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Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf den Diskontierungssatz im DCF-Verfahren

Titel: Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf den Diskontierungssatz im DCF-Verfahren

Bachelorarbeit , 2020 , 63 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

BWL - Investition und Finanzierung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie sich die aktuell niedrigen Kapitalmarktzinsen auf den Diskontierungssatz und den damit verbundenen Unternehmenswert im DCF-Verfahren auswirken. Es wird davon ausgegangen, dass ein niedriges Zinsniveau niedrige Diskontierungssätze zur Folge hat. In Folge niedriger Diskontierungssätze steigt der berechnete Unternehmenswert, da der Diskontierungssatz im Nenner der Barwertermittlung steht. Wie groß dieser Einfluss ist und ob dieser durch die Anpassung der anderen Komponenten im Diskontierungssatz abgeschwächt werden kann, soll in dieser Arbeit analysiert werden.

Zu Beginn dieser Arbeit wird die Bedeutung von Zinsen analysiert. Dabei wird besonders auf die Entstehung von niedrigen Zinsen und deren Auswirkungen eingegangen. Im Anschluss daran wird kurz die funktionale Bewertungstheorie erläutert und ein Überblick über die Unternehmensbewertung durch Zukunftserfolgsverfahren und deren Konzeption gegeben.

Nachfolgend werden die im Rahmen des DCF-Verfahrens gängigen Brutto- und Nettokapitalisierungsmethoden
dargestellt, um daraufhin die Bruttokapitalisierung und die Diskontierung mithilfe des Weighted Average Cost of Capital (WACC)-Ansatz näher zu erläutern. Dabei wird zunächst der WACC definiert sowie die Anforderungen an ihn und seine allgemeine Verwendung im Rahmen der Unternehmensbewertung bei den international anerkannten DCFVerfahren
aufgezeigt. Anschließend wird untersucht, in wie weit die einzelnen Faktoren des WACC durch das Zinsniveau beeinflusst werden.

Im Rahmen der Untersuchung wird der WACC im Zeitverlauf von 2008 – 2016 berechnet. Dieser Zeitraum wurde gewählt, da die internationale Finanzmarktkrise der Jahre 2008 und 2009 insbesondere im letzten Vierteljahr
des Jahres 2008 zu einem starken Einbruch der Weltwirtschaft führte. Infolgedessen hat die EZB die Leitzinsen stetig gesenkt. In wie weit sich der Rückgang des Zinsniveaus auf die Unternehmensbewertung im Rahmen des DCF-Verfahrens auswirkt, wird in diesem Zeitraum besonders gut ersichtlich.

Nachdem der WACC für die Jahre 2008 – 2016 ermittelt wurde, werden mit Hilfe der Ergebnisse die Unternehmenswerte eines fiktiven Unternehmens berechnet. Anhand dieser Berechnung sollen die Auswirkungen des Zinsniveaus auf die Unternehmenswerte verdeutlicht werden. Um die durch das DCF-Verfahren ermittelten Ergebnisse zu überprüfen, wird ergänzend die Entwicklung der EBIT- und Umsatzmultiplikatoren in dem definierten Zeitraum betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2 Bedeutung von Zinsen

2.1 Geldpolitik und Zinsentwicklung

2.2 Nullzinspolitik

3 Varianten des DCF-Verfahrens

3.1 Flow-to-Equity Verfahren

3.2 Free-Cash Flow Verfahren

4 Berechnung des WACC

4.1 Berechnung der Eigenkapitalkosten durch das CAPM

4.1.1 Berechnung des Basiszinssatzes

4.1.2 Berechnung der Marktrisikoprämie

4.1.3 Berechnung des Beta-Faktors

4.2 Berechnung der Fremdkapitalkosten

5 Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf die einzelnen Bestandteile des WACC

5.1 Auswirkungen auf die Komponenten der Eigenkapitalkosten

5.1.1 Auswirkungen auf den Basiszinssatz

5.1.2 Auswirkungen auf die Marktrisikoprämie

5.1.3 Auswirkungen auf den Beta-Faktor

5.2 Auswirkungen auf die Komponenten der Fremdkapitalkosten

5.3 Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf den WACC

6 Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf den Unternehmenswert

6.1 Unternehmenswerte auf Basis der DCF-Verfahren

6.2 Unternehmenswerte aus Marktsicht

6.3 Kapitalisierungszinssätze zur Goodwillbewertung

7 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie sich das anhaltende Niedrigzinsniveau auf die Parameter der Unternehmensbewertung im Rahmen von Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) auswirkt und welche Folgen dies für die resultierenden Unternehmenswerte hat.

  • Analyse des Einflusses von niedrigen Kapitalmarktzinsen auf den WACC.
  • Untersuchung der Komponenten der Eigenkapital- und Fremdkapitalkosten.
  • Berechnung von Unternehmenswerten in einem fiktiven Szenario zwischen 2008 und 2016.
  • Überprüfung der Ergebnisse mittels Multiplikator-Verfahren.
  • Bewertung der Auswirkungen auf die Goodwill-Werthaltigkeit nach IAS 36.

Auszug aus dem Buch

1.1 Problemstellung

Im Rahmen des Discounted-Cashflow-Verfahrens sind die bewertungsrelevanten Überschüsse mit risikoäquivalenten Kapitalkostensätzen abzuzinsen. Ein laufzeit- und stichtagsspezifischer Diskontierungssatz setzt sich aus der risikolosen Rendite und einem Risikozuschlag zusammen. Mit dem IDW S1 wurde die Ermittlung risikoloser Renditen auf Basis von Zinsstrukturdaten der Deutschen Bundesbank auch für Wirtschaftsprüfer zur Standardmethode.

