Ausführlicher Stundenentwurf Spanisch

2. Praktikum SP3


Praktikumsbericht (Schule), 2008
31 Seiten, Note: 3,0

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Gliederung

1. Bedingungsanalyse der Klasse 11

2. Sachanalyse 2. und 3. Stunde

3. Didaktische Analyse 2. und 3. Stunde
3.1. Bezugswissen der Schüler
3.2. Methodenkompetenz
3.3. Sozialkompetenz

4. Ablaufplan 2. und 3. Stunde

5. Bedingungsanalyse der Klasse 10

6. Sachanalyse 5. und 6. Stunde

7. Didaktische Analyse 5. und 6. Stunde
7.1. Bezugswissen der Schüler
7.2. Methodenkompetenz
7.3. Sozialkompetenz

8. Ablaufplan 5. und 6. Stunde

9. Theoretischer Teil mit dem Thema „Unterrichtseinstiege“
9.1. Einleitung
9.2. Funktionen des Unterrichtseinstieges
9.3. Beispiele für Unterrichtseinstiege
9.3.1 Stundeneröffnungsrituale
9.3.2 Übungen zum stofflichen Aufwärmen
9.3.3 Informierender Unterrichtseinstieg
9.3.4 Denkanstöße
9.3.5 Schnupperstunden
9.3.6 Simulationsspiele
9.3.7 Szenische Spiele
9.3.8 Lernspiele
9.3.9 Offene Spielformen und die Erkundung in der Schule und vor Ort
9.3.10 Themenzentrierte Selbstdarstellung
9.3.11 Sortieren und strukturieren Assoziative Gesprächsformen
9.3.12 Assoziative Gesprächsformen und Kooperative Gesprächsformen
9.3.13 Entspannt einsteigen – die Phantasiereise
9.3.14 Kritik der Schülerinnen und Schüler
9.4. Fazit

10. Literaturverzeichnis

1. Bedingungsanalyse der 11. Klasse

Der Spanischkurs der 11. Klasse, die ich unterrichten durfte, bestand aus 7 Schülern, die als allererste Spanisch an der Schule gewählt haben, obwohl sie eigentlich Französisch und Spanisch machen wollten. Jedoch kam auf Grund der fehlenden Schülerzahl kein Kurs für Französisch zustande. Spanisch ist ihre 3. Fremdsprache und sie waren im 3. Lernjahr. Das Fach und vor allem die Sprache Spanisch machte ihnen großen Spaß. Der sprachliche Aspekt war bereits auf einem fortgeschritteneren Niveau, bis auf einen Schüler der große sprachliche Mängel aufwies, aber stark motiviert war, da seine Eltern eine Ferienwohnung in Alicante haben und er deswegen gewillt war und ist, die Sprache zu lernen. Alle in der 11. Klasse, bis auf eine Schülerin, die lieber einen Urlaub in Nordeuropa vorzieht, waren schon einmal in Spanien, aber meistens in den Touristengebieten wie Mallorca oder Ibiza und konnten deshalb wenig von der spanischen Kultur mitnehmen. Untereinander verstehen sich die Schüler sehr gut und es herrschte ein sehr gutes Klassenklima, indem es sich sehr gut arbeiten lies, beispielsweise brachte zu jeder Spanischstunde ein Schüler eine Tafel Schokolade mit, die sie sich teilten.

Die Klasse setzte sich zusammen aus 4 Jungen und 3 Mädchen, wie in der folgenden Grafik zu sehen ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

H. war ein Jahr jünger als seine Klassenkameraden, da er eine Klasse übersprungen hatte, war aber auf dem selben Leistungsniveau und wurde auch genauso in die Klasse integriert wie ein gleichaltriger Schüler, was ich sehr erstaunlich fand, da gerade in diesem Alter die Unterschiede meist noch sehr groß sind zwischen einem Lebensjahr, aber H. merkte man dies nicht an.

