Betriebliche Gesundheitsförderung durch betriebliches Gesundheitsmanagement in mittelständischen Betrieben. Eine Einführung in das Thema


Akademische Arbeit

10 Seiten


Leseprobe

Zusammenfassung:

Die Erkenntnis, dass Gesundheit und Krankheit für jeden Menschen „Zustände von höchster Bedeutsamkeit“ (Bourmer 1985, S. 10, zit. nach: Distler 2010, S. 1, Renger 2012, S. 1, Renger 2015, S. 1) beinhalten, prägt das gesellschaftliche Denken stärker denn je, da Gesundheit als wertvolles Gut und zugleich als wichtige Voraussetzung gilt, „um alle Annehmlichkeiten des Lebens genießen zu können“ (List 1999, S. 1). Definitionen von Gesundheit finden sich z.B. bei der WHO, die Gesundheit als einen „Zustand vollkommenen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht allein das Fehlen von Krankheit und Gebrechen“ definiert (WHO 1946, S. 2). Der Medizinsoziologe Parsons definiert sie als „Zustand optimaler Leistungsfähigkeit eines Individuums für die wirksame Erfüllung der Rollen und Aufgaben, für die es sozialisiert (Sozialisation = Einordnungsprozess in die Gesellschaft, Normen- und Werteübernahme) worden ist“ (Parsons 1972, S. 71, Distler, 2010, S. 1, Renger 2012, Renger 2015). Medizinische Fragestellungen und Erkenntnisse sowie der medizinisch-technologische Fortschritt erreichen für die Gesellschaft und das Gesundheitssystem einen maximalen Stellenwert, weshalb diese durch verschiedenste Entwicklungen in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses rückt.

Vermutlich jeder Mensch kennt den Zustand, wenn er krank ist. Die eigene Leistungsfähigkeit leidet und wirklich arbeiten funktioniert in diesem Zustand jedenfalls nicht. Selbstverständlich wird erkrankten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Deutschland die Möglichkeit eröffnet, ihre Krankheit auszukurieren und anschließend wieder zu arbeiten. Doch Krankheiten und Fehlzeiten wirken sich – wie bereits andeutungsweise beschrieben – in vielerlei Hinsicht für das Unternehmen, in dem sie beschäftigt sind, aus. Sicher ist, dass durch krankheitsbedingte Abwesenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein erheblicher finanzieller Schaden für das Unternehmen entstehen kann, da diese selbstverständlich weiter gehaltliche - und sonstige Nebenleistungen erhalten (Mildenberger 2020, S. vii). Problematisch wird dies insbesondere dann, wenn es sich eigentlich nicht um eine tatsächliche Erkrankung handelt (die selbstverständlich auskuriert werden soll und muss), sondern um eine bloße Verlängerung des „Urlaubs“ in Form der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Mildenberger 2020, S. 1).

Ein weiterer Aspekt, der zu dem finanziellen Schaden hinzukommt, ist eine erhöhte und zumeist längerfristige Belastung der anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, was wiederum auch dazu führen kann, dass diese durch den zusätzlichen Stress überlastet sind und krank werden (Mildenberger 2020, S. 2). Ein Teufelskreis!

Struhs-Wehr (2017, S. 3f.) hält in ihrer sehr umfangreichen Veröffentlichung fest, dass die ganzheitliche Förderung der Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein bedeutsamer und lohnenswerter Aspekt ist, den Unternehmen an dieser Stelle einsetzen können. Daher ist es notwendig, der betrieblichen Gesundheitsförderung und des betrieblichen Gesundheitsmanagements ein besonderes Augenmerk zuteilwerden zu lassen.

1.Einleitung und Problembeschreibung

Die Arbeitswelt ist seit vielen Jahren durch das Vorhandensein diverser Trends wie Digitalisierung und Globalisierung gekennzeichnet, und aus diesem Grund wird das Umfeld, in dem sich Unternehmen und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewegen müssen, immer komplexer und belastender (Barauth & Ward 2014, S. 811). Wollen Unternehmen am Markt bestehen, müssen sie mit diesen sich ändernden Rahmenbedingungen nicht nur leben, sondern sich aktiv anpassen, um so einen Wettbewerbsvorteil zu generieren (Petzold & Gathmann 2021, S. 5). Hinzu kommen Aspekte wie demographischer Wandel und steigende Lebensarbeitszeit, die weiterhin zu erhöhten psychischen Belastungen der Beschäftigten führt (Nägele 2016, S. 91).

Jedoch ist der entscheidende Faktor im Unternehmen der Mensch, der durch seine Innovativität eine Schlüsselrolle in vielen Unternehmen einnimmt und einnehmen wird (Gawke et al. 2019, S. 1). Nicht zuletzt die Tatsache, dass die meisten Menschen einen Großteil ihrer Zeit auf bzw. mit der Arbeit verbringen, macht deutlich, dass es nur im unternehmerischen Sinn sein kann, die Motivation der Mitarbeitenden zu erhalten (und im besten Fall zu steigern) sowie die Gesundheit und Leistungsfähigkeit nachhaltig zu fördern.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Betriebliche Gesundheitsförderung durch betriebliches Gesundheitsmanagement in mittelständischen Betrieben. Eine Einführung in das Thema
Autoren
Seiten
10
Katalognummer
V1224897
ISBN (Buch)
9783346654410
Sprache
Deutsch
Schlagworte
betriebliche, gesundheitsförderung, gesundheitsmanagement, betrieben, eine, einführung, thema
Arbeit zitieren
Gerhard Schön (Autor:in)Dr. Fabian Renger (Autor:in), Betriebliche Gesundheitsförderung durch betriebliches Gesundheitsmanagement in mittelständischen Betrieben. Eine Einführung in das Thema, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1224897

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Betriebliche Gesundheitsförderung durch betriebliches Gesundheitsmanagement in mittelständischen Betrieben. Eine Einführung in das Thema



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden