Literaturkritik in Deutschland - Darstellungsformen und Wirkung


Hausarbeit, 2003
35 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen der Literaturkritik
2.1 Einleitung
2.2 Formen: Merkmale, Beispiele und Definitionen
2.2.1 Rezension
2.2.1.1 Anzeige
2.2.1.2 Referat
2.2.2 Essay
2.2.3 Interview
2.2.4 Portrait
2.3 Zusammenfassung, Fazit

3. Wirkung von Literaturkritik
3.1 Einleitung, Projektplan
3.2 Umfrage unter Buchhändlern
3.2.1 Statistik
3.2.2 Auswertung
3.2.3 Problematik
3.2.4 Fazit

4. Anhang
4.1 Literaturverzeichnis
4.2 Bildnachweis
4.3 Artikel
4.4 Email-Fragebogen

Einleitung

Beim neudeutschen Brainstorming-Versuch wird eines klar: Literaturkritik zieht die Begriffe Marcel Reich-Ranicki, Das literarische Quartett und Rezensionswesen nach sich. Rezensionen, das sind Buchbesprechungen, das ist bekannt. Doch welche Formen der Kritik gibt es noch, die man als Laie nicht als solche definiert? Allen voran kennt der geübte ZEIT-Leser den Essay, der STERN lädt Autoren gerne zum Interview und in der BRIGITTE machen Anzeigen in allerkürzester Form auf Neuerscheinungen aufmerksam. Fraglich sind nur die unzähligen Beiträge, die die Presseabteilung des Heyne-Verlages in einer mehr als voluminösen Mappe verschickt, wenn man nach Rezensionen des neuen Buchs von Dieter Bohlen fragt. Die Damen und Herren wollen die Kopien entweder los werden oder freuen sich hysterisch über den Erfolg des Werkes, nicht anders ist zu erklären, dass ich auf meine Anfrage hin einen 200 Seiten umfassenden Hefter erhielt – und das beidseitig bedruckt. 50 der Beiträge waren ernst zu nehmende Rezension, die wiederum das besprochene Buch nicht allzu ernst nahmen. Der Rest der Beiträge bestand aus Artikeln der Frau im Spiegel, BILD, Neue Revue oder gar unzähligen Tageszeitungen (Die Glocke, Neue Westfälische, Emder, Mindener, Lübecker Tageblatt), die zur Untersuchung nicht viel kompetentes Material lieferten und sich von Inhalt und Meinung oft entsprachen. Auch habe ich nach der Lektüre der Beilagen mehr über Dieter Bohlens Exfrauen, Gärtner oder gebrochene Körperteile erfahren als über sein Buch. Diese Erfahrung führe ich gerne als Musterbeispiel an, da nicht nur ich, sondern viele der befragten Buchhändler grübelten: Wo fängt Literaturkritik an und wo hört sie auf? Diese Frage zu klären ist allerdings nicht Aufgabe dieser Hausarbeit, doch sie soll aufzeigen, welche gedruckten Formen der Kritik es neben der Rezension noch gibt.

„Die Frage, wie Massenmedien wirken,

ist wohl die schwierigste der Kommunikationswissenschaften überhaupt.“[1]

Gunter Reus

Die Wirkung von Literaturkritik nachzuweisen anhand von Untersuchungen oder Umfragen ist organisatorisch eigentlich kaum möglich, da belegbar sein müsste, dass der Käufer zuvor als Rezipient das Buch wahr genommen hat und darauhin in den Buchladen gegangen ist, um es zu erwerben. Natürlich sind anhand von plötzlich hoch schnellenden Verlaufszahlen Prognosen möglich, doch klare und vor allem fehlerfreie Antworten sind kaum zu finden.

„Die am meisten verkauften Bücher kommen in den Feuilletons gar nicht vor.“[2]

Reinhard Baumgart

Wie erfährt der Leser von potenziellen Bestsellern, wenn sie eben noch nicht auf Platz 1 der Bestsellerlisten liegen? Und wie erfährt man von einem Buch, dass von den Rezensenten nicht beachtet wird? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, heute zählt vor allem die Prominenz oder Bekanntheit des Autors. Jüngstes Beispiel ist Dieter Bohlens Autobiographie, die in Zusammenarbeit mit der BILD-Journalistin Katja Kessler entstanden ist.