Durch die wenigen Schüler ergab sich auch räumlich kein Problem, da folglich genügend Sitzplätze und auch Raum vorhanden war. Die Arbeitsmaterialien wie Lehrbuch, Grammatik- und Arbeitsheft waren bei jedem Schüler da und folglich konnte ich mit allen Materialien in meinen Stunden arbeiten. Als einziges fehlten in dem Klassenraum, in dem wir Unterricht hatten, Wörterbücher für die Schüler, die wir das eine oder andere Mal gebraucht hätten. Die Schüler waren die verschiedenen Lern- und Arbeitsmethoden gewöhnt, wie Gruppenarbeit zu zwei oder mehreren Personen, Stillarbeit oder die fremdsprachenspezifischen Arbeitsmethoden, wie Übersetzen, Arbeit am Fremdsprachentext usw. Alles in allem war es eine sehr kompetente, hochmotivierte Klasse mit einem guten Arbeitsklima und einem guten Verhältnis sowohl zu sich selbst als auch zu Frau L. und mir. Eine Klasse, in der das Unterrichten großen Spaß gemacht hat.

2. Sachanalyse der 2. und 3. Stunde

Im Lernfeld 1 der Rahmenrichtlinien 2003[1], eigentlich erst gedacht für die Klassen 12 und 13, sollen die Schüler kommunikative Kompetenzen erlernen. Es sollen aus den Wahlpflichtbereichen drei Kurshalbjahre gestaltet werden und mindestens ein Thema zum Bereich Spanien und eines zum Bereich Hispanoamerika ausgewählt werden. Im zweiten Kurshalbjahr der 11. Klasse wählten sie das Thema. „La Guerra Civil – la época desde 1936 hasta 1939 y sus efectos políticos y culturales en la misma España y en el mundo enteroʺ. Wir suchten eine Kurzgeschichte heraus, die sich auf den Vorabend des Ausbruches des Guerra Civils bezog und behandelten sie in meiner Unterrichtszeit. Die Geschichte lautet: „La lengua de las mariposas“ von Manuel Rivas aus dem Jahre1995. Der Guerra Civil ist ein wichtiges Thema, dass es unbedingt zu behandeln gilt. Er beeinflusste Spanien sehr stark und hatte Auswirkungen, die sich über Jahrzehnte ausdehnten. Und um die Entstehung der Diktatur Francos zu verstehen, ist diese Kurzgeschichte sehr treffend geschrieben und dargestellt. Es handelt sich um eine Familie, in der Vater, Mutter und zwei Söhne leben. Der Vater ist ein Demokrat und die Mutter eher Republikanerin, da sie stark religiös ist. Moncho, der jüngste Sohn, kommt in die Schule und sein Lehrer, der ein Freund der Familie wird, ist auch Demokrat. Die Spannungen, die Probleme und die Wandlungen zu dieser Zeit werden sehr deutlich in diesem Werk gezeigt und gerade deshalb bietet es eine gute Grundlage, um den Schülern diese Phase näher zu bringen.

3. Didaktische Analyse der 2. und 3. Stunde

3.1. Bezugswissen der Schüler

Bereits in vielen Unterrichtsstunden mussten die Schüler sich mit der Charakterisierung einer Person auseinander setzen, nicht nur im Fremdsprachenunterricht, sondern vor allem im Muttersprachenunterricht, in dem häufig Personen eines Stückes oder Werkes analysiert werden. Auch im Alltagsleben kamen die Schüler sicher sehr oft mit der Thematik in Berührung. Man beschreibt sich und die eigenen Charakterstärken und –schwächen, die der Familie oder von Freunden. Aufgrund dieser Vorbelastung kann man einiges an Vorwissen der Schüler erwarten, jedoch muss man einräumen, dass die Schwierigkeit des Vokabulars in der Fremdsprache besteht und dieses anhand des Lehrers vermittelt werden muss.

