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Unterrichtspraktische Prüfung Geschichte. Zur Lage der Bauern im 16. Jahrhundert — Die erste demokratische Verfassung auf deutschem Boden?

Title: Unterrichtspraktische Prüfung Geschichte. Zur Lage der Bauern im 16. Jahrhundert —  Die erste demokratische Verfassung auf deutschem Boden?

Lesson Plan , 2020 , 23 Pages , Grade: 1,6

Autor:in: Dennis Herby (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Das Thema der unterrichtspraktischen Prüfung ist "Zur Lage der Bauern im 16. Jahrhundert: Die erste demokratische Verfassung auf deutschem Boden?" und gehört zu der Unterrichtsreihe "Neue Welten, neue Horizonte: Die Revolution des 'gemeinen Mannes'".

Die längerfristigen Unterrichtszusammenhänge "Neue Welten, neue Horizonte: Die Revolution des 'gemeinen Mannes'" lassen sich im Kernlehrplan für die Gesamtschule in NRW Gesellschaftslehre und dem schulinternen Lehrplan der Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, dem Inhaltsfeld 9: Menschenbild und Weltauffassung mit den inhaltlichen Schwerpunkten − Renaissance, Humanismus und Reformation zuordnen.

Hinsichtlich des neuen Kernlehrplans für Gesellschaftslehre, der ab 2020/21 aufsteigend ab dem fünften Jahrgang umgesetzt werden muss, lässt sich das längerfristige Unterrichtsvorhaben dem Inhaltsfeld 8: Konflikt und Frieden zuordnen. Der neue Kernlehrplan bestätigt mit der expliziten Nennung der Bauernkriege und des Dreißigjährigen Kriegs die Bedeutsamkeit der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge im Bezug auf die Entwicklung einer mündigen und sozial verantwortlichen Persönlichkeit. Er leistet weitere Beiträge zu fachübergreifenden Querschnittsaufgaben in Schule und Unterricht und fokussiert die historische Bildung der Grundrechte.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Längerfristige Unterrichtszusammenhänge

1.1 Leitgedanken und Intentionen der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

1.2 Curriculare Legitimation der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

1.3 Nachhaltiger Kompetenzaufbau

1.4 Überprüfung des Lern-und Kompetenzzuwachses

1.5 Übersicht der Unterrichtsreihe

2. Siegburger Sonne

2.1 Lehr- und Lernvoraussetzungen einzelner Schülerinnen u. Schüler

3. Literaturverzeichnis

3.1 Quellenverzeichnis

3.2 Abbildungsverzeichnis

4. Anhang

4.1 Einstieg

4.2 Arbeitsblätter und Erwartungshorizont

4.3 Differenzierungsmaterial mit antizipierten Ergebnissen

5. Antizipiertes Tafelbild

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historischen Forderungen der Bauern des Jahres 1525 im Kontext der "12 Artikel" und prüft deren Potenzial als frühe Formulierung von Grund- und Menschenrechten mit Bezugnahme auf das Deutsche Grundgesetz von 1948.

  • Reformatorische Umwälzungen und ihre gesellschaftspolitische Bedeutung im 16. Jahrhundert.
  • Analyse der agrarisch-rechtlichen und sozialen Forderungen der Bauernschaft.
  • Historische Diskursfähigkeit und Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler.
  • Legitimation und Kontinuität demokratischer Wertetraditionen im Geschichtsunterricht.

Auszug aus dem Buch

1.1 Leitgedanken und Intentionen der längerfristigen Unterrichtszusammenhänge

Die reformatorischen Umwälzungen des 16. Jahrhundert stellen in der neuzeitlichen Entwicklung in Bezug auf die Verselbstständigung religiöser Individualität und der Herausbildung einer säkularen Staatsauffassung einen entscheidenden Schritt dar und gelten laut dem Sozialphilosophen Rainer Forst als ein Meilenstein auf den Weg zum demokratischen Verfassungsstaat der Moderne. (vgl. Forst: Toleranz und Konflikt, S. 151) Sie beruhen in ihrer Entwicklung auf einer Reihe von Unruhen und Rebellionen in Deutschland seit 1476, die meist entweder agrarisch-rechtliche oder soziale und radikal religiöse Gründe hatten und keinesfalls monokausal zu betrachten sind.

Dementsprechend orientieren sich die längerfristigen Unterrichtszusammenhänge an den drei geschichtsdidaktischen Prinzipien nach Bergmann (vgl. Bergmann: Gegenwarts- und Zukunftsbezug, S. 91) die für Anbahnung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins konstitutiv sind und bei der Planung historischer Lernprozesse eine zentrale Rolle spielen (vgl. Thünemann: Planung von Geschichtsunterricht, S. 206) Beim ersten geschichtsdidaktischen Prinzip zur Unterrichtplanung orientierte sich Bergmann an den bereits bestehenden Arbeiten von Jeismann. (vgl. Jeismann: „Lux Veritatis“ oder „Filia Temporis“? S. 14) Der Gegenwarts- und Zukunftsbezug begreift Geschichte als den Zusammenhang von „Vergangenheitsdeutung, Gegenwartsverständnis und Zukunftsperspektive“ (ebd. S. 16) Die Lernenden erlangen durch die Unterrichtsvorhaben die Befähigung, die reformatorischen Umwälzungen des 16. Jahrhunderts als eine gesamtgesellschaftliche Bildungs, – Freiheits, – und Emanzipationsbewegung zu beurteilen.

