Religionskritik in der "Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers" von Denis Diderot und Jean Le Rond d´Alembert


Hausarbeit (Hauptseminar), 2007
25 Seiten, Note: 2,5

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1. Verhältnis zwischen Aufklärung, Religion, Kirche und Staat

2. Entstehungsgeschichte der Enzyklopädie
2.1. Die Enzyklopädie und ihre Vorläufer
2.2. Entstehung der Enzyklopädie und die Enzyklopädisten
2.2.1. Der Artikel „Encyclopédie“
2.3. Gegner und Befürworter der Enzyklopädie

3. Hauptströmungen französischer Religionskritik
3.1. Deismus
3.2. Materialismus in den Werken Diderots
3.3. Radikalität der französischen Religionskritik

4. Religionskritik in der Enzyklopädie

5. Resümee

6. Bibliographie

1. Einleitung

In der Mitte des 18. Jahrhunderts kamen die Enzyklopädisten zusammen und schufen ein Werk, welches den Anspruch vertrat, alle Fortschritte der Erkenntnis systematisch zu vereinigen. In der so genannten Encyclopédie, ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers war das gesamte Wissen der damaligen Zeit gebündelt. Anders als in der Zeit vor der Reformation gab es im Zeitalter der Aufklärung Denker, welche Wissen nicht auf der Basis der christlichen Überlieferung suchten, sondern die ein säkulares System der Welterklärung aufbauten. Die Rolle Gottes und der Kirche wurde damit für das Denken und für das gesellschaftliche Leben wesentlich verändert.

Diese Seminararbeit befasst sich mit der Religionskritik der Enzyklopädisten im 18. Jahrhundert in Frankreich. Die wichtigsten Aspekte dieser Arbeit werden darauf beschränkt sein, verschiedene Aspekte der Religionskritik zu veranschaulichen.

Die Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist die, ob die Kritik der französischen Aufklärer und Enzyklopädisten sich gegen die Religion im Allgemeinen oder gegen die Kirche als Institution gerichtet hat.

1.1. Verhältnis zwischen Aufklärung, Religion, Kirche und Staat

Das Christentum war seit ihrer Entstehung mit den verschiedenen Meinungen von Philosophen verbunden, die die Offenbarung verneinten und somit die Grundlage des Christentums angriffen. Bis ins frühe 8.Jahrhundert waren Apologeten wie Justinus und Tertullian, aber auch später Augustinus, bemüht, die Offenbarung mit den Meinungen der damaligen Philosophen zu vergleichen, um die Richtigkeit und den übersinnlichen Charakter des Christentums zu belegen.[1]

Diese Öffnung des Christentums hin zur Philosophie war auch im Mittelalter sichtbar. Die zur damaligen Zeit hoch geachteten Theologen wie z.B. Thomas von Aquin und Albert der Große waren um eine Synthese aus Theologie, Philosophie, Glaube und Verstand bemüht, damit sowohl die Philosophie als auch die Theologie sich als zwei unterschiedliche Wissenschaften entwickeln konnten. Im späteren Mittelalter kam es zu einer Spaltung dieser Koexistenz. Diese Aufteilung verstärkte z.B. Martin Luther, der der philosophischen Reflexion der Religion wenig Wert beimaß und die Ansicht vertrat, dass sich die Philosophie eher mit den irdischen Tatsachen befassen und die religiösen Aspekte außer Acht lassen sollte. Zur Vertiefung dieser Aufteilung trug auch das Werk Dictionnaire Historique et Critique von Pierre Bayle bei, der hierin Argumente gegen die Religion aufführte, welche durch die Enzyklopädisten weiterentwickelt wurden.[2] In der Aufklärung wurde die, wie schon erwähnt, frühe Aufteilung zwischen Theologie und Philosophie immer weiter vertieft.