Die auf Kapitalmarktzaten beruhende Zinsstruktur lässt sich hinsichtlich ihrer Entwicklung im Zeitverlauf analysieren. In der Vergangenheit hat die Finanz- und Wirtschaftskrise zu einem deutlichen Rückgang des Zinsniveaus - bis hin zu teilweise negativer Realverzinsung - geführt. Der quasi risikofreie Zins (der aus Staatsanleihen zu erzielen ist) ist eine der Grundlagen moderner finanzwirtschaftlicher Theorien. Bei völligem Fehlen von Risiko stellt der risikofreie Zins eine Entschädigung für den vorläufigen Konsumverzicht des Investors dar. Als Reaktion auf die Finanz- und Staatsschuldenkrise gibt es eine Reihe von Entscheidungen, deren Konsequenz ein Verschwinden des risikofreien Zinses ist. Die beiden bedeutendsten Zentralbanksysteme, das Federal Reserve System (FED) und die Europäische Zentralbank (EZB), haben die Leitzinsen in den USA und in der Eurozone gesenkt. Die FED hat in weiterer Folge entschieden, bei Überschreiten gewisser Zinsniveaus Staatspapiere in unbegrenzter Menge zu kaufen; mit dem Ziel die Geldbasis auszuweiten. Dies zielt auf ein dauerhaftes Niedrighalten der Zinsen ab, wodurch bei Staatsanleihen der risikofreie Zins durch zinsloses Risiko ersetzt wird, jedenfalls bezogen auf reale, also inflationsbereinigte Werte. Diese Entscheidungen und auch das Target-System der EZB sorgen zudem dafür, dass der Zins seine Funktion der Risikosteuerung verliert, da die Zinssätze trotz unterschiedlichen Risikos durch diese politisch entschieden Mechanismen künstlich angeglichen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf Unternehmenswerte.

2 Bedeutung von Zinsen: Analyse der theoretischen Grundlagen des Zinses und der historischen Zinsentwicklung unter dem Einfluss expansiver Geldpolitik.

3 Varianten des DCF-Verfahrens: Darstellung der gängigen Brutto- und Nettokapitalisierungsmethoden der Unternehmensbewertung.

4 Berechnung des WACC: Erläuterung der Ermittlung gewichteter Kapitalkosten inklusive CAPM-Methodik und Fremdkapitalkosten.

5 Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf die einzelnen Bestandteile des WACC: Detaillierte Prüfung, wie Basiszinssatz, Marktrisikoprämie und Beta-Faktor auf das Niedrigzinsumfeld reagieren.

6 Auswirkungen der Niedrigzinsphase auf den Unternehmenswert: Empirische Untersuchung des Unternehmenswertanstiegs sowie Überprüfung durch Multiplikatoren und Goodwill-Betrachtungen.

7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Diskussion möglicher zukünftiger Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Unternehmensbewertung, Discounted-Cashflow-Verfahren, WACC, Niedrigzinsphase, Basiszinssatz, Marktrisikoprämie, Beta-Faktor, Risikokapital, Fremdkapitalkosten, Kapitalkosten, Unternehmenswert, Goodwill-Bewertung, Finanzmarktkrise, Zentralbanken, IAS 36.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelor-Thesis untersucht den Einfluss des historisch niedrigen Zinsniveaus auf die Wertermittlung von Unternehmen mittels DCF-Verfahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Zinsstruktur, den Kapitalkostenberechnungen (WACC), der Marktrisikoprämie und deren Auswirkung auf Unternehmenswerte sowie die Goodwill-Bewertung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, wie sich niedrige Kapitalmarktzinsen auf den Diskontierungssatz und den Unternehmenswert im DCF-Verfahren auswirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine analytische Betrachtung basierend auf ökonomischen Theorien sowie eine quantitative Analyse von fiktiven Unternehmensdaten und Marktbeobachtungen (z.B. DAX-Daten).

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die einzelnen Komponenten des WACC und deren Sensitivität gegenüber Zinsänderungen sowie die Auswirkungen auf Unternehmenswerte und EBIT-Multiplikatoren.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Essenziell sind Begriffe wie DCF, WACC, Marktrisikoprämie, Basiszinssatz, Niedrigzins, Unternehmenswert und Impairment-Test.

Wie wirkt sich das Zinsniveau auf den Unternehmenswert aus?

Sinkende Zinsen führen zu einem niedrigeren Diskontierungssatz, was nach dem Barwertkonzept rechnerisch zu steigenden Unternehmenswerten führt.

Warum ist die Goodwill-Bewertung in diesem Kontext wichtig?

Da Goodwill-Positionen mittels Diskontierung geprüft werden, hat ein sinkender Impairmentzinssatz zur Folge, dass Abschreibungen unwahrscheinlicher werden und Goodwill eine höhere Relevanz in der Bilanz erhält.

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Details

Titel
Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf den Diskontierungssatz im DCF-Verfahren
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, München früher Fachhochschule
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
63
Katalognummer
V1224876
ISBN (eBook)
9783346654649
ISBN (Buch)
9783346654656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
DCF-Verfahren WACC Kapitalmarktzinsen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Auswirkungen niedriger Kapitalmarktzinsen auf den Diskontierungssatz im DCF-Verfahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1224876
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Leseprobe aus  63  Seiten
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