Viele Faktoren spielen bei der Gründung und Führung eines Betriebes eine wichtige Rolle – auch Freiberufler haben dabei als Selbstständige einige Dinge zu beachten. Eine davon, nämlich die verschiedenen Gewinnermittlungsmethoden, die am Ende jedes Geschäftsjahres an das Finanzamt übermittelt werden müssen, sehen wir uns in diesem Essay genauer an.
Im Jahr 2018 wurden in Deutschland alleine rund 122600 Betriebe, die eine größere Relevanz wirtschaftlich wegen ihrer Rechtsform und Anzahl der Beschäftigten haben könnten, gegründet. Zudem wurden knapp 164.000 Kleinunternehmen und 264.000 Nebenerwerbsbetriebe gegründet. Außerdem wurde Anfang des Jahres 2020 die Zahl der Freiberufler auf etwa fünf Millionen geschätzt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Allgemeine Begriffserklärungen
1.2 Gewinnermittlung
2. Bilanzierung
2.1 Bestandteile einer Bilanz
2.2 Gewinn- und Verlustrechnung
3. Einnahmen – Überschuss - Rechnung
3.1 Aufbau der Einnahmen – Überschuss - Rechnung
3.2 Vergleich mit der Bilanzierung
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den zwei zentralen Gewinnermittlungsformen im deutschen Steuerrecht auseinander: der Bilanzierung und der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Das primäre Ziel ist es, die strukturellen Unterschiede, die gesetzlichen Verpflichtungen sowie die praktischen Anwendungsbereiche dieser Methoden für unterschiedliche Unternehmensformen herauszuarbeiten und eine Entscheidungshilfe für Unternehmer zu bieten.
- Abgrenzung zwischen Gewerbetreibenden, Freiberuflern und Kleinunternehmern
- Systematik und Aufbau der Bilanzierung sowie der Gewinn- und Verlustrechnung
- Methodik und Durchführung der Einnahmen-Überschuss-Rechnung
- Gegenüberstellung von Aufwand, Komplexität und steuerrechtlichen Anforderungen
Auszug aus dem Buch
3.1 Aufbau der Einnahme – Überschuss – Rechnung
Dieses Formular gliedert sich in folgende Teile: zunächst gibt man alle Betriebseinnahmen an, subtrahiert diese dann mit allen angegebenen Betriebsausgaben, wobei auch die Absetzung für Abnutzung berücksichtigt wird und diese Summe ergibt dann den steuerpflichtigen Gewinn bzw. Verlust. Darüber hinaus können ergänzende Angaben über Rücklagen und stille Reserven gemacht werden und auch getätigte Entnahmen und Einlagen können zusätzlich angegeben werden.
Für das Ausfüllen der EÜR ist die Führung einer sehr simplen Buchhaltung ausreichend. Dafür reicht ein Programm, mit dem man eine Tabellenkalkulation erstellen kann, beispielsweise Excel, aus. Lediglich die Zahlungseingänge, sowie Zahlungsausgänge müssen erfasst werden und einementsprechenden Konto zugeordnet werden. Monatlich können dann diese Einnahmen sowie Ausgaben addiert werden und man hat daraufhin eine Übersicht.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Unternehmenslandschaft in Deutschland und führt in die Notwendigkeit der Gewinnermittlung für Selbstständige ein.
1.1 Allgemeine Begriffserklärungen: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Unterscheidung zwischen Gewerbetreibenden, Freiberuflern und Kleinunternehmern gemäß Handels- und Steuergesetzbuch.
1.2 Gewinnermittlung: Hier werden die gesetzlichen Gewinnermittlungsmethoden nach dem EStG definiert und die steuerliche Bedeutung der Gewinnermittlung beleuchtet.
2. Bilanzierung: Dieses Kapitel behandelt die Buchführungspflichten nach HGB und AO sowie die Anforderungen an die Erstellung eines Jahresabschlusses.
2.1 Bestandteile einer Bilanz: Es wird der Aufbau der Bilanz in Aktiva und Passiva sowie deren Bedeutung für das unternehmerische Vermögen erläutert.
2.2 Gewinn- und Verlustrechnung: Das Kapitel beschreibt das Prinzip der Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen zur periodischen Erfolgsdarstellung.
3. Einnahmen – Überschuss - Rechnung: Hier wird die EÜR als vereinfachtes Gewinnermittlungsverfahren für nicht buchführungspflichtige Unternehmer wie Freiberufler vorgestellt.
3.1 Aufbau der Einnahmen – Überschuss - Rechnung: Das Kapitel erläutert die praktische Handhabung des Formulars und die einfache Aufzeichnungsmethode für Einnahmen und Ausgaben.
3.2 Vergleich mit der Bilanzierung: Es erfolgt eine Gegenüberstellung der beiden Methoden hinsichtlich Aufwand, Zielgruppe und struktureller Anforderungen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Vorteile der EÜR für Freiberufler zusammen und betont die Notwendigkeit der Bilanzierung für größere Unternehmen zur Vermeidung von Fehlern.
Schlüsselwörter
Gewinnermittlung, Bilanzierung, Einnahmen-Überschuss-Rechnung, EÜR, Steuerrecht, Buchführung, Freiberufler, Gewerbetreibende, Handelsgesetzbuch, HGB, Einkommensteuergesetz, EStG, Jahresabschluss, Betriebseinnahmen, Betriebsausgaben
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich der beiden steuerlich relevanten Methoden zur Gewinnermittlung: der Bilanzierung und der Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR).
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die gesetzlichen Anforderungen der Buchführung, die Unterschiede in der Ermittlung des steuerbaren Gewinns sowie die praktischen Anwendungsmöglichkeiten für verschiedene Unternehmensgrößen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, die Komplexitätsunterschiede zwischen Bilanzierungspflicht und der vereinfachten EÜR darzustellen, um die praktische Relevanz für Unternehmer zu verdeutlichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Literaturanalyse, die auf einschlägigen Gesetzestexten (HGB, EStG, UStG) und einschlägiger Fachliteratur zur Steuerlehre basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Bilanzierung (Aufbau, GuV) und die praktische Umsetzung der Einnahmen-Überschuss-Rechnung, gefolgt von einem direkten Vergleich beider Methoden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gewinnermittlung, Bilanzierungspflicht, Freiberufler, EÜR und steuerliche Dokumentationspflichten charakterisieren.
Warum ist das Zuflussprinzip bei der EÜR so wichtig?
Das Zuflussprinzip besagt, dass Umsätze erst bei tatsächlichem Zahlungseingang generiert werden, was die EÜR von der periodengerechten Abgrenzung der Bilanzierung unterscheidet.
Inwieweit sind die Anforderungen für große Unternehmen strenger?
Größere Betriebe unterliegen aufgrund ihrer Rechtsform oder Umsatzgröße der Bilanzierungspflicht, was eine detailliertere Buchführung und doppelte Buchführung erfordert, um Geschäftsvorfälle jederzeit transparent zu machen.
- Quote paper
- Ivana Salinovic (Author), 2020, Vergleich der Gewinnermittlungsformen Einnahmen-Überschuss-Rechnung und Bilanzierung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1225322