Im Rahmen einer Prüfungsleistung habe ich mich für das Seminar „Personenzentrierte Gesprächsführung“ mit dem Thema „Identität, Selbstwert, Selbstkonzept – Die Veränderung von Selbstkonzepten in Handlungsvollzügen“ beschäftigt.
Im ersten Teil meiner vorliegenden Hausarbeit habe ich die Begriffe Identität und Selbstwert erläutert und definiert. Dabei bin ich auf die Bedeutung der Begrifflichkeiten und ihre Entwicklung eingegangen.
Den Begriff des Selbstkonzeptes habe ich anhand der Personenzentrierten Theorie von Carl Rogers ausführlich erläutert. Schwerpunktmäßig bin ich zum einen auf die Personenzentrierte Theorie von Carl Rogers eingegangen, da mir diese wichtig für das Verständnis der Selbstkonzept- Veränderung waren und die Grundlage meiner Hausarbeit bildet. Sie ist meiner Meinung nach von großer Bedeutung, um den Zusammenhang von Selbstkonzept- Veränderungen und der Gesprächspsychotherapie deutlich zu machen.
Im dritten Teil dieser Arbeit habe ich mich eingehend mit der Gesprächspsychotherapie und deren Wirkung und Möglichkeiten die Selbstkonzept- Veränderungen zu beeinflussen, beschäftigt.
Hier habe ich einen weiteren Schwerpunkt auf die Bedingungen gelegt, die herrschen müssen, um Persönlichkeitsveränderungen bewirken zu können. Wichtig hierbei waren mir besonders die Begriffe Kongruenz, Empathie und unbedingte Wertschätzung, sowie die Selbstexploration und die Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte, die ich ausführlich erläutert habe.
In meinen Ausführungen habe ich mich weitgehend auf das Buch von Biermann- Ratjen gestützt, welches meiner Meinung nach eine gute Einführung in das Thema der Gesprächspsychotherapie bietet.
Für die Erläuterung des Selbstkonzeptes nach Rogers und der personenzentrierten Theorie habe ich größtenteils mit dem „Psychologie“ Buch von Hermann Hobmair gearbeitet.
Für die Begriffe Identität und Selbstwert habe ich auf Internetquellen zurückgreifen müssen, da es schwierig war passende Literatur zu finden.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2. Begriffsbestimmung
2.1 Identität
Begriffsbestimmung
Die Entwicklung der Identität
Bildung der Ich- Identität
2.2 Selbstwert
Begriffsbestimmung
Positives und negatives Selbstwertgefühl
Entstehung des Selbstbildes
3. Die klientenzentrierte Theorie von Carl R. Rogers
Kurzbiographie Carl R. Rogers
Die Selbstaktualisierung
Der Organismische Bewertungsprozess
Das Selbstkonzept
Real- Selbst und Ideal- Selbst
Entstehung des Selbstkonzeptes
Aktuelle Erfahrungen und Selbstkonzept- Kongruenz und Inkongruenz
Die Bedeutung des Selbstkonzeptes
Die Messung des Selbstkonzeptes
4. Persönlichkeitsveränderungen durch Gesprächspsychotherapie
Das personenzentrierte Beratungskonzept
Bedingungen für Persönlichkeitsveränderungen
Empathie, Wertschätzung und Kongruenz
Der Psychotherapeutische Prozess
Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte (VEE)
Die Selbstexploration
Art und Weise der Persönlichkeitsveränderungen
Probleme der Gesprächspsychotherapie
5. Persönliches Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen von Identität, Selbstwert und Selbstkonzept sowie deren Veränderungsprozesse im Rahmen der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie nach Carl R. Rogers. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie durch spezifische therapeutische Bedingungen eine konstruktive Persönlichkeitsveränderung initiiert werden kann.
- Theoretische Fundierung von Identität und Selbstwertgefühl
- Die klientenzentrierte Persönlichkeitstheorie von Carl R. Rogers
- Die Bedingungen für eine gelingende Persönlichkeitsveränderung
- Methoden der Gesprächspsychotherapie wie VEE und Selbstexploration
Auszug aus dem Buch
Die Selbstaktualisierung
Rogers geht von drei Grundannahmen über die Natur des Menschen aus: o Jeder Mensch hat die angeborene Tendenz zu Selbstaktualisierung o Der Mensch unterwirft sich einem ständigen organischen Bewertungsprozess o Das Verhalten des Menschen wir durch die subjektive Erlebniswelt bestimmt
„Selbstaktualisierung ist das angeborene und beständige Streben des Menschen, seine Entwicklungsmöglichkeiten zu entfalten und zu verwirklichen.“ Fehler! Textmarke nicht definiert.
