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Kompetenzorientierte Personalentwicklung in der Frühpädagogik. Möglichkeiten und Grenzen für Leitungskräfte

Title: Kompetenzorientierte Personalentwicklung in der Frühpädagogik. Möglichkeiten und Grenzen für Leitungskräfte

Bachelor Thesis , 2017 , 68 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Sonja Margareta Kiener (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Möglichkeiten und Grenzen in einer kompetenzorientierten Personalentwicklung in der Frühpädagogik liegen. Ausgehend von der aktuellen Diskussion über qualitative Defizite in
Kindertageseinrichtungen soll insbesondere den Fragen nachgegangen werden, was Qualität in der Frühpädagogik ausmacht und welche Anforderungen sich daraus an die Qualifikation und Kompetenzen der Frühpädagoginnen ergeben. Ziel ist es, Leitungskräften Ansätze und Methoden vorzustellen, die dazu dienen das Kompetenzniveau der Fachkräfte in der Praxis zu erhöhen.

Die Idee der "Kompetenzorientierung" hat sich in den letzten Jahren durch den Einfluss der angelsächsischen Bildungssysteme auch im deutschen Diskurs etabliert und wird in dieser Arbeit unter dem Gesichtspunkt der Personalentwicklung betrachtet. Zur Bearbeitung des Themas "Kompetenzorientierte Personalentwicklung in der
Frühpädagogik" werden einleitend die Fragen diskutiert, welche Erwartungen sich aktuell an frühpädagogische Einrichtungen stellen und welche Auswirkungen das Qualifikationsniveau und die Kompetenzen der Fachkräfte haben. Anschließend wird anhand des Kompetenzmodells von Lehmann und Nieke und empirischer Studien der Frage nachgegangen werden, welche Kompetenzen Frühpädagoginnen brauchen und wodurch sich diese auszeichnen.

Darauf aufbauend werden Methoden und Ansätze zur Kompetenzentwicklung der Frühpädagoginnen mit Bezug zur aktuellen Forschungsliteratur und zur Praxis diskutiert. Dabei wird sowohl auf die einzelne Fachkraft als auch auf das
ganze Team eingegangen. Hauptanliegen ist es, aus dem Forschungsstand Rückschlüsse für eine praxisbezogene Kompetenzentwicklung der Frühpädagoginnen im Sinne einer systematischen Personalentwicklung zu ziehen und dabei
auch die Grenzen aufzuzeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Veränderte Erwartungen an die Frühpädagogik

2 Auswirkungen des Qualifikationsniveaus und der Kompetenzen von Frühpädagoginnen

3 Handlungskompetenz von Frühpädagoginnen

3.1 Fachkompetenz

3.2 Methodenkompetenz

3.3 Selbstkompetenz

3.4 Sozialkompetenz

3.5 Fazit

4 Generelle Methoden und Ansätze der kompetenzorientierten Personalentwicklung

4.1 Videoanalyse und Lehrfilme

4.2 Konstruktive Fehlerkultur

4.3 Zielvereinbarungen

5 Methoden zur Kompetenzentwicklung als Frühpädagogin

5.1 Selbst- und Fremdreflexion

5.2 Mitarbeiterinnengespräch

5.3 Fort- und Weiterbildung

6 Methoden zur Kompetenzerweiterung im Team

6.1 Teamzusammensetzung

6.2 Diversity-Teamentwicklung

6.3 Situativer Führungsstil

6.4 Inhouse Schulung

6.5 Supervision

7 Exkurs: Lerntransfer

8 Fazit

8.1 Ergebnisse der Arbeit

8.2 Grenzen der Kompetenzerweiterung

8.3 Chancen durch Kompetenzerweiterung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Möglichkeiten und Grenzen einer kompetenzorientierten Personalentwicklung in der Frühpädagogik. Ziel ist es, Leitungskräften effektive Methoden und Ansätze aufzuzeigen, um das Kompetenzniveau von Fachkräften systematisch zu steigern und somit den steigenden Anforderungen an eine qualitätsvolle Bildung, Erziehung und Betreuung gerecht zu werden.

