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Der Mensch als Mängelwesen? Ein Vergleich zwischen Platon und Gehlen

Titel: Der Mensch als Mängelwesen? Ein Vergleich zwischen Platon und Gehlen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2021 , 12 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Ebru Özcan (Autor:in)

Philosophie - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Arbeit thematisiert die Frage, ob der Mensch ein Mängelwesen der Natur ist. Es findet ein Vergleich zwischen Platon und Gehlen statt. Die Ansichten beider werden gegenübergestellt und im Kontext des jeweiligen Jahrhunderts gesehen. Im Hauptteil werden die Dialoge "Symposion" und "Protagoras" von Platon analysiert. Die drei Mythen, die dort vorkommen, werden auf die Frage hin untersucht, ob der Mensch bei Platon ein Mängelwesen darstellt. Anschließend wird das Werk von Arnold Gehlen "Der Mensch. Seine Umwelt und seine Stellung in der Welt" untersucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Platon

2.1 Symposion

2.2. Protagoras

3. Arnold Gehlen

3.1. Mensch- Tier Vergleich

3.2. Kultur

4. Fazit

5. Quellenverzeichnis

5.1. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die philosophische Anthropologie des Menschen als "Mängelwesen", indem sie die antiken Positionen Platons mit den anthropologischen Ansätzen von Arnold Gehlen aus dem 20. Jahrhundert vergleicht und analysiert, wie diese Denker die menschliche Bedürftigkeit und deren Kompensation interpretieren.

  • Die Definition des Menschen als Mängelwesen in der Antike und Moderne.
  • Analyse der Mythen in Platons Dialogen „Symposion“ und „Protagoras“.
  • Vergleich zwischen Mensch und Tier nach der Theorie von Arnold Gehlen.
  • Die Rolle von Kultur und Politik als Kompensationsmechanismen menschlicher Mängel.

Auszug aus dem Buch

3.1. Mensch- Tier Vergleich

„Der Mensch hat zwar einen sehr merkwürdigen Körperbau, aber die Anthropoiden einen ziemlich ähnlichen.“ Gehlen vergleicht den Menschen mit einem Großaffen und findet viele Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede. In seinem gesamten Werk vergleicht er immer wieder den Menschen mit verschiedenen Tieren. Ihm fällt auf, dass der Mensch im Vergleich zu den Tieren eine Sonderstellung in der Welt habe. Er bezeichnet den Menschen als ein „noch nicht festgestelltes Tier, er ist irgendwie nicht festgerückt.“ Der Mensch sei somit ein defizitäres Wesen. Besonders körperlich scheinen die Mängel aufzufallen, „Es fehlt das Haarkleid und damit der natürliche Witterungsschutz: es fehlen natürliche Angriffs-organe, aber auch eine zur Flucht geeignete Körperbildung: der Mensch wird von den meisten Tieren an Schärfe der Sinne übertroffen, er hat einen geradezu lebensgefährlichen Mangel an echten Instinkten [...]“ Rein Körperlich wäre der Mensch seiner Umwelt unterlegen und ohne Hilfsmittel, nicht überlebensfähig. Er habe keinen Schutz vor Kälte, keine Organe die er zum Selbstschutz nutzen könnte und auch seine Sinne bzw. Instinkte seien nicht besonders ausgeprägt. Es scheint so, als wäre der Mensch nur mit dem nötigsten ausgestattet worden, so dass er sich grade noch so am Leben erhalten könnte. Witteriede beschreibt diese als „lebensgefährliche Minderausstattung“ des Menschen. Es sei ein Balanceakt zwischen Leben und Tod. Unter natürlichen Bedienungen, ohne jegliche Hilfe und Unterstützung wäre der Mensch nicht überlebensfähig.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die philosophische Anthropologie und die zentrale Fragestellung, ob der Mensch ein Mängelwesen ist.

2. Platon: Untersuchung der platonischen Mythen aus den Dialogen Symposion und Protagoras zur Erklärung der menschlichen Natur und Mängel.

