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Selbstreflexion als Personalisierungsperspektive des Lehrberufs

Title: Selbstreflexion als Personalisierungsperspektive des Lehrberufs

Examination Thesis , 2021 , 121 Pages

Autor:in: Hannah Wörner (Author)

Pedagogy - The Teacher, Educational Leadership
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Ziel dieser Arbeit ist es die Selbstreflexion als eine Komponente der Lehrer*innentätigkeit vorzustellen, die im Standardprogramm meist keine Berücksichtigung findet. Aufgrund der Breite dieser Thematik wird für die folgenden
Erläuterungen der systematischen und wissenschaftlichen Hintergründe keine Fragestellung formuliert. Bestreben dieser Arbeit ist es außerdem aufzuzeigen warum Selbstreflexion für Lehrkräfte und Lehramtsstudierende so enorm relevant ist und dabei deutlich zu machen, wie stark Selbstreflexion und Professionalisierung sich gegenseitig bedingen. Durch diese
Ausführungen sollen letztlich die Forderungen, welche eine konsequentere Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse in der Praxis verlangen, begründet und unterstützt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretischer Hintergrund

2.1 Professionalisierung

2.1.1 Strukturtheoretischer Bestimmungsansatz

2.1.2 Kompetenztheoretischer Bestimmungsansatz

2.1.3 Berufsbiografischer Bestimmungsansatz

2.2 Reflexion

2.3 Selbstreflexion

2.3.1 Begriffsbestimmung

2.3.2 Prozess der Selbstreflexion

2.3.3 Musterbildung

2.3.4 Ideales und reales Selbstkonzept

2.4 Geltungslegitimation für Lehrpersonen

3 Prozess, Ablauf und Vermeidung der Selbstreflexion

3.1 Selbstreflexionsprozess

3.1.1 Stufenmodell

3.1.2 ALACT-Modell

3.1.2.1 Beispielhafter Durchlauf der Phasen

3.1.2.2 Das Zwiebelmodell als Differenzierungsmöglichkeit

3.1.2.3 Kernqualitäten

3.1.2.4 Inhaltliche Schwerpunktsetzung

3.1.2.4.1 Emotionen

3.1.2.5 Biografische Erfahrungen

3.1.2.6 Zusammenfassung

3.2 Initiierung von Selbstreflexion

3.2.1 Auslöser der Selbstreflexion

3.2.2 Negative und positive Affekte in der Selbstreflexion

3.3 Vermeidung von Selbstreflexion

3.3.1 Umgang mit Diskrepanzerlebnissen

3.3.2 Vermehrte Erfolgserlebnisse

3.3.3 Routinen und Musterabläufe

4 Relevanz der Selbstreflexion

4.1 Gedankenexperiment

4.1.1 Folgen für die Lehrkraft

4.1.1.1 Auswirkungen von Stress

4.1.1.2 Physische und psychische Erkrankungen

4.1.2 Folgen für die Schülerinnen und Schüler

4.1.2.1 Traumatisierende Erfahrungen

4.1.2.2 Vermeidungsverhalten der Schüler*innen

4.1.3 Folgen für die Lehrer-Schüler-Beziehung

4.1.4 Schlussfolgerungen aus dem Gedankenexperiment

4.1.4.1 Bewusstmachen der eigenen Verantwortung

4.1.4.2 Aufgaben einer Lehrkraft

4.1.4.3 Merkmale effektiver Selbstreflexion

4.1.4.3.1 Niveaustufen der Reflexionskompetenz

4.1.4.4 Verknüpfung zwischen Selbstreflexion und Professionalisierung

4.2 Förderung der Selbstreflexion in der Ausbildung

4.2.1 Fehlendes Handlungswissen

4.2.2 Einfluss biografischer Erfahrungen

4.2.3 Anforderungen an die reflexive Lehrerbildung

5 Methoden zur Förderung der Selbstreflexion

5.1 Analyse von Fremdwahrnehmungen

5.1.1 Feedback

5.1.1.1 Definition und Zielsetzung

5.1.1.2 Arten des Feedbacks

5.1.1.2.1 Experten-Feedback

5.1.1.2.2 Peer-Feedback

5.1.1.2.3 Schüler-Feedback

5.1.1.3 Kriterien für effektives Feedback

5.2 Beobachtung des eigenen Verhaltens

5.2.1 Videoselbstkonfrontation

5.2.1.1 Definition

5.1.1.2 Potentiale

5.1.1.3 Verknüpfung mit Feedback

5.1.1.4 Herausforderungen

5.1.1.4.1 UNI-Klassen

