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Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie nach dem 2. Weltkrieg

Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland

Title: Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie nach dem 2. Weltkrieg

Term Paper , 2004 , 16 Pages , Grade: 2

Autor:in: Markus Jungmann (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Wir schreiben das Jahr 2004, in Deutschland herrscht Tristesse. Alle schimpfen über den
Staat, über die Einheit, über die Wirtschaft und sagen, dass früher alles besser gewesen sei.
Doch ist es berechtigt, den Kopf in den Sand zu stecken und die Augen zu verschließen davor,
was geschaffen wurde in Deutschland? Sollten die Menschen nicht einmal daran denken,
was unsere Urgroßväter und Urgroßmütter geschaffen haben und sich daran ein Beispiel
nehmen? Denn, drehen wir die Zeit einmal neunundfünfzig Jahre zurück; wie sah es da
in Deutschland aus? Im Jahr 1945 regierte ebenfalls Chaos, Angst, Trauer und vieles mehr.
Trotz der Verzweiflung und Orientierungslosigkeit herrschte Hoffnung. Aufbruchstimmung
durchzog das Land in allen vier Besatzungszonen und man begann mit dem Wiederaufbau
der zerstörten Städte und Industrie, Schritt für Schritt gelangte man aus dem Tal der Tränen
zurück ans Tageslicht. Zehn Jahre später sprach man voller Ehrfurcht vom
Wirtschaftswunderland Deutschland. Aber wie kam es zu diesem Aufschwung? Welche Rahmenbedingungen waren gegeben und
wurden geschaffen? Wie verlief der Wiederaufbau der Industrie in den verschiedenen Besatzungszonen,
besonders im Vergleich zwischen der westlichen und der sowjetischen Besatzungszone
und welche Opfer mussten dafür erbracht werden?
All diese Fragen und vieles mehr wird in der folgenden schriftlichen Ausarbeitung zum Referat
über das Thema „Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie nach dem 2.
Weltkrieg: Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland“ zu beantworten sein.
Dabei wird der Zeitraum zwischen 1945 bis ca. 1950 betrachtet, da in dieser Zeit der eigentliche
Grundstein für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gelegt wurde.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Die Ausgangssituation im besetzten Deutschland nach der Kapitulation

3. Die Potsdamer Konferenz – Erste politische und wirtschaftliche Weichenstellung

4. Der Wiederaufbau in den einzelnen Besatzungszonen

4.1. Die Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie in den westlichen Besatzungszonen

4.1.1. Die alliierte Wirtschaftspolitik der Jahre 1945 – 1946

4.1.2. Die Wende in der alliierten Deutschlandpolitik – Der neue Kurs der Amerikaner

4.1.3. Der Weg zur Währungsreform in den westlichen Besatzungszonen

4.2. Die Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie in der SBZ

4.2.1. Die Ausgangssituation in der SBZ

4.2.2. Beginnender Wiederaufbau und Demontage

4.2.3. Ein neues Wirtschaftssystem entsteht – Bodenreform und Verstaatlichung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die unterschiedlichen Rahmenbedingungen für den industriellen Wiederaufbau in den westlichen Besatzungszonen sowie in der sowjetisch besetzten Zone zwischen 1945 und 1950. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich politische Weichenstellungen und alliierte Vorgaben auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Entstehung der jeweiligen Gesellschaftssysteme in Ost- und Westdeutschland auswirkten.

  • Die Ausgangslage im zerstörten Nachkriegsdeutschland
  • Wirtschaftspolitische Weichenstellungen der Potsdamer Konferenz
  • Vergleich der Wiederaufbaustrategien: Kapitalistische Marktwirtschaft versus sozialistische Planwirtschaft
  • Die Rolle von Demontagen, Währungsreform und Reparationsleistungen

Auszug aus dem Buch

4.1.1. Die alliierte Wirtschaftspolitik der Jahre 1945 - 1946

Die alliierte Wirtschaftspolitik in den Jahren 1945 und 1946 war geprägt durch Demontage, Reparation und Gesellschaftsreform. Durch die Zerschlagung von Großbetrieben wie der „IG Farben“ sollte die deutsche Wirtschaft entflechtet werden. Ferner wurde das Zurückfahren von Kapazitäten voran getrieben, um die Wirtschaft nie wieder für Kriegszwecke zu gebrauchen.

„Um das doppelte Ziel an Entmilitarisierung und Reparationen zu verwirklichen, begannen die Besatzungsmächte in allen vier Zonen mit der Demontage von Industriebetrieben“ (Borowsky,1993,S.26). Während Frankreich viel Reparationenleistung verlangte, war das Ziel der Amerikaner und der Briten eher eine Konsolidierung und Verselbständigung der Wirtschaft, wenn auch die Amerikaner und Briten ebenfalls Reparationen bezogen.

