„Beobachtungen und Messungen lassen keinen Zweifel, dass das Klima sich ändert: Die globale Erwärmung und der Meeresspiegelanstieg hat sich beschleunigt, ebenso das Abschmelzen der Gletscher und Eiskappen. (…) Es gilt als „gesicherte Erkenntnis“, dass im weltweiten Durchschnitt menschliches Handeln seit 1750 das Klima erwärmt hat (…)“. So steht es in der Kurzzusammenfassung des IPCC-Berichtes vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF 2007, S.1). IPCC, das ist der Intergovernmental Panel on Climate Change oder übersetzt der Zwischenstaatliche Ausschuss für Klimaänderungen.
Doch ist das wirklich so? In anderen Quellen ist ganz anderes zu lesen: „Es gibt keine Korrelation zwischen Temperatur und CO2 über die Zeit. Das haben die IPCC-Ergebnisse nicht ergeben. Seit 1975 steigt die Temperatur. Die Ursache kann aber auch eine natürliche sein“. So drückt es zumindest Kenneth Hsü (in Schulte 2003, S.131) aus, ohne dass dies hier näher kommentiert werden soll. Jedenfalls hatte der neueste IPCC-Bericht jüngst für großes Aufsehen gesorgt, da er die Klimaerwärmung der letzten Jahrhunderte darstellt, den menschlichen Einfluss dabei thematisiert und Zukunftsszenarien darlegt.
Der größte Streitpunkt ergibt sich bei der Frage nach dem menschlichen Einfluss, der kaum wirklich nachweisbar ist, da Zusammenhänge und Folgerungen in der Klimatologie sehr komplex und kompliziert sind. Die Wahrscheinlichkeit gravierender menschlicher Einflüsse gilt als hoch, insbesondere was zukünftige Ereignisse betrifft, von Sicherheit kann man aber nicht sprechen. Es liegen folglich nur Indizien vor, die Beweise fehlen. Die Wahrscheinlichkeit des Einflusses ist das Hauptargument der Befürworter von Gegenmaßnahmen zum Klimawandel, die mangelnde Sicherheit das von den Ablehnern der Maßnahmen.
Doch nicht nur reine Überzeugung spielt bei der Diskussion um Klimaschutzmaßnahmen eine Rolle. Im Klimaschutz und in der Klimapolitik mischen eine ganze Reihe Akteure mit unterschiedlichen Motiven und Zielen mit. In dieser Arbeit soll nun thematisiert werden, wie sich der umstrittene wissenschaftliche Hintergrund darstellt, um welche beteiligten Akteure es sich handelt und welche Interessen sie mit ihrer Position mit welchen Mitteln vertreten. Und wer profitiert eigentlich vom Klimawandel?
Dabei soll in der Arbeit vorrangig auf die Industrienationen eingegangen werden, eine globale Betrachtung müsste sehr differenziert erfolgen und ist vom Umfang her in diesem Rahmen kaum machbar.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hintergründe des Klimawandels
2.1 Umstrittener Klimawandel und „die CO2-Lüge“
2.2 Ursachen
2.3 Effekte
2.4 Folgen, Auswirkungen und Unsicherheiten
3. Akteure und Profiteure beim Klimawandel
3.1 Akteure im Klimawandel
3.1.1 Wirtschaft
3.1.2 Politik
3.1.3 Umweltschutzorganisationen
3.1.4 Bevölkerung
3.1.5 Medien
3.1.6 IPCC
3.2 Verflechtungen der Akteure
3.3 Profiteure des Klimawandels ?
3.3.1 Wirtschaft
3.3.2 Politik
3.3.3 Umweltschutzorganisationen
3.3.4 Bevölkerung
3.3.5 Medien
3.3.6 IPCC
3.4 Welt in Angst
4. Fazit
5. Schluss
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Akteure, Profiteure und Hintergründe des Klimawandels mit dem Ziel, die komplexen Interessenkonflikte in Politik und Wirtschaft sowie die Rolle der medialen Berichterstattung kritisch zu hinterfragen.
- Wissenschaftliche Grundlagen und umstrittene Aspekte des Klimawandels
- Analyse der Hauptakteure (Politik, Wirtschaft, Medien, IPCC)
- Identifikation von Profiteuren in verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren
- Wechselwirkungen und Abhängigkeiten zwischen den beteiligten Interessengruppen
- Die Rolle von Angst und medialer Inszenierung bei Klimathemen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Wirtschaft
Wenn man die Wirtschaft als Akteur betrachten möchte, so ist klar, dass sie sich aus unzähligen einzelnen Unternehmen zusammensetzt. So muss jede Aussage differenziert betrachtet werden, da die Wirtschaft an sich schon ein System vielfältiger, völlig unterschiedlich agierender Akteure ist.
