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Gibt es das optimistische Geschlecht? Selbstwirksamkeitswahrnehmungen bei Männern und Frauen

Title: Gibt es das optimistische Geschlecht? Selbstwirksamkeitswahrnehmungen bei Männern und Frauen

Term Paper , 2022 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tom Weber (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

In dieser Studie wurden Lehramtsstudenten bezüglich ihrer Selbstwirksamkeitsüberzeugungen befragt. Dabei waren in der Stichprobe 119 Probanden. Bisher erfolgte Studien fanden meist eine geringere Selbstwirksamkeit bei Frauen, als bei Männern, was zum Teil auch auf Ungleichheiten bezogen wurde. Die geringere Selbstwirksamkeit wurde bestätigt, was zeigt, dass auch in Zukunft noch mehr für die psychische Befähigung junger Mädchen getan werden muss.

Selbstwirksamkeit ist ein Prinzip, welches auf die sozial-kognitive Lerntheorie Banduras zurückgeht. Sie wird definiert als subjektive Gewissheit einer Person, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können und dabei bezieht sie sich vor allem auf Aufgaben, die Anstrengung und Ausdauer benötigen. Sie ist damit ein Spezialfall des Optimismus, was wiederum ein Konzept ist, bei welchem sich Menschen bei positiven Ereignissen stärker selbst in die Verantwortung nehmen als bei negativen Ereignissen. Sie haben eine ganz andere Denkweise, die negative Ereignisse auf vorübergehende und externale Ursachen bezieht sowie die Ereignisse selbst als spezifisch, also begrenzt ansehen. Da Optimisten damit ihr Selbstwertgefühl steigern, haben sie mehr Erfolg bei anstehenden Aufgaben. So stellen auch Jerusalem et al. (2009) dar, dass die Selbstwirksamkeit ein Schlüssel für mehr „allgemeine[r] Zufriedenheit, Lebensqualität und Gesundheit“ ist. Da man also mit der Selbstwirksamkeit ein gutes Mittel hat, um Erfolg für sich zu generieren, ist es ein interessantes Themengebiet. Dabei sind Unterschiede, welche sich an den demographischen Faktoren aufhängen besonders interessant, da sie am naheliegendsten sind. Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, ob es Unterschiede zwischen Frauen und Männern in der Studentenschaft der Martin-Luther-Universität hinsichtlich der Selbstwirksamkeit gibt. Dafür wurden als Basis das Kapitel Selbstwirksamkeit von Barysch aus dem Buch Psychologie der Werte (Hrsg.: D. Frey) genutzt. Anschließend wurden Studien gesucht, welche sich bereits mit dem Thema auseinandersetzten. Besonders die Studie „How Gender influences the effect of age on self-efficacy and training success“ von Bausch, Michel und Sonntag (2014) hat sich hierbei als gute Quelle gezeigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Hintergrund

3. Fragestellung und Hypothesen

4. Methode

4.1. Stichprobe

4.2. Forschungsdesign

4.3. Materialien

5. Befragungsablauf

6. Ergebnisse

7. Diskussion

8. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Bestehen geschlechtsspezifischer Unterschiede in der Selbstwirksamkeitswahrnehmung bei Lehramtsstudierenden der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und geht der Frage nach, ob männliche Studierende eine höhere Selbstwirksamkeit aufweisen als ihre weiblichen Kommilitonen.

  • Grundlagen der sozial-kognitiven Lerntheorie und Selbstwirksamkeit
  • Empirische Analyse von Geschlechterunterschieden in der Selbstwahrnehmung
  • Operationalisierung der Selbstwirksamkeit als latente Variable
  • Untersuchung von Zusammenhängen zwischen Leistungsdruck, Selbstkonzept und Geschlecht
  • Implikationen für die pädagogische Praxis und Lehrerbildung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Selbstwirksamkeit ist ein Prinzip, welches auf die sozial-kognitive Lerntheorie Banduras zurückgeht. Sie wird definiert als subjektive Gewissheit einer Person, neue oder schwierige Anforderungssituationen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können und dabei bezieht sie sich vor allem auf Aufgaben, die Anstrengung und Ausdauer benötigen (Barysch 2016, S. 202). Sie ist damit ein Spezialfall des Optimismus, was wiederum ein Konzept ist, bei welchem sich Menschen bei positiven Ereignissen stärker selbst in die Verantwortung nehmen als bei negativen Ereignissen (Jerusalem 2002, S. 10). Sie haben eine ganz andere Denkweise, die negative Ereignisse auf vorübergehende und externale Ursachen bezieht sowie die Ereignisse selbst als spezifisch, also begrenzt ansehen. (Lemper-Pchylau 2013, S. 85). Da Optimisten damit ihr Selbstwertgefühl steigern, haben sie mehr Erfolg bei anstehenden Aufgaben (ebd., S. 89). So stellen auch Jerusalem et al. (2009, S. 5) dar, dass die Selbstwirksamkeit ein Schlüssel für mehr „allgemeine[r] Zufriedenheit, Lebensqualität und Gesundheit“ ist. Da man also mit der Selbstwirksamkeit ein gutes Mittel hat, um Erfolg für sich zu generieren, ist es ein interessantes Themengebiet. Dabei sind Unterschiede, welche sich an den demographischen Faktoren aufhängen besonders interessant, da sie am naheliegendsten sind. Diese Arbeit soll der Frage nachgehen, ob es Unterschiede zwischen Frauen und Männern in der Studentenschaft der Martin-Luther-Universität hinsichtlich der Selbstwirksamkeit gibt. Dafür wurden als Basis das Kapitel Selbstwirksamkeit von Barysch aus dem Buch Psychologie der Werte (Hrsg.: D. Frey) genutzt. Anschließend wurden Studien gesucht, welche sich bereits mit dem Thema auseinandersetzten. Besonders die Studie „How Gender influences the effect of age on self-efficacy and training success“ von Bausch, Michel und Sonntag (2014) hat sich hierbei als gute Quelle gezeigt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Konzept der Selbstwirksamkeit als Teil der sozial-kognitiven Lerntheorie und Darlegung des Forschungsinteresses an geschlechtsspezifischen Unterschieden bei Studierenden.

