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Sachtexte - Gattungen für schwächere Leser

Title: Sachtexte - Gattungen für schwächere Leser

Term Paper , 2002 , 14 Pages , Grade: 1

Autor:in: Julia Koller (Author)

Didactics for the subject German - Pedagogy, Linguistics
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„Mädchen sind in der Schule fleißiger und leiser, aber nicht klüger, sie haben lieber Kunst als Sport, auf dem Computer spielen sie nicht so viel, und wenn, dann lieber Denkspiele, sie zeigen mehr Interesse am Lesen, sie lesen am liebsten Pferdebücher, z.B. Wendy, sie reiten auch gerne und kümmern sich um Pferde. Jungen legen keinen so großen Wert auf die Schule, ihr Lieblingsfach ist Sport, sie spielen gerne Fußball, auf dem Computer spielen sie lieber Kampfspiele, wenn Jungen lesen, dann lesen sie Krimis und Detektivgeschichten oder Comics.“1 Dieses Zitat, das von einem 11-jährigen Schüler stammt, der die Schul- und Freizeitinteressen von Jungen und Mädchen beschreiben sollte, spiegelt eine, nicht nur bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitete Meinung wieder: Jungen toben sich gerne aus, sind technikbegeistert und lesen, wenn überhaupt nur Sach- und Abenteuertexte, während Mädchen eher die ruhigeren, tierliebe und naturbegeisterten sind, die Nachmittage damit verbringen können in die Fantasiewelt eines Pferde- oder Mädchenbuches einzutauchen.

Dies ist nur ein kleiner Auszug aus den unterschiedlichen Eigenschaften, die den beiden Geschlechtern zugeschrieben werden. Im Folgenden möchte ich mich jedoch speziell mit einem Punkt befassen, nämlich damit, wie das Leseverhalten von Mädchen und Jungen ist. Gibt es Unterschiede, wenn ja welche und haben diese dann Auswirkungen auf den Deutschunterricht?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. ERGEBNISSE ZUR UNTERSUCHUNG EINES GESCHLECHTSPEZIFISCHEN LESEVERHALTENS

3. ZUSAMMENHANG DER ERGEBNISSE MIT DEM DEUTSCHUNTERRICHT

4. FÖRDERUNG SCHWÄCHERER LESER DURCH SACHTEXTE: BEISPIELE

4.1. ZU DER AUSWAHL DER TEXTE

4.2. DIE TEXTBEISPIELE

4.2.1. Dinosaurier Texte

4.2.2. Verschiedene Texte

Zielsetzung und Themenfelder

Die Arbeit untersucht bestehende geschlechtsspezifische Unterschiede im Leseverhalten von Kindern und Jugendlichen sowie deren Auswirkungen auf den Deutschunterricht, um daraus methodische Ansätze zur gezielten Förderung schwächerer Leser durch den Einsatz von Sachtexten abzuleiten.

  • Analyse der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Leseinteresse und in der Lesesozialisation.
  • Evaluation des Einflusses schulischer Leseförderung auf Jungen und Mädchen.
  • Identifikation des Potenzials von Sachtexten zur Steigerung der Lesemotivation.
  • Praktische Auswahl und Aufbereitung von Textbeispielen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden.

Auszug aus dem Buch

Blüten, Blüten überall

Die Amseln pfiffen es von den Dächern: es war Frühling! Blüten, Blüten überall: Tulpen, Hyazinthen, Forsythien und Mandelbäumchen. Aber etwas blühte im Verborgenen, das war das heimliche Geschäft von Detlev Lilienborn... Er arbeitete Tag und Nacht im Keller einer ehemaligen Bäckerei. Und es lief wie das Brezelbacken. Schließlich stand die Urlaubssaison vor der Tür, und da ging seine Ware weg, wie heiße Semmeln! Was Detlev Lilienborn fabrizierte?

Nun, das ist leicht zu erraten: Blüten, Blüten, Blüten! Und darunter waren die unterschiedlichsten Sorten, die Menschen als Dollars, Franken, Rubel oder Drachmen bezeichnet hätten, so täuschend ähnlich sahen sie den echten Geldscheinen.

Kein Wunder, dass Detlev Lilienborns Falschgeld auf dem schwarzen Markt reißenden Absatz fand.

