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Soziale Integration von jugendlichen Aussiedlern in Deutschland

Title: Soziale Integration von jugendlichen Aussiedlern in Deutschland

Seminar Paper , 2009 , 21 Pages , Grade: 5.25

Autor:in: Oliver Hilber (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit zeigt die Indikatoren und Schwerpunkte der Integration von jugendlichen Aussiedlern in Deutschland auf. Nachdem der rechtliche Rahmen des Aussiedlerproblems und die Entwicklung des Aussiedlerphänomens seit dem Ende des zweiten Weltkrieges aufgezeigt wurden, werden die staatlichen Massnahmen zur Regulierung der Zuwanderung vorgestellt. Der Hauptteil der Arbeit besteht aus dem Vergleich von Ergebnissen verschiedener empirische Studien in Bezug auf die Indikatoren „Sprache“, „Familie“, „Schule und Ausbildung“, „Freizeitverhalten“ und „Kleinräumliche Segregation“. Darin stehen speziell die jugendlichen Aussiedler im Mittelpunkt des Interesses. Das Kapitel über nationale und internationale Aussiedlernetzwerke hebt die Vor- und Nachteile in Bezug auf die soziale Integration hervor, wenn die Aussiedler über gut informierte und funktionierende Netzwerke immigrieren und durch deren nachhaltige Unterstützung im Ankunftsland ihre neue Existenz aufbauen.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definitionen

2.1 Rechtlicher Rahmen der Aussiedler und Spätaussiedler

2.2 Soziale Integration

3. Deutschland als Zuwanderungsland: Ein historischer Überblick

3.1 Aussiedlermigration nach dem zweiten Weltkrieg

3.2 Aussiedlermigration nach Deutschland nach 1973

3.3. Aussiedlermigration nach Deutschland nach 1989

4. Staatliche Integrations- und Regulierungsmassnahmen

5. Integrationsindikatoren bei jugendlichen Aussiedlern

5.1 Sprache

5.2 Familie

5.3 Schule und Ausbildung

5.4 Freizeitverhalten und Peer Group

5.5 Kleinräumliche Segregation

6. Der Einfluss von Aussiedlernetzwerken auf die soziale Integration

7. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die soziale Integration jugendlicher Aussiedler in Deutschland, analysiert die staatlichen Rahmenbedingungen sowie spezifische Indikatoren, die den Integrationserfolg beeinflussen, und erörtert die Rolle von Netzwerken bei der Lebensgestaltung im Ankunftsland.

  • Historische Entwicklung der Aussiedlermigration seit 1945
  • Staatliche Regulierungsmaßnahmen und Integrationspolitik
  • Empirische Analyse von Indikatoren wie Sprache, Familie und Schule
  • Bedeutung sozialer Netzwerke für den Integrationsprozess

Auszug aus dem Buch

5.4 Freizeitverhalten und Peer Group

Eine wichtige Rolle bei der sozialen Integration jugendlicher Aussiedler spielen die Kontakte zu Gleichaltrigen. Auch im Herkunftsland gehörten Peerbeziehungen zur Normalität des Aufwachsens. Während der Periode, die die Aussiedler in den Übergangswohnheimen verbringen, beschränkt sich der Kontakt überwiegend auf Personen der eigenen Gruppe (Strobl und Kühnel 2000:38). Bei einer Befragung von jugendlichen polnischen Aussiedlern in niedersächsischen Städten fiel zunächst auf, dass knapp 20 Prozent der Befragten gar keine einheimischen Freunde und Bekannten hatten. 57 Prozent gaben an, dass sie im Herkunftsland sehr viel häufiger als nach der Aussiedlung mit Bekannten und Freunden Kontakt gehabt hätten (Hofmann 1995:204). Daraus lässt sich schliessen, dass es den Aussiedlern nicht gelingt, den gewohnten sozialen Zusammenhalt am Ankunftsort zu rekonstruieren. Die Probanden lebten zum Zeitpunkt der Befragung schon mindestens zwei Jahre in Deutschland (Hofmann 1995:200). Die Qualität der sozialen Kontakte in derselben Studie gab ebenfalls ein klares Bild ab: Sehr gute Kontakte, das heisst gegenseitige Besuche zuhause und Einladungen, existierten mit Abstand am häufigsten zu Mitgliedern der Eigengruppe (Hofmann 1995:206). Auch die Studie von Ködderitzsch (1997:98) ergab, dass die Russlanddeutschen ihre Freizeit mit über 86 Prozent am liebsten mit anderen Aussiedlern verbrachten. Damit wird die besondere Bedeutung der eigenen Aussiedlergemeinschaft als Peer Group unterstrichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in das Thema der Aussiedlermigration seit 1989 ein und definiert die zentralen Forschungsfragen zur Integration und Netzwerkbildung dieser Personengruppe.

