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Risikomodelle zum Einfluss von Arbeitsbedingungen auf den Gesundheitszustand. Stressmodell nach Lazarus sowie das grundlegende ICF

Titel: Risikomodelle zum Einfluss von Arbeitsbedingungen auf den Gesundheitszustand. Stressmodell nach Lazarus sowie das grundlegende ICF

Einsendeaufgabe , 2022 , 28 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Silke Brunner (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der erste Teil dieser Einsendeaufgabe befasst sich mit dem Verständnis der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF). Als theorie- und handlungsleitender Wegweiser für die Rehabilitation wird ihr Nutzen anhandeines Fallbeispiels beschrieben.

Der zweite Aufgabenteil der Einsendeaufgabe befasst sich mit Stress bzw. Stressmodellen zur Verdeutlichung der Entstehungsbedingungen. Dabei wird das transaktionale Stressmodell von Lazarus näher betrachtet. Anhand Interventionen in der Rehabilitation werden abschließend dessen Vor- und Nachteile diskutiert.

Veränderungen in der modernen Arbeitswelt westlicher Industrienationen seit Beginn der 90er Jahre brachten nicht nur wirtschaftlichen Aufschwung, sondern auch einen Anstieg psychosozialer Arbeitsbelastungen und stressbezogene Erkrankungen mit sich. Wie im zweiten Aufgabenteil der vorliegenden Einsendeaufgabe erläutert, entsteht Stress aufgrund eines Ungleichgewichts zwischen Anforderungen aus Umwelt und Ressourcen einer Person. Dies gilt auch für Situationen am Arbeitsplatz. Der dritte Aufgabenteil dieser Arbeit beschäftigt sich mit jenen Einflüssen von Arbeitsbedingungen auf Gesundheit bzw. Krankheit. Dafür werden drei empirisch gut belegte Risikomodelle vorgestellt und ihre Anwendbarkeit für Prävention und Rehabilitation besprochen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Textteil zu Aufgabe 1

2 Textteil zu Aufgabe 2

3 Textteil zu Aufgabe 3

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Einsendeaufgabe setzt sich mit zentralen Modellen der Rehabilitationspsychologie auseinander, um deren Nutzen für die klinische Praxis und betriebliche Gesundheitsförderung zu evaluieren. Im Zentrum steht dabei die Frage, wie biopsychosoziale Ansätze und Stressmodelle dazu beitragen können, Krankheitsfolgen zu reduzieren, Teilhabe zu ermöglichen und die psychische Gesundheit in der modernen Arbeitswelt nachhaltig zu stärken.

  • Grundlagen und Anwendbarkeit der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF)
  • Analyse der Entstehungsbedingungen von Stress anhand des transaktionalen Stressmodells
  • Vergleich empirisch belegter Risikomodelle der arbeitsplatzbezogenen Stressforschung (JDC, ERI, JDR)
  • Bedeutung von Ressourcenorientierung und Empowerment in der Rehabilitation

Auszug aus dem Buch

Psychologische Stresstheorie: das transaktionale Stressmodell

Bis heute werden in unterschiedlichen theoretischen Modellen Stresskonzepte beleuchtet. Aufgrund von Stress als Faktor bei der Entstehung von Krankheiten, finden die Modelle auch in der angewandten Psychologie Anwendung. Als eines der wichtigsten und empirisch fundierten Modelle gilt das transaktionale Stressmodell von Richard Lazarus und Susan Folkman (1984), welches bereits in den 1960er Jahren veröffentlicht wurde (Faltermaier, 2017, S. 86–87; Wolf-Kühn & Morfeld, 2016, S. 32). In seinem Modell konnte der amerikanische Emotionsforscher Richard Lazarus die Wichtigkeit der individuellen Bewertung einer Situation deutlich machen (Kaluza, 2015, S. 44). Als dynamisches Modell betont es die Interaktion von Mensch und Umwelt, was in der Namensgebung ‚transaktional‘ verdeutlicht wird (Becker & Bengel, 2009, S. 417).

