Ziel dieser Arbeit ist es, die entwickelten Leitfragen, basierend auf den theoretischen Grundlagen und den Ergebnissen der inhalts-analytischen Auswertung des vorliegenden Textes "Maschinenethik und Artificial Morality: Können und sollen Maschinen moralisch Handeln?" (2019) von Catrin Misselhorn zu beantworten.
Dazu soll zunächst im theoretischen Teil der Arbeit der Forschungsgegenstand dargelegt werden, um die Forschungsgrundlage zu schaffen. Dies soll über die Darstellung des Standes der aktuellen wissenschaftlichen Forschung, theoretischen Modelle und die Definitionsannäherung an die Themenbereiche von "Künstlicher Intelligenz", "Maschinenethik" und "Künstliche Moral" erfolgen. Aus den theoretischen Grundlagen sollen die Leitfragen entwickelt werden anhand derer die inhaltsanalytische Auswertung der Textquelle erfolgen soll.
Im Methodenteil dieser Arbeit soll, das methodische Vorgehen zur Erarbeitung der Analyse dargelegt werden. Die Entwicklung des für die inhaltsanalytische Bearbeitung der Textquelle nötigen Kategorienschemas erfolgt dabei in Bezug zu den zuvor entwickelnden Leitfragen, und soll die Beantwortung dieser zur Folge haben. Dabei wird auch das Vorgehen zur Entwicklung des Kategorienschemas, sowie dessen Anwendung dargelegt. In Ergänzung wird auch die Wahl der empirischen Methode, sowie die Auswertung der Daten erläutert. Dies schließt auch die Begründung der Auswahl der Textquelle, sowie die Aussagekraft der Daten, die in diesem Zusammenhang mit dem gewählten Erhebungsinstrument stehen, mit ein.
In Kapitel vier werden die Ergebnisse der inhaltsanalytischen Auswertung interpretationsfrei dargestellt. Anschließend erfolgt in Kapitel fünf die Reflektion der Vorgehensweise, sowie eine kritische Reflektion des Vorgehens von dem Hintergrund der Gütekriterien qualitativer Forschung. Darauf aufbauend werden die Ergebnisse der Analyse betrachtet, diskutiert, sowie interpretiert, indem die Leitfragen beantwortet werden. Dies beinhaltet außerdem die Darstellungen
von möglichen Übereinstimmungen und Wiedersprüchen der gewonnenen Daten mit den Forschungsgrundlagen, sowie die Einordnung der praktischen Relevanz der Untersuchungsergebnisse.im Fazit und Ausblick werden die wesentlichen Erkenntnisse zusammengefasst abgebildet, die Darlegung von Implikationen für die weitere Forschung und Bezug auf
die generelle Implikation genommen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und -abgrenzung
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Definitionsannäherung und Begriffserklärung von Künstlicher Intelligenz
2.1.1 Einsatzbereiche künstlicher Intelligenz
2.1.2 Definitionsannäherung Maschinenethik und künstliche Moral
2.1.3 Grundlagen der Maschinenethik und künstlichen Moral
2.2 Zusammenfassung
2.3 Ableitung der Leitfragen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Begründung und Beschreibung der angewandten Methode
3.2 Darstellung und Zusammenfassung der Textquelle (Analyseeinheit)
3.3 Beschreibung der Auswertung – Erstellung des Kategorienschemas
4 Ergebnisdarstellung
5 Kritische Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Reflektion der Vorgehensweise – Aussagekraft der Daten
5.3 Bewertung der Vorgehensweise – Gütekriterien
6 Fazit und Ausblick
7 Anlagen
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Beantwortung spezifischer Leitfragen zur moralischen Entscheidungsfähigkeit von KI-Systemen, basierend auf einer inhaltsanalytischen Untersuchung der Fachpublikation von Catrin Misselhorn. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit Maschinen als moralische Akteure fungieren können und sollen, welche Risiken und Verantwortungslücken damit verbunden sind und ob ein gesellschaftlicher Mehrwert durch solche Systeme generiert wird.
- Grundlagen der Künstlichen Intelligenz, Maschinenethik und künstlichen Moral
- Qualitative Analyse der theoretischen Debatte um autonome moralische Entscheidungsträger
- Diskussion über Verantwortungslücken und Kontrollverluste beim Einsatz von KI
- Anwendungsgebiete wie Altenpflege, autonomes Fahren und militärische Systeme
- Methodische Vorgehensweise mittels Dokumentenanalyse und deduktiv-induktiver Kategorienbildung
Auszug aus dem Buch
Maschinenethik und "Artificial Morality": Können und sollen Maschinen moralisch handeln?
