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Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei Soldat:innen der Bundeswehr nach Auslandseinsätzen

Title: Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei Soldat:innen der Bundeswehr nach Auslandseinsätzen

Bachelor Thesis , 2022 , 91 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Hilal Colak (Author)

Social Work
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Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) tritt häufig nach einem traumatischen Erlebnis auf und entwickelt sich schleichend zu einer, den folgenden Lebenslauf bestimmenden Erkrankung. Eine frühzeitige Erkennung und Behandlung sind daher zur Linderung der Symptome und Auswirkungen notwendig. Bundeswehrsoldat:innen sind aufgrund ihres Berufs und der Pflicht zur Teilnahme an mindestens einem Auslandseinsatz, besonders gefährdet, eine PTBS zu entwickeln, da sie dort Gefahren ausgesetzt sind, die sich außerhalb der Normalität bewegen. Es ist schwierig eine PTBS zu erkennen, da sich betroffene Soldat:innen häufig verdeckt halten, aus Angst vor Stigmatisierung und aufgrund von Rollenbildern, denen sie entsprechen wollen. Insgesamt betrachtet konnten bis heute keine verlässlichen Zahlen zur Häufigkeit von PTBS in der Bundeswehr erhoben werden, da viele Soldat:innen die Bundeswehr kurz nach Einsatzende verlassen oder sich nicht als Betroffene zu erkennen geben.

Für eine erfolgreiche Behandlung der PTBS setzen Expert:innen auf eine Kombination traumapädagogischer und therapeutischer Maßnahmen, sowie präventive Arbeit. Die Versorgungsstrukturen der Bundeswehr für Soldat:innen mit PTBS hat sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, entspricht aber an einigen Stellen nicht den derzeitigen wissenschaftlichen Standards der Traumabewältigung. Für die Zukunft sind Erweiterungen und Verbesserungen notwendig, um einsatzgeschädigte Soldat:innen auffangen und versorgen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Ziel

2 Die Posttraumatische Belastungsstörung

2.1 Geschichte der Diagnose von PTBS

2.2 Klassifikation von Traumata

2.3 Die Entstehung der PTBS

2.4 Symptome

2.5 Diagnostik

2.6 Komorbiditäten

2.7 Verlauf einer PTBS

2.8 Epidemiologie

3 Die PTBS bei Soldat:innen der Bundeswehr

3.1 Prävalenz von PTBS in der Bundeswehr

3.2 Ursachen für Traumatisierungen bei Soldat:innen in Auslandseinsätzen

3.2.1 Belastungsfaktoren in Auslandseinsätzen

3.2.2 Ressourcenverluste

4 Strategien zur Traumabewältigung

4.1 Akutinterventionen nach einer Traumatisierung

4.1.1 Therapiemethoden

4.1.2 Traumapädagogik

4.2 Versorgungsstrukturen der Bundeswehr

4.2.1 Rechtsstellung der Soldat:innen

4.2.2 Prävention durch CISM

4.2.3 Behandlung von PTBS in der Bundeswehr

4.3 Angebote der Bundeswehr zur Traumabewältigung

5 Fazit

5.1 Persönliches Fazit

5.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) bei Soldat:innen der Bundeswehr nach Auslandseinsätzen. Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur Entstehung, Diagnostik und den Versorgungsstrukturen der Bundeswehr zu analysieren und kritisch zu bewerten, um Verbesserungspotenziale für die psychische Gesundheitsversorgung aufzuzeigen.

  • Historische und theoretische Grundlagen der PTBS-Diagnose.
  • Prävalenz und spezifische Belastungsfaktoren im militärischen Auslandseinsatz.
  • Traumabewältigungsstrategien wie Traumapädagogik und therapeutische Verfahren.
  • Bewertung der bundeswehrinternen Versorgungsstrukturen und Präventionsmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Geschichte der Diagnose von PTBS

Die ersten Ansätze zur heutigen Beschreibung der Posttraumatischen Störung stehen im Zusammenhang mit der Einführung der Eisenbahn. Die am Ende des 19. Jahrhunderts eingeführte Eisenbahn etablierte sich zwar zu einem Massentransportmittel, führte aber auch zu häufigen Bahnunfällen. Infolge dieser Unfälle wurde festgestellt, dass die Betroffenen nicht nur unter physischen, sondern auch unter psychischen Folgen wie z.B. Lähmungen, Gedächtnisdefiziten, Verwirrung oder Arbeitsunfähigkeit zu litten schienen (vgl. Löwe et al. 2006: 183).

