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Der aktive Rezipient

Illusion, Realität oder Wunschvorstellung

Title: Der aktive Rezipient

Term Paper , 2004 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Matthias Lenssen (Author)

Communications - Theories, Models, Terms and Definitions
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Summary Excerpt Details

Mediennutzung ist im modernen Alltag unumgänglich. Im Informationszeitalter kann sich
niemand mehr dem Einfluss der führenden technischen Medien, allen voran dem Fernsehen
und dem Internet, entziehen. Es ist also wichtig, vernünftig mit der wahren Flut an Inhalten
umzugehen zu können. Wie werden Medien überhaupt genutzt? Welche Rolle spielt der
Rezipient? Inwiefern kann man von einer Aktivität beim Mediennutzer sprechen? Das sind
alles zentrale Fragen der publikumsorientierten Wirkungsforschung, die in dieser Arbeit
untersucht werden sollen. Im Folgenden wird der Begriff der Publikumsaktivität erläutert
und ein allgemeines Bild vom aktiven Publikum erstellt. Speziell am Beispiel des
Fernsehens werden die Einblicke in das breite Feld vertieft. Im kontextuellen Rahmen wird
ein kurzer Überblick über die Entwicklung der Fernsehrezeption und der Videotechnik mit
Augenmerk auf den Zuschauer gegeben. Im Weiteren wird genauer auf das Phänomen des
„Zappings“ eingegangen, mit dem sich der Medienwissenschaftler Hartmut Winkler näher
beschäftigt hat.

[...]

Excerpt


Inhaltsangabe

1. Einleitung

2. Allgemeine Ansätze der publikumsorientierten Wirkungsforschung

2.2 Stimulus-Response-Modell

2.3 Use-and-gratification-approach

3. Rezipientenaktivität am Beispiel Fernsehen

3.1 Wie war das damals? Geschichtliches zur Fernsehrezeption

3.2 Entwicklung der Videotechnik als Steigerung der Rezipientenaktivität

3.3 Zapping – Die moderne Art des Fernsehens

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der vermeintlichen Passivität des Mediennutzers und dessen tatsächlicher Aktivität, wobei der Schwerpunkt auf der Fernsehrezeption und Phänomenen wie dem "Zapping" liegt.

  • Evolution der medienwissenschaftlichen Wirkungsforschung
  • Transformation des Zuschauerbildes vom passiven Empfänger zum aktiven Nutzer
  • Rolle technischer Innovationen (Videotechnik, Fernbedienung) für die Rezipientenautonomie
  • Analyse des "Switching" als ästhetische und psychologische Bewältigungsstrategie

Auszug aus dem Buch

3.3 Zapping – Die moderne Art des Fernsehens

Hartmut Winkler hat sich ausgiebig mit dem Phänomen des „Switching“ auseinandergesetzt und unter anderem in seinem Aufsatz „Switching: Die Installation der Tagtraummaschine“ festgehalten. Er geht gezielt auf die Wirkung beim Rezipienten ein und entwirft ein detailliertes Bild von dessen Rezeptionsweise. Im Folgenden werden die zentralen Thesen Winklers aufgeführt und sein Bild von der Tagtraummaschine erläutert.

Die meisten traditionellen Medien oktroyierten dem Rezipienten eine eher passive Haltung auf, allen voran das Fernsehen. Die Technologie folgte bestimmten Strukturen und orientierte sich an gewissen Zielen. Eine geringfügig scheinende Entwicklung, die der Erfindung der Fernbedienung, verändert nun das Verhalten der Rezipienten drastisch. Dadurch, dass der Zuschauer die Möglichkeit hat, nach belieben das Programm zu wechseln, entsteht eine völlig neue Art der Rezeption. Winkler bezeichnet diese Form des Fernsehkonsums als „Switching“.

