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Photographie als externes Gedächtnis - Das Bild in Christopher Nolans Film "Memento"

Título: Photographie als externes Gedächtnis - Das Bild in Christopher Nolans Film "Memento"

Tesis (Bachelor) , 2008 , 47 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Danny Gronmaier (Autor)

Medios / Comunicación - Películas y television
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„Es gibt keine besseren Andenken als Photographien, keine erfolgreicheren Souvenirs als die selbstgemachten Aufnahmen individueller Erinnerungen an die individuellen Momente je individuellen Lebens.“ Photographie dient wie kein zweites technisches Medium als Konservierungsmaschine von Erlebtem. Als zentral erweist sich dabei immer wieder die Frage nach den Möglichkeiten der Photographie: Was kann ein photographisches Bild überhaupt leisten? Inwieweit kann Photographie Realität abbilden, konstruieren und tatsächlich als Mittel zur Erkenntnis von Welt und so, in einem weiteren Schritt, als ein das biologische Gedächtnis und dessen Erinnerungsvermögen ersetzendes Mittel funktionieren? Was unterscheidet das photographische Bild vom menschlichen Gedächtnisbild? Im Laufe der Theoriegeschichte der Photographie entstanden zahlreiche Veröffentlichungen zu diesem Themenkomplex. Die vorliegende Arbeit möchte in einem ersten Teil vier solcher theoretischer Auseinandersetzungen mit dem Wesen und Vermögen der Photographie vorstellen (G. Santayana, S.Kracauer, R.Barthes, S.Sontag). Alle beschäftigen sich in einem weiteren Sinne mit der Ontologie des photographischen Bildes, dessen Möglichkeiten und im Speziellen mit dem Erinnerungs- und Gedächtnisdiskurs, der damit einhergeht. Mit diesem ausführlichen theoriegeschichtlichen Hintergrundwissen soll sich dann im zweiten Teil dieser Arbeit mit Christopher Nolans Film „Memento“ beschäftigt und die gewonnenen Erkenntnisse angewendet werden. Die Motivik des (nicht)erinnernden Gedächtnisses, gepaart mit der Thematisierung von Photographie als dessen Ersatzprothese, ist zentraler Gegenstand des Films. . Dazu trägt nicht nur die filmische Diegese, sondern auch deren besondere Präsentationsform bei: Der Film „Memento“ arbeitet mit einer äußerst komplexen Erzählweise, in deren Verlauf jegliche Chronologie dekonstruiert wird. Es bedarf daher vorab einer ausführlichen Analyse der narrativen Struktur des Films, um ihn dann im Hinblick auf die Reflexion des Verhältnisses von Photographie und Gedächtnis zu untersuchen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Photographie und Gedächtnis - Ein theoriegeschichtlicher Überblick

2.1 Photographie als das menschliche Vermögen bereichernder visueller Speicher (G. Santayana, 1905)

2.2 Photographie versus Gedächtnisbild (S. Kracauer, 1927)

2.3 Die Unwahrheit über die Wahrheit der Bilder (S. Sontag, 1977)

2.4 Das Ich erinnert sich (Barthes, 1980)

3. Memento

3.1 Eine narrative Analyse

3.1.1 Ein Versuch zur Story

3.1.2 Die besondere narrative Struktur des Films – Der Plot

3.2 Exkurs Intermedialität: Das Bild im Filmbild

3.3 Polaroid: Die besondere Ontologie des Sofortbildes

3.4 Leonards „condition“

3.5 Bilder als Gedächtnisprothese

3.6 Eine nicht hilfreiche Hilfe

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Funktion der Photographie als prothetisches Gedächtnis anhand von Christopher Nolans Film "Memento". Die Forschungsfrage befasst sich damit, inwieweit das photographische Bild das defizitäre Kurzzeitgedächtnis des Protagonisten ersetzen kann und welche erkenntnistheoretischen sowie narrativen Konsequenzen daraus resultieren.

