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Die Sino-Afrikanischen Beziehungen

Win-Win-Zusammenarbeit oder Ausbeutung?

Titel: Die Sino-Afrikanischen Beziehungen

Studienarbeit , 2008 , 29 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Philipp Beyer (Autor:in)

Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Für den Westen und auch gerade für Deutschland ist China ein wichtiger wirtschaftlicher Partner. Man kann China auch als einen Wirtschaftsmotor des Westens bezeichnen, da viele Firmen ihre Produktionsstädten nach China ausgelagert haben und somit ihre erzielten Gewinne der Vergangenheit noch mal massiv verbessern können. Der Aufstieg Chinas und der exorbitante Wachstum der chinesischen Wirtschaft haben viele Folgen. Viele dieser Folgen haben globale Ausmaße und betreffen besonders auch den Westen. In Deutschland sind die Massenmedien voll von Darstellungen Chinas als ein rohstoffverschlingender, preisnachobentreibender und raubkopierender Drache. Diese Darstellungen entstehen nicht aus dem Nichts. Es ist einleuchtend, dass ein Land dessen Wirtschaft immer weiter wächst auch einen immer größer werdenden Bedarf an Rohstoffen hat. Folglich steigt die Nachfrage und der Preis für Rohstoffe auf dem Weltmarkt. Dies gilt allerdings natürlich nur, wenn Rohstoffe auch über eben diesen Weltmarkt bezogen werden. China hat verschiedene Möglichkeiten den Energiebedarf zu decken. Auch liegt China eine neue multipolare Weltordnung am Herzen. In vielerlei Hinsicht ist die Zukunft Afrikas, Chinas und der Welt unklar. Folglich wird im Punkt „4“ zusammenfassend ein Ausblick und ein Fazit zum Thema dieser Arbeit gegeben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Historie der Sino-Afrikanischen Beziehungen

3. Chinas Beziehungen zu Afrika

3.1 Chinesische Interessen und chinesisches Engagement in Afrika

3.2 Ein kritischer Blick: Chancen und Gefahren für Afrika

4. Ausblick und Fazit

5. Anhang

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die sino-afrikanischen Beziehungen, um zu eruieren, ob es sich dabei um eine für beide Seiten vorteilhafte Win-Win-Zusammenarbeit oder um einseitige Ausbeutung handelt. Dabei werden historische Hintergründe, die chinesischen Motive sowie die ökonomischen und geostrategischen Auswirkungen auf den afrikanischen Kontinent untersucht.

  • Historische Entwicklung der sino-afrikanischen Kontakte
  • Chinas Rohstoffsicherungsstrategie und Außenpolitik
  • Ökonomische Folgen des chinesischen Engagements für afrikanische Staaten
  • Kritische Analyse der Rolle Chinas im Vergleich zu westlichen Ansätzen
  • Geopolitische Bedeutung der afrikanischen Stimmen in internationalen Organisationen

Auszug aus dem Buch

3. Die Historie der Sino-Afrikanischen Beziehungen

Westliche Staaten haben den Kontinent Afrika weitgehend von ihrer Prioritätsliste gestrichen. China jedoch schwärmt immer mehr nach Afrika aus. Man könnte meinen, dass die Beziehungen zwischen Afrika und China noch recht jung sein, jedoch dies ist ein Fehler. Die ersten Begegnungen zwischen Afrika und China sind noch vor dem Zeitalter der Seefahrer in Europa und dem „Einfallen“ der Europäer nach Afrika anzusetzen. Während der Yongle-Dynastie wurden sieben See-Expeditionen unter dem Eunuch Zheng He, der am Hof des Kaisers eine einflussreiche Stellung hatte, durchgeführt. Mit einer Flotte von mehr als 300 Neunmastern, – ca. 185 Jahre später wird die Spanische Armada nur 132 Schiffe umfassen – über 250 achtmastigen Begleitschiffen und mit einer Besatzung von 28000 Mann wurden die Expeditionen durchgeführt. Der Auftrag der Flotten war unter Anderem den Reichtum und die Macht des Universalherrschers, des chinesischen Kaisers zu demonstrieren.

Das erste Mal erreichte die fünfte Expedition (1417-1419) die ostafrikanische Küste bei Malindi. Aus Ostafrika brachte man sehr sensationelle Tributfracht mit. Neben Löwen, Zebras und Rhinozerossen war die größte Kostbarkeit eine Giraffe aus Bengalen.

