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ehealth Literacy als Schlüsselkompetenz zur Verbesserung von Gesundheitschancen

Herausforderungen und Potenziale onlinebasierter Gesundheitskommunikation

Titel: ehealth Literacy als Schlüsselkompetenz zur Verbesserung von Gesundheitschancen

Masterarbeit , 2021 , 71 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Nancy Kolling (Autor:in)

Gesundheit - Digital Health Management
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Probleme ergeben sich in Hinblick auf den Zugang zu Gesundheitsinformationen im Internet und wie ist deren Qualität zu bewerten? Welche zielgruppenspezifischen Barrieren hemmen die Entwicklung der eHealth Literacy und wie sind diese Hindernisse zu überwinden? Inwieweit kann eHealth Literacy zu einer Verbesserung der Gesundheitschancen beitragen? Welche Ansätze zur Förderung von eHealth Literacy gibt es bereits?

Die Entwicklung des Internets im vergangenen Jahrhundert läutete den Beginn des digitalen Zeitalters und somit eine bahnbrechende dynamische Entwicklung ein, die noch immer zu beobachten ist und gerade in Zeiten der Covid-19-Pandemie weiter an Bedeutung gewinnt. Die Nutzung digitaler Medien und Technologien ist sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wirtschaft allgegenwärtig und aus unseren Lebenswelten nicht mehr wegzudenken. Auch im Gesundheitswesen hat der Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Mit Hilfe internetfähiger Technologien soll einerseits die medizinische Versorgungsqualität der Patienten verbessert und andererseits die Prävention und Gesundheitsförderung in der Bevölkerung unterstützt werden. Damit dies gelingen kann, sind grundlegende Voraussetzungen zu erfüllen. So werden wesentliche strukturelle Rahmenbedingungen für die „digitale Gesundheit“ (eHealth), z. B. durch den kontinuierlichen Ausbau des Breitbandnetzes in weiten Teilen Deutschlands, verbunden mit einer schnelleren Datenübertragung und mit der Bereitstellung technischer Innovationen geschaffen. Zudem wurden verschiedene Gesetze, wie z. B. das „Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation“ (DVG) verabschiedet, die den digitalen Wandel im Gesundheitswesen weiter voranbringen sollen. Um auch als Patient von der Digitalisierung profitieren zu können, wird es immer wichtiger, souverän mit gesundheitsrelevanten Daten sowie entsprechender Technik umgehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Public Health Relevanz