Ganz klar ist, dass die Wirtschaft, die die Grundlage jeder Gesellschaft darstellt, hauptverantwortlich für fast alle etwaigen Faktoren ist, die den Klimawandel beeinflussen – hat der anthropogen bedingte oder zumindest beeinflusste Klimawandel doch mit der Industriellen Revolution im 18. und 19. Jahrhundert erst so richtig angefangen (Wicke et al 2006). Doch es ist selbstredend zu pauschal, alle Schuld der Wirtschaft zuzuschreiben, denn letztendlich lebt diese nur von den Konsumenten und ist auf politische Rahmenbedingungen angewiesen. Vielmehr ist das Handeln einzelner Unternehmen entscheidend, welche und wie viele klimawirksame Emissionen frei werden, die Nachfrage bestimmt aber das Angebot und so bestimmen auch die Konsumenten indirekt mit, wie klimafreundlich Firmen produzieren (Ostertag et al 2000).
Ziel von allen Unternehmen, die am freien Markt operieren, ist es, Gewinnmaximierung anzustreben und Profite zu erzielen. Dennoch variieren die einzelnen Firmenstrategien sehr stark, je nachdem welche Zielgruppe erreicht und welches Image angestrebt werden soll. Dies zeigt sich letztendlich auch, wenn es um Aspekte des Klimawandels und Klimaschutzes geht. Hier spielt besonders auch die Firmenpolitik eine große Rolle. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Folgen des Klimawandels die Kosten für konventionelle Energienutzung erhöhen und sie die für regenerative in absehbarer Zukunft durch Subventionen und neue Technologien günstiger machen werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Klimaerwärmung und die wissenschaftliche Kontroverse um den menschlichen Einfluss.
2. Hintergründe des Klimawandels: Überblick über natürliche und anthropogene Ursachen, physikalische Effekte sowie die bestehenden Unsicherheiten in der Klimaforschung.
3. Akteure und Profiteure beim Klimawandel: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen gesellschaftlichen Akteure und deren spezifische Interessen sowie die Analyse, wer finanziell oder politisch vom Klimawandel profitiert.
4. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der komplexen Interessengeflechte und der Feststellung, dass Klimaschutz heute oft eine Frage der persönlichen Überzeugung ist.
5. Schluss: Abschließende Reflexion darüber, dass objektive Beweise in der Klimadebatte aufgrund politischer und wirtschaftlicher Eigeninteressen schwer zu finden sind.
Schlüsselwörter
Klimawandel, CO2-Lüge, anthropogene Ursachen, Treibhauseffekt, IPCC, Interessengruppen, Wirtschaft, Politik, Medien, Klimaschutz, regenerative Energien, Global Dimming, Profit, Lobbyismus, öffentliche Wahrnehmung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert, welche Akteure den Klimawandel vorantreiben oder zu beeinflussen versuchen und beleuchtet die hinter den Kulissen agierenden Profiteure aus Wirtschaft und Politik.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit deckt die wissenschaftlichen Hintergründe, die Rolle der Akteure (Wirtschaft, Politik, Medien, Bevölkerung, IPCC), die Verflechtungen dieser Akteure sowie die ökonomischen Aspekte und Profite des Klimawandels ab.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Interessen der Beteiligten transparent zu machen und zu verdeutlichen, dass Klimaschutz häufig nicht frei von Eigeninteressen oder strategischen Zielen verfolgt wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine deskriptive Analyse und Literaturdiskussion durch, bei der bestehende Forschungsberichte des IPCC sowie kritische Gegenpositionen (z.B. von Kenneth Hsü oder Uwe Thüne) gegenübergestellt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die physikalischen Grundlagen und Effekte (Treibhauseffekt, Global Dimming) erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Akteursgruppen und deren jeweiliger Motivationslage.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den zentralen Begriffen zählen Klimawandel, Anthropogener Einfluss, Akteursanalyse, Profiteure, Klimapolitik und Mediale Inszenierung.
Inwiefern beeinflussen Medien die Klimadiskussion?
Laut der Arbeit nutzen Medien den Klimawandel als Aufhänger für Katastrophenszenarien, um Auflagen und Einschaltquoten zu steigern, was oft zulasten einer objektiven Berichterstattung geht.
Welche Rolle spielt der IPCC in der Arbeit?
Der IPCC wird als zentrale Referenz für Klimadaten dargestellt, jedoch kritisiert der Autor dessen starke Verflechtung mit der Politik und die Abhängigkeit von Forschungsgeldern.
Welche Bedeutung haben "Klimafonds" für die Bevölkerung?
Der Autor führt an, dass Klimafonds eine Möglichkeit für Privatanleger bieten, direkt an der ökonomischen Entwicklung rund um klimafreundliche Technologien zu partizipieren.
Warum wird im Fazit von einer "Glaubensfrage" gesprochen?
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die wissenschaftlichen Unsicherheiten so groß sind, dass die Entscheidung für oder gegen bestimmte Klimaschutzmaßnahmen zunehmend auf ideologischer Überzeugung statt auf harten Beweisen beruht.
- Quote paper
- Sebastian Gräf (Author), 2008, Akteure, Profiteure und Hintergründe des Klimawandels, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121784