Lernmotivation aus pädagogischer Sicht

Motivationstheorien, motivationale Einflüsse und neue Ansätze in der Lernmotivation


Hausarbeit, 2006

21 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Begründung des Themas

2. Begriffserklärungen
2.1. Motiv und Motivation
2.2. Intrinsische und extrinsische Motivation
2.3. Klassische Motivationstheorien
2.3.1 Anreiztheoretischer Ansatz
2.3.2 Humanistische Theorien
2.3.3 Kognitive Theorien
2.4 Motivierende Einflüsse auf das Lernen
2.4.1 Lernmotivation durch geeignete Rahmenbedingungen
2.4.2 Entwicklung von Methodenkompetenz der Lernenden
2.4.3 Motivation durch den Lehrenden
2.4.4 Lehrer- Schüler- Verhältnis
2.5 Neue Ansätze der Lernmotivation
2.5.1 Differenzierung der Motivationsarten
2.5.2 Intrinsische und extrinsische Lernmotivation
2.5.3 Das Flow- Erleben
2.5.4 Konsequenzen für den Unterricht

3. Schluss
3.1 Fazit
3.2 Ausblick

1. Einleitung:

„Wenn dich jemand fragt, wie er ein gutes Boot bauen soll, erzähle ihm nicht, woher das Holz kommen soll,

wie er es schneidet und zusammenfügt.

Erzähle ihm stattdessen von der unendlichen Schönheit des Meeres.“

Diese doch sehr nachhaltige Aussage von Antoine de Saint- Exupery ist in der pädagogischen Lernmotivationsforschung ein wichtiger Ansatzpunkt sowie eine Zusammenfassung neuerer Ansätze in diesem Bereich.

Das zentrale Anliegen in der Lernmotivationsforschung ist die Frage nach Bedingungen, die das Lernen sowie die Lernleistung durch Lernmotivation fördern können.

Dazu gibt es unter anderem eine Fülle von Motivationstheorien und mittlerweile auch neue pädagogische Ansätze, die eine Erweiterung der Motivationstheorien darstellen.

Viele Lehrende beschäftigten sich in der Vergangenheit und in der Gegenwart mit motivationalen Bedingungen, die das Lernen fördern sollen, um optimale Lernergebnisse zu sichern, aber auch in Zukunft wird es bestimmt noch einige Forschungen über Lernmotivation geben. Hier kann festgestellt werden, dass die Lernmotivationsforschung ein sehr relevantes und aktuelles Thema in diversen Gebieten ist.

Meine zentrale Fragestellung als zukünftige Pflegepädagogin ist nun, welche Faktoren notwendig und angebracht sind, um die Lernenden zum Lernen zu motivieren, zumal es in der heutigen Zeit immer wieder vorkommt, dass die Lernmotivation nach geraumer Zeit nachlässt. Deswegen möchte ich schwerpunktmäßig Motivationstheorien darstellen und erläutern, deren Anwendung ich auf das Lernen beziehen werde; zusätzlich werde ich mich kritisch mit Faktoren auseinander setzen, durch die die Lernmotivation positiv beeinflusst werden kann. Der dritte Schwerpunkt meiner Hausarbeit sind neuere Ansätze in der Lernmotivationsforschung, die vermutlich noch nicht in allen Lehreinrichtungen bekannt sind.

Die vorliegende Hausarbeit kann sich aber nur auf einen kleinen Teil der Lernmotivation aus pädagogischer Sicht beschränken, alles andere würde den Rahmen einer Hausarbeit übersteigen.

Das Ziel dieser Hausarbeit ist ein inhaltlich mit der Vorlesung zugrundeliegendes Thema meiner Wahl aufzugreifen und dies systematisch und kritisch darzustellen.

Die Begründung, warum ich mich gerade für das Thema der Lernmotivation entschieden habe, liegt in der aktuellen Relevanz der pädagogischen Diskussionen über die Motivation beim Lernen, zumal es immer wieder zu beobachten ist, dass unter anderem das Interesse der Lernenden am Lernen schwindet und dies ein ernst zu nehmendes Problem in der Pädagogik darstellt.

Ich möchte in dieser Hausarbeit, nach Klärung von Begriffen wie Motiv und Motivation, intrinsische und extrinsische Motivation, einige klassische Motivationstheorien aufzeigen und erläutern, deren Aussagen ich auf das Lernen beziehen werde.