2.1 Symposion: Analyse des Eros-Mythos als Erklärung für die menschliche Suche nach Vollkommenheit und die Entstehung der Mängel durch göttliche Bestrafung.

2.2. Protagoras: Analyse der Mythen um Prometheus, Epimetheus und Hermes, die den Menschen als handlungsbedürftiges, technik- und kulturabhängiges Wesen zeichnen.

3. Arnold Gehlen: Einordnung von Gehlen als prägenden Denker der philosophischen Anthropologie des 20. Jahrhunderts.

3.1. Mensch- Tier Vergleich: Vergleich der körperlichen Defizite des Menschen gegenüber dem Tier und die Einstufung als "defizitäres Wesen".

3.2. Kultur: Erklärung, wie der Mensch durch aktives Handeln und die Erschaffung einer "Kulturwelt" seine natürlichen Mängel kompensiert.

4. Fazit: Synthese der Ergebnisse, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Argumentation von Platon und Gehlen aufzeigt.

5. Quellenverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärliteratur für diese Arbeit.

5.1. Literaturverzeichnis: Auflistung der ergänzenden Sekundärliteratur und Fachbücher zur philosophischen Anthropologie.

Schlüsselwörter

Philosophische Anthropologie, Mängelwesen, Platon, Arnold Gehlen, Symposion, Protagoras, Kultur, Defizit, Kompensation, Überleben, Sonderstellung, Handeln, Mythos, Instinkte, Mensch-Tier-Vergleich.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Frage, ob der Mensch als "Mängelwesen" definiert werden kann, und vergleicht dazu antike Ansätze von Platon mit der modernen Theorie von Arnold Gehlen.

Welche Themenfelder stehen zentral im Fokus?

Zentrale Themen sind die körperlichen und instinktiven Defizite des Menschen, die Notwendigkeit von Kultur und Politik zur Kompensation dieser Mängel sowie der Vergleich zwischen menschlicher Existenz und tierischer Natur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der anthropologischen Bestimmung des Menschen bei Platon und Gehlen herauszuarbeiten und zu prüfen, wie beide Denker das Überleben des Menschen trotz seiner Mängel erklären.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt die Literaturanalyse und den systematischen Vergleich, indem sie primäre Dialoge Platons sowie zentrale Schriften Arnold Gehlens gegenüberstellt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert Platons Dialoge Symposion und Protagoras sowie Gehlens Werk „Der Mensch. Seine Natur und seine Stellung in der Welt“ unter dem Aspekt der Mängelwesen-Theorie.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Mängelwesen, philosophische Anthropologie, Kompensation, Kultur und Sonderstellung des Menschen.

Wie unterscheidet sich die Begründung des "Mangelzustands" bei Platon im Vergleich zu Gehlen?

Platon führt den Mangel in seinen Mythen auf göttliche Eingriffe oder Bestrafungen zurück, während Gehlen den Menschen rein biologistisch und entwicklungsgeschichtlich als ein Wesen mit mangelnder Spezialisierung betrachtet.

Welche Rolle spielt die Kultur bei der Kompensation menschlicher Mängel laut Gehlen?

Da der Mensch keine ausreichenden natürlichen Schutzmechanismen besitzt, zwingt ihn seine "Weltoffenheit" dazu, die Natur aktiv durch Handeln in eine Kulturwelt umzuwandeln, um sein Überleben zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Mensch als Mängelwesen? Ein Vergleich zwischen Platon und Gehlen
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Note
1,7
Autor
Ebru Özcan (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
12
Katalognummer
V1217828
ISBN (PDF)
9783346644213
ISBN (Buch)
9783346644220
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mensch mängelwesen vergleich platon gehlen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ebru Özcan (Autor:in), 2021, Der Mensch als Mängelwesen? Ein Vergleich zwischen Platon und Gehlen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1217828
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  12  Seiten
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