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Das Böse in "Twin Peaks" von David Lynch

Titel: Das Böse in "Twin Peaks" von David Lynch

Seminararbeit , 2021 , 17 Seiten , Note: 1

Autor:in: Felix Waldschütz (Autor:in)

Filmwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Seminararbeit ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit allen Teilen der Serie Twin Peaks. Im ersten Kapitel wird analysiert, was dazu geführt hat, dass die Serie Kultstatus erlangt hat und man deswegen auch im Jahr 2020 noch einen Artikel darüber liest sowie welche Bedingungen in der Fernsehindustrie zur Produktionszeit geherrscht haben, um zu zeigen, worum es sich bei der Innovation von Twin Peaks handelt.

In der Mitte des Kapitels wird dabei auf die Zuordnung zum Surrealismus und zur Postmoderne eingegangen. Abschließend wird ein kurzer Abriss der Rezeption mit einem Hinweis auf die besondere Bedeutung der Fans gegeben, wo sich zwischen der ersten und zweiten Staffel ein drastischer Bruch zeigen lässt. Im zweiten Kapitel wird dem eigentlichen Thema der Arbeit nachgegangen: der Frage nach dem Bösen in Twin Peaks. Auf die doppelte Form der Erzählung abgestimmt, ist auch dieses Kapitel zweigeteilt. Einerseits lässt sich dem Bösen in der Konzeption von Lynch in der Familie begegnen, in der Serie handelt es sich dabei um Mittelklasse Familien einer durchschnittlichen amerikanischen Kleinstadt. Es lässt sich darstellen, dass in Twin Peaks die erste Begegnung eines Individuums mit dem Bösen schon hier stattfindet. Der zweite Teil des Kapitels widmet sich dem allgemeineren Ursprung, nachdem sich die Charaktere in der dritten Staffel zu fragen beginnen, wann das denn alles angefangen hat. Die Antwort, die wie typisch für die Serie nicht lückenlos aufgeklärt ist, findet sich in der achten Episode der dritten Staffel, anhand dieser versucht wird, eine Antwort à la David Lynch zu geben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. „Twin Peaks“ als revolutionäres Fernsehen

Twin Peaks und Genre

Continuous Serial, Episodic Serial und Genre

Quality TV und Auteur TV

Surrealismus und Postmoderne in Twin Peaks

Surrealism without the uncounscious

Postmodernität

Rezeption

Fankult und alt.tv.twin-peaks

II. Der Ursprung des Bösen

Familie oder Mittelklasse Gesellschaft in Amerika

Mythologischer Ursprung/Kernspaltung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die ästhetische und inhaltliche Darstellung des Bösen in David Lynchs Fernsehserie Twin Peaks. Dabei wird analysiert, wie die Serie durch die Verbindung von surrealistischen Elementen, postmoderner Erzählweise und Genre-Hybridisierung den Status als revolutionäres Fernsehen erlangte und wie das Konzept des Bösen tief in der US-amerikanischen Familienstruktur sowie in einem mythologischen Kontext verankert ist.

  • Die Entwicklung von Twin Peaks als Pionier des Quality TV und Auteur TV.
  • Die Analyse der surrealistischen Bildsprache und deren Funktion jenseits des Unbewussten.
  • Die Dekonstruktion der amerikanischen Mittelklasse-Familie als Ort des Schreckens.
  • Die Untersuchung der metaphysischen Ursprünge des Bösen und der Dualität von Gut und Böse.
  • Die Rolle der Rezeption und die Entstehung einer frühen digitalen Fankultur (alt.tv.twin-peaks).