Um die Mitte des 18. Jahrhunderts kam es im Denken und Handeln der Denker und Philosophen zu einem Wendepunkt: sie richteten ihre Bemühungen auf die Umgestaltung der Gegenwart und auf die Grundlegung der Zukunft. Die Aufklärer, die sich ihrer geschichtlichen Situation bewusst waren, schufen die Idee einer Wissenschaft, „in der alle zerstreuten Fortschritte der Erkenntnis und ihrer Anwendungen planvoll vereinigt sind “.[3] Viele Historiker, die das 18. Jahrhundert oder die Aufklärung als eine epochale Bewegung darstellen wollten, griffen in erster Linie die Feindlichkeit der Autoren der Aufklärung gegenüber den christlichen Lehren und dem Glauben auf.[4] Ein Grund, der zu solch einer feindlichen Haltung der Philosophen des 18.Jahrhunderts gegenüber jeglichen staatlichen und kirchlichen Autoritäten geführt hat, war, dass der Autorität der Kirche und somit der Theologie eine große Bedeutung beigemessen wurde. Da die Philosophen der Aufklärung diese fest etablierte Tradition außer Kraft setzen wollten, um eine Freiheit des Denkens zu erreichen, musste es zwangsweise zu einer Ablehnung von Tradition und Autorität und zu einem Glauben an den Fortschritt kommen. Die Encyclopédie von Diderot und d`Alembert ist repräsentativ für diese Entwicklung: die Menschheit als das aus Wissen handelnde Subjekt ihrer eigenen Geschichte.

Der erste Schritt zur Wahrheit hin war für die Enzyklopädisten der Zweifel an dem, was bisher ohne exakte Prüfung für wahr gehalten wurde, vor allem der Zweifel an den Dogmen der katholischen Kirche. Gegen sie waren die Angriffe der Enzyklopädie gerichtet. In den Artikeln wurden z.B. Namen als sinnlos bezeichnet, mit denen sich kein exaktes Wissen verband, so z.B. „Acalipse“, „Alcatrace“[5] etc.

Des Weiteren stellten sie auch die sich widersprechenden Lehrmeinungen der katholischen Kirche in ihren Artikeln nebeneinander (z.B. im Artikel Adam).[6] Diese Liste ließe sich noch weiter fortführen doch zusammenfassend kann man sagen, dass die Enzyklopädisten der Überzeugung waren, die Religion sei in jedem Fall Gegner des intellektuellen Fortschritts. Mit ihren Ansichten und der Verbreitung dieser in der Enzyklopädie wollten die Enzyklopädisten das Bewusstsein der Menschen von Dogmen, Irrtümern und Vorurteilen befreien. Dadurch sollte Platz geschaffen werden für die Aufnahme von Wissen über die Natur und Gesellschaft. Mit Hilfe der Wissenschaften soll der Mensch lernen, sein Leben auf Erden so einzurichten, dass er sich selbst das höchste Gut bescheren kann: Glück. Die in der Enzyklopädie vertretene Moralphilosophie bricht mit allen auf das Jenseits gerichteten Leitbildern. Sie gipfelt in dem humanistischen Grundsatz, dass der Wert des menschlichen Lebens im Leben selbst liegt. Der Mensch braucht also nur den Geboten der Vernunft zu folgen, um sich vervollkommnen zu können und das Licht der Aufklärung sollte im Bewusstsein möglichst aller Menschen entzündet werden. Diese revolutionäre Kraft der Encyclopédie war u.a. darauf begründet, dass in ihr die Hauptprobleme der französischen Bevölkerung formuliert wurden, wie z.B. die Überwindung des absolutistischen Regimes. In Artikeln wie Politische Autorität, Bürger, Repräsentanten und Natürliche Gleichheit geht hervor, dass die Enzyklopädisten neben den religiösen auch die politischen Verhältnisse auf reformatorischem Weg zu erneuern versuchten.[7] Die Enzyklopädisten forderten die Abschaffung der Privilegien und gleiche Rechte für alle. Der politische Einfluss des Adels und der Geistlichkeit sollte soweit wie möglich eingedämmt werden.[8] Dem König wurde das Recht abgesprochen, im Namen Gottes zu regieren, das monarchistische Prinzip als solches wurde aber nicht angetastet. Man verlangte vom König, dass er nicht mehr die Interessen der Privilegierten, sondern die der produktiven Bevölkerungsteile vertrete, soweit diese besitzend waren.[9] Obwohl die Enzyklopädie die ökonomischen und politischen Interessen des Bürgertums vertrat, war die Herausgabe des Werkes von großer Bedeutung für die ganze Nation, denn die Interessen des Bürgertums ähnelten objektiv gesehen denen des gesamten französischen Volkes. Dieser Ansicht von Naumann schließt sich Waldemar Cislo nicht an, der es eher als Enttäuschung empfindet, dass diese Ideale der Enzyklopädisten nach ihrem Gefühl nur für das Bürgertum als eine neue Elite bestimmt waren.[10]

