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Entwicklung zweier branchenspezifischer Kompetenzmodelle für den Einzelhandel und die Gastronomie

Zur Ableitung zweier praxistauglicher Checklisten zur Selbst- und Fremdevaluation von erfolgskritischem Verhalten von Praktikanten während des Praktikums

Title: Entwicklung zweier branchenspezifischer Kompetenzmodelle für den Einzelhandel und die Gastronomie

Diploma Thesis , 2006 , 124 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom Wirtschaftspsychologin (FH) Katja von Marquardt (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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Summary Excerpt Details

Das Ziel der vorliegenden explorativen qualitativen Interviewstudie mit quantitativen Elementen bestand darin, durch eine empirische Untersuchung diejenigen Verhaltensweisen zu erheben, die aus Sicht der Unternehmen für einen beruflich erfolgreichen Praktikanten im Einzelhandel und in der Küche eines Gastronomiebetriebes ausschlaggebend sind. Die erhobenen Verhaltensweisen bildeten die Grundlage für die Entwicklung zweier branchenspezifischer Kompetenzmodelle, die erfolgskritische Verhaltensweisen der Praktikanten beschreiben. Die vorliegenden Kompetenzmodelle und die Ergebnisse des quantitativen Teils der Untersuchung dienten zur Ableitung zweier branchenspezifischer praxistauglicher Checklisten zur Selbst- und Fremdevaluation von Leistungsverhalten von Praktikanten während des Praktikums. Bestandteil der Checkliste sind bereits vorhandene und eventuell noch entwicklungsbedürftige von Unternehmensseite geforderte berufsspezifische Kompetenzen inklusive der jeweiligen zu beurteilenden Verhaltensanker.
Die erfolgskritischen Verhaltensweisen wurden anhand eines teilstandardisierten Interviewleitfadens erhoben, dessen inhaltliche Ausgestaltung sich an Flanagans (1954) Critical Incident Technique orientiert. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring (2003) erfolgte die Einordnung der erhobenen Verhaltensweisen in die Kategorien von Bartrams (2005) Berufsleistungskompetenzmodell.
Im Rahmen der Studie wurden Experten befragt, stellvertretend für den Einzelhandel zehn Ausbilder und für die Gastronomie zehn Küchenmeister. Die Ergebnisse der Befragung liefern erste Hinweise für die inhaltliche Ausgestaltung zweier branchenspezifischer Kompetenzmodelle. Die Resultate deuten darauf hin, dass Praktikanten im Einzelhandel primär Verhaltensweisen/Kompetenzen benötigen, die es ihnen ermöglichen effektiv mit anderen Menschen zu kommunizieren und Beziehungen aufzubauen. Die Kompetenzen Freundlichkeit, Kontaktfähigkeit, gute Umgangsformen, gepflegtes äußeres Erscheinungsbild sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Im Gegensatz dazu benötigen Praktikanten in der Küche eines Gastronomiebetriebes vor allen Dingen Kompetenzen, die es ihnen erlauben, planvoll und organisiert zu arbeiten, sich anzupassen und mit Stress umzugehen. Ferner zeigen die Ergebnisse, dass in beiden Branchen die Kompetenzen Einsatzbereitschaft und Lernfähigkeit und -bereitschaft von herausragender Bedeutung sind.
[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Amico-Projekt

