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Wirkung eines erweiterten Kontaktes auf Vorurteile

Anwendung der erweiterten Kontakthypothese auf Vorurteile zwischen Gruppen

Titel: Wirkung eines erweiterten Kontaktes auf Vorurteile

Hausarbeit , 2019 , 20 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Bachelor of Arts Emmely Schröder (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Interkulturelle Kommunikation
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das wissenschaftliche Ziel dieser Arbeit ist die Klärung, ob ein erweiterter Kontakt zwischen einer Person zu einem Fremdgruppenmitglied über ein Eigengruppenmitglied Einfluss auf die Vorurteile der Person hat.
Die konkrete Fragestellung lautet: Inwieweit kann der erweiterte Kontakt durch ein Eigengruppenmitglied zu einem Fremdgruppenmitglied Vorurteile gegenüber des Fremdgruppenmitglieds beeinflussen?
Abgeleitet aus der Forschungsfrage sowie der Theorie in der erweiterten Kontaktliteratur im Bereich der Vorurteile werden folgende Hypothesen untersucht:
H1: Die Interaktion zwischen erweitertem Kontakt und direktem Kontakt beeinflusst die Wirkung auf die Reduzierung von Vorurteilen der Eigengruppe zur Fremdgruppe.
H2: Ein erweiterter Kontakt ist erfolgreicher bei der Reduzierung von Vorurteilen, wenn er kognitiv ist.
H3: Erweiterter Kontakt, der durch Medien stattfindet, hat Einfluss auf Intergruppeneinstellungen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beeinflussung von Vorurteilen durch erweiterten Kontakt

2.1 Erweiterter Kontakt in der Intergruppenforschung

2.2 Vorurteile in der Intergruppenforschung

2.3 Hypothesen und Analyse

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Wirkung des erweiterten Kontakts auf Vorurteile zwischen verschiedenen Gruppen. Ziel ist es zu klären, inwieweit das Wissen über eine freundschaftliche Beziehung eines Eigengruppenmitglieds zu einem Fremdgruppenmitglied ausreicht, um Vorurteile zu reduzieren, wobei insbesondere die Rolle kognitiver Prozesse sowie der Einfluss medial vermittelter Kontakte analysiert werden.

  • Erweiterte Kontakthypothese und deren theoretische Fundierung
  • Wechselwirkung zwischen direktem und erweitertem Kontakt
  • Bedeutung kognitiver vs. affektiver Komponenten bei der Vorurteilsreduktion
  • Rolle von Medien und Online-Kommunikation bei Intergruppenkontakten
  • Forschungsstand zur Effektivität indirekter Kontaktformen

Auszug aus dem Buch

2.1 Erweiterter Kontakt in der Intergruppenforschung

Der erweiterte Kontakt ist im Bereich des Intergruppenkontakts und der Intergruppenbeziehungen einzuordnen, zusammen mit anderen Kontaktformen, wie beispielsweise dem eingebildeten oder dem parasozialen Kontakt (Crisp, Turner & Rhiannon, 2012). Eine Person fühlt sich zur Eigengruppe zugehörig und hat innerhalb der Gruppe Eigengruppenfreunde. Diese Zugehörigkeit entsteht in Abgrenzung zu Fremdgruppen, meist demographischen Randgruppen, zur der sich die untersuchte Person nicht zugehörig fühlt. Die erweiterte Kontakthypothese ist eine wichtige und empirisch robuste Ergänzung der Literatur zu Intergruppenbeziehungen, als Idee der indirekten, gruppenübergreifenden Erfahrung des erweiterten Kontaktes, welcher zwischengruppen Einstellungen verbessert (Zhou et al., 2019). Die erweiterte Kontakthypothese gilt als eine Weiterentwicklung der Kontakthypothese nach Allport von 1954, nach welcher Personen direkten Kontakt zu externen Gruppenmitgliedern haben müssen, um Vorurteile abzubauen (Pettigrew, Tropp, Wagner, & Christ, 2011).