2. Entstehungsgeschichte der Enzyklopädie

Der englische Schriftsteller Ephraim Chambers veröffentlichte im Jahre 1728 die so genannte Cyclopaedia. Sie gilt als eine der ersten englischsprachigen Enzyklopädien. Die Cyclopaedia basiert auf John Harris' (1666-1719) Lexicon Technikum[11] von 1704 und war Vorbild und Grundlage für die von Denis Diderot und Jean Baptiste le Rond d'Alembert geschaffene Encyclopédie ou Dictionnaire raisonnée des sciences, des arts et des métiers. Die Cyclopaedia von Ephraim Chambers war eine Sammlung von Artikeln zur Kunst und den Wissenschaften und schloss die Themen Geschichte und Geographie aus. Der Verleger Le Breton erteilte 1746 Diderot den Auftrag, das in 2 Bänden erschienene Werk von Chambers ins Französische zu übersetzen.[12] Die Enzyklopädisten - 139 sind namentlich bekannt, darunter Melchior Grimm, Jean-François Marmontel, Montesquieu, d’Holbach, Quesnay, Jean-Jacques Rousseau, Turgot und Voltaire - aber beanspruchten für sich, jede Person zu befähigen, zu der Aufklärung des Zeitalters beizutragen. Die Enzyklopädie sollte also nicht wie die Cyclopaedia von Chambers eine Materialsammlung darstellen, sondern das Wissen in all ihren Kategorien verbinden. Um dieses Projekt voranzutreiben, gewannen Diderot und d´ Alembert die einflussreichsten Aufklärer als Autoren für die Enzyklopädie.[13] Sie hielten ihre Ansichten über Moral, Religion und Philosophie in ihrem Werk Encyclopédie ou Dictionnaire raisonnée des sciences, des arts et des métiers[14] fest, welches in den Jahren 1751-1771 herausgegeben wurde und bis zu seiner Vollendung 23 Bände umfasste. Die Zahl der Subskribenten erreichte trotz des hohen Kaufpreises eine Auflage von 4000 Exemplaren. Für d´Alembert und Diderot sollte die Enzyklopädie als eine Art Systematik die Anordnung und Verkettung aller menschlichen Kenntnisse wiedergeben und als Wörterbuch die Grundlagen und den Inhalt aller Wissenschaften und Künste vereinen. Der Titel Encylopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers bringt genau diese Absicht auf den Punkt.[15]

2.1. Die Enzyklopädie und ihre Vorläufer

Die Idee einer Enzyklopädie also war nicht neu und kam daher nicht unvermittelt. Sie steht in einer langen, bis auf die Antike zurückreichenden Tradition. Insbesondere in der Literaturgeschichte des 17.und 18. Jahrhunderts erkennt man ganz deutlich eine Entwicklungslinie, die schließlich bis zur Enzyklopädie von Diderot und d´ Alembert hinausläuft.[16]