2 Kompetenzen: Geschichte und Definition

2.1 Handlungskompetenz im beruflichen Kontext

2.2 Handlungskompetenz in der beruflichen Erstausbildung

2.3 Schlüsselqualifikationen

2.4 Schlüsselqualifikationen bei der Auswahl von Auszubildenden

3 Kompetenzmodelle

3.1 The Great Eight Competencies

3.1.1 Entwicklung eines Kompetenzmodells

3.2 Campbells Berufsleistungsmodell

4 Great Eight Prädiktoren

4.1 Big Five

4.2 Intelligenzfaktor “g”

4.3 McClellands Motivationstheorie

5 Berufliche Leistungsbeurteilung

5.1 Selbstbeurteilung

6 Methode

6.1 Methodenbeschreibung

6.2 Stichprobe

6.2.1 Stichprobe im Einzelhandel

6.1.1 Stichprobe in der Gastronomie

6.2 Durchführung

6.2.1 Vorstudie

6.2.2 Pretest

6.2.3 Untersuchungsdurchführung

6.2.4 Auswertungsmethode

7 Ergebnisse

7.1 Darstellung der qualitativen Ergebnisse Einzelhandel

7.2 Darstellung der quantitativen Ergebnisse Einzelhandel

7.3 Interpretation der Ergebnisse Einzelhandel

7.4 Darstellung der qualitativen Ergebnisse Gastronomie

7.5 Darstellung der quantitativen Ergebnisse Gastronomie

7.6 Interpretation der Ergebnisse Gastronomie

7.7 Gegenüberstellung der Ergebnisse beider Branchen

8 Diskussion

8.1 Schwächen der Untersuchung

8.2 Stärken der Untersuchung

8.3 Implikationen für die inhaltliche Ausgestaltung des Amico-Projektes

8.3.1 Implikationen für die Praxis aus den Ergebnissen der Einzelhandelsstichprobe

8.3.2 Implikationen für die Praxis aus den Ergebnissen der Gastronomiestichprobe

8.3.3 Förderung der Kompetenzen Einsatzbereitschaft, Teamfähigkeit und Lernbereitschaft und -fähigkeit im Amico-Projekt

8.4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit besteht darin, branchenspezifische Kompetenzmodelle für Praktikanten im Einzelhandel und in der Gastronomie zu entwickeln. Auf dieser Basis sollen praxistaugliche Checklisten abgeleitet werden, um das erfolgskritische Verhalten während des Praktikums zu evaluieren und als Grundlage für die Auswahl und Entwicklung von Auszubildenden zu dienen.

  • Entwicklung von branchenspezifischen Kompetenzmodellen für den Einzelhandel und die Gastronomie.
  • Erfassung von erfolgskritischen Verhaltensweisen durch Experteninterviews (Critical Incident Technique).
  • Integration von qualitativen Expertenbefragungen und quantitativen Fragebogendaten.
  • Ableitung von praxistauglichen Checklisten zur Selbst- und Fremdevaluation.
  • Implikationen für Arbeitsmarktintegrationsprojekte (Amico-Projekt) und Personalentwicklungsmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

2.1 Handlungskompetenz im beruflichen Kontext

Die Arbeitswelt hat sich in den letzten drei Jahrzehnten grundlegend verändert (Bähr, 2005a).

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat einige Haupttrends herauskristallisiert, die den technologischen und wirtschaftlich Wandel auf der Makroebene beschreiben wie z.B. Globalisierung, Digitalisierung der Informationsprozesse, Zunahme des internationalen Wettbewerbs etc. (Kleinhenz, 1998). Ferner wandelt sich die Arbeitswelt in Deutschland laut Prognosen des IAB weiterhin und in einem zunehmenden Maße von einer Produktions- zu einer Dienstleistungsgesellschaft (Jung, 2006; Werner, 2003).

Diese Entwicklung hat zur Folge, dass der Arbeitskräftebedarf im primären und sekundären Sektor zugunsten des Arbeitskräftebedarfs im tertiären Sektor weiterhin abnehmen wird (Jung, 2006). Dieser Trend begann bereits Anfang der 90er Jahre. Von April 1991 bis Mai 2003 stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Dienstleistungssektor um 3,5 Millionen, was einer Zunahme von 17% entspricht, auf 24 Millionen Beschäftigte. Im sekundären Sektor hingegen, besonders im produzierenden Gewerbe konnte ein Rückgang der Erwerbstätigkeit um 4,1 Millionen, was einer Abnahme von 36% entspricht, auf 11,3 Millionen Beschäftigte verzeichnet werden (Statistisches Bundesamt, Mai 2004 in Jung, 2006, S. 835-836).

Im Jahr 2004 ging aus den Zahlen des statistischen Bundesamtes für das Jahr 2003 hervor, dass im Mai 2003 etwa 81% der erwerbstätigen Frauen und 54% der erwerbstätigen Männer im tertiären Sektor beschäftigt waren. Im Mai 2003 arbeiteten 21% der im Dienstleistungssektor Beschäftigten im Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern, weitere 5% arbeiteten im Gastgewerbe (Statistisches Bundesamt, Mai 2004, in Jung, 2006, S. 836-837).

Einhergehend mit dem rapiden wirtschaftlichen Wandel wachsen auch die Qualifikationsanforderungen an die Beschäftigten. Wissen veraltet aufgrund der steigenden Geschwindigkeit der Innovationszyklen schnell, folglich sinkt auch die Halbwertzeit des spezifischen beruflichen Fachwissens. Aus diesem Grund ist heutzutage die Fähigkeit zur schnellen und effizienten Aneignung neuen Wissens unabdingbar (Jung, 2006; Silbereisen & Reitzle, 2000; Werner, 2003).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation junger Menschen und stellt das Amico-Projekt als Rahmen für die Diplomarbeit vor.

