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Analyse der Text-Bild-Relationen in Julian Rosefeldts "Manifesto". Vignette der Lehrerin

Titel: Analyse der Text-Bild-Relationen in Julian Rosefeldts "Manifesto". Vignette der Lehrerin

Hausarbeit , 2019 , 19 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Jessica Dulko (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit setzt sich genauer mit der Vignette der Lehrerin auseinander. Beim Betrachten dieser in einem Seminar mit hohem Anteil an Lehramtsstudenten fiel der Widerspruch zu einer realen Schulstunde auf, insbesondere durch die Unvereinbarkeit des gesprochen Textes mit den Bildern. Doch worin besteht dieser Widerspruch, wenn er denn überhaupt besteht? Wie stehen die Bilder mit den Texten in Relation? Diese Fragen haben den Schluss nahegelegt, die Text-Bild-Relation in der Vignette der Lehrerin zum Thema der vorliegenden Arbeit zu machen. Somit wird untersucht, inwiefern sich das Bild und der Text durch die Nutzung filmischer Gestaltungsmittel gegenseitig unterstützen oder widersprechen.

Dabei wird die Arbeit in zwei Abschnitte unterteilt: einen theoretischen (Kapitel 2) und einen analytischen (Kapitel 3). Zuerst wird auf die filmischen Gestaltungsmittel eingegangen (Kap. 2.1), sowie der theoretische Rahmen zum Verständnis der Text-Bild-Relation geschaffen (Kap. 2.2). Im Folgenden (Kap. 3.1 – 3.6) wird die Vignette analysiert und auf Kohärenz oder Dissonanz der Bilder mit den gesprochenen Texten geprüft. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse beschließt die Arbeit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Filmische Gestaltungsmittel

2.2 Text-Bild-Relationen

3 Text-Bild-Analyse der Lehrerin-Vignette

3.1 Vorstellung der Vignette

3.2 Text-Bild-Relation: Metaphors on Vision

3.3 Text-Bild-Relation: Golden Rules of Filmmaking

3.4 Text-Bild-Relation: Dogma 95

3.5 Text-Bild-Relation: Minnesota Declaration

3.6 Text-Bild-Relation: Manifesto

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Text-Bild-Relationen in der "Lehrerin-Vignette" des Films "Manifesto" von Julian Rosefeldt, um zu analysieren, wie filmische Gestaltungsmittel und die vorgetragenen Manifest-Texte interagieren und sich dabei gegenseitig unterstützen oder in einen Widerspruch zueinander treten.

  • Analyse filmischer Gestaltungsmittel (Kamera, Licht, Ton, Montage)
  • Untersuchung der Text-Bild-Interaktion in ausgewählten Manifest-Fragmenten
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Institution Schule und Normsystemen
  • Betrachtung von Rosefeldts "Manifesto" als Kunst-Installationsfilm jenseits klassischer Kinoregeln

Auszug aus dem Buch

3.2 Text-Bild-Relation: Metaphors on Vision

In der ersten Szene werden die Schülerinnen und Schüler in den einzelnen Sitzreihen durch eine Kamerafahrt, die sich teils rück- und teils vorwärtsbewegt, bei künstlerischen Beschäftigungen aufgenommen. Die Kamera zeigt die Kinder in der Einstellungsgröße der Halbnahen. Der Raum, in dem sich die Kinder befinden, ist zwar zu erkennen, jedoch wird jedes Kind einzeln in den Fokus genommen. Der fokussierende Eindruck wird durch eine Zeitlupe sowie durch Tiefenunschärfe unterstützt.

In den ersten zwei Einstellungen entsteht der Eindruck, dass das Bild im Vordergrund steht, weil kein gesprochenes Wort zu hören ist. Jedoch ist temporär auf der Tonebene ein Kratzen der Stifte wahrzunehmen. Das Bild wird durch den parallelen, synchronen Ton ergänzt.

