Wer sich schon immer gefragt hat was Filme wie "Alien", "Pulp Fiction","L.A. Confidential" oder "Lost Highway" gemeinsam haben findet hier die Antwort: Sie alle haben große Anleihen aus den klassischen Film Noir der 40er und 50er Jahre und das macht einen Großteil ihres Charme aus.
Der erste Teil der Arbeit beschäftigt sich mit dem Film noir, geht auf Entstehungsbedingungen, Erzählstrukturen, Themen usw. ein. Der zweite Teil behandelt dann den Neo noir als die moderne Variante.
Mit dem Wissen aus dieser Arbeit wird der Leser beim eigenen Filmgenuss mitbekommen wie viele Filme noir Elemente in sich tragen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Der klassische Film noir
2.1. Begriffsentstehung und -praxis
2.2. Entstehungsbedingungen
2.3. Themen
2.4. Stilistische Phänomene
2.5. Erzählstrukturen
2.6. Film noir als Genre?
2.7. Das Verschwinden des klassischen Film noir
3. Vom Film noir zum Neo noir
3.1. Film noir als Methode
3.2. Gesellschaftliche Krisen als Auslöser des noir?
3.3. Die Rennaissance des noir-Films
3.4. Themen des zeitgenössischen Film noir
3.5. Stilmerkmale im zeitgenössischen Film noir
3.6. Erzählstrukturen im zeitgenössischen Film noir
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die filmische Entwicklung vom klassischen Film noir hin zum zeitgenössischen Neo noir, um zu analysieren, ob es sich um zwei klar voneinander abgrenzbare Phasen oder um eine kontinuierliche ästhetische Evolution handelt, die bis heute Bestand hat.
- Vergleichende Analyse von Themen, Ästhetik und Erzählstrukturen.
- Kritische Auseinandersetzung mit der Klassifizierung des Film noir als Genre.
- Untersuchung des Einflusses gesellschaftlicher Krisen auf das Noir-Kino.
- Betrachtung technischer Modernisierungen und deren Auswirkungen auf die filmische Darstellung.
Auszug aus dem Buch
2.4. Stilistische Phänomene
Die Produzenten und Gestalter des klassischen Film noir erfanden keine neuen Stiltechniken, sondern verwendeten die bis dahin im Studiosystem entwickelten Techniken lediglich anders. Im historischen Film noir gab es zahlreiche Verletzungen der von den Hollywood-Studios favorisierten realistischen Konventionen.
Der klassische Film noir bediente sich aus vielen verschiedenen Filmtechniken. Einige sind jedoch besonders häufig verwendet worden:
Am Auffälligsten ist vielleicht, dass viele Szenen so ausgeleuchtet wurden als wenn es nachts wäre, sowohl im Freien als auch in Gebäuden. Beim Zuschauer wird das Gefühl hervorgerufen, dass ewiges Dunkel herrscht.
Diagonale und vertikale Muster und Linien wurden betont, waagerechte vernachlässigt.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Kontinuität des Film noir und erläutert die methodische Unterteilung in eine klassische und eine zeitgenössische Periode.
2. Der klassische Film noir: Dieses Kapitel behandelt die historischen Entstehungsbedingungen, die zentralen thematischen und stilistischen Merkmale sowie die theoretische Debatte um die Genre-Frage.
3. Vom Film noir zum Neo noir: Das Kapitel analysiert die Weiterentwicklung des Film noir als Methode, die Einflüsse gesellschaftlicher Krisen und die stilistischen sowie erzählerischen Modifikationen im zeitgenössischen Kino.
Schlüsselwörter
Film noir, Neo noir, Noir-Methode, Subjektivierung, femme fatale, Hartgesottene Tradition, Ästhetik, Erzählstrukturen, Hollywood, Genre-Theorie, Zeitgenössisches Kino, Lichtgestaltung, psychologische Motivation, Bedrohungsszenarien, Postmoderne.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die historische Entwicklung und die filmischen Charakteristika des Film noir, ausgehend von den Klassikern der 1940er und 1950er Jahre bis hin zum modernen Neo noir.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die Arbeit beleuchtet Themen wie die Entstehungsbedingungen, stilistische Phänomene wie Low-Key-Beleuchtung, Erzählstrukturen sowie die Frage, ob der Film noir als Genre oder als filmisches Verfahren zu verstehen ist.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass der Film noir keine abgeschlossene historische Phase darstellt, sondern eine permanente ästhetische Evolution ist, die sich in zeitgenössischen Produktionen fortsetzt.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse filmwissenschaftlicher Diskurse und eine komparative Analyse von Filmbeispielen und deren stilistischer und narrativer Gestaltung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des klassischen Film noir und dessen Weiterentwicklung zum Neo noir, wobei Themen, Stilmittel und Erzähltechniken systematisch gegenübergestellt werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die zentralen Begriffe sind Film noir, Neo noir, Subjektivierung, Ästhetik und die kritische Auseinandersetzung mit Genrezuschreibungen.
Inwiefern hat der "Production Code" den klassischen Film noir beeinflusst?
Der Production Code erzwang durch Zensur bei der Darstellung von Gewalt und Sexualität eine ästhetische Verschiebung hin zu witzigen Anspielungen und indirekten Darstellungen, was zum Charme vieler klassischer Filme beitrug.
Warum wird der Film noir im Text teilweise als "Methode" und nicht als "Genre" bezeichnet?
Der Autor argumentiert, dass Film noir kein starres Produkt ist, sondern ein filmisches Verfahren zur Subjektivierung der Perspektive, das unabhängig von Zeitspannen oder Genre-Grenzen angewendet werden kann.
- Citation du texte
- Ulf Sthamer (Auteur), 2004, Vom Film noir zum Neo noir, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122219