2 Kompetenzen: Geschichte und Definition: Definiert den Kompetenzbegriff und erläutert die Bedeutung der Handlungskompetenz sowie Schlüsselqualifikationen im beruflichen Kontext.

3 Kompetenzmodelle: Stellt Bartrams „Great Eight“ und Campbells Berufsleistungsmodell als theoretische Grundlagen für die empirische Arbeit vor.

4 Great Eight Prädiktoren: Analysiert Persönlichkeits- und Motivationsfaktoren (Big Five, Intelligenz, McClelland) als Prädiktoren für Berufsleistung.

5 Berufliche Leistungsbeurteilung: Erläutert Theorien, Funktionen und Vor- bzw. Nachteile der Leistungsbeurteilung, insbesondere der Selbstbeurteilung.

6 Methode: Beschreibt das methodische Vorgehen der explorativen Interviewstudie sowie die Auswahl und Zusammensetzung der Expertenstichproben.

7 Ergebnisse: Präsentiert die qualitativen und quantitativen Ergebnisse für Einzelhandel und Gastronomie und führt eine Gegenüberstellung der Branchen durch.

8 Diskussion: Reflektiert die Stärken und Schwächen der Untersuchung und leitet Implikationen für die inhaltliche Ausgestaltung des Amico-Projektes ab.

Schlüsselwörter

Kompetenzmodell, Handlungskompetenz, Einzelhandel, Gastronomie, Praktikanten, Leistungsbeurteilung, Great Eight, Schlüsselqualifikationen, Experteninterview, Critical Incident Technique, Berufsleistung, Amico-Projekt, Selbstbeurteilung, Fremdevaluation, Kompetenzmessung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung branchenspezifischer Kompetenzmodelle für Praktikanten im Einzelhandel und in der Gastronomie, um daraus Checklisten zur Leistungsbeurteilung abzuleiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind Kompetenzmodelle (speziell „Great Eight“), berufliche Leistungsbeurteilung, Schlüsselqualifikationen und die Arbeitsmarktintegration junger Erwachsener.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, erfolgskritische Verhaltensweisen von Praktikanten empirisch zu erfassen und daraus praxistaugliche Instrumente zur Selbst- und Fremdevaluation zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde eine explorative qualitative Interviewstudie mit quantitativen Elementen durchgeführt, die auf der Critical Incident Technique nach Flanagan und der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Kompetenzmodelle, die empirische Datenerhebung mittels Experteninterviews sowie die Darstellung und Interpretation der Ergebnisse für die Branchen Einzelhandel und Gastronomie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Kompetenzmodell, Berufsleistung, Einzelhandel, Gastronomie, Praktikanten, Leistungsbeurteilung, Great Eight, Schlüsselqualifikationen und Experteninterview.

Wie unterscheiden sich die Anforderungen in Einzelhandel und Gastronomie?

Im Einzelhandel stehen kommunikative Kompetenzen und Beziehungsaufbau im Vordergrund, während in der Gastronomie hohe Organisationsfähigkeit und Stressbewältigung als kritisch erachtet werden.

Welche Bedeutung hat das Amico-Projekt für die Arbeit?

Das Amico-Projekt dient als praktischer Rahmen der Studie; die Ergebnisse sollen dabei helfen, die Qualifizierungsphase für junge Erwachsene gezielter zu gestalten.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen Selbst- und Fremdbeurteilung eine Rolle?

Die Arbeit betont, dass eine Kombination aus beidem sowohl für die Selektion als auch für die Personalentwicklung (Lernprozess) essenziell ist, um eine objektive Leistungsbewertung zu ermöglichen.

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Details

Title
Entwicklung zweier branchenspezifischer Kompetenzmodelle für den Einzelhandel und die Gastronomie
Subtitle
Zur Ableitung zweier praxistauglicher Checklisten zur Selbst- und Fremdevaluation von erfolgskritischem Verhalten von Praktikanten während des Praktikums
College
University of Lüneburg
Grade
1,3
Author
Diplom Wirtschaftspsychologin (FH) Katja von Marquardt (Author)
Publication Year
2006
Pages
124
Catalog Number
V122322
ISBN (eBook)
9783640261628
ISBN (Book)
9783640261642
Language
German
Tags
Entwicklung Kompetenzmodelle Einzelhandel Gastronomie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom Wirtschaftspsychologin (FH) Katja von Marquardt (Author), 2006, Entwicklung zweier branchenspezifischer Kompetenzmodelle für den Einzelhandel und die Gastronomie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122322
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