Diese wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit der Diversity police der Universität Bielefeld. Dabei werden die Leitpunkte und Ziele erarbeitet und erläutert. Zudem beschäftigt sich diese Arbeit mit der Frage: Welches weitere Ziel muss in die Police aufgenommen werden?
Diversität ist ein Begriff mit einigen Verständnisschwierigkeiten. Diese werden im ersten Kapitel der Arbeit aufgeklärt. Der Begriff wird erläutert und einige wichtige Aspekte herausgearbeitet. Dabei wird auch der historische Hintergrund nähergebracht. Das zweite Kapitel beschäftigt sich anschließend mit der Diversity police der Universität Bielefeld. Dieses Kapitel ist der Hauptteil der Arbeit. Unteranderem wird jeder Punkt detailliert erarbeitet und es wird ein Bezug zur Praxis hergestellt. Ein Fazit wird die Arbeit abschließen. Dort werden die erarbeiteten Kapitel zusammengefasst und miteinander verknüpft. Zudem wird eine befriedigende Antwort auf die zuvor gestellte Frage gefunden. Alle in dieser wissenschaftlichen Arbeit dargestellten Grafiken sind mit Daten aus der Literatur selbst erstellt.
Inhaltsverzeichnis
1. Diversität – Ein Begriff mit Verständigungstwierigkeiten
1.1. Zur Geschichte der Diversität
1.2. Dimension- Religion
1.3. Dimension – Ethnie
1.4. Dimension – Gender
2. Die Diversity policy der Universität Bielefeld – Teil I: Leitbild Diversität
2.1. Von der Idee zur Veröffentlichung – Ein Rückblick
2.2 Die Haltung des Leitbildes
2.3 Die Ziele des Leitbildes
2.3.1. Ziel – Talente entfalten
2.3.2. Ziel – kritisch reflektieren
2.3.3. Ziel – für Vielfalt einstehen
2.3.4 Ziel – Qualität sichern
3. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert die „Diversity Policy“ der Universität Bielefeld kritisch hinsichtlich ihrer Leitpunkte und Zielsetzungen. Das primäre Ziel ist es, den Status quo zu bewerten und die Forschungsfrage zu beantworten, welche weiteren Ziele in die Policy aufgenommen werden müssten, um den diversitätsrelevanten Anforderungen an einer modernen Hochschule gerecht zu werden.
- Historische und begriffliche Herleitung von Diversität
- Dimensionen der Diversität: Religion, Ethnie und Gender
- Strukturanalyse des Leitbilds Diversität der Universität Bielefeld
- Kritische Evaluation der Zielerreichung und Implementierung
Auszug aus dem Buch
1.4. Dimension – Gender
Die Marginalisierung der Kategorie Geschlecht in der Soziologie hat ihre Wurzeln in der funktionalen Ausdifferenzierung der Wissenschaft, die im 17. Jahrhundert einsetzt und ihre Außengrenzen erst im 19. Jahrhundert stabilisiert. In der Wendezeit zum 20. Jahrhundert ist die Soziologie damit befasst, die sozialen Gesetze zu verstehen, welche sie hinter den gewaltigen Gesellschaftsumbrüchen, deren Zeugin sie ist, vermutet. Dabei reflektiert und verschleiert sie mit ihren neuen Gesellschaftstheorien die materiale Basis ihrer Existenz. (vgl. Kahlert- Weinbach 2012, S. 1.) In den späten 1960er Jahren bildet sich die Frauenforschung heraus, die sich im Zuge ihrer Weiterentwicklung nunmehr überwiegend Frauen- und Geschlechterforschung oder Geschlechterforschung und nur noch selten feministische Wissenschaft nennt. Sie ist in weiten Teilen von der Frauenbewegung herrschaftskritisch informiert und profitiert vom analytischen und partiell sozialkritischen Forschungszugang der Soziologie, findet in ihm aber keine ausreichenden Anhaltspunkte für die kritische Analyse der Geschlechterkonstruktionen und der Geschlechterhierarchie.
Mit ihren theoretischen und methodologischen Debatten um Wertfreiheit, Universalismus und ihrem inter- und transdisziplinären Zugriff überschreitet sie wissenschaftstheoretische und -institutionelle Grenzen. Seither lassen sich vier Dimensionen beim Umgang mit der Geschlechterdifferenz im wissenschaftlichen Erkenntnisprozess unterscheiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Diversität – Ein Begriff mit Verständigungsschwierigkeiten: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Diversität, beleuchtet seinen historischen Hintergrund und analysiert die drei zentralen Dimensionen Religion, Ethnie und Gender.
2. Die Diversity policy der Universität Bielefeld – Teil I: Leitbild Diversität: Dieser Hauptteil untersucht die Entstehungsgeschichte, die Grundhaltung sowie die spezifischen Zielsetzungen des Leitbilds Diversität der Universität Bielefeld.
3. Fazit: Das Fazit kritisiert die geringe inhaltliche Tiefe des Leitbilds nach zehnjähriger Arbeitsphase und mahnt eine umfassendere Ausarbeitung sowie konkretere Maßnahmen für die einzelnen Dimensionen an.
Schlüsselwörter
Diversität, Diversity Policy, Universität Bielefeld, Leitbild, Gender, Ethnie, Religion, Hochschulpolitik, Antidiskriminierung, Chancengleichheit, Inklusion, soziale Konstruktion, Diversitätsmanagement, Bildungsgerechtigkeit, Diskriminierungsschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der „Diversity Policy“ der Universität Bielefeld auseinander und bewertet, inwieweit das Leitbild Diversität den aktuellen Anforderungen an eine diversitätssensible Hochschulpolitik gerecht wird.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Diversität, die Bedeutung spezifischer Dimensionen (Religion, Ethnie, Gender) sowie die praktische Umsetzung der Diversity-Strategie in Forschung und Lehre an der Universität Bielefeld.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die bestehende Policy zu reflektieren und die Frage zu klären, welche weiteren Ziele und Maßnahmen erforderlich sind, um Diskriminierung abzubauen und echte Teilhabe zu fördern.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu soziologischen Diversitätskonzepten und eine diskursive Analyse der offiziellen Dokumente der Universität Bielefeld.
Was steht im Hauptteil im Fokus?
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der Entstehungsgeschichte, der Haltung und den vier spezifischen Zielen (Talente entfalten, kritisch reflektieren, für Vielfalt einstehen, Qualität sichern) des Leitbilds der Universität.
Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?
Die zentralen Charakteristika sind Diversitätsmanagement, institutionelle Inklusion, kritische Reflexion und die Verknüpfung von theoretischen Gesellschaftskonzepten mit universitärer Praxis.
Warum wird im Fazit von einem „mageren“ Ergebnis gesprochen?
Die Autorin kritisiert, dass trotz einer zehnjährigen Arbeitsphase das Leitbild sehr vage bleibt und die spezifischen Dimensionen wie Religion oder Ethnie kaum mit praktischen Maßnahmen verknüpft werden.
Welchen Vergleich zieht die Autorin am Ende der Arbeit?
Sie vergleicht das Bielefelder Leitbild mit der wesentlich umfangreicheren und detaillierten Diversity Policy der Goethe-Universität Frankfurt, um die Defizite in der Ausarbeitung hervorzuheben.
- Arbeit zitieren
- Diana Gotscharek (Autor:in), 2020, Diversität an Hochschulen. Die "Diversity Policy" der Universität Bielefeld, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1216665