Das Ziel des Assignments ist, die Strategie des Unternehmens U2 im Bereich Personal und Services darzulegen. Der Fokus wird dabei auf den Teilbereich der Personalbedarfsplanung im Bereich des Fertigungspersonals gelegt. Darüber hinaus sollen mögliche Auswirkungen der Personalbedarfsplanung auf die Erfolgskennzahlen „EBIT“, „Aktienkurs“ und „operativer Cash-Flow“ erläutert werden, da diese Kennzahlen in der globalisierten Unternehmensführung eine immer bedeutendere Rolle annehmen.
In der modernen Arbeitswelt grenzen sich Unternehmen oftmals durch das Personal vom Wettbewerb ab. Hierzu wird versucht, einen Wettbewerbsvorsprung gegenüber der Konkurrenz zu erreichen, indem das Fachpersonal eine besondere Produktqualität, Servicequalität oder Beratungsleistung etc. sicherstellt. Dazu ist es notwendig, dass sowohl die benötigte Personalqualität als auch die Personalquantität gewährleistet ist. Dem gegenüber steht allerdings ein eingeengter personalwirtschaftlicher Handlungsrahmen, welcher Unternehmen vor große Herausforderungen stellt.
Der „War for Talents“, welcher i. V. m. dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel auftritt, die fortschreitende Digitalisierung, die die Arbeitswelt zunehmend transparenter gestaltet und viele weitere Themen müssen im Rahmen des Personalmanagements bewältigt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Relevanz des Themas und Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Vorstellung des Planspiels und des Unternehmens U2
2.2 Definition, Methoden und Ziele
2.2.1 Personalwirtschaft und deren Bereiche
2.2.2 Personalbedarfsplanung
2.2.3 Erfolgskriterien: Aktienkurs, EBIT und Operativer Cash-Flow
3 Darstellung der Strategie von Unternehmen U2
3.1 Ziele und Strategie der Personalbedarfsplanung von Unternehmen U2
3.2 Darstellung der Entscheidungsfindung und der Zielerreichung
4 Fazit und kritische Reflexion
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Strategie des Unternehmens U2 innerhalb eines Planspiels im Bereich Personal und Services zu analysieren, wobei der Fokus auf der Personalbedarfsplanung des Fertigungspersonals liegt und deren Auswirkungen auf zentrale Erfolgskennzahlen untersucht werden.
- Personalbedarfsplanung in der Unternehmenspraxis
- Anwendung der Kennzahlenmethode zur Personalbedarfsermittlung
- Analyse von Erfolgskennzahlen (EBIT, Aktienkurs, operativer Cash-Flow)
- Auswirkungen der Planungsqualität auf den Unternehmenserfolg
- Methodische Ansätze in der Personalwirtschaft
Auszug aus dem Buch
2.2.2 Personalbedarfsplanung
Die Personalbedarfsplanung hat zum Ziel, den zukünftigen quantitativen und qualitativen Bedarf an Führungskräften und Mitarbeitern zu bestimmen. Unter diesem Bedarf versteht man die sogenannte Personalkapazität (auch Sollkapazität genannt), welche Aufschluss über die benötigte Anzahl an Mitarbeitern und über die Qualifikationen dieser gibt. Weiter gefasst werden die Zeitpunkte oder Zeiträume, zu denen das Personal benötigt wird und die Orte, wo die Mitarbeiter einzusetzen sind, ebenfalls der Personalbedarfsplanung zugeordnet. Die Personalbedarfsplanung stellt somit den Ausgangspunkt für die weiteren Aufgaben der Makroebene dar und ist daher von besonders gewichtiger Bedeutung.