„Wir schreiben Kritiken über Bücher, die die Leute nicht lesen.“[3]

Thomas Steinfeld

Zwar haben neben unzähligen Boulevard-Magazinen auch die Feuilletons der angesehenen Zeitungen und Zeitschriften reagiert, doch weitaus nüchterner als der Rest der Medienvertreter. Wenn ein derartiger Rummel um dieses Buch gemacht wurde, warum gab es dann ebenfalls hohe Auflagen von Die Korrekturen des eher ruhigen, gemeint ist unauffälligen, Amerikaners Jonathan Franzen? Wirken hier die Lobpreisungen der Magazine und Zeitungen, die wie der SPIEGEL mehrfach über ein Comeback des Gesellschaftsromans berichteten? Die Wirkung von Literaturkritik ist bisher kaum untersucht worden in Deutschland, dies ist vielleicht ein Anfang.

2. Formen der Literaturkritik in den Printmedien

2.1 Einleitung

Zugunsten der Darstellungsformen in den Printmedien sind Artikel über Feature, Literaturstreit und mündliche Sofortkritik entfallen. Letztere sind sehr spezielle Themenbereiche, das Feature als Sendeformat von Radio und Fernsehen mit aktuellem Bezug passte ebenfalls nicht in mein Konzept, genauso wenig wie die Glosse, die heute in der Regel nicht mehr in der Literaturkritik vorkommt. Die hier aufgeführten Formen der Literaturkritik, nämlich Rezension (mit Anzeige und Referat), Essay, Interview und Portrait, dürften diese zur Genüge repräsentieren. Zugunsten einer abwechslungsreichen, unterhaltsamen Lesbarkeit und praktischen Verständlichkeit der Merkmale und Definitionen liegt zu jedem Punkt ein Beispiel vor; die in Auszügen abgedruckten Quellen finden sich als Ganzes im Anhang. Die den Artikel vorstehenden Zitate stehen für sich, sie sollen die Aktualität und Authenzität der genannten Sachverhalte oder Problemstellungen verdeutlichen und sollen für sich stehen.

2.2 Formen: Merkmale, Beispiele und Definitionen

2.2.1 Rezension

„Literaturkritiker lesen und deuten. Im einsamen Kampf mit dem Buch vertreten sie ein schweigendes Publikum, in dessen Namen sie über Glück oder Elend der Schriftsteller richten. Das zumindest ist seit zweihundert Jahren ihre immer prekäre Rolle.“[4]

Hans-Joachim Neubauer

Das Substantiv Rezension dient im geläufigen Sprachgebrauch als Oberbegriff und allgemeine Bezeichnung für jegliche Art von Literaturkritik, vor allem in schriftlicher Form in Zeitungen und Zeitschriften. Beschrieben wird es als „kritische Beurteilung dichterischer und wissenschaftlicher Werke sowie künstlerischer Leistungen“[5], es ist also kein speziell literarischer oder sogar literaturwissenschaftlicher Begriff. Im Allgemeinen wird die Rezension mit Literaturkritik gleich gesetzt, da es in den Medien das wohl populärste und geläufigste Mittel der Kritik darstellt – zugleich ist die Rezension die historisch ursprünglichste Form. Die im Anschluss genannten Formen der Literaturkritik sind überwiegend Entwicklungen aus der Rezension, also Kürzungen, Abwandlungen oder mediengerechte Aufarbeitungen. Im Kulturjournalismus gleich stark vertreten ist die Nachricht, z.B. in Form von Meldungen – der Rezension verwandte Artikelarten wie Porträt, aber auch Reportagen und Interviews sind weitaus schwacher in den Printmedien frequentiert[6]. Formell zeichnet sich diese Textform aus als „ein Zusammenwirken von informierenden und berichtenden, referierenden und erörternden sowie bewertenden und urteilsbegründungen Passagen in möglichst stringenter, sonst freier Abfolge“[7]. In der Praxis finden sich klassische Rezensionen vor allem in überregionalen Tages- und Wochenzeitungen, beispielsweise genannt seien Süddeutsche Zeitung (SZ), Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Die Zeit und die Frankfurter Rundschau (FR). Diese auflagenstarken Blätter genießen –neben einigen anderen- nach einer Umfrage unter Kritikern einen guten Ruf als potenzielles Medium zur Literaturvermittlung. Aus diesem Grund stützen sich Untersuchungen der Literaturkritik oftmals auf Beiträge dieser Printmedien (vrgl. Getschmann[8] ), da hier, in den großen Verlagen, die namhaften und angesehenen Kritiker schreiben (Beispiele sind Joachim Kaiser bei der SZ und Marcel Reich-Ranicki, der bis 1988 den Literaturteil der FAZ leitete und dort bis heute zuweilen tätig ist).

