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Literaturkritik in Deutschland - Darstellungsformen und Wirkung

Title: Literaturkritik in Deutschland - Darstellungsformen und Wirkung

Term Paper , 2003 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Kristine Greßhöner (Author)

German Studies - Miscellaneous
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Beim neudeutschen Brainstorming-Versuch wird eines klar: Literaturkritik zieht die Begriffe Marcel Reich-Ranicki, Das literarische Quartett und Rezensionswesen nach sich. Rezensionen, das sind Buchbesprechungen, das ist bekannt. Doch welche Formen der Kritik gibt es noch, die man als Laie nicht als solche definiert? Allen voran kennt der geübte ZEIT-Leser den Essay, der STERN lädt Autoren gerne zum Interview und in der BRIGITTE machen Anzeigen in allerkürzester Form auf Neuerscheinungen aufmerksam.

Die Wirkung von Literaturkritik nachzuweisen anhand von Untersuchungen oder Umfragen ist organisatorisch eigentlich kaum möglich, da belegbar sein müsste, dass der Käufer zuvor als Rezipient das Buch wahr genommen hat und darauhin in den Buchladen gegangen ist, um es zu erwerben. Natürlich sind anhand von plötzlich hoch schnellenden Verlaufszahlen Prognosen möglich, doch klare und vor allem fehlerfreie Antworten sind kaum zu finden.

Wie erfährt der Leser von potenziellen Bestsellern, wenn sie eben noch nicht auf Platz 1 der Bestsellerlisten liegen? Und wie erfährt man von einem Buch, dass von den Rezensenten nicht beachtet wird? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten, heute zählt vor allem die Prominenz oder Bekanntheit des Autors. Jüngstes Beispiel ist Dieter Bohlens Autobiographie, die in Zusammenarbeit mit der BILD-Journalistin Katja Kessler entstanden ist.

Zwar haben neben unzähligen Boulevard-Magazinen auch die Feuilletons der angesehenen Zeitungen und Zeitschriften reagiert, doch weitaus nüchterner als der Rest der Medienvertreter. Wenn ein derartiger Rummel um dieses Buch gemacht wurde, warum gab es dann ebenfalls hohe Auflagen von Die Korrekturen des eher ruhigen, gemeint ist unauffälligen, Amerikaners Jonathan Franzen? Wirken hier die Lobpreisungen der Magazine und Zeitungen, die wie der SPIEGEL mehrfach über ein Comeback des Gesellschaftsromans berichteten? Die Wirkung von Literaturkritik ist bisher kaum untersucht worden in Deutschland, dies ist vielleicht ein Anfang.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Formen der Literaturkritik in den Printmedien

2.1 Einleitung

2.2 Formen: Merkmale, Beispiele und Definitionen

2.2.1 Rezension

2.2.1.1 Anzeige

2.2.1.2 Referat

2.2.2 Essay

2.2.3 Interview

2.2.4 Portrait

2.3 Zusammenfassung, Fazit

3. Wirkung von Literaturkritik

3.1 Einleitung, Projektplan

3.2 Umfrage unter Buchhändlern

3.2.1 Statistik

3.2.2 Auswertung

3.2.3 Problematik

3.2.4 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die verschiedenen Darstellungsformen der Literaturkritik in deutschen Printmedien sowie deren tatsächliche Wirkung auf den Buchmarkt und das Kaufverhalten, basierend auf einer empirischen Umfrage unter Buchhändlern.

  • Analyse unterschiedlicher Formate der Literaturkritik (Rezension, Essay, Interview, Portrait).
  • Gegenüberstellung theoretischer Definitionen mit der journalistischen Praxis.
  • Untersuchung des Einflusses von Literaturkritik auf den Erfolg von Neuerscheinungen.
  • Erhebung von Einschätzungen durch Fachpersonal im Buchhandel.

