Nicht unbeachtlich für die Diskussion einer Definition und eines Urteils über die Schönheit ist das Werk „Kritik der Urteilskraft“ des deutschen Philosophen Immanuel Kant. In seiner dritten und abschließenden Kritik legt Kant zudem seine Überlegungen zum Thema der Ästhetik beziehungsweise des Schönen dar. Die „Analytik des Schönen“ setzt sich mit dem ästhetischen Urteilsvermögen des Menschen auseinander und ist in vier Momente des Geschmacksurteils gegliedert: der Qualität, der Quantität, der Relation und der Modalität.
Thema dieser Arbeit ist der erste Teil seiner Analyse, „Erstes Moment des Geschmacksurteils der Qualität“, welche sich über die Paragrafen 1 bis 5 seiner „Analytik des Schönen“ streckt.
Inhaltsverzeichnis
- I. Einleitung
- II. Kants Einleitung
- III. „Erste Moment des Geschmacksurteils“
- 3.1. §1 Das Geschmacksurteil ist ästhetisch
- 3.2. §2 Wohlgefallen, welches das Geschmacksurteil bestimmt, ist ohne alles Interesse
- 3.3. §3 Das Wohlgefallen am angenehmen ist mit Interesse verbunden
- 3.4. §4 Das Wohlgefallen am Guten ist mit Interesse verbunden
- 3.5. §5 Vergleichung der drei spezifisch verschiedenen Arten des Wohlgefallens
- IV. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert den ersten Teil der "Analytik des Schönen" aus Kants "Kritik der Urteilskraft". Sie zielt darauf ab, Kants Argumentation für die ästhetische Natur des Geschmacksurteils und die These, dass solches Wohlgefallen frei von Interesse ist, zu verstehen.
- Das Wesen des ästhetischen Urteils
- Die Rolle der Einbildungskraft bei der ästhetischen Erfahrung
- Die Trennung von ästhetischem Wohlgefallen und Interesse
- Die Unterscheidung zwischen dem Wohlgefallen am Schönen, am Angenehmen und am Guten
- Die Bedeutung der Zweckmäßigkeit in der Ästhetik
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik der ästhetischen Beurteilung und Kants Werk "Kritik der Urteilskraft" ein. Sie beleuchtet die Problematik der subjektiven Natur des Geschmacks und die zentrale Rolle, die Kants "Kritik der Urteilskraft" in der Auseinandersetzung mit dieser Problematik einnimmt. Im zweiten Kapitel werden Kants Überlegungen zur Urteilskraft und deren Unterscheidung in bestimmende und reflektierende Urteilskraft beleuchtet.
Der Hauptteil befasst sich mit dem "Ersten Moment des Geschmacksurteils" und beleuchtet Kants Argumentation, dass das Geschmacksurteil ästhetisch und frei von Interesse ist. In Kapitel 3.1 wird die Unterscheidung zwischen kognitiven und Schönheitsurteilen hervorgehoben. In Kapitel 3.2 wird die Bedeutung des Wohlgefallens in der Ästhetik erläutert, wobei Kant argumentiert, dass das Wohlgefallen am Schönen kein Interesse beinhaltet.
Schlüsselwörter
Ästhetisches Urteil, Geschmacksurteil, Wohlgefallen, Interesse, Einbildungskraft, Verstand, Zweckmäßigkeit, Kritik der Urteilskraft, Immanuel Kant, Schönheit.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet Kants These, dass das Geschmacksurteil ästhetisch ist?
Kant argumentiert in §1, dass ein Geschmacksurteil kein Erkenntnisurteil ist und somit nicht logisch, sondern ästhetisch bestimmt wird, wobei der Bestimmungsgrund subjektiv ist.
Warum muss ein reines Geschmacksurteil „ohne alles Interesse“ sein?
Laut Kant ist das Wohlgefallen am Schönen frei von jeglichem Verlangen nach dem Dasein des Gegenstandes. Sobald Interesse (z.B. Nutzen oder Sinneslust) im Spiel ist, ist das Urteil nicht mehr rein ästhetisch.
Wie unterscheidet Kant das Schöne vom Angenehmen?
Das Angenehme ist mit einem Interesse verbunden, da es die Sinne vergnügt und ein Verlangen nach ähnlichen Gegenständen weckt. Das Schöne hingegen gefällt allein durch seine Form, ohne solches Interesse.
Was ist der Unterschied zwischen dem Wohlgefallen am Schönen und am Guten?
Das Wohlgefallen am Guten ist immer mit einem Interesse am Zweck des Gegenstandes verbunden (entweder als Mittel oder an sich). Das Schöne hingegen gefällt ohne Begriff und ohne Zweckinteresse.
Welche Rolle spielt die Einbildungskraft in Kants Ästhetik?
Die Einbildungskraft hält die Anschauung gegen das Gefühl der Lust oder Unlust, um das Objekt als schön zu beurteilen, ohne es unter feste Begriffe des Verstandes zu subsumieren.
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- Liz Meyers (Autor), 2022, Das "Erste Moment des Geschmacksurteils" in Immanuel Kants Kritik der Urteilskraft §§ 1-5, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223238