Diderot selbst sagt im Artikel „Encyclopédie “, wie sehr er in seiner Arbeit an der Enzyklopädie ideell von Bayle angeregt worden ist und erkennt Bayles Fähigkeit an, überall die Schwächen der philosophischen Systeme und der menschlichen Natur zur ironischen Wirkung zu bringen: „redoutable, quand il prouve; redoutable quand il objecte: […] en même temps qu´il prouve, il amuse, il peint, il séduit ´“.[17] Er bewunderte Bayle, doch für die Herausgabe der Enzyklopädie war Bayles Art nicht geeignet: „Le temps que a émoussé notre goût sur les questions de critique et de controverse, a rendu insipide une partie du dictionnaire de Bayle “.[18]

Die Enzyklopädisten hatten einen wesentlich moderneren Anspruch an ihr Werk. So suchten Diderot und d´ Alembert nach einer Systematik für ihre Enzyklopädie und fanden sie in den Werken von Francis Bacon. Francis Bacon verfasste zahlreiche philosophische, literarische und juristische Schriften. Seine zwei Hauptwerke De dignitate et augmentis scientiarum (1623), die ein erster Versuch einer Universalenzyklopädie war, und Novum organon scientiarum (1620), eine Methodenlehre der Wissenschaften, dienten Diderot und d´ Alembert als Vorbild.

De dignitate et augmentis scientiarum war eine systematische Übersicht über den Wissensstand dieser Zeit und umfasste auch die naturwissenschaftlichen Erkenntnisse

der Zeit.[19]

2.2. Entstehung der Enzyklopädie und die Enzyklopädisten

Ursprünglich war also die Enzyklopädie als eine Übersetzung der 1728 erschienenen Enzyklopädie der Wissenschaften und Künste (Cyclopaedia) von Ephraim Chambers[20] gedacht. Diderot und d´ Alembert wurden damit beauftragt, die englische Fassung durch die neuen Erkenntnisse und Theorien ihrer Zeit zu ergänzen und legten als Grundsatz fest, in einer für den Durchschnittsleser verständlichen Sprache zu schreiben und ein Werk zu schaffen, das als Gesamtbibliothek für jedermann gesehen werden konnte. Der Besitz der Enzyklopädie bedeutete damals sehr hohes gesellschaftliches Ansehen und nicht viele konnten sich eine Gesamtausgabe leisten, doch im Prozess der Aufklärung kam den Enzyklopädisten eine ganz wichtige Rolle zu: sie wollten ihr Wissen belehrend weitergeben.[21] Die Enzyklopädisten wollten nunmehr nicht die Theologie als Schlüssel des Wissens ansehen und einsetzen, d.h. ihnen diente nicht die Theologie als Grundschema zur Strukturierung von Wissen, sondern der Mensch und die Wissenschaften, die ihn beschreiben.[22] Der Begriff „Gott“ wurde in den Artikeln der Enzyklopädie entfernt und durch Begriffe wie das Höchste Wesen, die Höchste Intelligenz[23] ersetzt.[24] Unter Diderot und d´Alembert wurde die Enzyklopädie ein Werk, das nicht nur die Philosophie und die Religion einbezog, sondern auch die Naturwissenschaften, die Technik und die Nationalökonomie. D´Alembert hatte vorzügliche Beziehungen zu Königen und Gelehrten in ganz Europa und war zudem Mitglied großer Akademien.[25] Sein Freund Jean-Jacques Rousseau war für den Bereich Musik verantwortlich. Baron Paul Henry Dietrich d´Holbach schrieb viele Artikel zur Mineralogie. Für die Naturwissenschaften waren Louis Jean-Marie Daubenton und Georges-Louis Leclerc de Buffon verantwortlich.[26] Buffon sollte den naturwissenschaftlichen Bereich übernehmen, da er durch die Arbeit an seinem Monumentalwerk zur Naturgeschichte[27] bereits sehr berühmt geworden war. Diderot suchte überhaupt möglichst viele Gelehrte in offizieller Stellung, darunter königliche Räte, Mitglieder der Universität und Akademiker, aber auch Spezialisten für militärische Fragen, für Chemie, Chirurgie, Grammatik, Instrumentenkunde sowie Baukunst.[28] Die Enzyklopädie wurde somit durch Diderot etwas ganz anderes, als es von den Pariser Verlegern anfangs gedacht war. Es begann als ein kommerzielles Projekt und wurde zu einem durchgreifenden Erfolg für die Aufklärung. Aber die Enzyklopädie war auch wirtschaftlich ein Erfolg. Die Zahl der Subskribenten stieg wie schon erwähnt von 1000 auf 4000 und Nachdrucke erschienen bald auch im Ausland. Insgesamt wurden vor 1789 etwa 25.000 Exemplare in Europa gedruckt. Es vereinigt das gesamte Wissen der damaligen Zeit in ca. 60.000 Artikeln, die mit Kupferstichen in 12 Tafelbänden reich illustriert sind.[29]