Die erste Frage ist, ob autonome Systeme überhaupt handeln können. Die zweite ist, ob die Handlungen künstlicher Akteure als moralisch gelten können. Die Problematik der grundsätzlichen Handlungsfähigkeit lässt sich innerhalb der philosophischen Handlungstheorie entlang zweier Achsen beschreiben: der Fähigkeit, als selbstursprüngliche Quelle des eigenen Tuns zu fungieren, sowie der Fähigkeit, sich an Gründen zu orientieren. Beide Fähigkeiten müssen als graduelle Attribute begriffen werden, das heißt, sie kommen verschiedenen Arten von Akteuren in unterschiedlichem Maße zu. Der Begriff der Selbstursprünglichkeit wurde von der philosophischen Tradition teilweise im Sinn der Akteurskausalität verstanden, das heißt, dass eine Handlung von einem Akteur ohne vorhergehende Ursache initiiert wird. Ein metaphysisch so anspruchsvoller und umstrittener Begriff der Selbstursprünglichkeit ist jedoch nicht zwingend, wenn ein System mit der Umwelt interagiert (Interaktivität), dabei eine gewisse Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Bedingungen aufweist (Adaptivität) und in der Lage ist, eine Aktivität ohne direkte menschliche Intervention aufzunehmen (basale Autonomie).
Über eine solche primitive Form der Selbstursprünglichkeit können auch Maschinen verfügen, insbesondere solche, die von Computern gesteuert werden. Zwar gibt ein Programm vor, wie sich eine Maschine zu verhalten hat, aber im Einzelfall agiert sie, ohne dass ein Mensch eigens eingreift.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Künstlichen Intelligenz ein und definiert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit, welche sich primär auf die Maschinenethik konzentriert.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie KI, Maschinenethik und künstliche Moral definiert und der aktuelle wissenschaftliche Stand der Diskussion dargelegt.
3 Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel beschreibt die Anwendung der qualitativen Dokumentenanalyse, die Auswahl der Textquelle und die systematische Erstellung des Kategorienschemas.
4 Ergebnisdarstellung: Die zentralen Ergebnisse der Inhaltsanalyse werden hier interpretationsfrei strukturiert nach dem entwickelten Kategorienschema präsentiert.
5 Kritische Diskussion: Hier findet die Interpretation der Ergebnisse statt, bei der die Leitfragen beantwortet sowie das methodische Vorgehen und dessen Limitationen kritisch reflektiert werden.
6 Fazit und Ausblick: Dieses Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und diskutiert Implikationen für die zukünftige Forschung sowie die gesellschaftliche Debatte.
7 Anlagen: Dieser Teil enthält die detaillierte Liste der Codes, den Kodierleitfaden sowie die Übersicht der codierten Textsegmente.
Schlüsselwörter
Künstliche Intelligenz, Maschinenethik, Artificial Morality, künstliche Moral, Handlungsfähigkeit, moralische Entscheidung, Autonomie, Verantwortungslücke, qualitative Inhaltsanalyse, technische Ethik, Systemverantwortung, moralische Dilemmata, gesellschaftlicher Diskurs, Algorithmen, Technikphilosophie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem technologischen Fortschritt der Künstlichen Intelligenz und den damit verbundenen ethischen Herausforderungen, speziell im Bereich der sogenannten Maschinenethik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Definition und Abgrenzung von moralischen Maschinen, die moralische Entscheidungsfähigkeit von KI-Systemen sowie die Debatte um die Übertragbarkeit menschlicher Verantwortlichkeiten auf autonome technologische Systeme.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Beantwortung von Leitfragen dazu, ob und unter welchen Umständen Maschinen moralisch handeln können, wie mit der Zuweisung von Verantwortung umgegangen werden sollte und ob moralische Maschinen einen echten Mehrwert bieten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die qualitative Forschungsmethode der Dokumentenanalyse angewandt, um den wissenschaftlichen Diskurs anhand einer spezifischen Fachpublikation systematisch zu erschließen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen dargelegt, gefolgt von einer methodischen Auswertung der Textquelle, der Darstellung der Ergebnisse und einer kritischen Diskussion der Befunde im Kontext der aufgestellten Forschungsfragen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Künstliche Intelligenz, Maschinenethik, Autonomie, Verantwortungslücken und die ethische Bewertung von Technologie charakterisiert.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen schwacher und starker KI im ethischen Kontext?
Die Autorin betrachtet "schwache KI" als handlungstauglich in begrenzten Kontexten, während sie bei einer "starken KI" aufgrund der fehlenden gesellschaftlichen und ethischen Konsensbasis sowie der Risiken eines Kontrollverlustes skeptisch bleibt.
Welche Rolle spielt das BDI-Modell in der Analyse?
Das BDI-Modell (Belief-Desire-Intention) wird als theoretische Grundlage angeführt, um zu erklären, inwieweit Maschinen als funktional äquivalent zu menschlichen Akteuren betrachtet werden können, da sie auf symbolischen Repräsentationen operieren.
- Citar trabajo
- Anonym (Autor), 2021, Künstliche Intelligenz. Eine qualitative Datenanalyse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215587