Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - School Pedagogics

Aggressives Verhalten und Gewalt an Schulen. Ursachen, Ausmaß und Handlungsmöglichkeiten

Title: Aggressives Verhalten und Gewalt an Schulen. Ursachen, Ausmaß und Handlungsmöglichkeiten

Bachelor Thesis , 2008 , 60 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Bachelor of Arts Nils Pape (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Das Thema „Schulgewalt“ ist vor allem in der näheren Vergangenheit immer wieder Anlass für öffentliche Diskussionen gewesen: Verrohen die Schüler? Ist Schule heute gefährlich? Sollte es härtere Maßnahmen geben? Viele andere Fragen standen und stehen immer noch zur Debatte. Diese Arbeit analysiert, wie man Aggression, Gewalt und aggressives Verhalten zuerst einmal überhaupt definiert, um sich ein Bild zu verschaffen, wovon häufig eigentlich geredet wird. Anschließend werden Geschlecht, Herkunft, Sozialisation und Alter betrachtet. Diese Faktoren spielen hinsichtlich der Gewalt und des aggressiven Verhaltens an Schulen eine wichtige Rolle, geben sie doch Einblicke in die Hintergründe der Schüler und offenbaren die tatsächlichen Gründe für das Aggressionspotenzial mancher Schülerinnen und Schüler bzw. relativieren diese abweichenden Haltungen. Hierbei werden auch die Opfer betrachtet, wie sie sich gebärden und wie sie in diesen Kreis der Gewalt geraten. Auch die Schule an sich kann aggressives bzw. gewaltförmiges Handeln produzieren. Verschiedene Aspekte, wie die Lage der Schule und deren Gestaltung, die Schul- und Klassengröße, die Schulform und auch das Verhalten der Lehrkräfte stehen dabei im Fokus des Interesses. Eine knappe Schilderung, wie Schulgewalt in den Medien geschildert wird, bildet den nächsten Punkt dieser Arbeit um am Ende auf Präventions- bzw. Interventionsmaßnahmen einzugehen, wobei nebst allgemeinen Änderungsvorschlägen auch konkrete Programme vorgestellt werden.

2 Begriffsklärung und Grundannahmen

Beinahe täglich kann man den Medien entnehmen, dass irgendwo auf der Welt zur „Gewalt“ gegriffen wurde. Besonders im Zusammenhang mit Schulen, die als sogenannte „Problemschulen“ deklariert werden, wird dieses Wort nur allzu häufig genannt. Dabei werden in vielen Fällen Begriffe wie Gewalt, Aggression oder Aggressivität synonym verwendet, ohne auf die Unterschiede Rücksicht zu nehmen. Im folgenden Abschnitt wird nun differenziert beschrieben, worum es sich denn handelt, wenn man die diversen Vokabeln benutzt.
Dabei soll vor allem geklärt werden, ab wann welcher Begriff zu benutzen ist und ob diese gleichbedeutende Verwendung überhaupt irgendwann gerechtfertigt ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsklärung und Grundannahmen

2.1 Aggression

2.2 Aggressivität

2.3 Gewalt

2.3.1 Körperliche Gewalt

2.3.2. „Gewalt“ oder „Aggression“ gegen Gegenstände?