Um eine Einigung über die Reparationsfrage und der Kapazitätsbegrenzung zu erlangen, wurde am 23. März 1946 der Industrieniveauplan für Deutschland beschlossen (vgl. Borowsky, 1993). Er schreibt eine Begrenzung der Stahlproduktion auf 5,8 Mio. Tonnen, ein generelles Verbot von 14 Industriezweigen sowie eine Begrenzung der Produktion auf 11-80% der Vorkriegsproduktion für weitere 12 Industriezweige vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Ausgangslage im Jahr 1945 und definiert die Fragestellung bezüglich der Rahmenbedingungen des Wiederaufbaus in den verschiedenen Besatzungszonen.

2. Die Ausgangssituation im besetzten Deutschland nach der Kapitulation: Es wird der totale Zusammenbruch von Produktion, Versorgung und Infrastruktur nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs unter Berücksichtigung der Flüchtlingsströme und Zerstörungen beschrieben.

3. Die Potsdamer Konferenz – Erste politische und wirtschaftliche Weichenstellung: Das Kapitel analysiert die Beschlüsse der Siegermächte, insbesondere die Grundsätze der Demokratisierung, Denazifizierung und Dezentralisierung sowie die ersten Vereinbarungen zur Reparationspolitik.

4. Der Wiederaufbau in den einzelnen Besatzungszonen: Hier werden die divergierenden Pfade der westlichen Besatzungszonen und der sowjetischen Besatzungszone gegenübergestellt.

4.1. Die Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie in den westlichen Besatzungszonen: Das Kapitel behandelt die Entwicklung in den Westzonen, insbesondere die alliierte Wirtschaftspolitik, den Weg zur Bizone und die Währungsreform.

4.2. Die Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie in der SBZ: Es wird der Wiederaufbau unter sowjetischer Kontrolle beleuchtet, inklusive Demontagen, Bodenreform und der Transformation zur zentralistischen Planwirtschaft.

5. Fazit: Die abschließenden Überlegungen fassen den schwierigen Prozess der wirtschaftlichen Etablierung in den zwei entstandenen Staaten zusammen.

Schlüsselwörter

Wiederaufbau, Deutschland, Besatzungszonen, Industriepolitik, Nachkriegszeit, Sowjetische Besatzungszone, Bizone, Demontage, Reparationen, Währungsreform, Planwirtschaft, Marktwirtschaft, Potsdam, alliierte Politik, Wirtschaftsentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die industriellen Wiederaufbaubedingungen in den deutschen Besatzungszonen zwischen 1945 und 1950.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Schwerpunkte sind die alliierten Wirtschaftsvorgaben, der Vergleich zwischen den Westzonen und der SBZ sowie der Systemwechsel hin zu Plan- beziehungsweise Marktwirtschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufzuzeigen, die den Wiederaufbau in Ost- und Westdeutschland maßgeblich geprägt haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer Auswertung von Fachliteratur und zeitgenössischen Dokumenten basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Weichenstellung in Potsdam, die wirtschaftliche Entwicklung in den westlichen Zonen und die spezifischen Umstrukturierungen in der sowjetischen Besatzungszone.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Besatzungszonen, Demontage, Reparationen, Währungsreform, Planwirtschaft und der Vergleich von West- und Ostdeutschland sind zentral.

Warum war die Bodenreform in der SBZ für das neue Wirtschaftssystem so bedeutend?

Die Bodenreform war ein zentrales Instrument, um das Privateigentum an Produktionsmitteln abzuschaffen und eine strukturelle Basis für die spätere Kollektivierung der Landwirtschaft zu schaffen.

Welche Rolle spielte der Industrieniveauplan von 1946 für die Westzonen?

Er zielte auf eine massive Kapazitätsbegrenzung der deutschen Industrie ab, um eine erneute Rüstungsfähigkeit zu verhindern, scheiterte jedoch an der praktischen wirtschaftlichen Realität.

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Details

Title
Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie nach dem 2. Weltkrieg
Subtitle
Vergleich zwischen Ost- und Westdeutschland
College
University of Leipzig  (Institut für Geographie)
Course
Industrieentwicklung in Deutschland
Grade
2
Author
Markus Jungmann (Author)
Publication Year
2004
Pages
16
Catalog Number
V122013
ISBN (eBook)
9783640272013
ISBN (Book)
9783640272266
Language
German
Tags
Rahmenbedingungen Wiederaufbau Industrie Weltkrieg Industrieentwicklung Deutschland
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Jungmann (Author), 2004, Rahmenbedingungen für den Wiederaufbau der Industrie nach dem 2. Weltkrieg, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122013
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