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Die Wendlafigur in Frank Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“

Über die Problematik ihrer kindlichen Sexualität

Title: Die Wendlafigur in Frank Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“

Seminar Paper , 2007 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Manuela Drechsel (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Die vierzehnjährige Wendla Bergmann sowie die Freunde Melchior Gabor und Moritz Stiefel leiden unter der strengen Moral von Schule und Elternhaus. Wendla, die aufgrund der unterlassenen Aufklärung ihrer Mutter von Melchior schwanger ist, wird von dieser zu einer illegalen Abtreibung genötigt, die sie nicht überlebt. Auf ihrem Grabstein steht die Lüge, dass sie an der Bleichsucht gestorben sei. Moritz erschießt sich, weil er nicht versetzt wird und seinen Eltern die Schande ersparen will. Melchior wird im letzten Moment von einem vermummten Herrn am Selbstmord gehindert.
Warum wird Wendla von ihrer Mutter nicht ordnungsgemäß aufgeklärt? Wie geht Wendla mit ihrer kindlichen Sexualität um und wie entwickelt sich die Beziehung zu Melchior?
Diesen Fragen möchte ich mich in meiner Hausarbeit widmen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zu Thema und Ausgestaltung der Arbeit

2. Über den Umgang mit der Sexualität in der Entstehungszeit von „Frühlings Erwachen“

2.1 Definition Sexualität

2.2 Die Tabuisierung der Sexualität im 19. Jahrhundert

3. Die kindliche Sexualität der Wendlafigur

3.1 Wendlas Rolle in der Kindertragödie

3.2 Charakterisierung der Figur Wendla Bergmann

3.2.1 äußere Erscheinung

3.2.2 Soziale Lage

3.2.3 äußeres Verhalten und psychische Dispositionen

3.3 Wendlas masochistische Neigungen

3.4 Die Aufklärung Wendlas durch ihre Mutter

3.5 Wendlas erster Geschlechtsverkehr

3.6 Die Beziehung zwischen Wendla und ihrer Mutter

3.7 Die Beziehung zwischen Wendla und Melchior

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Problematik kindlicher Sexualität am Beispiel der Figur Wendla Bergmann in Frank Wedekinds Drama „Frühlings Erwachen“ unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Tabuisierung des 19. Jahrhunderts.

  • Die moralische Situation und der Umgang mit Sexualität im 19. Jahrhundert.
  • Die Charakterisierung der Wendla Bergmann und ihre Einordnung in die Kindertragödie.
  • Die Analyse der sexuellen Entwicklung von Wendla (masochistische Neigungen, Aufklärung).
  • Die Untersuchung der manipulativen Mutter-Tochter-Beziehung und der Beziehung zu Melchior Gabor.

Auszug aus dem Buch

3.3 Wendlas masochistische Neigungen

Die fünfte Szene im ersten Akt bildet das erste erotische Zentrum des Stücks. Wendla und Melchior begegnen sich im Wald und beginnen ein Gespräch. Sie unterhalten sich über Wendlas Motiv, aus dem heraus sie armen Familien Nahrung und Kleidung bringt. Melchior ist dagegen davon überzeugt, dass auch die Nächstenliebe, die Wendla den Tagelöhnerfamilien angedeihen lässt, nicht uneigennützig ist, wenn sie Befriedigung bedeutet. Abrupt lenkt Melchior das Gespräch dann in eine andere Richtung. Mit der Frage „Was hast du vorhin geträumt, Wendla, als du am Goldbach im Grase lagst?“ macht er deutlich, dass er sich für Wendlas Sexualität interessiert. Wendla offenbart sich ihm sofort. Sie erzählt ihm, dass sie sich im Traum als Bettelkind gesehen hat, das jeden Abend vom Vater geschlagen wird. Wendla selbst ist in ihrem Leben noch nie geschlagen worden.