2.3.3 Psychische Gewalt

2.3.4 Strukturelle Gewalt

2.4 Fazit

3 Aggressives Verhalten an Schulen- Die Bedeutung von Geschlecht, Herkunft, Sozialisation und Alter

3.1 Aggressionspotenzial bei Jungen und Mädchen

3.1.1 Die Hormonhypothese bzw. biologische Komponenten

3.1.2 Die Evolutionshypothese

3.1.3 Die Geschlechterrollen-Hypothese

3.1.4 Aggressionen und Gewalt bei Mädchen

3.2 Herkunft und Sozialisation

3.2.1 Lebensumfeld und Erziehung

3.2.1.1 Lebensumfeld

3.2.1.2 Erziehung

3.2.1.2.1 Die Familie

3.2.1.2.2 Die Schule

3.2.2 Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund

3.2.2.1 Die Art der Aggressionen/Gewalt

3.2.2.2 Gründe für das andere Gewaltverhalten bei Ausländern- Überprüfung der Richtigkeit der Ergebnisse

3.3 Alterstypische Besonderheiten

3.3.1 Aggressionen und Gewalt in unterschiedlichen Altersabschnitten

3.3.2 Der Einfluss der Gleichaltrigengruppen

3.4 Das Opferverhalten

3.4.1 Individuelle Besonderheiten der Opfer

3.4.2 Anzeichen des Opferseins

3.4.3 Folgen und Bedingungen des Opferseins

3.5 Fazit

4 Der Einfluss der Schule auf das Aggressionsverhalten der Schüler

4.1 Lage und bauliche Beschaffenheit der Schule

4.2 Schul- und Klassengröße

4.3 Schulform

4.4 Lehrerverhalten

4.5 Fazit

5 Schulgewalt in den Medien – Eine Auswahl

6 Präventions- und Interventionsmaßnahmen

6.1 Definition der Präventions- und Interventionsmaßnahmen

6.1.1 Primäre Prävention

6.1.2 Sekundäre Prävention

6.1.3 Tertiäre Prävention

6.2 Institutionelle und schulorganisatorische Änderungen

6.2.1 Schulprofil und Schülerpartizipation

6.2.2 Kooperation von Eltern und Schule

6.2.3 Änderung von Unterricht

6.3 Interventionsprogramm nach Olweus

6.4 Konfrontative Pädagogik

6.4.1 Konfrontatives Soziales Training (KST)

6.4.2 Coolness – Training (CT)

6.5 Fazit

7 Schlussbemerkung

8 Literaturliste

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Phänomene Aggression, Gewalt und aggressives Verhalten an Schulen, wobei sie die Notwendigkeit einer präzisen Begriffsbestimmung betont und den Einfluss individueller Faktoren wie Geschlecht, Herkunft, Sozialisation und Alter analysiert, um anschließend die Rolle der Schule selbst und mögliche Präventions- sowie Interventionsmaßnahmen kritisch zu beleuchten.

  • Differenzierung zwischen den Begriffen Aggression, Aggressivität und Gewalt.
  • Analyse der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Aggressionspotenzial.
  • Einfluss von sozialem Milieu, Herkunft und Erziehung auf das Gewaltverhalten.
  • Untersuchung des schulischen Umfelds, der Schulstruktur und des Lehrerverhaltens als Gewaltfaktoren.
  • Vorstellung von Präventionskonzepten und Interventionsstrategien wie das Olweus-Programm und konfrontative Pädagogik.

Auszug aus dem Buch

2.3.1 Körperliche Gewalt

Ohne nun noch mal auf die Schwierigkeit der Unterscheidung zwischen „Aggression“ und „Gewalt“ hinzuweisen, wird nun beschrieben, was physische Gewalt beinhaltet: „Physische Gewalt ist die Schädigung oder Verletzung eines oder mehrerer Menschen durch körperliche Kraft und/oder andere Zwangsmittel. Zu den vorherrschenden Zwangsmitteln gehören Waffen aller Art.“

Diese Definition besagt also, dass ein direktes Vorgehen gegen eine Person das entscheidende Kriterium ist. Sinnvoller erscheint es jedoch, diese Definition zu erweitern und zwar um die „Gewalt gegen Sachen“. Die schwerwiegende Form, der Vandalismus, weist die selben Merkmale auf, wie Gewaltausübung gegen Menschen, außer, dass es sich eben nicht um Lebewesen handelt. Allerdings ist auch hier ungehemmtes, massives und schädigendes Verhalten zu erkennen.

Gewalt, in diesem Fall die Gewalt physischer Art, ist also Objektbezogen. Hierbei kann auch die selbstbezogene Gewalt, die Autoaggression, genannt werden. In diesem speziellen Fall lässt sich nur schwer feststellen, ab wann es „Aggression“ ist und wann „Gewalt“, da hier das persönliche Empfinden der betroffenen Person ausschlaggebend ist. Unter Umständen kann hier wieder die schwere als Indikator dienen. Eine genaue Definition, in welche Kategorie selbstzerstörerisches Verhalten zu verorten ist, ist schwierig, weshalb auch mittlerweile von „Autodestruktion“ die Rede ist. Hierbei aber von rein körperlicher Gewalt zu reden, käme der Wirklichkeit jedoch nicht sehr nahe, da die Selbstverletzung, im Sinne von Verstümmelung aber auch im Sinne von körperlicher Eingeschränktheit durch hervorgerufene Beschwerden, abhängig ist von der psychischen Konstitution, also der Punkt der „psychischen Gewalt“ entscheidend mitwirkt.