Um den quantitativen Bedarf festzustellen, wird der Nettopersonalbedarf ermittelt, welcher Aufschluss darüber gibt, ob Personal akquiriert oder freigesetzt werden soll. Hierzu wird nachstehend die Berechnungsformel beschrieben und in Tabelle 1 festgehalten. Als Ausgangspunkt wird der Bruttopersonalbedarf bestimmt, welcher den kalkulierten Arbeitskräftebedarf für die kommende und somit zu planende Periode meint. Vom Bruttopersonalbedarf (1) wird der Personalbestand (2) der aktuellen Periode subtrahiert. Addiert werden Abgänge (3), die unterschiedlichen Ursprungs sein können. Hier sind sichere Abgänge zu berücksichtigen, welche sich beispielsweise aus geplanten Pensionierungen ergeben. Daneben sind statistisch erfassbare Abgänge ebenfalls zu berücksichtigen, welche sich vor allem aus Fluktuation auftun. Abgänge als Auswirkungen getroffener Dispositionen (Beförderung, Versetzung etc.) sind ebenfalls zu addieren. Feststehende Zugänge (4) werden vom Bruttopersonalbedarf subtrahiert. Diese können sich aus vertraglichen Verpflichtungen oder Beförderungen etc. ergeben. Im Endergebnis lässt sich der Nettopersonalbedarf für den Betrachtungsbereich (z. B. Fertigungspersonal) ableiten. Dieser stellt bei einem positiven Ergebnis eine Unterdeckung dar, was zur Folge hat, dass das Unternehmen mit der Personalbeschaffungsaufgabe konfrontiert wird. Umgekehrt wäre es bei einem negativen Nettopersonalbedarf. Hier wäre die abzuleitende Aufgabe, Personalfreisetzungsmaßnahmen anzustellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Relevanz der Personalbedarfsplanung in modernen Unternehmen und definiert das Ziel, die Strategie von Unternehmen U2 innerhalb des Planspiels zu analysieren.
2 Grundlagen: Hier werden das Planspiel-Umfeld beschrieben sowie theoretische Definitionen zur Personalwirtschaft, der Personalbedarfsplanung und den relevanten Erfolgskennzahlen (EBIT, Aktienkurs, operativer Cash-Flow) erarbeitet.
3 Darstellung der Strategie von Unternehmen U2: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Methoden mit der Praxis des Planspiels, analysiert die Entscheidungsfindung bei der Personalbedarfsplanung und bewertet die Auswirkungen auf die Unternehmenskennzahlen.
4 Fazit und kritische Reflexion: Der Autor fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Herausforderungen bei der Wahl der inhaltlichen Tiefe und betont die Bedeutung einer exakten Planung für den Unternehmenserfolg.
Schlüsselwörter
Personalbedarfsplanung, Unternehmensplanspiel, Personalwirtschaft, EBIT, Aktienkurs, operativer Cash-Flow, Personalmanagement, Personalkapazität, Bruttopersonalbedarf, Nettopersonalbedarf, Kennzahlenmethode, Fertigungspersonal, Unternehmensstrategie, Planungsqualität, TOPSIM.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Personalbedarfsplanung innerhalb eines computergestützten Unternehmensplanspiels (TOPSIM) am Beispiel eines mittelständischen Unternehmens.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit konzentriert sich auf die quantitative Personalbedarfsplanung im Fertigungsbereich, die Anwendung mathematischer Berechnungsmethoden und die Auswirkung dieser Planung auf finanzielle Unternehmenskennzahlen.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, die Strategie von Unternehmen U2 darzulegen und aufzuzeigen, wie eine exakte Personalplanung die Performance-Kennzahlen EBIT, Aktienkurs und operativen Cash-Flow beeinflusst.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bedarfsermittlung verwendet?
Die Arbeit nutzt die Kennzahlenmethode, um den Personalbedarf präzise auf Basis von Fertigungsmengen und Produktivitätsfaktoren zu berechnen und von einfachen Schätzverfahren abzugrenzen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Personalmanagements definiert, um anschließend im praktischen Teil die Strategie von Unternehmen U2 unter Anwendung der Kennzahlenmethode detailliert zu analysieren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Wichtige Begriffe sind Personalbedarfsplanung, Kennzahlenmethode, Unternehmensplanspiel, EBIT, Aktienkurs und operativer Cash-Flow.
Warum wird ab Periode fünf die Methode zur Personalplanung umgestellt?
Die Umstellung vom Schätzverfahren auf die Kennzahlenmethode erfolgt, um die Planungsqualität zu erhöhen, da die Auslastung des Fertigungspersonals zuvor unter den Zielwert von 90 % gefallen war.
Welchen Einfluss hat die Planungsqualität auf den Erfolg des Unternehmens U2?
Eine exakte Planung vermeidet unnötige Mitarbeiterüberhänge, was wiederum die Kosten senkt, das EBIT verbessert und sich somit positiv auf den Aktienkurs und den Cash-Flow auswirkt.
- Arbeit zitieren
- Michael Laaber (Autor:in), 2022, Umsetzung der Strategie von Unternehmen U2 im Bereich Personal & Services, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1217937