  • Anforderungen an die Handlungskompetenz von Frühpädagoginnen
  • Methoden der kompetenzorientierten Personalentwicklung (u. a. Videoanalyse, Zielvereinbarungen)
  • Bedeutung von Selbst- und Fremdreflexion zur Kompetenzentwicklung
  • Teamorientierte Ansätze zur Kompetenzerweiterung (u. a. Diversity-Management, Inhouse Schulungen)
  • Die kritische Bedeutung des Theorie-Praxis-Transfers in der Weiterbildung

Auszug aus dem Buch

4.1 Videoanalyse und Lehrfilme

Videoanalysen und pädagogische Lehrfilme sind Methoden zur Kompetenzerweiterung in der Praxis, die eingesetzt werden, damit die Fachkräfte ihren Kompetenzstand überprüfen können. Mit Hilfe von Videobildern aus dem Berufsalltag werden das pädagogische Handeln und konkrete Verhaltensweisen der Fachkräfte reflektiert und analysiert (Goltsche, o. D., o. S.). Das heißt, die Erzieherin wird bei ihrer Arbeit mit den Kindern gefilmt und anschließend werden die Filmsequenzen im Team oder mit einer Fachberatung analysiert.

Die Videoanalyse ermöglicht den Erzieherinnen eine Außenbetrachtung auf ihr Handeln. Das Filmmaterial hat zudem den Vorteil, dass es wiederholt analysiert und ausgewertet werden kann (König, 2006, S. 9).

Von Fachkräften selbst wird die Methode als ein „Gewinn“ und die Erfahrung als „lehrreich“ bezeichnet, weil sie zum Nachdenken animiert werden und Ideen bekommen, wie sie etwas besser machen könnten (Durand, Hopf & Nunnenbacher, 2013, S. 170). Dadurch steigert sich insbesondere die Selbst- und Methodenkompetenz.

Die Selbstbetrachtung von Außen ermöglicht den Erzieherinnen, sich aus der Distanz anstrengende Situationen aus dem Alltag anzusehen und Veränderungen herbeizuführen. Das müssen nicht nur Veränderungen im eigenen Verhalten sein, sondern es kann sich auch auf Veränderungen im Tagesablauf, bei der Raumgestaltung, Gruppenzusammensetzung usw. beziehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Veränderte Erwartungen an die Frühpädagogik: Dieses Kapitel thematisiert den gestiegenen Druck auf frühpädagogische Einrichtungen, bedingt durch bildungspolitische Anforderungen und gesellschaftliche Erwartungen an eine ganzheitliche Persönlichkeitsbildung.

2 Auswirkungen des Qualifikationsniveaus und der Kompetenzen von Frühpädagoginnen: Es wird erörtert, inwiefern die formale Qualifikation der Fachkräfte mit der Qualität der pädagogischen Arbeit zusammenhängt und welche Rolle dabei die spezifischen Kompetenzen der Akteurinnen spielen.

3 Handlungskompetenz von Frühpädagoginnen: Hier wird das Modell von Lehmann und Nieke vorgestellt, welches Handlungskompetenz als Zusammenspiel von Fach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz definiert und für die Praxis nutzbar macht.

4 Generelle Methoden und Ansätze der kompetenzorientierten Personalentwicklung: Das Kapitel bietet einen Überblick über systemische Ansätze der Personalentwicklung, inklusive Videoanalyse, Fehlerkultur und Zielvereinbarungen als Instrumente zur Qualitätsentwicklung.

5 Methoden zur Kompetenzentwicklung als Frühpädagogin: Der Fokus liegt auf der individuellen Entwicklung durch Reflexionsmethoden, Mitarbeitergespräche sowie gezielte Fort- und Weiterbildungsangebote.

6 Methoden zur Kompetenzerweiterung im Team: Hier werden teamdynamische Ansätze beleuchtet, wie die bewusste Teamzusammensetzung, Diversity-Management und situative Führung, um die kollektive Kompetenz zu steigern.