5.2.2 (E-) Portfolioarbeit

5.2.2.1 Definition und Phasen der Portfolioarbeit

5.2.2.2 Problematik der Bewertung

5.2.2.3 Arten der Portfolioarbeit

5.2.2.4 Potentiale

5.2.2.5 Herausforderungen

5.2.3 Tagebuch

5.2.3.1 Definition

5.2.3.2 Relevanz für die Selbstreflexion

5.2.3.3 Ablauf der Nutzung

5.2.3.4 Konkretes Konzept

5.2.3.5 Potentiale

5.2.4 Biografische Selbstreflexion

5.2.4.1 Definition

5.2.4.2 Seminar an der Friedrich - Schiller - Universität in Jena

5.3 Zwischenfazit

6 Fazit

6.1 Zusammenfassung

6.2 Weiterführende Überlegungen

6.2.1 Forschungsansätze

6.2.2 Ausblick

7 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist es, die Selbstreflexion als eine essenzielle Professionalisierungsperspektive im Lehrberuf zu etablieren. Dabei wird untersucht, wie Lehrkräfte durch systematische Reflexion ihres eigenen Handelns, ihrer Emotionen und ihrer biografischen Erfahrungen die Komplexität ihres Berufsalltags besser bewältigen, die Lehrer-Schüler-Beziehung positiv gestalten und eine nachhaltige Lehrerpersönlichkeit entwickeln können.

  • Grundlagen der Professionalisierung und Reflexion im Lehrberuf
  • Prozesse und Modelle der Selbstreflexion (insb. ALACT-Modell)
  • Relevanz der Selbstreflexion für die psychische Gesundheit und Unterrichtsqualität
  • Methoden der Förderung: Feedback, Videokonfrontation, Portfolio und Tagebucharbeit
  • Bedeutung biografischer Erfahrungen für die Lehrerpersönlichkeit

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Lehrer sind doch auch nur Menschen“ betitelt die Süddeutsche Zeitung (Bruckner, Osel & Staudinger, 2013) ein Interview, in dem Schüler*innen zu den Anforderungen an ihre Lehrkräfte befragt werden. Deshalb kann es auch Lehrkräften passieren, dass sie im Unterricht spontan und emotional reagieren. Wenn Lehrkräfte ein solches Verhalten allerdings zur Regel werden lassen und ihr Verhalten von ähnlich unprofessionellen Entscheidungen dominiert wird, kann dies zum Problem für alle Beteiligten werden (Lohmann, 2003). „Wer etwa jede Kritik als Angriff auf seine Persönlichkeit empfindet oder sich in seiner Rolle als Autoritätsperson gefährdet sieht, wird spontan mit heftiger Abwehr und Zurückweisung reagieren.“ (Lohmann, 2003, S.44). Leider sind solche Verhaltensweisen keine Seltenheit und bilden tatsächlich häufig die Realität des Schulalltags ab.

Solche Reaktionsmuster sind, laut Lohmann (2003), für eine professionelle Lehrkraft absolut unangemessen und gründen sich häufig in tieferliegenden, ungeprüften Überzeugungen und Gedanken, die sich „in vielen Situationen als Hindernis für professionelles Handeln erweisen.“ (Lohmann, 2003, S.45). Die Schüler*innen fühlen sich von einer solchen Verhaltensweise belastet und reagieren ihrerseits emotional und ablehnend. Damit sorgt die Lehrkraft letztlich sowohl für ihre eigene Unzufriedenheit als auch für die der Schülerschaft und es kommt nicht selten zu gegenseitigen Schuldzuweisungen aller Beteiligter.

Als Lehrkraft muss es jedoch eine Möglichkeit geben, diese Spirale aus negativen Emotionen zu stoppen und auf eine andere Weise mit den Anforderungen des Berufs umzugehen, als sich von ihnen überwältigen zu lassen und zu resignieren. Eine solche Möglichkeit kann ein professionellerer Umgang mit den Herausforderungen durch die Hilfe von Selbstreflexion sein.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen im Lehrberuf und führt die Selbstreflexion als zentrales Instrument zur Professionalisierung ein, um unprofessionelle Reaktionsmuster zu vermeiden.