Der Londoner Chirurg, John Eric Erichsen, stellte in diesem Zusammenhang als erster eine ätiologische Konzeption auf. Er vertrat die These, dass die aufgetretenen psychischen Symptome eine Konsequenz der Erschütterung des Rückenmarks seien, da es durch diese zu molekularen Veränderungen gekommen sei (vgl. ebd.). Die psychischen Folgen nach Eisenbahnunfällen wurden aufgrund dieser Annahme daher „railway spine syndrome“ genannt (vgl. Maecker 2009: 14). Die These von Erichsen stieß bei anderen einflussreichen Medizinern auf Kritik.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der PTBS im militärischen Kontext und definiert das Ziel der literaturbasierten Übersichtsarbeit sowie die Motivation der Verfasserin.

2 Die Posttraumatische Belastungsstörung: Dieses Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung der Diagnose, den Klassifikationen, der Entstehung, Symptomatik sowie der Diagnostik und Epidemiologie der PTBS.

3 Die PTBS bei Soldat:innen der Bundeswehr: Hier wird die Prävalenz innerhalb der Bundeswehr dargestellt und die spezifischen Belastungsfaktoren sowie Ressourcenverluste bei Auslandseinsätzen anhand von Modellen analysiert.

4 Strategien zur Traumabewältigung: Es werden gängige Akutinterventionen, Therapiemethoden und traumapädagogische Ansätze vorgestellt sowie die existierenden Versorgungsstrukturen der Bundeswehr bewertet.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und diskutiert abschließend die Notwendigkeit zur Optimierung der medizinischen und sozialen Betreuung einsatzgeschädigter Soldat:innen.

Schlüsselwörter

Posttraumatische Belastungsstörung, PTBS, Bundeswehr, Auslandseinsatz, Trauma, Traumapädagogik, CISM, psychische Gesundheit, Versorgungsstrukturen, Diagnostik, Stress, Resilienz, Prävention, Einsatzsoldaten, Traumatherapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine umfassende Analyse der Posttraumatischen Belastungsstörung bei Soldat:innen der Bundeswehr, insbesondere nach traumatischen Erlebnissen in Auslandseinsätzen.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf den wissenschaftlichen Grundlagen der PTBS, den spezifischen militärischen Belastungsfaktoren, den Bewältigungsstrategien und den Versorgungsangeboten der Bundeswehr.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zur PTBS-Versorgung zu sichten und die Maßnahmen der Bundeswehr auf Basis dieser Standards kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturbasierte Übersichtsarbeit, die bestehende Studien, Konzepte und fachliche Standards zum Thema PTBS auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der PTBS, die spezifischen Herausforderungen im Dienst der Bundeswehr und eine detaillierte Prüfung der Traumabewältigungsstrategien und Versorgungsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

PTBS, Bundeswehr, Auslandseinsatz, Trauma, Traumapädagogik, CISM und psychische Gesundheit sind die prägenden Begriffe.

Wie unterscheidet sich die PTBS-Prävalenz bei der Bundeswehr im internationalen Vergleich?

Die Arbeit stellt dar, dass die Prävalenzraten bei der Bundeswehr niedriger ausfallen als bei US-amerikanischen oder britischen Einheiten, was unter anderem auf unterschiedliche Ausbildungs- und Einsatzbedingungen zurückgeführt wird.

Welche Kritik äußert die Autorin an den aktuellen CISM-Maßnahmen?

Die Autorin kritisiert insbesondere das Debriefing-Verfahren, da eine Konfrontation mit dem Trauma kurz nach dem Ereignis retraumatisierend wirken kann.

Welchen Stellenwert nimmt die Traumapädagogik in der Arbeit ein?

Sie wird als essenzielle Ergänzung zur klassischen Traumatherapie hervorgehoben, die auf die Verbesserung der Lebensumstände und die Ressourcenaktivierung abzielt.

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Details

Title
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei Soldat:innen der Bundeswehr nach Auslandseinsätzen
College
University of Applied Sciences Braunschweig / Wolfenbüttel; Salzgitter
Grade
1,0
Author
Hilal Colak (Author)
Publication Year
2022
Pages
91
Catalog Number
V1221192
ISBN (PDF)
9783346649232
ISBN (Book)
9783346649249
Language
German
Tags
PTBS Bundeswehr Trauma Traumapädagogik Soldat:innen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hilal Colak (Author), 2022, Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) bei Soldat:innen der Bundeswehr nach Auslandseinsätzen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1221192
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