An einem Abend im Mai machte der Falschmünzer Kassensturz und stellte fest, dass er für dieses Jahr genug „gearbeitet“ hatte. Jetzt ging es darum, seine Fälscherwerkstatt für eine Weile von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Rechtzeitig aufhören und verduften – das war von jeher das beste Erfolgsrezept für einen Blütenhersteller. Detlev räumte seine Werkzeuge weg und versteckte sie in einer alten Scheune auf dem Lande. Auch von den letzten falschen Geldscheinen trennte er sich. Er hatte genug „echte“ dafür bekommen. Drei Narzissen in einer Vase – das waren die einzigen Blüten, die noch in der Werkstatt übrig blieben. Und auch die waren echt. Gerade als er dabei war, seine Werkstatt abzuschließen und in den – wie er meinte – verdienten Jahresurlaub zu fahren, hielt vor der Bäckerei ein dunkelgrüner Wagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet anhand von Schülerzitaten verbreitete Stereotype über das Leseverhalten von Jungen und Mädchen und wirft die Forschungsfrage nach den Auswirkungen auf den Unterricht auf.

2. ERGEBNISSE ZUR UNTERSUCHUNG EINES GESCHLECHTSPEZIFISCHEN LESEVERHALTENS: Dieses Kapitel präsentiert Studienergebnisse, die geschlechtsspezifische Unterschiede bei Lesefreude und -kompetenz belegen und diese auf soziale Prägung sowie unterschiedliche Leseinteressen zurückführen.

3. ZUSAMMENHANG DER ERGEBNISSE MIT DEM DEUTSCHUNTERRICHT: Hier wird analysiert, warum die derzeitige Literaturauswahl im Deutschunterricht Mädchen stärker anspricht als Jungen und welche Konsequenzen dies für die Unterrichtsgestaltung hat.

4. FÖRDERUNG SCHWÄCHERER LESER DURCH SACHTEXTE: BEISPIELE: Das Kapitel begründet den Einsatz von Sachtexten zur Förderung schwächerer Leser und liefert eine praxisnahe Sammlung von Textbeispielen.

4.1. ZU DER AUSWAHL DER TEXTE: Es werden didaktische Kriterien für die Auswahl und Gestaltung von Texten in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen dargelegt.

4.2. DIE TEXTBEISPIELE: Dies ist der praktische Teil, der konkrete Lesetexte zu verschiedenen Themengebieten für den Unterrichtseinsatz präsentiert.

4.2.1. Dinosaurier Texte: Vorstellung dreier Sachtexte über Dinosaurier, die nach Schwierigkeitsgraden gestuft sind.

4.2.2. Verschiedene Texte: Präsentation weiterer Sachtexte zu diversen Sachthemen mit variierenden Anforderungen an das Leseverständnis.

Schlüsselwörter

Leseförderung, Leseverhalten, geschlechtsspezifisch, Jungen, Mädchen, Sachtexte, Lesekompetenz, Lesemotivation, Deutschunterricht, Lesesozialisation, Textauswahl, Lesefreude, Leseschwierigkeiten, Didaktik, Lesetraining.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der geschlechtsabhängigen Lesesozialisation von Schülern und untersucht, wie Sachtexte als Mittel zur Leseförderung, insbesondere bei Jungen, im Deutschunterricht eingesetzt werden können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Unterschiede im Leseinteresse, die Bedeutung des Leseumfelds, die kritische Reflexion des Deutschunterrichts sowie die didaktische Aufbereitung von Sachtexten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine gezielte Auswahl von Sachtexten auch leseschwächere Schüler motiviert und gefördert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse bestehender Studien (u.a. Bertelsmann Stiftung, IEA) zur Lesesozialisation sowie auf einer didaktischen Zusammenstellung von Praxisbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert messbare Unterschiede im Leseverhalten beider Geschlechter, hinterfragt die aktuelle Auswahl fiktionaler Literatur im Unterricht und bietet konkrete, nach Schwierigkeitsgraden gegliederte Sachtexte an.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Leseförderung, geschlechtsspezifisches Leseinteresse, Sachtexte, Didaktik und Lesemotivation charakterisiert.

Warum sind Sachtexte besonders für Jungen geeignet?

Die Autorin argumentiert, dass Jungen häufig ein stärkeres Interesse an Sach- und Sachthemen (Technik, Abenteuer) zeigen und diese Texte aufgrund ihrer kürzeren Struktur und Sachorientierung oft ansprechender finden.

Welcher Hinweis steckt hinter dem Beispiel „Blüten, Blüten überall“?

Dieses Beispiel illustriert einen Krimi-Sachtext, der durch den Aufbau einer Geschichte (hier: Kriminalfall) Jungen zum Lesen motivieren soll, während gleichzeitig ein Detektiv-Arbeitsauftrag das genaue Textverständnis schult.

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Details

Title
Sachtexte - Gattungen für schwächere Leser
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl Didaktik des Deutschen)
Course
Gattungen für schwächere Leser
Grade
1
Author
Julia Koller (Author)
Publication Year
2002
Pages
14
Catalog Number
V12215
ISBN (eBook)
9783638181532
Language
German
Tags
didaktik literatur sachtext dinosaurier dino krimi rätsel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Koller (Author), 2002, Sachtexte - Gattungen für schwächere Leser, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12215
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