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Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung

Titre: Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung

Exposé (Elaboration) , 2007 , 12 Pages , Note: 2

Autor:in: Annika Westphal (Auteur)

Psychologie - Psychologie du développement
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Die folgende Arbeit stellt eine Ausarbeitung des Referatthemas „Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung“ im Rahmen des Hauptseminars „Männliche Schüler unterstützen und fördern“ dar.
In der Entwicklungspsychologie wurde die Bedeutung des Vaters für die Entstehung von kindlichen psychischen Störungen lange nicht berücksichtigt und auch in den Humanwissenschaften unterschätzt oder gar verleugnet. Die Mutter galt nach herkömmlicher Auffassung für Babys und Kleinkinder stets als das alles überragende Wesen. Wogegen der Vater erst viel später als „Retter“ in Erscheinung tritt, um das Kind aus der mütterlichen Umgarnung zu „befreien“ und ihm dann schließlich die Außenwelt repräsentiert.
In meiner Arbeit beginne ich zunächst mit einer Darstellung der Veränderung des väterlichen Rollenmodells im Zuge des gesellschaftlichen Wandels. Daran schließen sich Ausführungen über die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung im Allgemeinen. In differenzierter Weise gehe ich dann auf die Bedeutung des Vaters ein im Zusammenhang mit einer normalen kindlichen Entwicklung und einer gestörten kindlichen Entwicklung. Im darauf folgenden Teil werde ich die Relevanz von Vaterlosigkeit für die psychische Entwicklung eines Kindes näher erläutern.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Vater-Kind-Beziehung im gesellschaftlichen Wandel

2.2 Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung

2.2.1 Vater-Kind-Beziehung und normale Entwicklung

2.2.2 Vater-Kind-Beziehung und gestörte Entwicklung des Kindes

2.2.3 Auswirkungen von Vaterlosigkeit auf die kindliche Entwicklung

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die wachsende Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung aus entwicklungspsychologischer Perspektive und beleuchtet die Auswirkungen von Vaterpräsenz bzw. Vaterlosigkeit auf das Kindeswohl sowie auf psychische Störungsbilder.

  • Wandel des väterlichen Rollenmodells im gesellschaftlichen Kontext
  • Einfluss der Vater-Kind-Beziehung auf die normale kindliche Entwicklung
  • Rolle des Vaters bei der Entstehung kindlicher Psychopathologien
  • Folgen der Vaterentbehrung und Vaterlosigkeit für die Persönlichkeitsentwicklung
  • Bedeutung der Qualität der Vater-Kind-Beziehung für Söhne

Auszug aus dem Buch

2.2.3 Auswirkungen von Vaterlosigkeit auf die kindliche Entwicklung

Auf der gesellschaftlichen und kulturellen Ebene betrachtet ist das Thema der Vaterentbehrung kein neues, so Aigner. Der Untergang des Kaiserreiches, wobei der Kaiser eine Vaterfigur repräsentiert, der das Volk lenkt und zu dem dieses aufschaut und das Vatersterben bedingt durch die beiden Weltkriege zeigen die Bedeutsamkeit von Vaterlosigkeit für diese Generationen. Viele Kinder sind nach dem Krieg ohne ihren Vater aufgewachsen und ganzen Generationen wurde mit dem Untergang des Kaiserreiches eine Halt gebende, glaubwürdige und starke Führungsfigur genommen, die Orientierung bot.

Darüber hinaus fehlen laut Aigner auch im Zeitalter des fortgeschrittenen Kapitalismus zunehmend Repräsentanten, also Persönlichkeiten, die im moralischen wie auch im sachlichen Bereich eine Autorität besitzen. Die Vaterentbehrung spiegle sich demnach auch im gesamtgesellschaftlichen Kontext wider. Der gesellschaftliche und technologische Fortschritt der Industriestaaten ließe ‚Autorität’ und ‚die Weisheit der Älteren’ überflüssig erscheinen. Stattdessen sei der ideale und produktivste Arbeitnehmer heutzutage der kinderlose Singlemann, welcher keinen familiären Verpflichtungen unterworfen ist.

Laut Aigner wird die Entwicklung dessen, was Freud das, Über-Ich’ nennt, also die Gewissensinstanz durch das Fehlen von Vaterfiguren, stark beeinflusst. Das bedeutet konkret, dass die Übernahme von Verboten, Normen, und Geboten erschwert oder sogar verhindert wird. Aigner begründet dies so, dass der Sohn im Normalfall bei der Lösung des Ödipuskonflikts die Erkenntnis gewinnt, dass er dem Vater unterlegen ist und in der Folge die Rivalität aufgibt und sich mit seinem Vater identifiziert, also werden möchte wie er. Fehlt der Vater, findet der Prozess häufig nicht statt und die Instanz der Gewissensbildung bleibt relativ leer, bis sie mit nicht mehr persönlich getragenen und repräsentierten Inhalten gefüllt wird. In der Folge sucht der Adoleszente außerhalb der Familie nach Vorbildern und Heldenfiguren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der väterlichen Bedeutung für die kindliche Entwicklung ein und erläutert den Aufbau der Untersuchung im Rahmen des Seminars.