Als Adressaten der Rezensionen treten die Leser oder Hörer auf, die weniger eine „Tiefenanalyse“ oder „einen weiten Reflexionshorizont“[9] erwarten, sondern vielmehr eine Entscheidungshilfe beim Buchkauf oder zur Lektüre und inhaltliche Information.

„Vielleicht wäre aber auch die Ansicht zulässig, dass Kritiken zunächst ein Mal um der Literatur willen entstehen und mit dem Blick nicht auf den Autor, sondern auf das Publikum geschrieben werden sollten. Und dass es darauf ankomme, vor allem dem Leser zu helfen[…]“[10]

Marcel Reich-Ranicki

„Die Sprachform der Rezension ist die einer kritischen Nachricht über ein literarisches Werk.“[11] – im Gegensatz zum Essay. Unerlässlich für die Wirkung einer Rezension sind „Verständlichkeit, Konzentration, fesselnde Entwicklung der Argumente“[12] - diese sollen für den Moment wirken und vom Leser leicht zu konsumieren sein. Neben diesen Anforderungen muss sich der Rezensent mit dem entstehenden Zeitdruck bis zur Auslieferung des besprochenen Buches an den Buchhandel auseinandersetzen, da eine Rezension in den meisten Fällen am Ausgabe-Tag erscheinen soll. Leicht kann es passieren, dass der Zeitdruck dem Beitrag anzumerken ist, beispielsweise wenn das besprochene Werk nicht allzu aufmerksam vom Rezipienten gelesen wurde und sich im Text Verständnisfehler finden. Der bei Albrecht zitierte Bodo Kirchhoff hat eine „Typologie heutiger Rezensionen“[13] aufgestellt. Er unterscheidet zwischen folgenden Wertungsarten der Rezensenten:

1. „quasi religiöse Lobpreisung“ eines neu entdeckten Autors, der sich andere Kritiker „gern anschließen“;
2. gewöhnliches Lob;
3. Lob und Tadel vermischt in Kombination mit Selbstdarstellung des Schreibenden, laut Kirchhoff die populärste Type der Rezension;
4. gewöhnlicher Verriss (verlangt nach fundierter Argumentation;
5. gesellschaftliche Vernichtung des Autors;
6. „Polemik“.

Ein Beispiel: Kristina Maidt-Zinkes Beitrag „Hörst du die unruhige Bratsche?“ über das Buch Kreutzersonate von Margriet de Moor, erschienen am Mittwoch, 19. Februar, im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, Nr. 41.

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]„[…] Die Funktion, die Beethovens „Kreutzersonate“ bei Tolstoi hatte, übernimmt das gleichnamige Streichquartett von Leos Janácek, das wiederum durch die Novelle inspiriert wurde. Nur dass der leidenschaftsfördernde Einfluss der Klänge hier durch die kultivierte musikalische Analyse gefiltert wird, für die Margriet de Moor laut Nachbemerkung eigens Fachleute zu Rate gezogen hat. Andererseits scheut sie nicht vor operetten-, ja schwankhaften Wendungen zurück, etwa wenn sie Suzanna nach dem ersten Schäferstündchen aus dem Fenster fallen und den armen van Vlooten derangiert und hilflos über den Schlosskorridor tappen lässt. […]“

In dem blatthoch-gedruckten, einspaltigen Text fällt zunächst auf, dass eine Zusammenfassung der Geschehnisse nicht in einem Absatz dargelegt wird. Die Journalistin fächert die Handlung auf von Text-Anfang bis -Ende, um ihre Wertungen gezielt auf die zuvor berichteten Abläufe zu beziehen und einzufügen. Maidt-Zinke bewertet unter anderem den Erzählton („selbstverständliche Eleganz“), Textkomposition („Raffinement“) und –Stil sowie Erzähltalent (sie verstehe sich besser „auf das Knüpfen feiner Verrätselungsnetze“), Spannungsbogen - oder besser Spannungsgestaltung - („aber der Leser spürt bereits eine gewisse Erschöpfung“) und Ausarbeitung der Charaktere („enttäuscht“). Positiv fällt auf, dass der Buchtitel als Name eines Streichquartetts erklärt wird. Es werden an zwei Stellen Parallelen gezogen zu dem russischen Dichter Lew (Leo) Tolstoi, allerdings nicht in Bezug auf die Textqualität. Der Artikel von Kristina Maidt-Zinke umfasst geschätzte 140 Zeitungszeilen, insgesamt etwa 4200 Zeichen. In Hinsicht auf die Typologie von Kirchhoff liegt hier eine Vermischung von Lob und Tadel vor.