3.2. Methodenkompetenz

Die Schüler sollen zum Nachdenken anhand dieses Stundenentwurfes angeregt werden. Sie können eigenes Wissen in die Stunde integrieren und äußern. Sie sollen sowohl zu Gespräch als auch zur Stillarbeit animiert werden. Innerhalb dieser Stillarbeit wird einerseits vermitteltes Wissen verlangt als auch ihre Kreativität gefördert. Das Arbeitsblatt soll als Lernvorlage und Anregung dienen, damit die Schüler auch etwas Greifbares aus der Stunde mitnehmen können.

3.3. Sozialkompetenz

Es soll mit Hilfe dieser beiden Stunden die Gemeinschaft gestärkt werden, indem jeder sein Wissen vermitteln und dadurch auch Anerkennung in der Gruppe finden kann, aber vor allem soll die Individualität gefördert werden, dadurch dass sie ihre eigene Charakterisierung schreiben und vortragen. Denn jeder Schüler ist anders und gerade anhand solcher Aufgaben kann dies deutlich werden.

4. Ablaufplan der 2. und 3. Stunde

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Stundenziel:

Den Schülern das Vokabular und die Theorie für die Charakterisierung von Personen vermitteln und auch die Anwendung üben.

Stundenverlauf

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

5. Bedingungsanalyse der Klasse 10

Der Spanischkurs der 10. Klasse bestand aus 15 Schülern, die sich anstatt für Französisch als weiterführende Fremdsprache für Spanisch entschieden. Spanisch ist ihre 3. Fremdsprache und sie waren im 2. Lernjahr und hatten die Möglichkeit nach diesem Schuljahr, das Fach abzuwählen und man kann davon ausgehen, dass dies auch der größte Teil dieses Kurses nutzen wird, da sie die Sprache und das Fach sehr stark unterschätzt hatten und einige von ihnen am liebsten Spanisch nach ein paar Monaten wieder abgewählt hätten, wenn sie es denn gekonnt hätten. Dementsprechend war ein Teil des Kurses wenig stark motiviert und das Fach bereitete ihnen einige Probleme und wenig Spaß. Aber auch in dieser Klasse gab es einige Schüler, die engagiert am Unterricht teilnahmen und denen das Fach und die Sprache große Freude bereitete. Untereinander verstanden sich die Schüler sehr gut und es herrschte ein sehr gutes Klassenklima.

Die Klasse setzte sich zusammen aus 9 Jungen und 6 Mädchen, wie in der folgenden Grafik zu sehen ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Durch die wenigen Schüler ergab sich auch räumlich kein Problem, da folglich genügend Sitzplätze und auch Raum vorhanden war. Die Arbeitsmaterialien wie Lehrbuch, Grammatik- und Arbeitsheft waren bei jedem Schüler da und folglich konnte ich mit allen Materialien in meinen Stunden arbeiten. Als einziges fehlten in dem Klassenraum, in dem wir Unterricht hatten, Wörterbücher für die Schüler, die wir das eine oder andere Mal gebraucht hätten. Die Schüler waren die verschiedenen Lern- und Arbeitsmethoden gewöhnt, wie Gruppenarbeit zu zwei oder mehreren Personen, Stillarbeit oder die fremdsprachenspezifischen Arbeitsmethoden, wie Übersetzen, Arbeit am Fremdsprachentext usw.

Alles in allem gab es sicher einige Schwierigkeiten, die Klasse zu motivieren und ihr Interesse zu wecken, aber dennoch machte es großen Spaß mit der Klasse zu arbeiten und zu unterrichten.

[...]


[1] Rahmenrichtlinien Gymnasium Spanisch, Schuljahrgänge 11-13, Magdeburg 2003 Kultusministerium Sachsen-Anhalt S.22

31 von 31 Seiten

Details

Titel
Ausführlicher Stundenentwurf Spanisch
Untertitel
2. Praktikum SP3
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
3,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
31
Katalognummer
V121877
Dateigröße
513 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ausführlicher, stundenentwurf, spanisch, praktikum
Arbeit zitieren
Patricia Detto (Autor), 2008, Ausführlicher Stundenentwurf Spanisch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/121877

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