2. Hauptteil: Dieses Kapitel analysiert den Wandel der Vaterrolle, die Relevanz väterlichen Engagements für die normale und gestörte Entwicklung sowie die Folgen von Vaterlosigkeit.

2.1 Vater-Kind-Beziehung im gesellschaftlichen Wandel: Es wird dargestellt, wie sich die Erwartungen an Väter durch gesellschaftliche Veränderungen gewandelt haben, wobei das tatsächliche Verhalten oft hinter den Anforderungen zurückbleibt.

2.2 Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung: Dieses Kapitel thematisiert die lange vernachlässigte Rolle des Vaters und dessen Einfluss auf die kognitive und sozial-emotionale Entwicklung, insbesondere bei Söhnen.

2.2.1 Vater-Kind-Beziehung und normale Entwicklung: Die Forschung zeigt, dass Väter über ähnliche Erziehungskompetenzen wie Mütter verfügen, diese jedoch aufgrund kultureller Rollenverteilung häufig in anderen Bereichen einsetzen.

2.2.2 Vater-Kind-Beziehung und gestörte Entwicklung des Kindes: Es wird erörtert, inwieweit psychische Auffälligkeiten des Vaters mit der Entstehung von kindlichen Störungen korrelieren und welche Forschungsansätze dazu existieren.

2.2.3 Auswirkungen von Vaterlosigkeit auf die kindliche Entwicklung: Das Kapitel befasst sich mit den psychologischen Folgen der Vaterabwesenheit für die Gewissensbildung und die Identitätsfindung männlicher Jugendlicher.

3. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die Qualität der Beziehung entscheidender ist als geschlechtsspezifische Rollenbilder und fordert gesellschaftliche Strukturen, die Nähe zwischen Vätern und Kindern fördern.

Schlüsselwörter

Vater-Kind-Beziehung, kindliche Entwicklung, Entwicklungspsychologie, Vaterrolle, Vaterschaft, Erziehungsbeteiligung, Psychopathologie, Vaterlosigkeit, Vaterentbehrung, Über-Ich, Identitätsbildung, Familiensystem, Sozialverhalten, Aggressivität, Familienwandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche psychologische Bedeutung der Vater für die kindliche Entwicklung hat und wie sich die Vater-Kind-Beziehung auf das Heranwachsen auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen den gesellschaftlichen Wandel der Vaterrolle, die Beteiligung von Vätern an Erziehung und Betreuung sowie den Zusammenhang zwischen väterlichem Einfluss und kindlicher psychischer Gesundheit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle des Vaters jenseits traditioneller Mutter-Fokus-Perspektiven zu beleuchten und zu verstehen, wie väterliche Präsenz oder Abwesenheit die kindliche Entwicklung beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturübersicht und wertet bestehende entwicklungspsychologische Studien und Forschungsbeiträge aus.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die veränderte Vaterrolle, die Rolle des Vaters bei normaler und gestörter Kindesentwicklung sowie die psychologischen Auswirkungen von Vaterlosigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind die Vater-Kind-Beziehung, Erziehungsbeteiligung, psychische Störungsbilder, Vaterentbehrung und die psychosoziale Entwicklung des Kindes.

Warum wird die Vaterforschung oft als noch am Anfang stehend beschrieben?

Weil lange Zeit fast ausschließlich die Mutter als primäre Bezugsperson betrachtet wurde und väterliche Einflüsse auf psychische Störungen in der Forschung kaum systematisch untersucht wurden.

Welchen Einfluss hat Vaterlosigkeit auf das „Über-Ich“ des Kindes?

Laut Aigner kann das Fehlen einer Vaterfigur die Ausbildung der Gewissensinstanz (Über-Ich) erschweren, da die Identifikationsfigur zur Normenübernahme fehlt, was zu Problemen bei der Orientierung führen kann.

Ist die Anwesenheit des Vaters immer vorteilhaft für das Kind?

Nicht zwingend; bei Alkoholismus oder Gewalttätigkeit des Vaters kann dessen Abwesenheit sich unter Umständen sogar positiv auf die psychische Entwicklung des Sohnes auswirken.

Was ist laut Fazit wichtiger als die reine Zeit, die ein Vater mit seinem Kind verbringt?

Die Qualität der Beziehung, gekennzeichnet durch Wärme, Fürsorge, Nähe und eine stabile Paarbeziehung der Eltern, ist für eine gesunde Entwicklung entscheidender als die quantitativ investierte Zeit.

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Résumé des informations

Titre
Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung
Université
University of Hamburg
Cours
Hauptseminar Pädagogische Psychologie
Note
2
Auteur
Annika Westphal (Auteur)
Année de publication
2007
Pages
12
N° de catalogue
V122046
ISBN (ebook)
9783640264032
ISBN (Livre)
9783640264162
Langue
allemand
mots-clé
Bedeutung Vaters Entwicklung Hauptseminar Pädagogische Psychologie
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GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Annika Westphal (Auteur), 2007, Die Bedeutung des Vaters für die kindliche Entwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122046
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Extrait de  12  pages
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