[...]


[1] Waldemar Cislo: Die Religionskritik der französischen Enzyklopädisten, in Europäische Hochschulschriften, Reihe XXIII Theologie Band 722, Frankfurt am Main 2001, S. 5.

[2] Pierre Bayle in seinem Werk „Dictionnaire Historique et Critique “: […]„ist eine Ansicht unvernünftig, gehört sie in den Bereich des Glaubens, da der Glaube etwas absurdes ist “.

[3] Mensching, Günther: Alembert, Jean Le Rond d´: Einleitung zur Enzyklopädie, Hamburg 1997, S.12.

[4] Herbert Dieckmann: „Diderot und die Aufklärung“ in Aufsätze zur europäischen Literatur des 18. Jahrhunderts, Stuttgart 1972, S. 14f., S. 25, 63.

[5] Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences des arte et des métiers, Nouvelle Impression en facsimilé de la première édition de 1751 - 1780, Stuttgart 1966, Band 1, S.58 (Acalipse) und S.248 (Alcatrace); siehe dazu auch Naumann, S. 17.

[6] Naumann, S.17

[7] Ebd.,, S.12.

[8] Cislo, S.81: die damalige Gesellschaft bestand zahlenmäßig ausgedrückt aus 130.000 Geistlichen, 140.000 Adligen und bis zu 25 Mio. Menschen des Dritten Standes. Die Geistlichkeit war von der Steuerpflicht befreit. Man darf jedoch nicht vergessen zu erwähnen, dass es unter den Vertretern der Geistlichkeit sehr starke Einkommensunterschiede gab, von den Magnatsbischöfen bis zum Pfarrklerus, dessen materieller Status oft dem eines Bauern glich.

[9] Ebd., S.81: Der König ist der „erste Adlige“ und der „älteste Sohn der Kirche“, der in der Rolle des göttlichen Statthalters mit absoluter Macht über den ihm anvertrauten Staat regiert; siehe dazu auch Naumann, S.13.

[10] Ebd., S.111; dazu auch Naumann im Vorwort zu „Artikel aus der von Diderot und d´Alembert herausgegebenen Enzyklopädie“ (1967), S.13, 17.

[11] http://www.britannica.com/EBchecked/topic/186603/encyclopaedia/31999/Authorship#ref=ref194007: das Lexicon Technikum war alphabetisch geordnet und hatte ihren Schwerpunkt im Bereich der Technik ; Stand 25.10.08.

[12] Friedenthal, S.68.

[13] Mensching, S.164: die Enzyklopädie beanspruchte für sich einen neuen Charakter, der „auf die Änderung der herkömmlichen Denkweise “ abzielt. Im Gegensatz zur „Materialsammlung “ von Chambers intendierte „die Enzyklopädie die Verbindung der einzelnen Gegenstände in praktischer Absicht “.

[14] v. Stackelberg, S.34: Das Wort „raisonné “ kennzeichnete den aufklärerischen Aspekt des Werkes.

[15] Friedenthal, S.69f: Der Grundplan der Enzyklopädie war universell gefasst, es ging nicht nur um Philosophie und Religion oder um die Korrektur geschichtlicher Irrtümer. Die Naturwissenschaften wurden einbezogen, des weiteren auch die Technik und die Nationalökonomie.