Anschließend möchte ich mich mit motivierenden Einflüssen bezüglich des Lernens und neueren Ansätzen der Lernmotivationsforschung intensiv und kritisch auseinandersetzen.

In dieser Hausarbeit werde ich meist für alle Personen, die Lernleistungen erbringen, egal ob männlich oder weiblich, die Pluralform „Lernende“ oder je nach Zusammenhang und Einzelfall Schüler, Lernende und Lernender verwenden. Dem soll keinesfalls Wertung beigemessen werden und natürlich auch nicht die Individualität der Personen in Frage stellen, sondern lediglich die Aufzählung beider Geschlechter darstellen, da meist in einer Lerngruppe mehrere Personen sind. Ich befasse mich in dieser Hausarbeit allgemein mit motivierenden Lerneinflüssen in einer Lerngruppe, auf diverse Einzellernformen werde ich nicht eingehen.

2. Begriffserklärungen

2.1. Motiv und Motivation

In der Umgangssprache wird unter dem Begriff „Motiv“ meist der bewusste Beweggrund des Handels verstanden. Dabei wird zwischen den einzelnen Begriffen „Motiv“ und „Motivation“ in älteren Literaturen kaum unterschieden; beide werden weitgehend im Sinne von „Absicht“ verwendet (vgl. dazu Knörzer 1976, 14).

Ich möchte einige verschiedene Auffassungen des Begriffes „Motivation“ aufführen, werde aber nur die für mich relevanten und nachdrücklichen Definitionen aufzeigen, um dadurch die unterschiedliche Entwicklung der Auffassungen, was „Motivation“ eigentlich bedeutet, darzustellen. Insgesamt kann gesagt werden, dass es in den letzten Jahrzehnten zu einer veränderten Anschauung des Motivationsbegriffes kam; weg von den ursprünglich gemeinten körpernahen Prozessen (Atkinson,1964; Mc Clelland, Clark& Lowell, 1953) in Richtung höhere kognitive Inhalte (Heckhausen 1977,1980, 1989, 2006; Weiner, 1974,1991). Heckhausen (1980, 25) meint hierzu:

“Die Motivierung des Handelns durch ein bestimmtes Motiv wird als <Motivation> bezeichnet. Motivation wird als ein Prozess gedacht, der zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten auswählt, das Handeln steuert, auf die Erreichung motivspezifischer Zielzustände richtet und auf dem Weg dahin in Gang hält. Kurz: Motivation soll die Zielgerichtetheit des Handelns erklären.“

Diese Definition ist sehr einfach zu verstehen, nun eine Definition von Knörzer (1976, 139) über Lernmotivation:

„Unter Lernmotivation soll im Anschluss an Heckhausen (1965, 194) die momentane Bereitschaft eines Individuums verstanden werden, sensorische, kognitive und motorische Funktionen in einer durch schulische Anforderungen vorstrukturierten Lernsituation darauf zu richten und derart zu koordinieren, dass ein vorgegebenes Lernziel erreicht wird.“

Eine etwas neuere Definition von Bernd Ott (2000, 69) versteht unter dem Begriff

„Motivation“:

„Motivation dient zur Erklärung der gesteuerten Dynamik des zielgerichteten Verhaltens, der Erwartung von Handlungsfolgen und der gefühlsmäßigen Besetzung von Absichten, wenn ein Motiv durch eine Situation angeregt wird. Ist ein Motiv bei einer Person stark ausgeprägt, so reagiert sie in einer äußeren (das Motiv betreffend) Situation so, dass sie eine Spannung aufbaut, die durch bestimmte Handlungen verringert werden kann.“

Julius Kuhl (2001, 52) bezeichnet den verallgemeinerten Begriff der „Motivation“ als

gesamtes Prozessgeschehen, dass die Entstehung und Umsetzung zielgerichteten Verhaltens vermittelt, also auch die höheren kognitiven Funktionen (also auch die entsprechende Persönlichkeitsdisposition).“