2.2.1.1 Anzeige

„Bücher werden betrailert und beklappentextet, nicht besprochen.“[14]

Sigrid Löffler auf einer Podiumsdiskussion „Die Kunst des Lesens“

Die Anzeige gilt als Nebenform der Rezension. Sie ist im Bereich der Literaturkritik nicht als Annonce oder Inserat zu verstehen. Im üblichen Sprachgebrauch wird sie als „von Auftraggebern ausgehende Veröffentlichung“[15] definiert. Die Anzeige als Format der Literaturkritik zeichnet sich durch das Merkmal der knappen Information aus. Der Autor begründet sein Urteil über eine Neuerscheinung „kaum oder gar nicht“[16]. Anzeigen stehen in Zeitschriften nie für sich, üblich ist die Aneinanderreihung mehrerer Kurztexte. Zu jedem von ihnen ist jeweils das passende Buchcover gestellt. Rund dreiviertel des Textes schildern in groben Zügen die Handlung des Buches, ein Kommentar am Ende oder auch im Satzgefüge runden die oftmals unbegründete Empfehlung des Autors ab.

„[…] dass die wirkungsmächtigste Literaturkritik längst zum werbeträchtigen Zehnzeiler und zum argumentfreien „Buchtipp“ geschrumpft sei.“[17]

Michael Braun

Die Anzeige kann als Versuch angesehen werden, die Rezension als solche durch starke Kürzung beweglicher zu machen. Somit kann die Produktion des Rezensenten gesteigert werden, da es möglich ist, in relativ kurzer Zeit möglichst viele Neuerscheinungen zu besprechen. Auffallend ist, dass Anzeigen vorrangig in Wochenzeitschriften zu finden sind, die nicht hochgeistige, also übermäßig anspruchsvolle, Literatur vorstellen, sondern passend zum angestrebten Klientel eher unterhaltsame Neuerscheinungen empfehlen, die oft von bereits populären oder jungen Autoren stammen.

Ein Beispiel: Franziska Wolffheims Kurz-Rezension „Eine Enttäuschung“ über Das sterbende Tier von Philip Roth, erschienen in der BRIGITTE am Mittwoch, 19. Februar 2003.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

„Das wirksamste Rezept gegen das Älterwerden sind Affären, meint der telegene Kulturkritiker David Kepesh, Anfang sechzig. Als er sich in eine junge Studentin verknallt, die später schwer erkrankt, holt ihn das Gespenst des Todes wieder ein. Liebe, Besessenheit, Alter und Sterben - Philip Roth packt alle seine großen Themen in diesen kurzen Roman. Das Buch ächzt unter dieser schweren Last, und am Ende gibt es sogar noch eine Ladung Kitsch obendrauf.“

Neben der kurz gefassten Inhaltsangabe erfährt der Leser drei Informationen: Es handelt sich bei Roths neuem Buch um einen „kurzen Roman“, im Anhang ist zu lesen, dass jener 168 Seiten umfasst. Er ist voll gepackt mit verschiedenen „großen Themen“, zu schließen ist, dass das Buch zuweilen sehr emotional oder auch anstrengend zu lesen ist. Schließlich ein weiterer Minuspunkt für „Das sterbende Tier“: „eine Ladung Kitsch“. Das kann für den einen ein ersehntes Happyend bedeuten, für den anderen eine unerwünschte Wendung der Handlung, die so nicht jedem gefällt. Insgesamt sind die Urteile von Wolffheim nicht ausreichend begründet. Anzumerken ist, dass neben dieser Anzeige noch vier weitere Bücher auf einer DIN A4-Seite besprochen wurden, so dass Masse die Ausführlichkeit abgelöst hat.

2.2.1.2 Referat

Auch das Referat ist als Nebenform der Rezension zu nennen, allerdings fehlen ihm für gewöhnlich die wertenden Aspekte. Referate sollen einen Überblick über Inhalt und Forschungsergebnisse bieten, so dass sich der Leser schnell anhand von kompakten Übersichten informieren kann. Eingesetzt wird diese Textform allerdings nicht in der Belletristik, sondern vielmehr in den Sparten Sachbuch und Politisches Buch. Am populärsten sind Referate in der fachwissenschaftlichen Literaturkritik. Sie bieten eine rasche, möglichst knappe und trotzdem prägnante Wiedergabe der wesentlichen Aussagen und (Forschungs-) Ergebnisse.[18] Zu nennen sind beispielsweise der Referatedienst zur Literaturwissenschaft, Referatedienst zu biomedizinischen Zeitschriften oder für Publikationen in der Chemie.

