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Natürliche, gesellschaftliche, spontane und künstliche Elemente der Geldordnung, die geldwirtschaftliche Anarchie

Title: Natürliche, gesellschaftliche, spontane und künstliche Elemente der Geldordnung, die geldwirtschaftliche Anarchie

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 21 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sarah Kirchen (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Die Entstehung des Geldes ist untrennbar mit der Entwicklungsgeschichte von
Volkswirtschaften verbunden. Die Geldordnung hat einen bedeutenden Einfluss auf die
Stabilität und das Wachstum jener. Die Bedürfnisse der Gesellschaft ändern sich im
Zeitablauf und die Geldordnung passt sich jenen an. Es gibt diverse Elemente, die im
Zeitablauf die Geldordnung dominieren und das Ziel dieser Hausarbeit ist es, die
natürlichen, gesellschaftsvertraglichen, spontanen, künstlichen und anarchischen Elemente
darzustellen. Um mit der Bearbeitung zu beginnen, muss die Definition der Geldordnung
geklärt werden und ob jene eher durch künstliche oder durch natürliche Elemente
dominiert sein sollte. Des weiteren soll auf die Rolle des Staates in der Geldordnung
eingegangen und die Frage beantwortet werden, ob eine Geldordnung nur stabil ist, wenn
sie von unabhängigen Notenbanken gelenkt wird bzw. wie eine Geldordnung aussieht,
wenn sie von privaten Kreditinstituten geführt wird. Zuletzt wird in dieser Arbeit versucht
zu klären, in wie weit eine größtmögliche Stabilität des volkswirtschaftlichen Wettbewerbs
mit Hilfe jener Elemente gewährleistet werden kann. Beginnend mit der Definition des
Begriffs "Geldordnung" sowie der einzelnen Bestandteile "Geld“ und "Ordnung“ werden
folgend die genannten Elemente vorgestellt, wobei dabei besonders auf die Historie
eingegangen wird, da sich die einzelnen Eigenarten und Ideen der jeweiligen Elemente aus
jener sowohl schlussfolgern,als auch erklären lassen. Bei jenem Vorgehen erhält man
gleichzeitig eine Übersicht über die Entstehung der Elemente im Zeitablauf. Schließlich
möchte ich auf die heutige Relevanz der Elemente eingehen und versuchen, diese in einem
Modell zusammenzufügen, um daraus eine Empfehlung für eine stabilere Geldordnung
abzuleiten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff und Definition von Geldordnung

2.1 Natürliche Elemente der Geldordnung

2.2 Historische Betrachtung der natürlichen Geldordnung

2.3 Wesenszüge der natürlichen Geldordnung

3. Anarchische Elemente der Geldordnung

3.1 Historische Betrachtung der anarchischen Geldordnung

3.2 Wesenszüge der anarchischen Geldordnung

4. Gesellschaftsvertragliche Elemente der Geldordnung

4.1 Historische Betrachtung der gesellschaftsvertraglichen Geldordnung

4.2 Wesenszüge der gesellschaftsvertaglichen Geldordnung

5. Spontane Elemente der Geldordnung

5.1 Historische Betrachtung der spontanen Geldordnung

5.2 Wesenszüge der spontanen Geldordnung

6. Künstliche Elemente der Geldordnung

6.1 Historische Betrachtung der künstlichen Geldordnung

6.2 Wesenszüge der künstlichen Geldordnung

7. Bedeutung der verschiedenen Elemente aus heutiger Sicht

8. Ein Geldordnungsdiagramm

Eingliederung der Geldordnungen anhand ihrer Elemente

9. Fazit und Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die verschiedenen Elemente – natürliche, gesellschaftsvertragliche, spontane, künstliche und anarchische – zu analysieren, die eine Geldordnung bestimmen, und deren Einfluss auf die Stabilität und das Wachstum einer Volkswirtschaft zu untersuchen, um schließlich eine Empfehlung für eine stabilere Geldordnung abzuleiten.

  • Historische Entwicklung und Einordnung verschiedener Geldordnungs-Elemente
  • Rolle des Staates und unabhängiger Notenbanken bei der Geldmengensteuerung
  • Gegenüberstellung von privater versus staatlicher Geldemission
  • Einfluss von Währungswettbewerb auf langfristige Preisstabilität
  • Methodische Klassifizierung von Geldordnungen mittels eines Ordnungsdiagramms

Auszug aus dem Buch

3.1 Historische Betrachtung der natürlichen Geldordnung

Bereits vor der Antike werden Güter und Gegenstände (z.B. Kühe, Korn, Pelze) als Tausch- und Rechenmittel verwendet, welche allgemein eine hohe Wertschätzung genießen. Die Wertannahmen für diese kostbaren Güter basieren auf humanistischem sowie soziokulturellem Denken und werden durch die Mitwirkung der Inputfaktoren Natur, Arbeit und Kapital maßgeblich mitbestimmt. Durch zum Teil bereits genannte Vorteile (z.B. Teilbarkeit, Gleichartigkeit, stoffliche Homogenität, geringe Münzanzahl für hohe Werte, etc.) setzt sich das Münzgeld sehr schnell gegen das Naturalgeld durch. Das metallistische Wertsystem, welches begründet, dass der Stoffwert der Münze dem Wert des Geldes entspricht, dominiert bis zur Auflösung des Goldstandards im 20. Jahrhundert. Auch wenn es in der Antike eine vorwiegend natürliche Geldordnung gibt, werden jene durch künstliche Elemente angereichert, indem bspw. Münzen geprägt werden, um eine Funktionstüchtigkeit der natürlichen Geldordnung in der Praxis sicherzustellen. Dieser Ansatz bildet die Basis für die Konventionstheorie, die bei Platon und Aristoteles ihren Ursprung findet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung des Geldes und definiert den Untersuchungsrahmen für die Analyse verschiedener Geldordnungselemente.