1.2 Zielsetzung und Fragestellung

1.3 Methodik

1.4 Inhaltliche Struktur der Arbeit

2 Onlinebasierte Gesundheitskommunikation

2.1 Bedeutung und Potenziale

2.2 Determinanten digitaler Gesundheitskommunikation

2.3 Formen digitaler Gesundheitskommunikation und ihre Nutzergruppen

2.4 Problematik bei der Nutzung

3 Health Literacy und eHealth Literacy

3.1 Begriffsklärung und konzeptionelle Verortung

3.2 Modelle und Theorien

3.2.1 Das Lilienmodell

3.2.2 Das Integrierte Modell von Health Literacy

3.2.3 Das Modell der Akzeptanz-Theorie UTAUT

4 Gegenwärtiger Forschungsstand

4.1 Zugang zu gesundheitsrelevanten Informationen im Internet

4.2 eHealth Literacy in der Bevölkerung

4.3 Bevölkerungsgruppen mit eingeschränkter eHealth Literacy

4.3.1 Einfluss sozialer und kultureller Gradienten

4.3.2 eHealt Literacy - Eine Frage des Alters

4.4 Die digitale Kluft und ihre Konsequenzen

5 Ansätze zur Förderung der eHealth Literacy

5.1 Gesundheitspolitische Maßnahmen

5.1.1 Internationale und nationale Forderungen

5.1.2 Maßnahmen und Gesetzgebung in Deutschland

5.1.3 Strategien zur Umsetzung der Digitalisierung

5.2 Best Practice

5.2.1 Chancengleichheit durch Bildung

5.2.2 Generationsübergreifende Interventionen

5.2.3 Social Marketing

5.3 Ansätze und Maßnahmen zur Qualitätssicherung

6 Diskussion

6.1 Inhaltsbezogene Diskussion

6.2 Implikationen

6.2.1 Forschung

6.2.2 Beispielhafter Ansatz zur Förderung der eHealth Literacy im Alter

6.2.3 Public Health Praxis

6.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht die Rolle der eHealth Literacy (digitale Gesundheitskompetenz) als zentrale Schlüsselkompetenz, um gesundheitliche Chancengleichheit im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung des Gesundheitswesens zu fördern. Ziel ist es, Herausforderungen bei der Nutzung digitaler Gesundheitsinformationen zu identifizieren und politische sowie gesellschaftliche Handlungsansätze aufzuzeigen, um vulnerable Bevölkerungsgruppen bei der digitalen Teilhabe zu unterstützen.

  • Bedeutung und Potenziale onlinebasierter Gesundheitskommunikation
  • Einfluss sozioökonomischer Faktoren auf die eHealth Literacy
  • Die digitale Kluft und ihre Auswirkungen auf Gesundheitschancen
  • Gesundheitspolitische Strategien und Maßnahmen zur Förderung
  • Qualitätssicherung digitaler Gesundheitsinformationen

Auszug aus dem Buch

2.4 Problematik bei der Nutzung

Bereits die Vielfalt an Gesundheitsinformationen, die im Internet zu finden sind, ist problematisch (Mex, 2020). Gibt man bspw. in einer Suchmaschine das Stichwort „Gesundheit“ ein, bekommt man, der Verbraucherzentrale zufolge, über 200 Mio. Treffer angezeigt (Verbraucherzentrale, 2021b). So wurden bei einem Selbstversuch der Verfasserin bei Google 304 Mio. Angebote für den Suchbegriff “Gesundheit“ in 0,56 Sek. angezeigt. Diese schnelle Verfügbarkeit einer großen Menge an Informationen erscheint zunächst als Vorteil. Jedoch stellt sich die Beschaffung der richtigen, wirklich relevanten und qualitativ hochwertigen Gesundheitsinformationen nicht trivial dar. Manipulation, Ängste, Zugangsbarrieren, ethische Herausforderungen, Datenschutzbestrebungen und nicht zuletzt die Schwierigkeit der Nutzer überhaupt aus dem immensen und größtenteils intransparenten Angebot an Informationen die für sie relevanten Informationen zu filtern, stehen dem entgegen. Nur in seltenen Fällen sind die Beratungsangebote und Gesundheitsinformationen evidenzbasiert und valide (Salaschek & Bonfadelli, 2020, S. 160).

Es fehlen adäquate Qualitätskontrollen, die den Nutzern z. B. mit Hilfe von Gütesiegeln bei der Auswahl der richtigen Websites helfen und somit das Risiko der Fehlinformation eindämmen können (Pundt & Scherenberg, 2018, S. 20). Ferner ist zu bedenken, dass die Verbreitung von Gesundheitsinformationen zu großen Teilen von privatwirtschaftlichen Akteuren und Institutionen besetzt wird (Stehr & Rossmann, 2018, S. 31). Das heißt, gerade kommerzielle Websites finanzieren sich über Werbenetzwerke, die im Hintergrund mitlaufen (Salaschek & Bonfadelli, 2020, S. 160). So liegt häufig der Fokus der Anbieter auf den Verkauf eigener Produkte oder zumindest auf das Gewinnen von Kundendaten und eben nicht auf dem Angebot qualitativ hochwertiger Informationen (ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die wachsende Bedeutung digitaler Medien im Gesundheitswesen dar und formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich Qualität, Barrieren und Förderungsansätzen der eHealth Literacy.

2 Onlinebasierte Gesundheitskommunikation: Das Kapitel erläutert Potenziale und Determinanten digitaler Gesundheitsinformationen, wobei insbesondere die Qualitätsproblematik und die verschiedenen Nutzergruppen beleuchtet werden.

