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Einführung in den kommunalen Produkthaushalt

Titel: Einführung in den kommunalen Produkthaushalt

Hausarbeit , 2021 , 21 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Marc Fiedler (Autor:in)

VWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement (KGSt) hat zwei grundlegende Berichte zum Neuen Steuerungsmodell 1993 veröffentlicht. Die KGSt ist ein Entwicklungszentrum des kommunalen Managements, das 1949 in Köln gegründet wurde. Es wird getragen von vielen Städten, Gemeinden und Kreisen. Aufgrund der Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge, Seminaren, Fachkonferenzen (und Ähnlichem), ist die KGSt unabhängig vom Staat und politischen Organisationen. Über 1600 Kommunalverwaltungen und Träger öffentlicher Aufgaben arbeiten mit dem KGSt zusammen, um ihre eigene Leistungsfähigkeit zu verbessern.

Die ersten beiden Berichte handelten von wirksamer Verwaltungssteuerung. Diese soll nur möglich sein, wenn man bei der Leistung beziehungsweise beim Produkt oder beim Budget anfängt. Schon in den 60er Jahren waren solche Verfahren wie Zero-Base-Budgeting oder Planning-Programming-and-Budgeting überlegt worden. Das ist damals gescheitert, aufgrund der ziemlich vielen Anforderung und die einhergehende Komplexität. Beim ersten Bericht ging es um die grundsätzliche Steuerung mit dem Produkt, der Slogan hieß "Steuern mit Produkten".

In einem zweiten Bericht "Budgetierung“ stand das Budget im Vordergrund. Auf den ersten Blick sind beide Modelle sehr widersprüchlich, da sie verschiedene Ansatzpunkte haben. Beim "Steuern mit Produkt", geht man von unten nach oben, (bottom up). Dort ist das Produkt die Planungsgrundlage. In dieser unteren Verwaltungsebene wird also überlegt, welche Kosten entstehen werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entstehung

2.1 Die Entstehung des Produkthaushalt

2.2 Die Einführung in Niedersachsen

3 Beispiel für einen Produkthaushalt in Niedersachsen

3.1 Die Produktbereiche

3.1.1 Produktbereich 1: Zentrale Verwaltung

3.1.2 Produktbereich 2: Schule und Kultur

3.1.3 Produktbereich 3: Soziales und Jugend

3.1.4 Produktbereich 4: Gesundheit und Sport

3.1.5 Produktbereich 5: Gestaltung der Umwelt

3.1.6 Produktbereich 6: Zentrale Finanzleistungen

3.2 Definition Produktgruppen

3.3 Definition Produkt

4 Aufbau eines Produkts

4.1 Teil A des Produktes

4.1.1 Produktnummer und Teamleitung

4.1.2 Produktbeschreibung

4.1.3 Ziele und Erläuterung

4.1.4 Auftragsgrundlage und Empfänger

4.1.5 Kennzahlen

4.2 Teil B des Produktes

4.3 Teil C des Produktes

5 Budgetverantwortung der Kita-Leitung in der Gemeinde Uetze

6 Benchmarking

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein grundlegendes Verständnis für den kommunalen Produkthaushalt zu schaffen, insbesondere für die Anwendung in Kindertageseinrichtungen. Die Forschungsfrage untersucht, wie sich die finanzielle Steuerung durch Produkte gestaltet und welche praktischen Auswirkungen dies auf die budgetverantwortliche Arbeit einer Kita-Leitung hat.

  • Historische Entwicklung und gesetzliche Einführung des Produkthaushalts in Niedersachsen
  • Struktur des Produkthaushalts inklusive Gliederung in Produktbereiche und Produktgruppen
  • Detaillierter Aufbau eines Produktes (Teil A, B und C) und dessen Kennzahlen
  • Verantwortung und Aufgaben der Kita-Leitung innerhalb der Budgetverwaltung
  • Bedeutung von Benchmarking zur Optimierung der Verwaltungsleistungen

Auszug aus dem Buch

4.1.5 Kennzahlen

Am Ende stehen die Kennzahlen. Kennzahlen sind Maßstabswerte, die einen Vergleich der Leistungserstellung innerhalb der Verwaltung oder mit Dritten ermöglichen. Geeignete Kennzahlen spielen bei der Beschreibung von Produkten eine zentrale Rolle, da sie das Verwaltungshandeln in objektiver und nachvollziehbarer Weise abbilden. Kennzahlen haben viele Funktionen wie Motivationsfunktion, Legitimationsfunktion, Steuerungsfunktion, Sparfunktion und Büchsenöffner-Funktion. Es wird zwischen 4 Arten bei den Kennzahlen unterschieden; Quantitätskennzahlen, Qualitätskennzahlen, Kostenkennzahlen und Vergleichskennzahlen. Bei den Qualitätskennzahlen wird nochmal in Prozesskennzahlen, Ergebniskennzahlen und Wirkungskennzahlen unterschieden.