Innerhalb der dritten Einstellung ist eine asynchrone Stimme zu hören, während die Kamera weiterhin durch die Reihen fährt. Sie gibt einen Auszug aus STAN BRAKHAGES Metaphors on Vision wieder (s. Anhang 1). Brakhage möchte mit seinem Manifest die Normen des Sehens aufbrechen, da er die Grenzen der natürlichen Sichtweise, die menschgemachten Gesetze der Perspektiven ablehnt. Er appelliert an seine Rezipienten, sich eine reine, unvoreingenommene Wahrnehmung ohne Repräsentationen vorzustellen. An dieser Stelle liegt der Interpretationsansatz nahe, dass sich Rosefeldt aufgrund der natürlichen Unvoreingenommenheit von Kindern dafür entschieden hat, die Manifeste in einer Grundschulklasse vorzutragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Arbeit ein, erläutert die Auswahl der "Lehrerin-Vignette" aus Rosefeldts Film "Manifesto" und definiert das Ziel der Analyse sowie das methodische Vorgehen.

2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert den theoretischen Rahmen, indem es filmische Gestaltungsmittel definiert und Konzepte der Text-Bild-Relation für die anschließende Analyse aufbereitet.

3 Text-Bild-Analyse der Lehrerin-Vignette: Der Hauptteil unterzieht die Vignette einer detaillierten Analyse, wobei einzelne Sequenzen und deren textliche Untermalung durch diverse Manifeste wie "Metaphors on Vision" oder "Dogma 95" auf Kohärenz und Dissonanz geprüft werden.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert über die spezielle Form des Kunstfilms "Manifesto" im Hinblick auf das Spannungsfeld zwischen bildlicher Darstellung und textueller Aussage.

Schlüsselwörter

Manifesto, Julian Rosefeldt, Text-Bild-Relation, Filmanalyse, Lehrerin-Vignette, Cate Blanchett, Filmische Gestaltungsmittel, Montage, Wahrnehmung, Normsysteme, Experimentalfilm, Dokumentarfilm, Metaphors on Vision, Dogma 95, Minnesota Declaration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit beschäftigt sich mit der Analyse der Interaktion von Bild und Sprache innerhalb einer spezifischen Szene – der Lehrerin-Vignette – im Film "Manifesto" des Künstlers Julian Rosefeldt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die filmästhetische Analyse, die Funktion von Text-Bild-Relationen sowie die Untersuchung von Machtprozessen und Normen im Kontext der Schule.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern sich Bild und Text durch den gezielten Einsatz filmischer Gestaltungsmittel in der Vignette gegenseitig verstärken oder widersprechen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die klassische Filmanalyse nach Mikos und anderen Medientheoretikern, kombiniert mit einer strukturierten Analyse der Text-Bild-Relationen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil wird die Lehrerin-Vignette in ihre einzelnen Abschnitte unterteilt und die jeweilige Beziehung zwischen den gezeigten Bildern und den vorgetragenen Manifesten detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Text-Bild-Relation, Montage, Filmanalyse, Wahrnehmung, Normen, Manifeste und künstlerische Freiheit.

Wie interpretiert die Autorin die Rolle der Kinder in der Vignette?

Die Kinder werden als Symbole für Unvoreingenommenheit gesehen, die im Gegensatz zu den starren Normsystemen stehen, welche die Lehrerin verkörpert.

Warum wird der Film "Manifesto" laut der Autorin nicht als klassischer Film eingestuft?

Da der Film keine lineare Geschichte erzählt und eher als Kunst-Installationsfilm verstanden werden muss, entzieht er sich den konventionellen Regeln des Erzählkinos.

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Details

Titel
Analyse der Text-Bild-Relationen in Julian Rosefeldts "Manifesto". Vignette der Lehrerin
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Veranstaltung
Julian Rosefeldts „Manifesto" - Germanistik Literaturwissenschaft
Note
2,3
Autor
Jessica Dulko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
19
Katalognummer
V1217455
ISBN (PDF)
9783346645807
ISBN (Buch)
9783346645814
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Text-Bild-Relation Analyse Julian Rosefeldt Manifesto Lehramt Germanistik Hausarbeit Vignette Lehrerin
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jessica Dulko (Autor:in), 2019, Analyse der Text-Bild-Relationen in Julian Rosefeldts "Manifesto". Vignette der Lehrerin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1217455
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  19  Seiten
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