  • Theoriegeschichte der Photographie (Santayana, Kracauer, Sontag, Barthes)
  • Narrative Analyse der komplexen Filmstruktur von "Memento"
  • Ontologie des Polaroid-Sofortbildes und dessen Anwendbarkeit als Gedächtnisstütze
  • Intermediale Verschränkung von Film- und Photomedium
  • Psychologische Auswirkungen eines künstlichen Gedächtnissystems auf die Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

Die Überlegenheit des photographischen Bildes

Die Photographie füllt nun diese Lücke und eröffnet eine neue Dimension an Möglichkeiten. „Das Auge hat nur eine Retina und das Gehirn einen begrenzten Speicherraum, aber die Kamera kann jede gewünschte Zahl von Bildern empfangen und die neuen überlagern weder, noch verdrängen sie die alten Eindrücke.“ Durch ihre perfekte, objektive Wiedergabe der Natur und ihrer Funktion als die Zeit überdauerndes, unbeeinflussbares und unendlich großes Archivierungssystem ist die Photographie Santayana zufolge dem mängelbehafteten Gehirnorgan und seiner Gedächtnisfunktion überlegen. Die Photographie ist folglich eine verbesserte, modifizierte Nachahmung des menschlichen Gedächtnisses.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Photographie als "Konservierungsmaschine" von Erlebtem ein und skizziert die methodische Vorgehensweise sowie das Forschungsinteresse an Nolans Film.

2. Photographie und Gedächtnis - Ein theoriegeschichtlicher Überblick: Dieser Teil beleuchtet kritisch vier zentrale theoretische Positionen (Santayana, Kracauer, Sontag, Barthes) zum Wesen des photographischen Bildes.

3. Memento: Das Hauptkapitel analysiert die narrative Struktur des Films "Memento" und die Anwendung von Polaroids als Gedächtnisprothese durch den Protagonisten.

4. Schlussbetrachtung: Das Fazit stellt fest, dass das künstliche prothetische System des Protagonisten trotz seiner medienoptimistischen Prämisse scheitert und auf die Unersetzbarkeit des biologischen Gedächtnisses verweist.

Schlüsselwörter

Photographie, Gedächtnis, Erinnerung, Memento, Christopher Nolan, Polaroid, Intermedialität, Anterograde Amnesie, Identität, Bildtheorie, Filmtheorie, Roland Barthes, Siegfried Kracauer, Ontologie, Medientheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Photographie und menschlichem Gedächtnis und analysiert, wie diese Beziehung in Christopher Nolans Film "Memento" dargestellt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Theoriegeschichte der Photographie, die mediale Konstruktion von Erinnerung sowie die narrative Dekonstruktion der Zeit in einem Spielfilm.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Ziel ist es zu zeigen, dass photographische Bilder das menschliche Gedächtnis nicht vollständig ersetzen können, da ihnen der inhaltliche Sinnzusammenhang fehlt, der für echte Erinnerung essenziell ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit nutzt einen rezeptionsästhetischen und medienwissenschaftlichen Ansatz, kombiniert mit einer narrativen Filmanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Photographietheorie und eine darauf aufbauende Fallstudie des Films "Memento", inklusive der Analyse der dort verwendeten Polaroid-Mnemotechnik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Photographie, Gedächtnis, Memento, Intermedialität, Amnesie und Identitätsbildung sind die entscheidenden Fachbegriffe.

Wie unterscheidet sich die Polaroid-Photographie in "Memento" von anderen Medien?

Sie zeichnet sich durch die Sofortentwicklung und Beschreibbarkeit aus, die sie für den Protagonisten scheinbar zu einem idealen Notizsystem machen.

Warum scheitert der Protagonist Leonard mit seinem System?

Leonard scheitert, weil die Photographien zwar Fakten festhalten, aber keine sinnhafte Verbindung zur vergangenen Lebenswelt herstellen können, was ihn manipulierbar macht.

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Detalles

Título
Photographie als externes Gedächtnis - Das Bild in Christopher Nolans Film "Memento"
Universidad
University of Constance
Calificación
1,0
Autor
Danny Gronmaier (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
47
No. de catálogo
V121868
ISBN (Ebook)
9783640267798
ISBN (Libro)
9783640267903
Idioma
Alemán
Etiqueta
Photographie Gedächtnis Bild Film Memento Roland Barthes Susan Sontag George Santayana Siegfried Kracauer Gedächtnisbild Christopher Nolan Intermedialität Polaroid
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Danny Gronmaier (Autor), 2008, Photographie als externes Gedächtnis - Das Bild in Christopher Nolans Film "Memento", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121868
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