[16] Mensching, S.164.

[17] Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences des arte et des métiers, Nouvelle Impression en facsimilé de la première édition de 1751 - 1780, Stuttgart 1966, siehe Artikel „Pyrrhonienne “ - Skeptizismus, in Band 13, S.608-614.

[18] siehe in Selg, S.78 : „Dieser Charakter zielt auf die Änderung der herkömmlichen Denkweise ab.“ (aus Diderots Artikel „Encyclopédie “, Band 5, S.635 - 649)

[19] Naumann, S.15.

[20] Friedenthal, S. 68: zweibändiges Lexikon, mit dem Zusatz im Titel Universal Dictionary of Arts and Sciences.

[21] Schalk, S.102: „Les expressions propres à ces sciences sont déjà très communes et le deviendront nécessairement d´avantage.” Die Sprache dient dazu, die gesellschaftliche Ordnung umzuändern, während in frühen Epochen der wissenschaftliche und künstlerische Rang die Menschen voneinander unterschied.

[22] Cislo, S.26: John Locke veröffentlichte 1690 sein Hauptwerk An Essay Concerning Human Understanding („Versuch über den menschlichen Verstand“). Darin setzt er sich mit den Anschauungen Descartes’ von den angeborenen Ideen auseinander. Für Locke besteht ein Zusammenhang zwischen Gültigkeit und Genese der Erkenntnis (Gegenstand unserer Erkenntnis sind Ideen) und im Gegensatz zu Descartes ist Locke der Meinung, dass bestimmte Ideen und Prinzipien nicht angeboren sind, sondern dass der Mensch mit der Fähigkeit, solche Ideen zu bilden, geboren wird. Diese Fähigkeit ist das Erkenntnisvermögen; siehe dazu auch Selg S.455.

[23] Ebd., S.27

[24] Ebd., S.26: Diderot schrieb: „Der Mensch ist der einzige Punkt, von dem man ausgehen und auf welchen man alles zurückführen sollte.“ Zitat laut: G. Duby, R. Mandrou, Geschichte der französischen Kultur vom 10. Bis zum 20. Jahrhundert, S.410; siehe auch in Selg, S.74: hier lautet es „Der Mensch ist der einzigartige Begriff, […]“.

[25] Mensching; S.63f: D´ Alembert war Mitglied der Académie des sciences, der Preußischen Akademie der Wissenschaften (Diderot, La Mettrie, Montesquieu, Voltaire ebenso) und der Académie française.

[26] Buffon (1707-1788) mit seinem Riesenwerk, der Allgemeinen und besonderen Naturgeschichte, die von 1749 bis 1788 in 36 Bänden erschien. Er wurde als Verfasser der 40bändigen Histoire naturelle ein Pionier der modernen Biologie . Die Gattungen und Arten, die sein Zeitgenosse Linné zu einem System der belebten Natur vereinigte, haben für Buffon nur eine klassifikatorische Bedeutung und dürfen nicht für Realität genommen werden. Das einzelne Lebewesen steht daher für Buffon im Zentrum der Wissenschaft.

[27] Encyclopédie méthodique: Histoire Naturelle de l'Homme, des Animaux quadrupedes et cétecés d'après Buffon, avec Introduction, erschienen 1782 in Paris.

[28] Friedenthal, S.73.

[29] Darnton, S.14ff.

25 von 25 Seiten

Details

Titel
Religionskritik in der "Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers" von Denis Diderot und Jean Le Rond d´Alembert
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Hauptseminar
Note
2,5
Autor
Jahr
2007
Seiten
25
Katalognummer
V122398
Dateigröße
576 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religionskritik, Encyclopédie, Dictionnaire, Denis, Diderot, Jean, Rond, Hauptseminar
Arbeit zitieren
Keziban Karaaslan (Autor), 2007, Religionskritik in der "Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers" von Denis Diderot und Jean Le Rond d´Alembert, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122398

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