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Rezension

Das Substantiv Rezension dient im geläufigen Sprachgebrauch als Oberbegriff und allgemeine Bezeichnung für jegliche Art von Literaturkritik, vor allem in schriftlicher Form in Zeitungen und Zeitschriften. Beschrieben wird es als „kritische Beurteilung dichterischer und wissenschaftlicher Werke sowie künstlerischer Leistungen“, es ist also kein speziell literarischer oder sogar literaturwissenschaftlicher Begriff. Im Allgemeinen wird die Rezension mit Literaturkritik gleich gesetzt, da es in den Medien das wohl populärste und geläufigste Mittel der Kritik darstellt – zugleich ist die Rezension die historisch ursprünglichste Form.

Die im Anschluss genannten Formen der Literaturkritik sind überwiegend Entwicklungen aus der Rezension, also Kürzungen, Abwandlungen oder mediengerechte Aufarbeitungen. Im Kulturjournalismus gleich stark vertreten ist die Nachricht, z.B. in Form von Meldungen – der Rezension verwandte Artikelarten wie Porträt, aber auch Reportagen und Interviews sind weitaus schwacher in den Printmedien frequentiert. Formell zeichnet sich diese Textform aus als „ein Zusammenwirken von informierenden und berichtenden, referierenden und erörternden sowie bewertenden und urteilsbegründungen Passagen in möglichst stringenter, sonst freier Abfolge“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Vielfalt der Literaturkritik und formuliert das Ziel der Arbeit, neben der Rezension weitere Formen der Kritik aufzuzeigen.

2. Formen der Literaturkritik in den Printmedien: In diesem Kapitel werden Rezension, Essay, Interview und Portrait definiert, charakterisiert und anhand konkreter Beispiele analysiert.

3. Wirkung von Literaturkritik: Hier wird eine Umfrage unter Buchhändlern ausgewertet, um den Einfluss von Literaturkritik auf das Kaufverhalten und die Vermarktung von Büchern zu prüfen.

Schlüsselwörter

Literaturkritik, Rezension, Essay, Interview, Portrait, Printmedien, Buchhandel, Kaufverhalten, Neuerscheinungen, Kulturjournalismus, Literaturvermittlung, Bestseller, Wirkungsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die verschiedenen Erscheinungsformen der Literaturkritik in deutschen Printmedien und hinterfragt deren tatsächliche Wirkung auf den Buchmarkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit gliedert sich in eine theoretische Darstellung der verschiedenen Kritikformate (Rezension, Essay, Interview, Portrait) und eine praktische Untersuchung der Wirkung dieser Formate auf den Buchverkauf.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, welche gedruckten Formen der Literaturkritik existieren und inwieweit diese die Kaufentscheidungen von Kunden sowie die Warenbestellung von Buchhändlern beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur zu Literaturkritik mit einer empirischen Befragung von Buchhändlern per E-Mail.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Merkmale und Definitionen verschiedener Literaturkritik-Formen anhand von journalistischen Beispielen und wertet die Umfrageergebnisse zur Wirkung dieser Formen auf das Kaufverhalten aus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Literaturkritik, Rezension, Essay, Buchhandel, Wirkung, Printmedien und Kulturjournalismus.

Wie bewerten Buchhändler die Rolle der Literaturkritik bei der Bestellung neuer Bücher?

Die Umfrage ergab, dass die Literaturkritik in den Medien für Buchhändler bei der Bestellung von Neuware eine eher mäßige bis schwache Rolle spielt, da oft Verlagsprospekte und Verlagsvertreter entscheidender sind.

Welche Rolle spielt die Person des Autors bei den verschiedenen Kritikformen?

Besonders in den Formaten Interview und Portrait rückt die Person des Autors und dessen Privatleben stark in den Vordergrund, oft um das Interesse an einem Buch unabhängig von dessen rein literarischer Qualität zu wecken.

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Details

Title
Literaturkritik in Deutschland - Darstellungsformen und Wirkung
College
University of Osnabrück  (Fachbereich Sprach- und Literaturwissenschaften)
Course
Neuerscheinungen: Diskutieren und Rezensieren
Grade
1,0
Author
Kristine Greßhöner (Author)
Publication Year
2003
Pages
35
Catalog Number
V12207
ISBN (eBook)
9783638181464
ISBN (Book)
9783640679485
Language
German
Tags
Literaturkritik Rezensionswesen Rezensionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristine Greßhöner (Author), 2003, Literaturkritik in Deutschland - Darstellungsformen und Wirkung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12207
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