3 Health Literacy und eHealth Literacy: Es werden grundlegende Definitionen, das Lilienmodell, das Integrierte Modell von Health Literacy sowie das UTAUT-Akzeptanzmodell zur theoretischen Fundierung vorgestellt.

4 Gegenwärtiger Forschungsstand: Hier wird der Status quo des Zugangs zu digitalen Gesundheitsinformationen analysiert, mit besonderem Fokus auf Bevölkerungsgruppen mit eingeschränkter Kompetenz und dem Phänomen der digitalen Kluft.

5 Ansätze zur Förderung der eHealth Literacy: Das Kapitel analysiert politische Maßnahmen, Strategien zur Digitalisierung sowie konkrete Best-Practice-Beispiele und Ansätze zur Qualitätssicherung.

6 Diskussion: Die Diskussion beantwortet die Forschungsfragen, reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und formuliert Implikationen für die Public Health Praxis sowie die Forschung.

Schlüsselwörter

eHealth Literacy, digitale Gesundheitskompetenz, Gesundheitskommunikation, digitale Kluft, Public Health, Gesundheitsförderung, Patientenpartizipation, Online-Gesundheitsinformationen, Technikakzeptanz, Gesundheitschancen, digitale Gesundheitsanwendungen, Qualitätssicherung, gesundheitliche Chancengleichheit, Internetnutzung, Vulnerable Bevölkerungsgruppen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die eHealth Literacy als Schlüsselkompetenz, um die gesundheitlichen Chancen von Menschen in einer zunehmend digitalisierten Welt zu verbessern und soziale Ungleichheiten im Zugang zu Gesundheitsinformationen zu minimieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Potenziale und Risiken digitaler Gesundheitskommunikation, die Barrieren für spezifische Bevölkerungsgruppen sowie politische und bildungsrelevante Förderstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Relevanz der Förderung digitaler Gesundheitskompetenz aufzuzeigen, Hindernisse bei vulnerablen Gruppen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für die Praxis zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine systematische Literaturrecherche in relevanten wissenschaftlichen Datenbanken durchgeführt, um den aktuellen Forschungsstand und politische Rahmenbedingungen zusammenzutragen.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil behandelt theoretische Modelle (wie das Lilienmodell), den aktuellen Forschungsstand zu digitalen Gesundheitskompetenzen, Barrieren bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Ansätze zur Qualitätssicherung.

Welche Keywords charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie eHealth Literacy, Gesundheitschancen, digitale Kluft, Gesundheitsförderung und Qualitätssicherung charakterisiert.

Warum ist eine hohe eHealth Literacy besonders für ältere Menschen wichtig?

Ältere Menschen sind oft mit gesundheitlichen Einschränkungen konfrontiert und können durch digitale Angebote ihre Autonomie sowie ihr Krankheitsmanagement verbessern, sofern sie die entsprechenden digitalen Kompetenzen erwerben.

Welche Rolle spielen Suchmaschinen bei der Gesundheitsinformation?

Suchmaschinen wie Google sind die primäre Anlaufstelle für Patienten, was aufgrund der Intransparenz und der automatisierten Algorithmen oft zu Schwierigkeiten bei der Identifizierung qualitativ hochwertiger und evidenzbasierter Informationen führt.

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Details

Titel
ehealth Literacy als Schlüsselkompetenz zur Verbesserung von Gesundheitschancen
Untertitel
Herausforderungen und Potenziale onlinebasierter Gesundheitskommunikation
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,7
Autor
Nancy Kolling (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
71
Katalognummer
V1223326
ISBN (eBook)
9783346650528
ISBN (Buch)
9783346650535
Sprache
Deutsch
Schlagworte
eHealth digitale Gesundheitskompetenz Gesundheitskommunikation Lilienmodell UTAUT-Theorie Intergriertes Modell von Health Literacy Health Literacy & eHealth Literacy Chancengleichheit digitale Kluft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nancy Kolling (Autor:in), 2021, ehealth Literacy als Schlüsselkompetenz zur Verbesserung von Gesundheitschancen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223326
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Leseprobe aus  71  Seiten
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