Die stark korrelativen Unterrichtsvorhaben konfrontieren die Schülerinnen und Schüler (i. F. mit SuS abgekürzt) mit der Ausbildung ihrer eigenen Identität auf der Grundlage der freiheitlich-demokratischen Gesellschaftsordnung und fördern somit das Engagement, aktiv gesellschaftliche Wandlungsprozesse mitzugestalten. (vgl. Bergmann: Gegenwarts- und Zukunftsbezug, S. 105) Das zweite für die Anbahnung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins und wesentliche Prinzip der Unterrichtsplanung ist die Multiperspektivität. Die längerfristigen Unterrichtszusammenhänge ermöglichen den SuS die Betrachtung historischer Sachverhalte aus verschiedenen Perspektiven der beteiligten Menschen. Auf diese Weise trägt die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu einem besseren Verständnis der Gegenwart bei und bietet eine Orientierungshilfe in Gegenwart und Zukunft.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Längerfristige Unterrichtszusammenhänge: Erläutert die didaktischen Prinzipien und die curriculare Einbettung der Unterrichtsreihe, die den Fokus auf Demokratieerziehung und historisches Bewusstsein legt.

2. Siegburger Sonne: Beschreibt die konkreten Lehr- und Lernvoraussetzungen sowie die individuellen Profile der Schülerinnen und Schüler in der Lerngruppe.

3. Literaturverzeichnis: Listet die verwendeten fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Quellen sowie das Quellen- und Abbildungsverzeichnis auf.

4. Anhang: Enthält ergänzende Materialien wie den Einstieg, die Arbeitsblätter mit Erwartungshorizont sowie Differenzierungsangebote für den Unterricht.

5. Antizipiertes Tafelbild: Skizziert die geplante visuelle und inhaltliche Strukturierung an der Tafel für den zentralen Unterrichtsverlauf.

Schlüsselwörter

Bauernkrieg, 12 Artikel, Reformation, Grundrechte, deutsches Grundgesetz, Geschichtsbewusstsein, Demokratieerziehung, Geschichtsdidaktik, Unterrichtsplanung, historische Urteilsbildung, Bauernschaft, Leibeigenschaft, Emanzipation, Partizipation, Unterrichtsreihe.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Planung und didaktischen Legitimation einer Unterrichtsreihe zum Thema Bauernkrieg im 16. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung der "12 Artikel".

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die reformatorischen Umwälzungen, die soziale Lage der Bauern und die Kontinuität von Freiheitsbewegungen bis hin zur modernen demokratischen Verfassung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Schülern zu ermöglichen, die historischen Forderungen der Bauern von 1525 kriteriengeleitet zu analysieren und deren Bedeutung für das heutige Grundgesetz zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Der Unterricht folgt dem geschichtsdidaktischen Planungsmodell nach Sauer, unter Einbeziehung von Heuristik, historischer Urteilsbildung und Reflexion.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in didaktische Konzeptionen, curriculare Einordnung, Lernvoraussetzungen der Lerngruppe sowie eine detaillierte Ausarbeitung des Unterrichtsverlaufs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Reformation, Partizipation, Grundrechte, historisches Bewusstsein und die "12 Artikel" als verfassungsgeschichtlicher Anknüpfungspunkt.

Welche Rolle spielt die Person Jacob in der Unterrichtsreihe?

Jacob dient als fiktives Beispiel eines Bauern von 1525, um Schülern durch eine biografische Annäherung die wirtschaftlichen und sozialen Nöte der Zeit greifbar zu machen.

Warum wird das Zitat von Johannes Rau als Einstieg genutzt?

Das Zitat dient dazu, die historische Bedeutung der "12 Artikel" als frühen "Grundrechtskatalog" mit dem modernen deutschen Grundgesetz in Bezug zu setzen und die Problemfrage zu legitimieren.

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Details

Title
Unterrichtspraktische Prüfung Geschichte. Zur Lage der Bauern im 16. Jahrhundert — Die erste demokratische Verfassung auf deutschem Boden?
College
Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Köln  (ZFSL Siegburg)
Grade
1,6
Author
Dennis Herby (Author)
Publication Year
2020
Pages
23
Catalog Number
V1224591
ISBN (PDF)
9783346655011
ISBN (Book)
9783346655028
Language
German
Tags
unterrichtspraktische prüfung geschichte lage bauern jahrhundert verfassung boden
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dennis Herby (Author), 2020, Unterrichtspraktische Prüfung Geschichte. Zur Lage der Bauern im 16. Jahrhundert — Die erste demokratische Verfassung auf deutschem Boden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1224591
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