Hier wird die oben genannte Entwicklung der Anschauung von Motivation deutlich, ich führe diese Definitionen zum besseren Verständnis des Begriffes „Motivation“ auf. Es fällt auf, dass bei der Erklärung des Begriffes der Motivation, das zielgerichtete Handeln sehr stark in den Vordergrund rückt. Das Wort „motivation“ ist im Amerikanischen verständlicher; die Eindeutschung dieses Wortes ist aber, wie nun schon in den verschiedenen von mir aufgezählten Definitionen, unscharf. In dem Bestseller von Reinhard K. Sprenger „ Mythos Motivation“ (2002, 21) werden darunter:„ die Beweggründe verstanden, die als Antwort auf das <Warum> des Verhaltens gemeint werden.“

Mittlerweile ist das Wort „ Motivation“ heute schon ein Schlüsselbegriff, ein Synonym für den Begriff „Führung“. Wenn Führen aber heißen soll, Lernende zielbezogen zu bewegen, so ist die Verbindung mit Motivieren auch sprachgeschichtlich: <motivieren> kommt ursprünglich aus dem Lateinischen „movere “ und bedeutet soviel wie „bewegen“.

Verfolgt man den Ursprung des Wortes „ Motivation“ noch weiter, wird man wieder auf einen lateinischen Begriff stoßen: „ in movitum ire“, dass bedeutet soviel wie „in das einsteigen, was <den Menschen> bewegt“. (Sprenger, 2002, 21-22)

„Motivation lässt sich definieren als die <aktivierende Ausrichtung des momentanen Lebensvollzugs auf einen positiv bewerteten Zielzustand>“.

(Rheinberg, 2004, 17 in Heckhausen 2006, 331)

In der dritten und jüngsten Auflage von Heinz Heckhausen (2006, 281) meint er folgendes:

„Der Begriff der Motivation bezieht sich auf Prozesse und Phänomene, die mit dem Setzen von Zielen aufgrund deren Wünschbarkeit und Realisierbarkeit zu tun haben.“

Es finden sich in der Literatur noch zahlreiche weitere Definitionen und Erklärungen, wie Motivation aufgefasst wird, je nach den diversen Gebieten, in denen der Begriff eine wichtige Rolle spielt. Gerade die Psychologie befasst sich seit etlichen Jahren viel mit der Motivation, warum ein Mensch motiviert ist, was seine Motivation begünstigt. Ich möchte, wie schon auf Seite 1 erwähnt, nur auf einen kleinen Teil der Lernmotivation aus pädagogischer Sicht in der Schul- und Erwachsenenpädagogik eingehen.

2.2. Intrinsische und extrinsische Motivation

Um das Thema der „Lernmotivation“ besser verstehen zu können, wäre von erheblicher Bedeutung, die Begriffe „intrinsische und extrinsische Motivation“ an dieser Stelle zu erläutern. Diese Unterscheidung ist fast so alt wie die Motivationsforschung an sich; aber noch immer relevant für das Verständnis von Motivation. Eine bis heute aktuelle Relevanz der Unterscheidung dieser Begriffe liegt in der Bedeutsamkeit der Motivationsforschung, insbesondere dann, wenn der Fokus dieser Forschung auf der „Lernmotivation“ liegt. Beim ersten und oberflächlichen Hinsehen erscheint die Erklärung beider Wörter nicht unbedingt sonderlich schwierig.

„Intrinsic“ kommt aus dem Englischen und meint soviel wie „innerlich dazugehörend, eigentlich, wahr oder immanent“. „Extrinsic“ auch aus dem Englischen übersetzt , meint dagegen „äußerlich, nicht dazugehörend, unwesentlich.“ Heckhausen (1989) war der Auffassung, dass intrinsisches Verhalten um seiner selbst willen erfolge, es also nicht bloßes Mittel für einen anderweitigen Zweck sei.

