Das Analyseziel der finanzwirtschaftlichen Jahresabschlussanalyse liegt in der Gewinnung von Informationen über die Kapitalverwendung (Investitionsanalyse), Kapitalaufbringung (Finanzierungsanalyse) und über die Beziehung zwi-schen Kapitalverwendung und -aufbringung (Liquiditätsanalyse). Aus dieser finanzwirtschaftlichen Analyse lassen sich Erkenntnisse über die finanzielle Stabilität des Unternehmens gewinnen, was wiederum die Grundlage für die anschließende Analyse der Ertragskraft bildet.
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Inhaltsverzeichnis
1 Einführung
2 Die betriebliche Finanzwirtschaft
2.1 Zusammenhang zwischen Finanzierung und Investition
2.2 Finanzierungsalternativen
2.3 Finanzierungsregeln
2.3.1 Vertikale Finanzierungsregel
2.3.2 Horizontale Finanzierungsregeln
3 Liquidität
3.1 Begriff der Liquidität
3.2 Liquidität und finanzwirtschaftliche Analyse
3.3 Fristenkongruenz
4 Kennzahlen zur Liquiditätsanalyse
4.1 Lang- und mittelfristige Liquiditätskennzahlen
4.1.1 Deckungsgrad A
4.1.2 Deckungsgrad B
4.1.3 Deckungsgrad C
4.2 Kurzfristige Liquiditätskennzahlen
4.2.1 Liquidität 1. Grades
4.2.2 Liquidität 2. Grades
4.2.3 Liquidität 3. Grades
4.3 Working Capital
4.4 Weitere Kennzahlen zur finanzwirtschaftlichen Analyse
4.4.1 Effektivverschuldung
4.4.2 Netto-Finanzschulden
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Durchführung einer fundierten finanzwirtschaftlichen Analyse der Lufthansa AG sowie der Swiss International Air Line Ltd unter besonderer Berücksichtigung der Liquiditätssituation. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich die finanzielle Stabilität der Unternehmen im Zeitraum von 2002 bis 2004 anhand verschiedener Kennzahlen widerspiegelt und bewerten lässt.
- Grundlagen der betrieblichen Finanzwirtschaft und Finanzierungsregeln
- Statische Liquiditätsanalyse anhand von Bilanzkennzahlen
- Lang- und mittelfristige Deckungsgrade (A, B, C)
- Kurzfristige Liquiditätsgrade (1., 2. und 3. Grades)
- Working Capital sowie absolute Verschuldungskennzahlen
Auszug aus dem Buch
3.1 Begriff der Liquidität
Liquidität ist die Fähigkeit des Unternehmens, zu jedem Zeitpunkt die fälligen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können. Die Liquidität ist wichtig für alle am Unternehmen interessierten Gruppen, vor allem für potentielle Gläubiger, Lieferanten und Arbeitnehmer, da Illiquidität zum Konkurs des Unternehmens und damit zum Verlust ihrer Ansprüche gegenüber dem Unternehmen führen kann. Die Liquidität wird in verschiedene Begriffe eingeteilt.
Die absolute Liquidität bezeichnet die Rückverwandlung eines Vermögensgegenstandes in Zahlungsmittel. Die natürliche Liquidität bezeichnet dabei einen Vermögensgegenstand, der im Produktionsprozess zum Einsatz kommt, während die künstliche Liquidität den Erlös ausdrückt, der durch den sofortigen Verkauf des Gegenstandes erzielt wird.
Die relative Liquidität bezieht sich auf ein Rechtssubjekt, also auf ein Unternehmen, und beschreibt dessen Fähigkeit, Ein- und Auszahlungen in zeitlicher und betragsmäßiger Hinsicht abzustimmen. Die dynamische Liquidität stellt alle zukünftig anfallenden Ein- und Auszahlungen gegenüber und wird mit Hilfe einer Kapitalflussrechnung ermittelt. Die statische Liquidität bezieht sich auf den Vergleich von Bilanzposten und ist damit eine zeitpunktbezogene Betrachtung. Gegenstand soll im Folgenden nur die Betrachtung der statischen Liquidität sein.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung: Diese Einleitung definiert das Ziel der finanzwirtschaftlichen Jahresabschlussanalyse und erläutert die verschiedenen Bereiche wie Investitions-, Finanzierungs- und Liquiditätsanalyse.
2 Die betriebliche Finanzwirtschaft: Das Kapitel behandelt den Zusammenhang zwischen Finanzierung und Investition sowie verschiedene Finanzierungsalternativen und -regeln, die das finanzielle Gleichgewicht eines Unternehmens sichern sollen.
3 Liquidität: Hier werden der Begriff der Liquidität, deren systematische Einteilung sowie die Bedeutung der statischen Liquiditätsanalyse und des Prinzips der Fristenkongruenz detailliert erläutert.
4 Kennzahlen zur Liquiditätsanalyse: Dieser Hauptteil widmet sich der konkreten Berechnung und Interpretation von Kennzahlen wie Deckungsgraden, Liquiditätsgraden, Working Capital und der Verschuldung unter Anwendung auf Lufthansa und Swiss.
5 Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die Analyseergebnisse für beide Airlines zusammen und diskutiert das Zielkonfliktpotenzial zwischen Rentabilität und Liquidität.
Schlüsselwörter
Finanzwirtschaftliche Analyse, Liquidität, Bilanzanalyse, Lufthansa AG, Swiss International Air Line Ltd, Deckungsgrad, Fristenkongruenz, Working Capital, Effektivverschuldung, Netto-Finanzschulden, Eigenkapital, Fremdkapital, Finanzierungsregeln, Statische Liquiditätsanalyse, Unternehmensfinanzierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der finanzwirtschaftlichen Analyse von Jahresabschlüssen, mit einem speziellen Fokus auf die Liquiditätslage von Unternehmen am Beispiel der Luftfahrtbranche.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Zentrum stehen die Struktur der Unternehmensfinanzierung, die Einhaltung betriebswirtschaftlicher Finanzierungsregeln und die Messung der Liquidität durch diverse Kennzahlen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die finanzielle Stabilität der Lufthansa AG und der Swiss International Air Line Ltd im Zeitraum von 2002 bis 2004 zu bewerten und Trends in deren Liquiditätssituation aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der statischen Bilanzanalyse, bei der auf Basis von Bilanzstichtagswerten verschiedene Liquiditäts- und Deckungskennzahlen berechnet und im Zeitverlauf interpretiert werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von lang- und mittelfristigen Deckungsgraden, kurzfristigen Liquiditätsgraden sowie die Analyse von Working Capital und Verschuldungskennzahlen wie Effektivverschuldung und Netto-Finanzschulden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Bilanzanalyse, Liquidität, Deckungsgrade, Fristenkongruenz und die finanzwirtschaftliche Kennzahlenanalyse.
Warum wird im Fazit ein negativer Trend bei der Swiss betont?
Der Trend korreliert mit der historischen wirtschaftlichen Schieflage der Airline in diesem Zeitraum, die durch eine Halbierung des Eigenkapitals und eine dauerhafte Unprofitabilität gekennzeichnet war.
Welcher Zielkonflikt wird bei der Liquiditätsanalyse genannt?
Die Arbeit identifiziert den klassischen Konflikt zwischen dem Wunsch nach hoher Liquidität zur Sicherheit und dem Streben nach Rentabilität, da eine zu hohe Barliquidität die Kapitalrentabilität mindert.
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- Diplom-Betriebswirtin (FH) Meike Lehmann (Author), 2005, Finanzwirtschaftliche Analyse der Lufthansa AG und der Swiss International Air Line Ltd, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122192