Bei der Untersuchung des Abbaus von Vorurteilen konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Forschung im Intergruppenkontakt vor allem auf die Arbeit von Allport. Der direkte Kontakt zwischen verschiedenen sozialen Gruppen gilt als Schritt zur Einstellungsänderung, unter Beachtung der Bedingungen, unter denen ein solcher Kontakt die Einstellungen zwischen Gruppen verbessert. Die Kontakthypothese geht davon aus, dass der Kontakt zwischen Gruppen unter den richtigen Bedingungen Vorurteile abbaut und bessere Beziehungen zwischen Gruppen fördert (Tredoux & Finchilescu, 2016). Seit dieser Pionierarbeit gilt der gruppenübergreifende Kontakt als wichtiger Faktor und Weg zu einer Änderung von Einstellungen (Zhou et al., 2019).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die hohe Relevanz des Themas im Kontext gesellschaftlicher Spannungen und führt in die erweiterte Kontakthypothese als Methode zur Vorurteilsreduktion ein.

2. Beeinflussung von Vorurteilen durch erweiterten Kontakt: Dieser Teil befasst sich theoretisch und analytisch mit der Einordnung des erweiterten Kontakts in die Intergruppenforschung, definiert zentrale Begriffe und prüft die aufgestellten Hypothesen anhand aktueller Studien.

3. Fazit und Ausblick: Hier werden die Ergebnisse der Hypothesenprüfungen zusammengefasst und die Bedeutung der Erkenntnisse für die zukünftige Forschung sowie die praktische Anwendung diskutiert.

Schlüsselwörter

Erweiterter Kontakt, Intergruppenforschung, Vorurteile, Stereotypen, Eigengruppe, Fremdgruppe, Kontakthypothese, soziale Kategorisierung, Medienwirkung, Online-Kontakt, Intergruppeneinstellungen, indirekter Kontakt, Diskriminierung, Metaanalyse, soziale Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Wirkung von erweitertem Kontakt – also dem Wissen über Beziehungen zwischen Mitgliedern der eigenen und einer fremden Gruppe – auf die Reduzierung von Vorurteilen.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die erweiterte Kontakthypothese, die sozialpsychologische Vorurteilsforschung, der Einfluss von Medien sowie die Rolle von kognitiven Prozessen bei Intergruppenbeziehungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, inwieweit ein erweiterter Kontakt durch ein Eigengruppenmitglied zu einem Fremdgruppenmitglied die Vorurteile der Person gegenüber dem Fremdgruppenmitglied beeinflussen kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die aktuelle Forschungsergebnisse und Metaanalysen, insbesondere die Ergebnisse von Zhou et al. (2019), systematisch auswertet und diskutiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des erweiterten Kontakts, die sozialpsychologische Definition von Vorurteilen sowie die Hypothesenprüfung im Hinblick auf kognitive Einflüsse und mediale Kontaktformen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie erweiterter Kontakt, Intergruppenbeziehungen, Vorurteilsreduktion, kognitive Schemata und massenmediale Kommunikation beschreiben.

Inwiefern beeinflusst der direkte Kontakt den erweiterten Kontakt?

Die Arbeit zeigt, dass beide Kontaktformen interagieren; obwohl der erweiterte Kontakt auch ohne direkten Kontakt wirken kann, erzielt das Zusammenwirken beider Formen laut der Untersuchung die stärkste Wirkung auf die Einstellungsänderung.

Warum ist die kognitive Natur des erweiterten Kontakts entscheidend?

Es konnte bestätigt werden, dass erweiterter Kontakt erfolgreicher bei der Vorurteilsreduktion ist, wenn er kognitiv geprägt ist, da dies die Verarbeitung von Stereotypen stärker anspricht als rein affektive Reaktionen.

Welche Rolle spielt das Internet bei der Anwendung der Theorie?

Das Internet bietet neue Möglichkeiten für erweiterten Kontakt, etwa durch Online-Kommentare, und wirkt dort als sichererer Ort für den Austausch zwischen Gruppen, wobei auch hier positive Effekte auf die Vorurteilsreduktion feststellbar sind.

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Details

Titel
Wirkung eines erweiterten Kontaktes auf Vorurteile
Untertitel
Anwendung der erweiterten Kontakthypothese auf Vorurteile zwischen Gruppen
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Kommunikationswissenschaft)
Veranstaltung
Kommunikations- und Medientheorien
Note
1,3
Autor
Bachelor of Arts Emmely Schröder (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
20
Katalognummer
V1223487
ISBN (PDF)
9783346650078
ISBN (Buch)
9783346650085
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kontakthypothese vorurteile erweiterterkontakt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Bachelor of Arts Emmely Schröder (Autor:in), 2019, Wirkung eines erweiterten Kontaktes auf Vorurteile, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1223487
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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