Ein Beispiel: Sebastian Köhlers Beitrag über Hartmut Winklers Buch Docuverse für den Referatedienst zur Literaturwissenschaft, Ausgabe 30/1998.

[Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten]„Der Computerpraktiker und -theoretiker Hartmut Winkler (Bochum) strebt - entgegen einer unifizierenden Haupttendenz gegenwärtiger Debatten (vgl. S. 63) - mit seiner äußerst anregenden Monographie eine differenziertere Mediengeschichtsschreibung entlang seines semiotischen Prinzips von "Verdichtung" zwischen Isolation und Kontext als den beiden Polen von Zeichenprozessen an (vgl. S. 377). Die großen Erwartungen ("Hype") angesichts von Multimedia und Hypertexten stellen ihm einen vorübergehenden Kompromiss dar zwischen dem längst krisenhaften Universum technischer Bilder und den Rechnern, auf deren abstrakt-strukturelle (Tiefen) Ebene W. sich unter gewisser Vernachlässigung der beobachtbaren und (doch zumindest auch) wirksamen Oberflächen konzentriert (vgl. S. 375). […]“[19]

[...]


[1] Vrgl. Reus, 65.

[2] Ursula Escherig, Empfindsame Indianer, in: Miller, Stolz, 23.

[3] ebenda.

[4] Hans-Joachim Neubauer, Nachschleichende Leser, in: Norbert Miller, Dieter Stolz (Hrsg.), Positionen der Literaturkritik, Köln 2002, 20.

[5] Meyers Großes Handlexikon, Leipzig 200121, 731.

[6] Gunter Reus, Ressort: Feuilleton – Kulturjournalismus für Massenmedien, Konstanz 1995, 30.

[7] Wolfgang Albrecht, Literaturkritik, Stuttgart 2001, 52.

[8] Dirk Getschmann, Zwischen Mauerbau und Wiedervereinigung – Tendenzen der deutschsprachigen journalistischen Literaturkritik, Würzburg 1992.

[9] Walter Hinck, Kommunikationsweisen gegenwärtiger Literaturkritik, in: Wilfried Barner (Hrsg.), Literaturkritik – Anspruch und Wirklichkeit, Stuttgart 1990, 101.

[10] Marcel Reich-Ranicki, Über Literaturkritik, Stuttgart u.a. 2002, 39.

[11] Vrgl. Hinck, 101.

[12] ebenda.

[13] Vrgl. Albrecht, 52.

[14] „Die Kunst des Lesens“- Eine Podiumsdiskussion, in: Miller, Stolz (Hrsg.), 174.

[15] Vrgl. Meyers Lexikon, 41, 3.

[16] Vrgl. Albrecht, 53.

[17] Michael Braun, Denker ohne Wohnsitz in der sekundären Welt, in: Miller, Stolz (Hrsg.), 88.

[18] Vrgl. Albrecht, 53.

[19] http://www.boerverlag.de/WIN-REZ8.HTM: Auszug aus der Version, die am 25. Februar 2003 vorlag.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Literaturkritik in Deutschland - Darstellungsformen und Wirkung
Hochschule
Universität Osnabrück  (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften)
Veranstaltung
Neuerscheinungen: Diskutieren und Rezensieren
Note
1,0
Autor
Jahr
2003
Seiten
35
Katalognummer
V12207
ISBN (eBook)
9783638181464
ISBN (Buch)
9783640679485
Dateigröße
1053 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In kürzeren Artikeln zeige ich Beispiele auf für verschiedene Arten von Literaturkritik: Rezension, Referat, Essay etc. Die Wirkung habe ich mittels einer Online-Umfrage bei 250 Buchhändlern in Deutschland hinterfragt. Vielleicht nicht die Ergebnisse, sondern vielmehr der beiliegende Fragebogen ist vielleicht ein Anreiz, dies auch mal zu versuchen.
Schlagworte
Literaturkritik Rezensionswesen Rezensionen
Arbeit zitieren
Kristine Greßhöner (Autor), 2003, Literaturkritik in Deutschland - Darstellungsformen und Wirkung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12207

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