Bei den Quantitätskennzahlen geht es um absolute Zahlen, die eine Anzahl oder Bestände erfasst z.B. Anzahl der Schülerinnen und Schüler an einer Schule oder Bücherbestand des Staatsarchivs. Bei den Prozesskennzahlen geht es darum, wie Kunden, Beschäftigte und Führung den Prozess beurteilen z.B. Telefonische Erreichbarkeit in Stunden pro Woche für Kunden, Überstunden in Prozent der Soll Arbeitszeit für die Mitarbeiter oder die durchschnittliche Anzahl von Vorgängen pro Sachbearbeiterin oder Sachbearbeiter für die Führung. Bei Ergebniskennzahlen geht es darum, wie zufrieden die Kunden waren und ob es am Ende erfolgreich war, z.B. der Anteil von Kundinnen und Kunden, denen ein Arbeitsplatz vermittelt wurde.

Die Wirkungskennzahlen zeigen was für eine Auswirkung das Produkt hat, allerdings müssen dann auch externe Einflüsse und Verzögerungen berücksichtig werden, z.B. bei der Quote der Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die nach drei Monaten (k)einen Arbeitsplatz gefunden haben. Die Kostenkennzahlen sind vergleichbar mit den Quantitativ- und Qualitativkennzahlen, werden aber lediglich in der „Geldeinheit“ gemessen. Vergleichskennzahlen dienen dazu, ein Benchmarking (siehe 6) durchzuführen. Vergleichskennzahlen sind individuelle Größen, die fachbereichsspezifisch entwickelt und ermittelt werden müssen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit erläutert die Motivation des Autors, das Thema Produkthaushalt zu erschließen, und beschreibt die methodische Vorgehensweise durch Interviews und Literaturrecherche.

2 Die Entstehung: Dieses Kapitel behandelt die historische Genese des Produkthaushalts durch die KGSt sowie die verbindliche Einführung der Doppik in Niedersachsen.

3 Beispiel für einen Produkthaushalt in Niedersachsen: Hier werden die sechs Produktbereiche im Detail vorgestellt und die hierarchischen Definitionen von Produktgruppen sowie Produkten erläutert.

4 Aufbau eines Produkts: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die dreiteilige Struktur eines Produktes (Teile A, B und C) sowie die Bedeutung von Kennzahlen.

5 Budgetverantwortung der Kita-Leitung in der Gemeinde Uetze: Das Kapitel veranschaulicht den Wandel der Budgetverantwortung von der zentralen IT hin zur eigenverantwortlichen Vorkontierung durch die Kita-Leitung.

6 Benchmarking: Hier wird der Prozess des objektiven Vergleichs von Verwaltungen mittels Kennzahlen analysiert, um Verbesserungspotenziale aufzuzeigen.

7 Fazit: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht den Kompetenzzuwachs des Autors im Umgang mit dem Produkthaushalt.

Schlüsselwörter

Produkthaushalt, Doppik, Kommunalverwaltung, Produktbereich, Produktgruppe, Kita-Leitung, Budgetverantwortung, Kennzahlen, Ressourcenverbrauch, Haushaltsplanung, Controlling, Benchmarking, Finanzverwaltung, SGB VIII, Verwaltungshandeln

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit bietet eine Einführung in das System des kommunalen Produkthaushalts, erläutert dessen Aufbau und beleuchtet die praktische Umsetzung in der Finanzsteuerung von Kindertageseinrichtungen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Entstehung des Produkthaushalts, die gesetzlichen Rahmenbedingungen in Niedersachsen, die Strukturierung von Produkten und die Budgetverantwortung von Führungskräften.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Ziel ist es, die Zusammenhänge des Produkthaushalts zu verstehen, um diese als Kita-Leitung effizient für die Planung und Verwaltung der zur Verfügung stehenden Mittel nutzen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und empirischen Daten durch Interviews mit der Finanzabteilung eines Trägers sowie der eigenen Kita-Leitung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gliederung in Produktbereiche, den Aufbau einzelner Produkte inklusive Kennzahlen, die Budgetverantwortung und Methoden des Benchmarking.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Produkthaushalt, Doppik, Budgetverantwortung, Kennzahlen und Kommunalverwaltung charakterisieren.

Wie hat sich die Budgetverwaltung in der Gemeinde Uetze verändert?

Früher wurde die Haushaltsrechnung zentral über eine Kita-IT abgewickelt; heute sind die Kita-Leitungen selbst für die digitale Vorkontierung ihrer Bestellungen im Finanzprogramm verantwortlich.

Warum sind Kennzahlen für die Verwaltung wichtig?

Kennzahlen dienen als objektive Maßstabswerte, um Verwaltungshandeln vergleichbar zu machen und Funktionen wie Steuerung, Motivation und Legitimation zu unterstützen.

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Details

Titel
Einführung in den kommunalen Produkthaushalt
Note
2,0
Autor
Marc Fiedler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
21
Katalognummer
V1224175
ISBN (PDF)
9783346651778
ISBN (Buch)
9783346651785
Sprache
Deutsch
Schlagworte
einführung produkthaushalt
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marc Fiedler (Autor:in), 2021, Einführung in den kommunalen Produkthaushalt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1224175
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  21  Seiten
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