2. Begriff und Definition von Geldordnung: Hier werden die theoretischen Grundlagen von Geld als Tauschmittel und Ordnung als erfasste wirtschaftliche Struktur erarbeitet.

3. Anarchische Elemente der Geldordnung: Dieses Kapitel behandelt Zustände fehlender staatlicher Ordnung und deren Auswirkungen auf die Währungsstabilität.

4. Gesellschaftsvertragliche Elemente der Geldordnung: Der Fokus liegt auf der Rolle eines fiktiven Gesellschaftsvertrags zur Sicherung von Eigentumsrechten und Stabilität.

5. Spontane Elemente der Geldordnung: Hier wird das Konzept des Währungswettbewerbs nach von Hayek und dessen Bedeutung für marktwirtschaftliche Prozesse erläutert.

6. Künstliche Elemente der Geldordnung: Es wird die Rolle staatlicher Interventionen und Notenbanken bei der Steuerung der Geldmenge und Zinsen analysiert.

7. Bedeutung der verschiedenen Elemente aus heutiger Sicht: Das Kapitel reflektiert die aktuelle Relevanz der untersuchten Ordnungselemente in der heutigen globalen Wirtschaft.

8. Ein Geldordnungsdiagramm: Eine grafische Einordnung von Geldordnungen dient der vergleichenden Analyse und Empfehlungsableitung.

9. Fazit und Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse und einer Einschätzung zur optimalen Gestaltung einer stabilen Geldordnung.

Schlüsselwörter

Geldordnung, Währungswettbewerb, Preisstabilität, Notenbanken, natürliche Geldordnung, künstliche Geldordnung, gesellschaftsvertragliche Ordnung, anarchisches Geldwesen, Goldstandard, Inflation, Free Banking, Geldmengensteuerung, Ordoliberalismus, Marktwirtschaft, Preismechanismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische und historische Struktur von Geldordnungen und analysiert, welche natürlichen, gesellschaftsvertraglichen, spontanen, künstlichen und anarchischen Elemente diese prägen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Geldsystemen, der Rolle staatlicher Institutionen versus privater Marktkräfte sowie der Frage, wie Geldwertstabilität erreicht werden kann.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Ordnungselemente zu identifizieren und in ein Modell zu überführen, um eine wissenschaftlich fundierte Empfehlung für eine stabilere Geldordnung abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um ökonomische Theorien und historische Geldordnungen gegenüberzustellen und diese in einer systemtheoretischen Übersicht (Geldordnungsdiagramm) zu ordnen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die fünf Hauptelemente der Geldordnung einzeln definiert, historisch hergeleitet und ihre spezifischen Wesenszüge hinsichtlich ihrer Funktionsweise und Stabilisierungsleistung analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Geldordnung, Währungswettbewerb, Preisstabilität, Zentralbanksteuerung und ordoliberales Denken definieren.

Wie bewertet die Autorin die Rolle der Notenbanken?

Notenbanken werden als künstliche Elemente betrachtet, die zwar zur Sicherung der Preisstabilität beitragen können, jedoch anfällig für politischen Missbrauch sind.

Was versteht die Autorin unter der geldwirtschaftlichen Anarchie?

Es handelt sich um einen Zustand ohne staatliches Gewaltenmonopol, in dem mangels inländischer Währung auf natürliche Elemente wie Naturaltausch oder Edelmetalle zurückgegriffen wird.

Welchen Vorteil hat die spontane Geldordnung nach von Hayek?

Der Hauptvorteil liegt in einem Wettbewerb der Währungen, bei dem sich durch einen fortlaufenden "trial and error"-Prozess die effizientesten und stabilsten Währungsformen durchsetzen.

Wo sollte eine optimale Geldordnung laut Fazit platziert sein?

Eine optimale Geldordnung sollte idealerweise zwischen gesellschaftsvertraglichen und natürlichen Elementen angesiedelt sein, um die Stabilitätsvorteile marktwirtschaftlicher Prozesse zu nutzen.

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Details

Title
Natürliche, gesellschaftliche, spontane und künstliche Elemente der Geldordnung, die geldwirtschaftliche Anarchie
College
University of Cologne
Course
Hauptseminar VWL
Grade
1,3
Author
Sarah Kirchen (Author)
Publication Year
2008
Pages
21
Catalog Number
V122517
ISBN (eBook)
9783640278770
ISBN (Book)
9783640282791
Language
German
Tags
Natürliche Spontane Anarchische Gesellschaftsvertragliche Geldordnung Elemente VWL
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sarah Kirchen (Author), 2008, Natürliche, gesellschaftliche, spontane und künstliche Elemente der Geldordnung, die geldwirtschaftliche Anarchie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122517
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