7 Exkurs: Lerntransfer: Dieses Kapitel widmet sich der zentralen Problematik, wie erworbenes Wissen aus Fortbildungen tatsächlich in den pädagogischen Berufsalltag übertragen werden kann.

8 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Möglichkeiten und Grenzen, die eine kompetenzorientierte Personalentwicklung im frühpädagogischen Kontext bietet.

Schlüsselwörter

Personalentwicklung, Frühpädagogik, Handlungskompetenz, Kompetenzentwicklung, Kindertagesstätte, Qualitätssicherung, Reflexion, Teamentwicklung, Zielvereinbarungen, Weiterbildung, Lerntransfer, pädagogisches Handeln, Fachkräfte, Berufsalltag, Supervision.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen durch gezielte Personalentwicklungsmaßnahmen die Kompetenzen ihres Personals systematisch fördern können, um auf die gestiegenen Qualitätsanforderungen in der Frühpädagogik zu reagieren.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die Definition von Handlungskompetenz (Fach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenz), Methoden der individuellen Kompetenzentwicklung, Ansätze zur Teamentwicklung sowie die Problematik des Theorie-Praxis-Transfers bei Fortbildungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, Leitungskräften konkrete Ansätze und Methoden aufzuzeigen, um Fachkräfte bei der Reflexion und Erweiterung ihrer Kompetenzen im Teamprozess zu unterstützen, damit die pädagogische Qualität in der Praxis nachhaltig verbessert wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung aktueller Fachliteratur und empirischer Studien zum Thema Personalentwicklung und pädagogische Qualität in Kindertagesstätten, ergänzt durch die Darstellung der pädagogischen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Handlungskompetenz, die Darstellung von Methoden zur Personal- und Teamentwicklung (wie Videoanalyse, Zielvereinbarungen und Diversity-Management) sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Wirksamkeit von Weiterbildungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie kompetenzorientierte Personalentwicklung, Frühpädagogik, Handlungskompetenz, Lerntransfer, pädagogische Qualität und Teamentwicklung charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die "Kompetenzdistanz" bei der Arbeit mit Lehrfilmen?

Bei einer geringen Kompetenzdistanz zwischen der Fachkraft und den gezeigten Inhalten entsteht Motivation ("Das kann ich auch"). Bei einer zu großen Distanz droht hingegen Resignation oder eine Vermeidungsstrategie, da die Fachkraft an der eigenen Umsetzbarkeit zweifelt.

Warum ist eine "positive Fehlerkultur" laut der Arbeit wichtig?

Eine positive Fehlerkultur ermöglicht es, Fehler als Chance für Innovation und Reflexion zu nutzen, anstatt sie zu sanktionieren. Dies schafft eine Arbeitsatmosphäre, in der Mitarbeiterinnen sich trauen, Schwächen einzugestehen und gemeinsam aus Krisen zu lernen.

Welche Rolle spielt die Selbstreflexion für die Fachkraft?

Selbstreflexion ist die notwendige Voraussetzung dafür, dass Fachkräfte ihren eigenen Entwicklungsbedarf überhaupt erkennen. Ohne eine realistische Einschätzung der eigenen Stärken und Schwächen ist eine gezielte Kompetenzerweiterung kaum möglich.

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Details

Title
Kompetenzorientierte Personalentwicklung in der Frühpädagogik. Möglichkeiten und Grenzen für Leitungskräfte
College
University of Applied Sciences Nuremberg
Grade
1,0
Author
Sonja Margareta Kiener (Author)
Publication Year
2017
Pages
68
Catalog Number
V1215610
ISBN (eBook)
9783346643360
ISBN (Book)
9783346643377
Language
German
Tags
kompetenzorientierte personalentwicklung frühpädagogik möglichkeiten grenzen leitungskräfte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sonja Margareta Kiener (Author), 2017, Kompetenzorientierte Personalentwicklung in der Frühpädagogik. Möglichkeiten und Grenzen für Leitungskräfte, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215610
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