2. Definitionen: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen für Aussiedler und Spätaussiedler erläutert sowie der soziologische Begriff der sozialen Integration definiert.

3. Deutschland als Zuwanderungsland: Ein historischer Überblick: Dieses Kapitel gibt einen Rückblick auf die Entwicklung des Aussiedlerphänomens von der Nachkriegszeit bis zur massiven Zuwanderung nach 1989.

4. Staatliche Integrations- und Regulierungsmassnahmen: Hier werden die politischen Reaktionen des Bundeskabinetts und die rechtlichen Maßnahmen zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung dargestellt.

5. Integrationsindikatoren bei jugendlichen Aussiedlern: Es folgt ein Vergleich empirischer Studien zu den Faktoren Sprache, Familie, Schule, Freizeitverhalten und Segregation bezüglich der spezifischen Situation junger Aussiedler.

6. Der Einfluss von Aussiedlernetzwerken auf die soziale Integration: Dieses Kapitel analysiert, wie soziale Kontakte und familiäre Bindungen einerseits die Ankunft erleichtern, andererseits aber auch zu Exklusion führen können.

7. Fazit: Die Arbeit resümiert die Integrationserfolge und -hürden und betont die Notwendigkeit weiterer sozialpolitischer Ansätze, insbesondere im Bildungsbereich.

Schlüsselwörter

Aussiedler, Spätaussiedler, soziale Integration, Migration, Jugendliche, Deutschland, Netzwerkbildung, Sprachkompetenz, Schule, Arbeitsmarkt, Segregation, Zuwanderungsregulierung, Transnationale Migration, Identität, Sozialpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der sozialen Integration von jugendlichen Aussiedlern, die nach der deutschen Wiedervereinigung in die Bundesrepublik eingewandert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der rechtliche Status, die historische Entwicklung der Migration, staatliche Integrationsmaßnahmen sowie verschiedene Indikatoren wie Sprache, Bildung und soziale Netzwerke.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist eine Bestandsaufnahme der Integrationssituation, insbesondere die Frage, wie Jugendliche zurechtkommen, ob eine Akzeptanz durch die Bevölkerung erfolgt und welche Rolle Netzwerke spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die Ergebnisse verschiedener empirischer Studien und sozialwissenschaftlicher Konzepte zusammenführt und vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick, die Darstellung staatlicher Maßnahmen und eine detaillierte Untersuchung spezifischer Integrationsindikatoren bei jugendlichen Aussiedlern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind Aussiedler, Integration, Migration, Sprachkompetenz, Netzwerkbildung, Jugendliche und staatliche Integrationspolitik.

Welche Rolle spielt die Schule für die Integration?

Die Schule wird als zentraler Ort des Austausches und der Informationsvermittlung identifiziert, der dazu beiträgt, Selbstsicherheit zu gewinnen und Sprachbarrieren abzubauen.

Wie wirken sich soziale Netzwerke auf die Integration aus?

Netzwerke können den Start in Deutschland erleichtern, indem sie bei der Wohnungs- oder Arbeitssuche unterstützen, bergen aber auch die Gefahr einer sozialen Abschottung.

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Details

Title
Soziale Integration von jugendlichen Aussiedlern in Deutschland
College
University of Fribourg
Course
Proseminar: Transnationale Migration
Grade
5.25
Author
Oliver Hilber (Author)
Publication Year
2009
Pages
21
Catalog Number
V122156
ISBN (eBook)
9783640269143
Language
German
Tags
Soziale Integration Aussiedlern Deutschland Proseminar Transnationale Migration
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Hilber (Author), 2009, Soziale Integration von jugendlichen Aussiedlern in Deutschland, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122156
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