Soziale Pädagogik - Eine Theorie von Klaus Mollenhauer


Hausarbeit, 2007
16 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Klaus Mollenhauer – eine biografische Betrachtung

3 Historischer Hintergrund für Mollenhauers Theorie der sozialen Pädagogik

3. Generation

4. Theorie
4.1 Gesellschaftliche Entwicklung und Herausbildung der Sozialpädagogik
4.2 Erziehung und Erziehungswissenschaft bei Klaus Mollenhauer
4.3 Der Pädagogikbegriff bei Mollenhauer
4.4 Kinder- und Jugendhilfe

5 Zusammenfassung

6 Quellenverzeichnis

1 Einleitung

Immer wieder neue Schlagzeilen über Gewalt an Schulen oder die steigende Jugendarbeitslosigkeit erreichen uns täglich über die Medien – Probleme, die an Deutschland nicht spurlos vorüber gehen. Es entsteht ein zunehmender Bedarf an Sozialarbeitern und Sozialpädagogen, die an solchen sozialen Brennpunkten anknüpfen und den sozial Benachteiligten mit pädagogischen Ratschlägen und Maßnahmen zur Seite stehen. Die soziale Pädagogik und Soziale Arbeit nimmt deshalb eine immer größere Rolle ein und auch die große Zahl an Studenten dieser Fachrichtung lässt verzeichnen, wie dringend notwendig Pädagogen und Sozialarbeiter benötigt werden.

Ausgangspunkt dieser Arbeit ist der Stadtteil Lärchenhain, welcher zur 80.000 Einwohner zählenden Stadt Zwottlingen an der Zwott gehört. Lärchenhain gehört zu den Problemvierteln dieser Stadt. Geprägt ist das von Mietshäusern gezeichnete Stadtbild Lärchenhains hauptsächlich von Flüchtlingen aus ehemaligen deutschen Gebieten und deutschstämmigen Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion. Bedingt durch die Konjunkturkrisen der 1970er Jahre, nahmen auch die sozialen Probleme in diesem Stadtteil ihren Lauf: Kriminalität, Drogenmissbrauch, Arbeitslosigkeit, Verschuldung und eine zunehmende Zahl junger Schulabbrecher prägen seither das Stadtbild von Lärchenhain – soziale Probleme, die Oberbürgermeister Franz-Xaver Fürsorg gern beheben möchte. Um Jugendliche – Sorgenkinder der Stadt – auffangen zu können, bemüht sich der Bürgermeister um mehrere Sozialarbeiter, die sich fortan mit den Problemen der Kinder und Jugendlichen auseinanderzusetzen. Die Sozialarbeiter sollen zusammen mit dem neu gegründeten Verein „Fundierte Soziale Arbeit – FuSA e.V.“ ein Konzept entwickeln, welches sowohl pädagogisch-theoretisches Hintergrundwissen als auch die Praxis der Sozialarbeit – als die Orientierung und Hilfestellung im Problemviertel Lärchenhain – vereint.

Um sozialpädagogisch arbeiten zu können, benötigt es einer grundlegenden pädagogischen Ausbildung. Dabei ist es vor allem wichtig, über theoretisches Hindergrundwissen zu verfügen; pädagogische Theorien, die für eine praktische Tätigkeit in Problembereichen, wie der Kinder- und Jugendarbeit, unabdingbar sind. Für einen Sozialarbeiter oder Pädagogen ist es deshalb wichtig, über ausreichende theoretische Kenntnisse zu verfügen. Dabei gibt es viele pädagogische Theorien. Im folgenden soll jedoch auf die Soziale Pädagogik von Klaus Mollenhauer näher eingegangen werden.

2 Klaus Mollenhauer – eine biografische Betrachtung

Geboren am 31. Oktober 1928 in Berlin, verbrachte Klaus Mollenhauer seine Kindheit in Cottbus und im pommerschen Nangerd (vgl. Winkler 2002: 146). Nach dem Abitur wurde er zum Studium an der Pädagogischen Hochschule für Pädagogik in Göttingen zugelassen, wo er bis 1950 studierte. Nach dieser Zeit folgte eine zweijährige Beschäftigung als Volksschullehrer und Freizeit- und Heimerzieher in Bremen (vgl. Engelke 1998: 287). Anschließens studierte er Pädagogik, Geschichte, Psychologie, Geschichte, Literaturwissenschaft und Soziologie an den Universitäten in Hamburg und Göttingen, wo er 1958 über „Die Ursprünge der Sozialpädagogik in der industriellen Gesellschaft“(ebd.) promovierte. Danach folgten Anstellungen als wissenschaftlicher Assistent, bis er 1965 dem Ruf an die Pädagogische Hochschule Berlin folgte, wo er ein Jahr als außerplanmäßiger Professor lehrte. Nach dieser Zeit war er als Professor für Pädagogik an den Universitäten Kiel, Frankfurt a.M. und Göttingen tätig. Nach der Ernennung zum Doktor honoris causa durch die Freie Universität Berlin im Jahr 1993, starb er am 18. März 1998 in Göttingen einen plötzlich unerwarteten Tod (vgl. Winkler 2002: 146f.).

Klaus Mollenhauers akademisches Leben war durch seine Engagements im pädagogischen und gesellschaftlichen Bereich geprägt. So widmete er sich während seiner Zeit am Wissenschaftskolleg in Berlin der Allgemeinen Pädagogik, der Ästhetischen Bildung und der Jugendhilfe. Er verfasste viele Bücher und Aufsätze, u. a. „Theorien zum Erziehungsprozess“(Winkler 2002: 146) und „Einführung in die Sozialpädagogik“(ebd.), welche heute als Standardwerke in der pädagogischen Ausbildung eine bedeutende Rolle spielen.

In den Mittelpunkt seiner Forschungen „stellt er genuin pädagogische Problemstellungen der europäischen Tradition für den Bereich der Sozialpädagogik“(Engelke 1998: 288). Klaus Mollenhauer widmete sich außerdem dem „immer komplizierter werdende[n] Verhältnis der Generationen“(ebd.) und den „Möglichkeiten, die entstehenden Konflikte zu entschärfen und die offenen Gräben zu überbrücken“(ebd.).

[...]

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Soziale Pädagogik - Eine Theorie von Klaus Mollenhauer
Hochschule
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Veranstaltung
Theorien der Sozialen Arbeit und die Praxis der Sozialplanung
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
16
Katalognummer
V121652
ISBN (eBook)
9783640255122
Dateigröße
368 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale, Pädagogik, Eine, Theorie, Klaus, Mollenhauer, Theorien, Sozialen, Arbeit, Praxis, Sozialplanung, Soziologie
Arbeit zitieren
Isabel Kreßner (Autor), 2007, Soziale Pädagogik - Eine Theorie von Klaus Mollenhauer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121652

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