Extrinsisch bedeutete dagegen, eine Sache um anderer Zwecke willen zu betreiben, z.B. auf Grund äußerer Bedingungen. (vgl. Bischoff- Wanner 2003, 153 in Falk/ Kerres 2003)

„Von intrinsischer Motivation können wir dann sprechen, wenn zwischen einem Subjekt (z. B. einem Lernenden) und einem Objekt (z. B. dem zu lernenden Stoff oder einer anderen Person) eine Wechselwirkung besteht, ohne dass damit weiterführende Ziele angestrebt werden (oder dem Beobachter bekannt sind). Von extrinsischer Motivation sprechen wir dann, wenn ein Subjekt sich mit einem Objekt beschäftigt, d. h. ein Wechselwirkungsverhältnis mit einem anderen Objekt eingeht, das einerseits in einem Wechselwirkungsverhältnis mit einer angestrebten, erwünschten Situation oder mit einer gefürchteten Situation steht, deren Eintreten man vermeiden bzw. zur Vermeidung eines möchte. Das Objekt dient somit dem Instrument oder Mittel zur Erreichung eines positiven bzw. zur Vermeidung eines negativen Ziels.“ (Herber 1979, 100- 101)

Heutzutage könnte simplifiziert gesagt werden, die Motivation, die von innen heraus kommt, nennt man „intrinsische Motivation“, die von außen her „extrinsische Motivation“. Auf Anreize bezogen meint Heckhausen (2006, 333) nun folgendes:

„Innen“, also intrinsisch, wären demnach Anreize, die im Vollzug der Tätigkeit liegen, „extrinsisch“ wären die anreizbesetzten Ereignisse oder Veränderungen, die sich einstellen, wenn diese Tätigkeit erfolgreich erledigt ist. Bei dieser Bestimmung von intrinsisch vs. extrinsisch orientiert man sich an der Abfolgestruktur von Aktivitäten: Intrinsisch betrifft den Vollzug der Tätigkeit, Extrinsisch das, was der Tätigkeit als beabsichtigter Effekt nachfolgt.“

Auch wenn gelegentlich aus fachkundiger Seite bezweifelt wird, ob es so etwas wie intrinsische Motivation überhaupt gibt, lassen doch zahlreiche Erfahrungen aus dem Alltag darauf schließen: ich will..., ich will herausfinden, weil mich eine Sache interessiert, weil ich sie spannend finde. Diese beiden Formen der Motivation müssen sich nicht einander ausschließen, sie können auch ineinander übergehen und sich gegenseitig verstärken.

Aus vorerst extrinsischer Motivation kann intrinsische Motivation werden.

In neuen pädagogischen Lernansätzen wird der intrinsischen sowie der extrinsischen Motivation eine hohe und eigene Bedeutung zugemessen, obwohl die intrinsische Lernmotivation als tragfähiger für die Lerneffizienz gilt. (vgl. Götz/ Häfner 1994, 124 in Arnold 2005, 97; Heckhausen 2006, 333)

Ich werde auf diese Erkenntnisse noch ausführlicher auf den Seiten 14 bis 16 meiner Hausarbeit eingehen.

2.3. Klassische Motivationstheorien

Viele Pädagoginnen, Pädagogen, Psychologinnen und Psychologen beschäftigten sich in den letzten Jahrzehnten häufig mit dem Thema Lernmotivation. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Motivationstheorien, ich möchte aber auf die für mich als spätere Pflegepädagogin relevantesten Motivationstheorien eingehen und diese kurz erläutern.

2.3.1. Der Anreiztheoretische Ansatz

Der Anreiztheoretische Ansatz orientiert sich an der ethischen Lehre der griechischen Philosophie des Hedonismus, nach der Glück und Ziel des Menschen im Gefühl der Lust steht; er ermittelt die subjektiven Bedürfnisse der Lernenden sowie die objektiven Zufriedenheitsfaktoren der Lernsituation.

„Als Anreiz- Motivation wird die Tatsache bezeichnet, dass Individuen von Gegenständen oder Ereignissen der Außenwelt angelockt oder abgestoßen werden. Motive und Anreize sind aufeinander bezogen: Ohne Motiv kein Anreiz und keine Vermeidungstendenz. Verschiedene Reizqualitäten können ein Motiv ansprechen, eine Reizqualität mehrere Motive.“ (Schiefele, 1974, 55)

Nach diesem Konzept wird ein Mensch immer zu zwei grundlegenden Verhaltensmustern neigen: zum einen wäre dies die Vermeidung von persönlichen Nachteilen und zum anderen das Erstreben von persönlichen Vorteilen.

Hierbei lassen sich zwei Motivarten ableiten, die einen Menschen zur Lernanstrengung veranlassen: Die Zug- und Druckmotivation.

Zugmotivation heißt in diesem Fall ein attraktives Ziel, z.B. der Besuch einer weiterführenden Schule, eine Fortbildungsmaßnahme, um später dann Aussicht auf einen vorteilhafteren Beruf zu haben.