Auszug aus dem Buch

Familie oder Mittelklasse Gesellschaft in Amerika

Der erste Ausbruch dieses Mysteriums der menschlichen Natur findet sich in der Darstellung Twin Peaks in der ersten Einheit in der Sozialisation stattfindet, die Kernfamilie wird zum ersten Begegnungspunkt mit diesem Mysterium und zur menschlichen Wildnis, mitten in der Kleinstadt. Der zelebrierte Mythos der harmonischen amerikanischen Mittelklassefamilie wird dekonstruiert, die Harmonie zur reinen Fassade erklärt die bröckelt und zu sprengen droht. Diese oberflächliche Harmonie, die einem vor jeder Episode im Intro mit dem Ortschild der Kleinstadt wiederbegegnet und zu Beginn schon durch den Fund der Leiche Laura Palmers zerstört wird, bringt sukzessive die Geheimnisse der Bewohner und das komplizierte Beziehungsgeflecht zwischen ihnen an den Tag.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung stellt die Bedeutung von Twin Peaks in der Popkultur dar und erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit, die sowohl die strukturelle Innovation der Serie als auch ihre inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Bösen umfasst.

I. „Twin Peaks“ als revolutionäres Fernsehen: Dieses Kapitel analysiert, wie Twin Peaks durch die Mischung von Seifenoper und Krimi sowie durch den Einfluss von Autorenkino und surrealistischen Methoden die Fernsehlandschaft nachhaltig veränderte und eine aktive Fankultur initiierte.

II. Der Ursprung des Bösen: Das abschließende Hauptkapitel untersucht die Darstellung des Bösen als ein in Familienstrukturen verborgenes Phänomen und als mythologisches Konstrukt, das in der dritten Staffel durch das Motiv der Kernspaltung weiter vertieft wird.

Schlüsselwörter

Twin Peaks, David Lynch, Surrealismus, Postmoderne, Quality TV, Auteur TV, Böses, Familienstruktur, Laura Palmer, Serienanalyse, Fankultur, alt.tv.twin-peaks, Mythologie, Kernspaltung, US-amerikanische Mittelklasse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die US-amerikanische Kultserie Twin Peaks von David Lynch im Hinblick auf ihre stilistische Revolution des Fernsehens und ihre tiefgreifende Thematisierung des Bösen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die Schwerpunkte liegen auf der Genrestruktur, der Einordnung als Quality TV, der surrealistischen Ästhetik, der Rolle der Postmoderne sowie der soziologischen und mythologischen Analyse des Bösen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Twin Peaks als Serie sowohl formal als auch inhaltlich neue Wege beschritt und wie das Böse nicht nur als äußeres, sondern als internalisiertes oder familiär verankertes Phänomen dargestellt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine medien- und filmwissenschaftliche Analyse, die Fachliteratur sowie Primärquellen zur Interpretation der ästhetischen und inhaltlichen Strukturen der Serie heranzieht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im ersten Teil wird die mediale Bedeutung und Genese der Serie beleuchtet. Der zweite Teil widmet sich dem konkreten Inhalt: der familiären und mythologischen Verortung des Bösen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Neben dem Serientitel und dem Regisseur David Lynch sind Begriffe wie Surrealismus, Quality TV, Auteur TV und Familienstruktur für das Verständnis der Arbeit zentral.

Wie unterscheidet sich Twin Peaks laut Autor von konventionellen Fernsehformaten der 90er Jahre?

Die Serie zeichnet sich durch die Verbindung von continuous und episodic serial Strukturen aus und integriert visuelle Ästhetiken sowie narrative Komplexitäten, die eher dem Autorenkino zuzuordnen sind.

Welche Rolle spielt die dritte Staffel für die Argumentation des Autors?

Die dritte Staffel dient insbesondere in Kapitel II dazu, den mythologischen Ursprung des Bösen durch das Bild der Kernspaltung und die Ausweitung des Handlungsraumes auf das gesamte Staatsgebiet zu untermauern.

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Details

Titel
Das Böse in "Twin Peaks" von David Lynch
Hochschule
Universität Wien
Note
1
Autor
Felix Waldschütz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
17
Katalognummer
V1223082
ISBN (PDF)
9783346648297
ISBN (Buch)
9783346648303
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Film Filmgeschichte Filmanalyse Filminterpretation Twin Peaks David Lynch Symbolik Metaphysik Böse Genre Surrealismus Postmoderne Quality TV Auteur TV Continuous Serial Episodic Serial Genrediskussion alt.tv.twinpeaks 90er
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Felix Waldschütz (Autor:in), 2021, Das Böse in "Twin Peaks" von David Lynch, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223082
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  17  Seiten
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