2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Professionalisierung, Reflexion sowie Selbstreflexion und beleuchtet deren enge gegenseitige Abhängigkeit für eine kompetente Ausübung des Lehrberufs.

3 Prozess, Ablauf und Vermeidung der Selbstreflexion: Hier werden Modelle wie das Stufenmodell und das ALACT-Modell vorgestellt, der Prozess der Initiierung erläutert und die psychologischen Hindernisse sowie Vermeidungsstrategien bei der Selbstreflexion diskutiert.

4 Relevanz der Selbstreflexion: Durch ein Gedankenexperiment werden die gravierenden Folgen mangelnder Reflexion für die Lehrkraft, die Schülerschaft und die Lehrer-Schüler-Beziehung aufgezeigt und die Bedeutung einer reflexiven Grundhaltung begründet.

5 Methoden zur Förderung der Selbstreflexion: Das Kapitel bietet eine praxisorientierte Übersicht über verschiedene Förderinstrumente wie Feedback, Videoselbstkonfrontation, Portfolioarbeit und Tagebuchführung sowie deren spezifische Anwendungsmöglichkeiten.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion über die Untrennbarkeit von Selbstreflexion und Professionalisierung und gibt einen Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen in der Lehrerausbildung.

Schlüsselwörter

Selbstreflexion, Lehrerberuf, Professionalisierung, Lehrerbildung, ALACT-Modell, Reflexionskompetenz, Videokonfrontation, Portfolioarbeit, Lehrer-Schüler-Beziehung, Biografische Erfahrung, Unterrichtsqualität, Stressbewältigung, Identitätsentwicklung, Erzieherische Verantwortung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Notwendigkeit der Selbstreflexion als zentrale Komponente zur Professionalisierung von Lehrkräften im Schulalltag.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen umfassen die theoretische Fundierung von Reflexionsprozessen, die Bedeutung für die psychische Gesundheit von Lehrkräften und Schüler*innen sowie die konkrete Anwendung methodischer Förderinstrumente.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Selbstreflexion dazu beitragen kann, die Komplexität und widersprüchlichen Anforderungen des Lehrerberufs konstruktiv zu bewältigen und die eigene professionelle Identität zu stärken.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte und Modelle, ergänzt durch ein theoretisches Gedankenexperiment zur Verdeutlichung der Folgen mangelnder Reflexivität.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die detaillierte Darstellung von Reflexionsmodellen (ALACT), eine Analyse der Relevanz für alle Beteiligten sowie die Vorstellung praktischer Methoden zur Förderung (Video, Portfolio, Tagebuch).

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Professionalisierung, Selbstreflexion, Lehrer-Schüler-Beziehung, pädagogische Kompetenz und reflexive Lehrerbildung.

Warum ist das Gedankenexperiment für die Argumentation wichtig?

Es dient dazu, die Konsequenzen eines unreflektierten, reaktiven Lehrerverhaltens drastisch vor Augen zu führen, um die Notwendigkeit proaktiver Selbstreflexion empirisch und argumentativ zu unterstreichen.

Welche Rolle spielen biografische Erfahrungen im Reflexionsprozess?

Biografische Erfahrungen wirken unbewusst auf das gegenwärtige Handeln ein; ihre bewusste Reflexion ermöglicht es, belastende Muster der Vergangenheit zu erkennen und eine authentische Lehrerpersönlichkeit zu entwickeln.

Excerpt out of 121 pages  - scroll top

Details

Title
Selbstreflexion als Personalisierungsperspektive des Lehrberufs
College
University of Frankfurt (Main)
Author
Hannah Wörner (Author)
Publication Year
2021
Pages
121
Catalog Number
V1215243
ISBN (eBook)
9783346644848
ISBN (Book)
9783346644855
Language
German
Tags
selbstreflexion personalisierungsperspektive lehrberufs
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannah Wörner (Author), 2021, Selbstreflexion als Personalisierungsperspektive des Lehrberufs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215243
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