Rogers vertritt die Theorie, dass der Mensch nicht von beliebigen Trieben gesteuert wird, sondern von einer einzigen zentralen Energie. Er geht davon aus, dass der Mensch einzig und allein von der ihm angeborenen Tendenz zur Selbstaktualisierung, Selbsterhaltung und Selbstverwirklichung gesteuert wird. Jeder Mensch strebt danach, seine Möglichkeiten und Fähigkeiten zu entwickeln und zu entfalten.12
„Der Organismus hat eine grundlegende Tendenz, den Erfahrungen machenden Organismus zu aktualisieren, zu erhalten und zu erhöhen.“13
Beispiel: Obwohl es für das Kleinkind leichter ist zu krabbeln, lernt es trotzdem unter Mühe und Anstrengung das laufen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorwort: Einleitende Erläuterung der Motivation und Vorgehensweise bei der Erstellung der Hausarbeit im Rahmen des Seminars „Personenzentrierte Gesprächsführung“.
2. Begriffsbestimmung: Definition der grundlegenden Konzepte Identität und Selbstwert sowie deren Entwicklung im sozialen Kontext.
3. Die klientenzentrierte Theorie von Carl R. Rogers: Detaillierte Darstellung der humanistischen Theorie, insbesondere des Selbstkonzepts, der Selbstaktualisierung und der Bedeutung von Kongruenz.
4. Persönlichkeitsveränderungen durch Gesprächspsychotherapie: Erläuterung des personenzentrierten Beratungskonzepts und der spezifischen Bedingungen und Methoden für therapeutische Veränderungen.
5. Persönliches Fazit: Reflektion über den Erkenntnisgewinn und die persönliche Auseinandersetzung mit der Thematik während der Erstellung der Arbeit.
Schlüsselwörter
Identität, Selbstwert, Selbstkonzept, Carl Rogers, klientenzentrierte Theorie, Gesprächspsychotherapie, Persönlichkeitsveränderung, Selbstaktualisierung, Kongruenz, Empathie, Wertschätzung, Selbstexploration, Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte, Selbsterfahrung, humanistische Psychologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychologischen Konzepten von Identität, Selbstwert und Selbstkonzept und deren Dynamik in Veränderungsprozessen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Persönlichkeitstheorie von Carl Rogers und das Verfahren der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie durch eine wertschätzende therapeutische Beziehung eine Veränderung des Selbstkonzepts und damit eine Persönlichkeitsentwicklung ermöglicht wird.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Literaturanalyse der klientenzentrierten Theorie nach Carl Rogers basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Selbstkonzepts und die konkrete Beschreibung des therapeutischen Prozesses und dessen Wirkfaktoren.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Selbstaktualisierung, Kongruenz, Empathie, unbedingte Wertschätzung und Selbstexploration charakterisiert.
Was unterscheidet das Real-Selbst vom Ideal-Selbst?
Das Real-Selbst beschreibt die aktuelle Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, während das Ideal-Selbst das Wunschbild darstellt, wie die Person gerne sein möchte.
Welche Rolle spielt die „Verbalisierung emotionaler Erlebnisinhalte“?
Sie dient als Methode des Therapeuten, die Gefühle des Klienten widerzuspiegeln, um dessen Selbstexploration zu fördern und ihn in der Annahme seiner Gefühle zu unterstützen.
Warum ist Kongruenz beim Therapeuten so wichtig?
Kongruenz ist die Grundvoraussetzung für ein authentisches Klima, das es dem Klienten erst ermöglicht, sich sicher zu fühlen und den eigenen Entwicklungsprozess anzustoßen.
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- Carina Nienstedt (Author), 2007, Identität, Selbstwert, Selbstkonzept - Die Veränderung von Selbstkonzepten in Handlungsvollzügen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121856