Sexuelle Gewalt ist auch ein vorwiegend körperlicher Ausdruck von Gewalt, wobei auch hier die Verbindung mit der psychischen wie auch der verbalen Gewalt nicht verschwiegen werden darf. Sexuelle Gewalt dient der Befriedigung des Täters, indem er seine Opfer zu reinen Gegenständen seines Triebes degradiert. Der Wille des Gegenübers wird dabei gänzlich außer Acht gelassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Schulgewalt ein, stellt die Relevanz der Begriffsbestimmung heraus und skizziert den Aufbau der Untersuchung von den Ursachen bis hin zu Interventionsmöglichkeiten.

2 Begriffsklärung und Grundannahmen: Dieses Kapitel differenziert präzise zwischen Aggression, Aggressivität und verschiedenen Gewaltformen, um eine klare Basis für die weitere Analyse zu schaffen.

3 Aggressives Verhalten an Schulen- Die Bedeutung von Geschlecht, Herkunft, Sozialisation und Alter: Hier werden die maßgeblichen Faktoren untersucht, die das Aggressionspotenzial bei Kindern und Jugendlichen beeinflussen, unter besonderer Berücksichtigung geschlechtsspezifischer Rollenbilder, familiärer Sozialisation und dem Einfluss der Peergroup.

4 Der Einfluss der Schule auf das Aggressionsverhalten der Schüler: Das Kapitel analysiert, wie schulische Strukturen, die räumliche Beschaffenheit, das Leistungsdenken und das Verhalten des Lehrpersonals gewaltbegünstigend oder -hemmend wirken können.

5 Schulgewalt in den Medien – Eine Auswahl: Es wird dargestellt, wie die mediale Berichterstattung das öffentliche Bild der Schulgewalt prägt und oft durch Einzelfallschilderungen verzerrt.

6 Präventions- und Interventionsmaßnahmen: Dieses Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über verschiedene Strategien, von allgemeiner Prävention bis hin zu spezifischen Programmen wie dem Olweus-Ansatz und der konfrontativen Pädagogik.

7 Schlussbemerkung: Die Arbeit fasst zusammen, dass Schulgewalt zwar existiert, aber oft falsch wahrgenommen wird, und fordert eine enge Kooperation aller Akteure sowie bildungspolitische Reformen zur Gewaltprävention.

Schlüsselwörter

Schulgewalt, Aggression, Aggressivität, Prävention, Intervention, Mobbing, Sozialisation, Geschlechterrolle, Vandalismus, Olweus-Programm, konfrontative Pädagogik, Schülerpartizipation, Lehrverhalten, Erziehung, Migrationshintergrund.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit analysiert das Phänomen der Schulgewalt unter Berücksichtigung von Ursachen, Ausmaß und möglichen Handlungsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die definitorische Abgrenzung von Gewaltbegriffen, den Einfluss von Geschlecht und Herkunft, die Bedeutung des schulischen Umfelds und die Wirksamkeit von Präventionsprogrammen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein differenziertes Verständnis für das Entstehen von Gewalt an Schulen zu entwickeln, um auf dieser Grundlage fundierte Strategien zur Prävention und Intervention aufzuzeigen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und theoretischer Konzepte zur Aggressions- und Gewaltforschung im schulischen Kontext.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Analyse soziokultureller und altersspezifischer Faktoren, den Einfluss der Institution Schule sowie die Vorstellung konkreter Interventionsprogramme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Schulgewalt, Prävention, Mobbing, Aggressionspotenzial und schulische Sozialisation charakterisieren.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Gewaltentstehung?

Die Arbeit zeigt, dass Jungen häufiger physische Gewalt ausüben, während Mädchen eher zu indirekten oder psychischen Aggressionsformen neigen, was teilweise durch Geschlechterrollen-Hypothesen erklärt wird.

Inwiefern beeinflusst die Institution Schule selbst das Aggressionsverhalten?

Die Arbeit verdeutlicht, dass schulische Selektionsprozesse, Leistungsdruck und ungerechtes Lehrerverhalten bei Schülern Frustration erzeugen können, die sich in aggressivem Verhalten entlädt.

Excerpt out of 60 pages  - scroll top

Details

Title
Aggressives Verhalten und Gewalt an Schulen. Ursachen, Ausmaß und Handlungsmöglichkeiten
College
University of Vechta
Grade
1,7
Author
Bachelor of Arts Nils Pape (Author)
Publication Year
2008
Pages
60
Catalog Number
V122341
ISBN (eBook)
9783640269525
ISBN (Book)
9783640268337
Language
German
Tags
Aggressives Verhalten Gewalt Schulen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts Nils Pape (Author), 2008, Aggressives Verhalten und Gewalt an Schulen. Ursachen, Ausmaß und Handlungsmöglichkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122341
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  60  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint