten emotional greifbarer zu machen.

2. Die politische Berichterstattung: Hier werden die Auswahlkriterien von Nachrichten sowie die Unterscheidung zwischen harten und weichen Nachrichten thematisiert, wobei auch die Rolle der Medien als Gatekeeper und Informationsquellen für die Bürger analysiert wird.

3. Wahlkampf und Politik-Berichterstattung unter dem Aspekt der Unterhaltsamkeit: Das Kapitel verknüpft die zuvor erläuterten Strategien mit den Ergebnissen der Medienforschung, um die Auswirkungen von Infotainment auf die Qualität und Relevanz der politischen Information zu bewerten.

Schlüsselwörter

Politische Kommunikation, Wahlkampf, Personalisierung, Emotionalisierung, Infotainment, Hard News, Soft News, Storytelling, Medienethik, politische Willensbildung, Boulevardmedien, digitale Medien, Gatekeeper-Theorie, demokratische Teilhabe, Journalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich die Berichterstattung über politische Wahlkämpfe durch zunehmende Unterhaltungselemente verändert hat und welche Konsequenzen dies für die politische Information der Bürger hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Personalisierung und Emotionalisierung im Wahlkampf, der Trend zum Infotainment, die Unterschiede zwischen verschiedenen Mediengattungen sowie die Auswirkungen von "soft news" auf die Wählerschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die Wahlkampfberichterstattung tatsächlich "unpolitischer" wird und ob dieser Wandel die demokratische Willensbildung gefährdet oder als Mittel zur Mobilisierung neuer Zielgruppen dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Langzeitstudien und Umfrageergebnissen, um die Entwicklung der Medienberichterstattung und deren Wirkung auf die Rezipienten einzuordnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Wahlkampfinstrumente (intern/extern) definiert, anschließend die theoretischen Grundlagen der Nachrichtenauswahl und die verschiedenen Formen politischer Berichterstattung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Personalisierung, Infotainment, politische Berichterstattung, Storytelling, Boulevardisierung und politische Willensbildung.

Inwiefern beeinflusst das Internet die Wahlkampfberichterstattung?

Das Internet bietet durch Memes und soziale Netzwerke neue Wege der Partizipation und Mobilisierung, stellt jedoch gleichzeitig die traditionelle Gatekeeper-Funktion klassischer Medien infrage.

Welche Rolle spielt die Strategie des "Storytellings"?

Storytelling wird von Politikern genutzt, um durch die Erzählung privater Geschichten ein emotionales und authentisches Gesamtbild des Kandidaten zu schaffen, das über Sachthemen hinausgeht und besonders unentschlossene Wähler ansprechen soll.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Homestories & Memes: Wird die Berichterstattung über Wahlkämpfe immer unpolitischer? Welche Chancen und Risiken birgt der Trend der unterhaltsamen Politik-Berichterstattung?
Hochschule
Universität Hohenheim
Note
1,7
Autor
Giulia Torella (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1215224
ISBN (PDF)
9783346643049
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Politische Kommunikation Politik Berichterstattung Memes
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Giulia Torella (Autor:in), 2021, Homestories & Memes: Wird die Berichterstattung über Wahlkämpfe immer unpolitischer? Welche Chancen und Risiken birgt der Trend der unterhaltsamen Politik-Berichterstattung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215224
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Leseprobe aus  12  Seiten
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