Die heutige Offenheit und Sympathie der Afrikaner gegenüber den Chinesen ist unter Anderem deswegen zu erklären, weil die Chinesen – anders als die Europäer 100 Jahre später – afrikanische Völker weder knechteten noch Völker in Übersee ganz ausrotteten. Man denke hierbei an das Vorgehen der spanischen Konquistadoren in Lateinamerika. Die historische Vergangenheit zwischen China und Afrika ist unbelastet und so etwas wie der verhasste europäische Kolonialismus ist nicht vorhanden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den wirtschaftlichen Aufstieg Chinas und die wachsende Bedeutung des afrikanischen Kontinents als Schlüsselpartner für die chinesische Rohstoffsicherung.

2. Die Historie der Sino-Afrikanischen Beziehungen: Dieses Kapitel beleuchtet die lang zurückreichenden historischen Kontakte zwischen China und Afrika, die im Gegensatz zum europäischen Kolonialismus als weitgehend unbelastet wahrgenommen werden.

3. Chinas Beziehungen zu Afrika: Dieser Hauptteil analysiert die strategischen Interessen Pekings sowie das konkrete wirtschaftliche und politische Engagement in verschiedenen afrikanischen Staaten.

3.1 Chinesische Interessen und chinesisches Engagement in Afrika: Hier wird der Fokus auf Chinas Bestreben nach Multipolarität, Rohstoffsicherung und die Verdrängung Taiwans aus der internationalen Anerkennung gelegt.

3.2 Ein kritischer Blick: Chancen und Gefahren für Afrika: Das Kapitel reflektiert die Ambivalenz des chinesischen Einflusses, der zwar Investitionen bringt, aber auch autokratische Strukturen stützen und lokale Industrien schwächen kann.

4. Ausblick und Fazit: Das Kapitel schließt mit der Einschätzung, dass China kein bloßer "Rohstoffsauger" ist, mahnt aber eine ernsthafte europäische Alternative zu einem rein ressourcenorientierten Engagement an.

5. Anhang: Der Anhang enthält unterstützende Daten, Tabellen und Grafiken zum chinesischen Außenhandel und zu Investitionsprojekten in Afrika.

Schlüsselwörter

China, Afrika, sino-afrikanische Beziehungen, Rohstoffsicherung, Außenpolitik, Multipolarität, Handel, Investitionen, Entwicklungshilfe, Nichteinmischung, Geopolitik, Erdöl, Infrastruktur, Wirtschaftswachstum, Kolonialismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die vielschichtigen Beziehungen zwischen China und den afrikanischen Staaten und hinterfragt, ob es sich um eine faire Kooperation oder um eine neue Form der Ausbeutung handelt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Im Zentrum stehen die chinesische Wirtschafts- und Energiepolitik, historische Wurzeln der Beziehungen, politische Strategien zur internationalen Anerkennung sowie die sozioökonomischen Folgen für Afrika.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob die sino-afrikanischen Beziehungen als "Win-Win-Zusammenarbeit" oder als "Ausbeutung" zu bewerten sind.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine politikwissenschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Fachliteratur, Wirtschaftsdaten und aktuellen Berichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert das chinesische Engagement in Afrika, unterteilt in die strategischen Interessen Pekings (u.a. Rohstoffbedarf, Taiwan-Frage) und eine kritische Auseinandersetzung mit den Folgen für die afrikanischen Partner.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rohstoffsicherung, Nichteinmischungsprinzip, Multipolarität und die Abgrenzung zum westlichen Kolonialismus geprägt.

Welche Rolle spielt die Taiwan-Frage in den Beziehungen?

Die Taiwan-Frage ist ein zentrales geostrategisches Motiv; China nutzt seine wirtschaftlichen Beziehungen zu afrikanischen Staaten, um Taiwan international zu isolieren.

Wie bewertet der Autor das Nichteinmischungsprinzip Chinas?

Der Autor ordnet das Prinzip der Nichteinmischung als ein strategisches Mittel ein, das China erlaubt, Geschäfte ohne westliche politische Konditionalität zu tätigen, was von einigen als vorteilhaft, von anderen als Unterstützung für Diktaturen kritisiert wird.

Welchen Rat gibt der Autor Europa im Fazit?

Er empfiehlt Europa, eine ernsthafte und faire Entwicklungspolitik zu betreiben, anstatt China nur moralisch zu kritisieren, um in Afrika ein konkurrenzfähiger und glaubwürdiger Partner zu bleiben.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sino-Afrikanischen Beziehungen
Untertitel
Win-Win-Zusammenarbeit oder Ausbeutung?
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Autor
Philipp Beyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
29
Katalognummer
V122093
ISBN (eBook)
9783640274789
ISBN (Buch)
9783640274833
Sprache
Deutsch
Schlagworte
china afrika erdöl ausbeutung regime sino afrikanisch chinesisch beziehung öl
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Beyer (Autor:in), 2008, Die Sino-Afrikanischen Beziehungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122093
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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