What now is stressful for some is not for others. [….] Psychological stress is a particular relationship between the person and the environment that is appraised by the person as taxing or exceeding his or her resources and endangering his or her well-being. (Lazarus & Folkman, 1984, S. 19)

Im vorliegenden Modell ist die subjektive Bewertung der betroffenen Person und der Umgang mit der Situation ausschlaggebend. Lazarus belegte den Einfluss von Kognition zunächst anhand von Laborexperimenten und später dank Befragungsmethoden auch in natürlicher Umgebung (Faltermaier, 2017, S. 92). Aus seiner transaktionalen Stressperspektive verdeutlicht der Forscher, dass zwischen Stressor und Reaktion eine Bewertung bzw. Interpretation, appraisal (engl.), liegt. Auch wenn menschliche Verhalten in Reaktionsmuster nach außen hin ähnlich sind, können sie sich hinsichtlich auslösender Reize und vermittelnder Prozess, die sich im Inneren des Organismus abspielen, unterscheiden. Wie die Person einen Stressor empfindet und wie sie mit der Stresssituation umgeht, sog. coping process (engl.), ist sehr individuell (Morgenroth, 2015, S. 24, 27). Eine mögliche Stressepisode beginnt immer mit einer kognitiven Bewertung. Ein Individuum nimmt im Rahmen von Denkprozessen laufend solche cognitive appraisals (engl.) vor. In seinem kognitionspsychologischen Modell geht Lazarus von drei Phasen der subjektiven, kognitiven Bewertung aus (Faltermaier, 2017, S. 93).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Textteil zu Aufgabe 1: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der ICF als biopsychosoziales Klassifikationsmodell und verdeutlicht dessen praktischen Nutzen für die Rehabilitation anhand eines Fallbeispiels.

2 Textteil zu Aufgabe 2: Hier wird das transaktionale Stressmodell nach Lazarus und Folkman detailliert analysiert, insbesondere im Hinblick auf die kognitiven Bewertungsphasen und Coping-Strategien.

3 Textteil zu Aufgabe 3: Dieser Abschnitt stellt drei zentrale Risikomodelle der arbeitsplatzbezogenen Stressforschung vor (JDC, ERI, JDR) und diskutiert deren Bedeutung für die Prävention und betriebliche Gesundheitsgestaltung.

Schlüsselwörter

Rehabilitationspsychologie, ICF, Biopsychosoziales Modell, Teilhabe, Transaktionales Stressmodell, Coping, Appraisal, Job Demand-Control Modell, Effort-Reward-Imbalance Modell, Job Demands-Resources Modell, Ressourcenorientierung, Empowerment, Arbeitsbelastung, Prävention, psychische Gesundheit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit zentralen Modellen der Rehabilitationspsychologie, wobei der Fokus auf dem Verständnis von Gesundheit, Stressentstehung und arbeitsplatzbezogenen Belastungen liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit beleuchtet das biopsychosoziale Klassifikationsmodell ICF, das transaktionale Stressmodell nach Lazarus und relevante Risikomodelle der arbeitspsychologischen Stressforschung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den Nutzen dieser theoretischen Modelle für die klinische Praxis, die Rehabilitation und das betriebliche Gesundheitsmanagement darzustellen und ihre Anwendbarkeit zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit wissenschaftlicher Fachliteratur, ergänzt durch die Analyse fiktiver Fallbeispiele zur Veranschaulichung der Konzepte.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ICF-orientierte Rehabilitation, die theoretische Fundierung des Stressmodells nach Lazarus sowie die Vorstellung der Modelle JDC, ERI und JDR.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Rehabilitation, ICF, Stressbewältigung, Coping, Arbeitsplatzbedingungen und Ressourcenorientierung.

Wie unterscheidet sich die ICF von ihrem Vorgängermodell?

Im Gegensatz zum ICIDH, das ein rein medizinisches Modell auf Krankheitsfolgen fokussierte, bietet die ICF eine ganzheitliche Sichtweise, die auch Umweltfaktoren und personenbezogene Ressourcen mit einbezieht.

Warum ist das Effort-Reward-Imbalance Modell für die Praxis relevant?

Es bietet einen wertvollen Ansatz zur Analyse von Gratifikationskrisen, indem es nicht nur monetäre Entlohnung, sondern auch soziale Anerkennung und Wertschätzung als wichtige Faktoren für die Gesundheit am Arbeitsplatz berücksichtigt.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Risikomodelle zum Einfluss von Arbeitsbedingungen auf den Gesundheitszustand. Stressmodell nach Lazarus sowie das grundlegende ICF
Hochschule
SRH Hochschule Riedlingen  (Psychologie)
Veranstaltung
Einführung in die Rehabilitationspsychologie
Note
1.3
Autor
Silke Brunner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
28
Katalognummer
V1215788
ISBN (PDF)
9783346647177
ISBN (Buch)
9783346647184
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rehabilitationspsychologie ICF Job-Demand-Control Modell Effort-Reward-Imbalance Modell Job Demands-Resources-Modell Prävention Rehabilitation berufliche Wiedereingliederung Interventionen in der Rehabilitation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silke Brunner (Autor:in), 2022, Risikomodelle zum Einfluss von Arbeitsbedingungen auf den Gesundheitszustand. Stressmodell nach Lazarus sowie das grundlegende ICF, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1215788
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Leseprobe aus  28  Seiten
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