Bei der Druckmotivation werden Konsequenzen angedroht, beispielsweise schlechte Noten oder nicht bestehen einer Klassenstufe bei nachlassender Leistung.

Seiner bisherigen Lebenserfahrung und kognitiven Entwicklung entsprechend hat jeder Mensch ein bestimmtes Informationsniveau erreicht.

Dies kann sich die Pädagogik zu Nutzen machen, um daran anzuknüpfen und zu fördern. Die Anreiztheorie ist meiner Meinung nach sehr wichtig für die gesamte Pädagogik, gerade für die Erwachsenenpädagogik kann dieser Ansatz sehr gut verwendet werden, da, wie schon erwähnt, die Lernenden eine gewisse kognitive Entwicklung und Lebenserfahrung durchlaufen haben.

In der Erwachsenenpädagogik wird neben der intrinsischen Motivation der Lernenden der extrinsischen Motivation eine große Bedeutung zugesprochen:

„Im Erwachsenenlernen spielen naturgemäß extrinsische Motivationen, wie z.B. die rationale Einsicht der Notwendigkeit des Lernens in der Hoffnung auf (wirtschaftlichen) Erfolg ein große Rolle. Dennoch erweist sich auch hier die intrinsische Motivation als die tragfähigere, denn die Effizienz eines intrinsisch motivierten Lernprozess ist deutlich größer.“ (Götz/ Häfner 1994, 124 in Arnold, 2005, 97)

Dadurch tritt das Bewusstsein ein, wie wichtig Lernen, gute Lernergebnisse und eine gute Schulbildung sind, um nach Beendigung der Schule eine gute Anstellung mit den jeweiligen Vorzügen erhalten zu können.

„Positive Anreize wie Belohnung, sozialer oder wirtschaftlicher Aufstieg nach einer Bildungsmaßnahme verändern die Motive eines Betriebsangehörigen positiv; er wird im Zweifelsfall eher zur Teilnahme an Ausbildungsmaßnamen bereit sein als jener Lernende, der stets zur Fortbildung `gezwungen` wird. Hier kommt die Komponente `Selbstbewertung` zum Tragen: Wer die Erfahrung gemacht hat, seinen Job nach einer Ausbildungsmaßnahme besser zu tun als vorher, wird solchen Angeboten stets Folge leisten.“

(Götz/ Häfner 1994, 124 in Arnold, 2005, 97)

Auch die Auswirkungen der sogenannten Druckmotivation könnten Erwachsene anders, evtl. sogar intensiver empfinden als Heranwachsende, da diese schon eine bestimmte Lebenserfahrung und kognitive Entwicklung durchlaufen haben.

Ich möchte dies nicht verallgemeinern; mir ist natürlich die Subjektivität und die Individualität menschlichen Empfindens bewusst.

Für den Unterrichtenden bedeutet dies:

„Anreize setzen durch Gestaltung der Lernumgebung, durch Einbau attraktiver Lernelemente, durch aktivierende Methoden und durch das eigene Lehrverhalten. Aber auch ein kontroverser Inhalt, etwas Unfertiges, dessen Lösung selbst entdeckt werden muss, hat Aufforderungscharakter.“ (Bischoff- Wanner 2003, 160 in Falk/ Kerres 2003)

Man kann hier die Relevanz dieser Motivationstheorie auf das heutige Lernen deutlich erkennen; Anreize setzen, um Lernmotivation zu erreichen ist eine sehr wichtiger und unabkömmlicher Aspekt in der Pädagogik.

[...]

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Details

Titel
Lernmotivation aus pädagogischer Sicht
Untertitel
Motivationstheorien, motivationale Einflüsse und neue Ansätze in der Lernmotivation
Hochschule
Hochschule Esslingen
Veranstaltung
Lern- und Motivationspsychologie
Note
1,0
Autor
Jahr
2006
Seiten
21
Katalognummer
V122227
ISBN (eBook)
9783640269310
ISBN (Buch)
9783640270408
Dateigröße
1246 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Lernmotivation, Sicht, Lern-, Motivationspsychologie
Arbeit zitieren
Christine Thiel (Autor), 2006, Lernmotivation aus pädagogischer Sicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122227

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