An dieser Stelle werden ihre masochistische Neigungen zum ersten Mal sichtbar. „Ich habe mich schon selber geschlagen, um zu erfahren, wie einem dabei ums Herz wird.“ Sie bittet Melchior darum, sie zu schlagen. Dieser ist zunächst bestürzt und lehnt es ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zu Thema und Ausgestaltung der Arbeit: Einführung in die Thematik der kindlichen Sexualität in Wedekinds Drama und Darlegung der methodischen Vorgehensweise.

2. Über den Umgang mit der Sexualität in der Entstehungszeit von „Frühlings Erwachen“: Erörterung der prüden Moralvorstellungen und der gesellschaftlichen Tabuisierung des 19. Jahrhunderts, die den Umgang mit Sexualität prägten.

3. Die kindliche Sexualität der Wendlafigur: Detaillierte Charakterisierung Wendlas sowie Analyse ihrer psychischen Entwicklung, ihrer masochistischen Neigungen und ihrer fatalen Beziehungen zu ihrer Mutter und Melchior.

4. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Einschätzung der Rolle Wendlas als Opfer einer heuchlerischen Moral und kurzer Ausblick auf den biographischen Bezug Frank Wedekinds zu seinem Werk.

Schlüsselwörter

Frühlings Erwachen, Frank Wedekind, Wendla Bergmann, Kindertragödie, Sexualität, Tabuisierung, 19. Jahrhundert, Pubertät, Aufklärung, Masochismus, Sadismus, Mutter-Tochter-Beziehung, Melchior Gabor, bürgerliche Moral, Unterdrückung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Figur Wendla Bergmann aus Frank Wedekinds Drama „Frühlings Erwachen“ und untersucht, wie die Problematik ihrer kindlichen Sexualität innerhalb einer restriktiven Gesellschaft dargestellt wird.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der gesellschaftliche Umgang mit Sexualität im 19. Jahrhundert, die Charakterisierung der Wendla-Figur, ihre psychische Entwicklung sowie ihre Abhängigkeitsverhältnisse zu ihrer Mutter und Melchior Gabor.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit analysiert, warum Wendla durch ihre Mutter nicht aufgeklärt wird, wie sie mit ihrer kindlichen Sexualität umgeht und wie sich ihre Beziehung zu Melchior entwickelt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt eine textanalytische und interpretierende Vorgehensweise, wobei die gewonnenen Ergebnisse mit der einschlägigen Sekundärliteratur vergleichend betrachtet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einbettung zum Umgang mit Sexualität in der damaligen Zeit sowie eine detaillierte Analyse der Wendla-Figur, ihrer sozialen Lage, ihres Verhaltens und ihrer spezifischen Beziehungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Kindertragödie“, „Tabuisierung“, „masochistische Neigungen“, „bürgerliche Moral“ und „Aufklärung“.

Warum spielt die Mutter-Tochter-Beziehung eine so entscheidende Rolle?

Die Mutter-Tochter-Beziehung ist zentral, da die mangelnde Aufklärung durch die Mutter und ihre Versuche, die „kindliche Unschuld“ durch Lügen zu bewahren, letztlich maßgeblich zum tragischen Schicksal Wendlas beitragen.

Wie wird Wendlas Verhalten gegenüber Melchior interpretiert?

Die Autorin deutet Wendlas Verhalten gegenüber Melchior als Suche nach einer eigenen Identität, wobei sich in den masochistischen Neigungen und der Unterwürfigkeit die fehlende Ablösung von den frühkindlichen Familienstrukturen widerspiegelt.

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Details

Title
Die Wendlafigur in Frank Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“
Subtitle
Über die Problematik ihrer kindlichen Sexualität
College
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Literaturwissenschaft)
Course
Neuere Deutsche Literatur I
Grade
1,7
Author
Manuela Drechsel (Author)
Publication Year
2007
Pages
21
Catalog Number
V122284
ISBN (eBook)
9783640273416
ISBN (Book)
9783640273683
Language
German
Tags
Wendlafigur Frank Wedekinds Kindertragödie Erwachen“ Neuere Deutsche Literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuela Drechsel (Author), 2007, Die Wendlafigur in Frank Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122284
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