In dieser Arbeit beschäftige ich mich mit dem Thema der Frisuren-, Haar- und Make- upmode in den Jahren 1680- 1720, welche das Zeitalter des Spätbarock und der Régence umfassen. Ich beschreibe die unterschiedlichen Kleidungsstücke, die Frisuren und das Make- up gegliedert in Männer- und Frauenmode und stelle die Unterschiede heraus, auch die Verschiedenheiten der Mode innerhalb der jeweiligen Stände werden berücksichtigt. Diese Aspekte sind eingebunden in den historischen Kontext um die Ursachen und Entwicklungsstadien der Trends besser zu verstehen. Ich erläutere auch kulturelle, religiöse, soziologische und wirtschaftliche Begebenheiten um ein umfassendes Abbild des damaligen Zeitgeistes herzustellen. Zum Schluss gebe ich einen kurzen Einblick in die weiterführende Geschichte.
Inhaltsverzeichnis
I Einleitung
II Das Zeitalter des Barock
1. Die Entstehung der Vormachtsstellung Frankreichs in Europa
2. Der Aufstieg Frankreichs zum Vorbild und Lieferant der Weltmode
III Mode im Spätbarock
1. Herren
2. Damen
3. Make- up
4. Wirtschaftliche Aspekte
IV Die Régence
1. Die Entwicklung Frankreichs
V Die Mode der Régence
1. Damenmode
2. Herrenmode
3. Das Bürgertum
VI Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frisuren-, Haar- und Make-up-Mode in der Epoche des Spätbarock und der Régence (1680–1720) im Kontext der damaligen historischen, soziologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
- Historischer Kontext und Bedeutung von Mode im Absolutismus
- Differenzierte Analyse der Herren- und Damenmode
- Die Entwicklung der Perückenmode und ihre gesellschaftliche Funktion
- Einfluss von Schönheitsidealen und Kosmetik
- Wirtschaftliche Implikationen und Kleiderordnungen
Auszug aus dem Buch
Die Entstehung der Vormachtsstellung Frankreichs in Europa
Diese Zeit wurde bestimmt von den politischen und kulturellen Einflüssen Ludwigs XIV von Frankreich (siehe Anhang Abb. 1). Ganz Europa orientierte sich an der französischen Etikette, Lebensart und Mode, während der französische König ganz nach dem Prinzip des Absolutismus lebte und wirkte.
1643 besteigt der erst 5jährige Ludwig den französischen Thron. Als regierender Minister fungiert allerdings bis 1661 Jules, eigentlich Giulio Mazarin, französischer Diplomat und Kardinal mit italienischer Abstammung. Nach seinem Tod am 09.03.1661 in Vincennes, Frankreich übernimmt Ludwig die Regierungsgeschäfte selbst.
Zu dieser Zeit glaubte keiner daran, dass „„Frankreich wieder einen Souverän haben würde.““ Er ordnete den Regierungsapparat neu und „„machte Ernst mit den Grundsätzen seiner Erziehung und mit dem Satz aus Richelieus (Kardinal, Berater und Minister Ludwigs XIII) Testament: `Wenn es wahr ist, daß die monarchische Regierung mehr als irgendeine andere die Regierung Gottes nachahmt, so kann man kühn behaupten, dass die Vernunft gebietet, daß Gott dieses Amt einer einzigen Persönlichkeit gibt, die über allen anderen steht.`““ Er machte sich also selbst zum Mittelpunkt seines Staates und wählte die Sonne gleichbedeutend als sein Symbol, welches ihm auch den Namen Sonnenkönig einbrachte.
Da er Paris nicht sehr schätzte, verlegte er seinen Regierungssitz nach umfangreichen Umbauten der Gebäude und des Geländes zum Schloss Versailles, welches auch Mittelpunkt kultureller und gesellschaftlicher Anlässe aller Art für ganz Europa wurde. Dies wurde vor allem begünstigt durch die gut gefüllten Staatskassen und die Pflege von Theater und Kunst, welche er Richelieu und Mazarin zu verdanken hatte.
Zusammenfassung der Kapitel
I Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über die Frisuren- und Make-up-Mode der Jahre 1680–1720 unter Einbeziehung des historischen und gesellschaftlichen Kontexts.
II Das Zeitalter des Barock: Dieses Kapitel erläutert den Aufstieg Frankreichs unter Ludwig XIV zum absoluten Zentrum für Kultur, Etikette und Mode in Europa.
III Mode im Spätbarock: Es wird die höfische Mode von Männern und Frauen, die Perückenmode, Schönheitsideale und die wirtschaftlichen Aspekte der Epoche analysiert.
IV Die Régence: Das Kapitel beschreibt den historischen Übergang nach dem Tod Ludwigs XIV und die politische Situation Frankreichs zu Beginn des 18. Jahrhunderts.
V Die Mode der Régence: Hier werden die modischen Veränderungen hin zu leichteren, individuelleren Formen bei Damen und Herren sowie die Entwicklung des Bürgertums dargestellt.
VI Fazit: Das Fazit fasst die Interdependenzen zwischen historischer Entwicklung, Mentalität und modischem Ausdruck zusammen.
Schlüsselwörter
Spätbarock, Régence, Ludwig XIV, Sonnenkönig, Mode, Perücke, Allonge-Perücke, Make-up, Schönheitspflästerchen, Merkantilismus, Justaucorps, Kontouche, Versailles, Absolutismus, Körperpflege.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung der Mode im Bereich Frisuren, Haartracht und Make-up in der Zeit zwischen 1680 und 1720.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die höfische Repräsentation, die Bedeutung der Perücke, der Einfluss von Schönheitsidealen und die sozioökonomischen Aspekte der Kleiderordnungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild des Zeitgeistes zu zeichnen, indem modische Trends mit dem historischen Kontext, wie dem Absolutismus und dem Merkantilismus, verknüpft werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine historische Analyse und Beschreibung der modischen Entwicklung, basierend auf zeitgenössischen Quellen und kunstgeschichtlicher Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analysen zur Mode am Hofe Ludwigs XIV (Spätbarock), die Regierungszeit der Régence sowie die modischen Entwicklungen für Damen, Herren und das Bürgertum.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Spätbarock, Régence, Perücke, Absolutismus, Make-up und den Einfluss der höfischen Mode.
Warum war die Perücke ein so zentrales Element dieser Zeit?
Die Perücke fungierte als wichtigstes Standeszeichen, das den Höfling vom einfachen Volk unterschied und männliche Kraft sowie Würde symbolisieren sollte.
Welche Bedeutung hatten die sogenannten Schönheitspflästerchen?
Sie dienten einerseits dazu, Hautmakel oder Narben zu verdecken, entwickelten sich aber auch zu einer geheimen nonverbalen Kommunikationssprache.
Welchen Einfluss hatte der Merkantilismus auf die Mode?
Er förderte die staatlich gelenkte Modeindustrie in Frankreich, was zu Protektionismus und dem Versuch anderer Länder führte, diese Vormachtstellung durch Zölle und eigene Manufakturen zu brechen.
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- Sandra Lloyd (Author), 2008, Frisuren/ Haarmode/ Make- up im Spätbarock und der Régence, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/122519