Die Arbeit klärt im theoretischen Teil Begriffe aus den Bereichen Umweltmanagementsystem (UMS) und Öko-Auditierung generell und liefert eine umfassende Darstellung über den Ablauf einer EMAS-Auditierung/-Zertifizierung als EU-Variante eines Umwelt-Audits. Im Anschluss werden Aspekte der praktischen EMAS-Umsetzung in einem kleineren Hotel- und Restaurantbetrieb (KMU) wie Dokumentationsanforderungen im Gefahrstoffbereich (Reinigungsmittel, etc.) vorgestellt. Generelle und betriebsbezogene Überlegungen zu nachhaltigem Wirtschaften und Energiekennzahlen runden die Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Grundlagen
2.1. Allgemeine Begriffsbestimmungen
2.1.1. Umweltmanagement und Umweltmanagementsystem (UMS)
2.1.2. Zertifizierung und Audit
2.2. Gründe für ein Öko-Audit
3. Das Öko-Audit nach EMAS
3.1. Gesetzliche Rahmenbedingungen und Ziele
3.2. Ablauf
3.2.1. Umweltpolitik
3.2.2. „Umweltprüfung“ oder Input-/Output-Analyse
3.2.3. Umweltbetriebsprüfung als Kontrolle des UMS
3.2.4. Umwelterklärung als Output des UMS
4. EMAS in der praktischen Umsetzung
4.1. Grundsätzliches zu Audits in der mittelständischen Hotellerie
4.2. Passende Umwelterklärung
4.2.1. Formale Aspekte
4.2.2. KMU-gemäße Inhalte
4.3. Angemessene Dokumentation
4.3.1. Hoteltypische Dokumentationsstruktur
4.3.2. Gefahrstoffdokumentation des Rappenhofs
4.4. Meine Mitarbeiter machen mit
5. Fazit
Anhang I : Sicherheitsdatenblatt
Anhang II : Betriebsanweisungr
Zielsetzung & Themen
Ziel der Arbeit ist es, die Öko-Zertifizierung eines Hotel- und Gaststättenbetriebs nach EMAS als Umweltmanagement-Maßnahme zu untersuchen und zu prüfen, ob ein solches System für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) praktikabel ist. Die Arbeit beleuchtet die inhaltlichen und prozessualen Anforderungen exemplarisch am Beispiel des Hotels "Rappenhof".
- Grundlagen des betrieblichen Umweltmanagements und der EMAS-Norm
- Methodische Aspekte der Öko-Auditierung in der mittelständischen Hotellerie
- Strukturierung einer angemessenen Umwelt-Dokumentation
- Einbindung der Mitarbeiter in den Verbesserungsprozess
- Kosten-Nutzen-Analyse und Wettbewerbsvorteile durch Zertifizierungen
Auszug aus dem Buch
4.3.2. Gefahrstoffdokumentation des Rappenhofs
Exemplarisch wird vorliegend auf die Dokumentation der auf dem Rappenhof verwendeten Gefahrstoffe (vgl. Abb. 8, Umweltaspekt Einsatzstoffe/Gefahrstoffe bzw. auch Risikovorsorge) eingegangen:
Abb. 9 Gefahrstoffkataster des Rappenhofs (Auszug)
Schon dieser kurze Auszug lässt erkennen, dass auch ein kleinerer Hotelleriebetrieb, insbesondere ein solcher mit starkem Restaurantanteil am Gesamtumsatz wie der Rappenhof, eine durchaus beachtliche Anzahl verschiedenster gesundheits- und umweltrelevanter Chemikalien im Einsatz hat, die z.T. auch in großen Mengen vorgehalten werden (vgl. Spalte Gebindegröße).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert steigende Energiekosten sowie ökologische Herausforderungen und untersucht die Öko-Zertifizierung nach EMAS als strategischen Ansatz für KMU.
2. Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe des Umweltmanagements, wie UMS und PDCA-Zyklus, definiert sowie die Bedeutung von Zertifizierungen und Audits erläutert.
3. Das Öko-Audit nach EMAS: Dieses Kapitel beschreibt die rechtlichen Rahmenbedingungen, den Ablauf der EMAS-Zertifizierung sowie die wesentlichen Komponenten Umweltpolitik, Prüfung und Erklärung.
4. EMAS in der praktischen Umsetzung: Der Fokus liegt auf der Anwendung der Audit-Kriterien im Kontext der mittelständischen Hotellerie, inklusive praktischer Dokumentationsbeispiele und der Mitarbeitereinbindung.
5. Fazit: Das Fazit bewertet die Machbarkeit der EMAS-Zertifizierung für KMU unter Berücksichtigung von Förderungen und dem generationengerechten Streben nach ökologischem Wirtschaften.
Schlüsselwörter
Umweltmanagement, EMAS, Öko-Audit, Hotelmanagement, KMU, Nachhaltigkeit, Input-Output-Analyse, Umwelterklärung, Gefahrstoffkataster, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Ressourcen-Effizienz, Mitarbeiterbeteiligung, Risikominimierung, Umweltschutz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Anwendbarkeit und den Nutzen eines EMAS-Umweltmanagementsystems für kleine und mittelständische Unternehmen der Hotelleriebranche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf den Grundlagen des Umweltmanagements, den gesetzlichen EMAS-Anforderungen, praktischen Implementierungsstrategien und der Dokumentation von Gefahrstoffen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, zu klären, ob die Öko-Auditierung für KMU wie den untersuchten "Rappenhof" realistisch und "machbar" umsetzbar ist.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin kombiniert theoretische Grundlagen mit einer praxisorientierten Fallstudie am Beispiel eines konkreten Gastronomiebetriebs.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung von Audits, der Gestaltung einer umweltgerechten Dokumentation und der effektiven Einbindung der Belegschaft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Umweltmanagement, EMAS, KMU, Öko-Audit und Ressourcen-Effizienz aus.
Welche Rolle spielt das Gefahrstoffkataster in der Arbeit?
Das Kataster dient als konkretes Praxisbeispiel, um zu verdeutlichen, wie komplex die Dokumentationspflichten selbst in kleineren Hotelbetrieben sind.
Welche Bedeutung kommt der "Mitarbeiterbeteiligung" zu?
Die Einbindung der Mitarbeiter wird als essenziell bewertet, um das EMAS-Verfahren nicht als bürokratische Störung, sondern als motivierende Chance für betriebliche Verbesserungen zu begreifen.
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- Sascha Nikolai Schmidt (Autor), 2009, Öko-Auditierung nach EMAS, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121772