Hierbei wechselt der Rezipient an einem Fernsehabend oftmals das Programm, sieht teilweise Sendungen parallel. Selten werden Sendungen von Anfang bis Ende angeschaut. Der Zuschauer, bis dahin „Adressat vorfabrizierter Botschaften“ (Winkler, S. 5), entwickelt neue Rezeptionsweisen. Winkler stellt die zentrale These auf, dass das Switching die geschlossenen Sinneinheiten einer Sendung zerstört. Ausgehend von dieser These wird im Weiteren erläutert, was genau beim „Zappen“ passiert und was der Rezipient dabei für eine Rolle spielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Thema Mediennutzung im Informationszeitalter und stellt die Forschungsfragen bezüglich der Rolle und Aktivität des Rezipienten vor.

2. Allgemeine Ansätze der publikumsorientierten Wirkungsforschung: Dieses Kapitel erläutert den Wandel der Forschungsperspektiven, beginnend mit dem Stimulus-Response-Modell bis hin zum nutzerzentrierten Use-and-gratification-approach.

3. Rezipientenaktivität am Beispiel Fernsehen: Hier wird die theoretische Diskussion auf den praktischen Kontext der Fernsehgeschichte und die technologisch induzierten Veränderungen des Zuschauerverhaltens übertragen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und reflektiert die subjektive Verantwortung des Rezipienten im Kontext zunehmender Steuerungsmöglichkeiten durch digitale Medien.

Schlüsselwörter

Medientheorie, Publikumsaktivität, Rezipient, Wirkungsforschung, Stimulus-Response-Modell, Use-and-gratification-approach, Fernsehrezeption, Videotechnik, Zapping, Switching, Tagtraummaschine, Mediennutzung, Kommunikation, Medienwirkung, Autonomie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht, inwieweit der Mediennutzer – insbesondere der Fernsehzuschauer – als aktiver Akteur im Kommunikationsprozess verstanden werden kann, anstatt als passiver Empfänger.

Welche theoretischen Konzepte werden zur Analyse herangezogen?

Zentral sind das klassische Stimulus-Response-Modell, der Use-and-gratification-approach sowie die Thesen von Hartmut Winkler zum Phänomen des "Switching".

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Begriff der Publikumsaktivität zu klären und aufzuzeigen, wie technologische Neuerungen die Rezeptionsweisen und die Rolle des Zuschauers verändert haben.

Welche methodische Herangehensweise wurde gewählt?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die medienwissenschaftliche Modelle auf die historische und aktuelle Praxis der Fernsehnutzung anwendet.

Was deckt der Hauptteil der Arbeit ab?

Der Hauptteil analysiert die historischen Phasen der Fernsehnutzung, den Einfluss von Videotechnik und Fernbedienung auf die Nutzerautonomie sowie die psychologischen Funktionen des Umschaltens.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Publikumsaktivität, Switching, Tagtraummaschine, Rezipientenautonomie und Wirkungsforschung.

Wie definiert Winkler die "Tagtraummaschine" im Kontext des Fernsehens?

Winkler versteht das "Switching" als eine Methode, mit der der Zuschauer durch Kontrolle über äußere Reize sein inneres Befinden reguliert und eine psychologische Entlastung schafft.

Warum wird das "Zappen" im Text nicht nur als Zerstörung des Sinns betrachtet?

Obwohl das Switching den linearen Sinn einer Sendung unterbricht, sieht der Autor darin auch eine aktive Leistung des Rezipienten, der aus den angebotenen Fragmenten subjektiv neue, kohärente Sinnabschnitte erschafft.

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Details

Title
Der aktive Rezipient
Subtitle
Illusion, Realität oder Wunschvorstellung
College
RWTH Aachen University
Course
Seminar Medientheorie
Grade
1,7
Author
Matthias Lenssen (Author)
Publication Year
2004
Pages
13
Catalog Number
V121692
ISBN (eBook)
9783640255382
ISBN (Book)
9783640255436
Language
German
Tags
Rezipient Seminar Medientheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Lenssen (Author), 2004, Der aktive Rezipient, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121692
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