2. Theoretischer Hintergrund: Darstellung des wissenschaftlichen Forschungsstands zu Geschlechterunterschieden in der Selbstwahrnehmung und verschiedenen Leistungsbereichen.

3. Fragestellung und Hypothesen: Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Differenz der Selbstwirksamkeit zwischen den Geschlechtern sowie der entsprechenden Null- und Alternativhypothesen.

4. Methode: Beschreibung der Stichprobenzusammensetzung von 119 Lehramtsstudierenden sowie Erläuterung des Forschungsdesigns und der verwendeten Materialien.

5. Befragungsablauf: Dokumentation des randomisierten Versuchsablaufs von der Begrüßung bis zur Durchführung von Pretest, Lesephase und Posttest.

6. Ergebnisse: Statistische Auswertung und Präsentation der Daten mittels Mittelwertvergleichen und Histogrammen, die signifikante Unterschiede zwischen Männern und Frauen aufzeigen.

7. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext des theoretischen Hintergrunds, kritische Reflexion des Forschungsprozesses und mögliche Erklärungsansätze für die gefundenen Diskrepanzen.

8. Fazit: Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnis einer geringeren Selbstwirksamkeit bei weiblichen Studierenden und Ableitung von Empfehlungen für die pädagogische Sensibilisierung.

Schlüsselwörter

Selbstwirksamkeit, Geschlechterunterschiede, Lehramtsstudierende, sozial-kognitive Lerntheorie, Selbstwahrnehmung, Leistungsdruck, empirische Forschung, pädagogische Psychologie, Selbstkonzept, Motivation, Bildungschancen, statistische Signifikanz, Lernstrategien, Studienerfolg, Selbstwirksamkeitserwartung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob es geschlechtsspezifische Unterschiede in der subjektiven Einschätzung der eigenen Selbstwirksamkeit bei Lehramtsstudierenden gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die Selbstwirksamkeit nach Bandura, Geschlechterforschung in Bildungsinstitutionen und die Analyse von Selbstwahrnehmungsprozessen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu ermitteln, ob männliche Studierende der Martin-Luther-Universität eine signifikant höhere Selbstwirksamkeit aufweisen als ihre weiblichen Kommilitonen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine quantitative Untersuchung mit 119 Probanden durchgeführt, wobei die Daten mittels Skalen zur Allgemeinen Selbstwirksamkeitserfahrung erhoben und statistisch durch t-Tests ausgewertet wurden.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst den theoretischen Rahmen, die methodische Vorgehensweise bei der Erhebung, den konkreten Befragungsablauf sowie die statistische Auswertung und Diskussion der Ergebnisse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die wichtigsten Schlagworte sind Selbstwirksamkeit, Geschlechterunterschiede, Lehramtsstudierende, Selbstwahrnehmung und empirische Bildungsforschung.

Welches zentrale Ergebnis liefert die Studie hinsichtlich der Geschlechter?

Die Studie bestätigt, dass die befragten weiblichen Lehramtsstudierenden im Durchschnitt eine geringere Selbstwirksamkeit aufweisen als ihre männlichen Kommilitonen.

Warum könnte die geringere Selbstwirksamkeit bei Frauen laut Autor entstehen?

Der Autor diskutiert hierbei Faktoren wie erhöhten Leistungsdruck, soziale Erwartungshaltungen sowie die Möglichkeit, dass Männer dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten optimistischer zu bewerten.

Welche Empfehlung gibt der Autor für die Lehrerbildung?

Es wird empfohlen, das Selbstwirksamkeitserleben von Frauen durch gezielte Förderung und Sensibilisierung in der Ausbildung zu stärken, um sie optimal auf den Lehrerberuf vorzubereiten.

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Details

Title
Gibt es das optimistische Geschlecht? Selbstwirksamkeitswahrnehmungen bei Männern und Frauen
College
Martin Luther University  (Institut für Pädagogik)
Course
Forschungsvertiefung
Grade
1,3
Author
Tom Weber (Author)
Publication Year
2022
Pages
11
Catalog Number
V1215247
ISBN (PDF)
9783346642912
Language
German
Tags
Optimismus Selbstwirksamkeit Geschlechter Forschungsbeleg Psychologie Pädagogik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tom Weber (Author), 2022, Gibt es das optimistische Geschlecht? Selbstwirksamkeitswahrnehmungen bei Männern und Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215247
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