Die Arbeit wird sich mit diesen Vor- und Nachteilen von Hausaufgaben im schulischen Alltag und der Fragestellung: „Sind Hausaufgaben effektiv und wie sollten Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern mit Hausaufgaben umgehen“ beschäftigen.
Hausaufgaben sind jedem bekannt. Doch nur wenige fragen, ob sie auch Sinn machen. Hausaufgaben können neben einer Bereicherung zur Stärkung der Selbstständigkeit und des Lernzuwachses auch als Last angesehen werden. Nicht selten folgt aus zu vielen Hausaufgaben der Stress nur auf Seiten der Schülerinnen und Schüler, sondern auch bei den Eltern.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Hausaufgaben – Definition
3. Hausaufgaben – ja oder nein?
3.1. Wozu eigentlich Hausaufgaben?
3.2. Gegenargumente
3.3. Fazit der Ziele und Wirkungen von Hausaufgaben
3.4. Das „Wie“ bei den Hausaufgaben
4. Abschreiben
5. Elterliche Hilfe
6. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Effektivität von Hausaufgaben im schulischen Alltag und beleuchtet kritisch, wie Lehrkräfte, Schüler und Eltern mit dieser Praxis umgehen sollten, um Lernzuwachs und Selbstständigkeit zu fördern, statt lediglich Stress und Frustration zu erzeugen.
- Definition und pädagogische Zielsetzung von Hausaufgaben
- Pro- und Kontra-Argumente sowie deren empirische Validität
- Die Rolle der Lehrkraft bei der Aufgabenstellung und -kontrolle
- Das Phänomen des Abschreibens von Hausaufgaben
- Die Chancen und Risiken elterlicher Unterstützung
- Möglichkeiten zur Optimierung der Lernkultur
Auszug aus dem Buch
3. Hausaufgaben – ja oder nein?
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend beschreibt das Ziel von Hausaufgaben folgendermaßen: „Hausaufgaben sollen Kindern helfen, das Gelernte zu festigen und anzuwenden und sie auf neuen Unterrichtsstoff vorzubereiten. Sie sollen das selbständige Arbeiten fördern und den Lernerfolg überprüfen“. Des Weiteren wird in diesem Text des Bundesministeriums darauf hingewiesen, dass es für Hausaufgaben Richtwerte für die häusliche Bearbeitungsdauer der Schülerinnen und Schüler gibt. Diese betragen von 30 Minuten zu Beginn der Schullaufbahn bis 120 Minuten in der Sekundarstufe 1.
Seit längerer Zeit (ab ca. Mitte des 20. Jahrhunderts) werden Hausaufgaben hinterfragt und auf dessen Sinn geprüft. Nicht nur bei Eltern und Schülerinnen und Schülern werden Hausaufgaben kritisch reflektiert, auch Lehrerkräfte versuchen Hausaufgaben sinnvoll und durchdacht zu geben. Interessant ist die Meinungsvielfalt zum Thema Hausaufgaben. Auf der einen Seite werden Hausaufgaben als Bestärkung des erfolgreichen langfristigen Lernerfolgs, der vor allem durch Üben und Wiederholen von Unterrichtsinhalten erfolgt, gesehen und auch die durch das Organisieren und selbständiges Erledigen der Hausaufgaben einhergehenden Entwickeln der Selbständigkeit der Notwendigkeit von Hausaufgaben zugeschrieben (Vgl. Lipowsky 2007, 7 & Vgl. Lipowsky et. al. 2004, 251). So steht auch in der Verordnung des Ministeriums für Kultus und Unterricht über die Notenbildung vom 5.5.1983 (KuU 1983/13, S,449):
Hausaufgaben sind zur Festigung der im Unterricht vermittelten Kenntnisse, zur Übung, Vertiefung und Anwendung der vom Schüler erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie zur Förderung des selbständigen und eigenverantwortlichen Arbeitens erforderlich.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Allgegenwart von Hausaufgaben sowie die damit einhergehenden Belastungen für Schüler und Eltern dar und skizziert die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Fragestellung.
2. Hausaufgaben – Definition: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Hausaufgaben anhand verschiedener didaktischer Definitionen und hebt die Bedeutung des aktiven Lernprozesses für die Schüler hervor.
3. Hausaufgaben – ja oder nein?: Es werden die Ziele von Hausaufgaben sowie aktuelle Gegenargumente und Studien zur Wirksamkeit diskutiert, um die Frage nach deren Notwendigkeit zu erörtern.
4. Abschreiben: Dieses Kapitel thematisiert die Nutzungsproblematik bei Hausaufgaben und analysiert empirische Erkenntnisse zum Abschreibeverhalten von Schülern in verschiedenen Klassenstufen.
5. Elterliche Hilfe: Hier wird der kritische Einfluss elterlicher Unterstützung beleuchtet, wobei zwischen notwendiger Begleitung und schädlicher Einmischung unterschieden wird.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Kriterien für eine effektive Hausaufgabenkultur zusammen und plädiert für eine didaktisch reflektierte Praxis und den Ausbau von Ganztagsangeboten.
Schlüsselwörter
Hausaufgaben, Lernzuwachs, Selbstständigkeit, Schulpraxis, Hausaufgabenbetreuung, Elterliche Hilfe, Unterrichtsqualität, Lernmotivation, Bildungsforschung, Abschreiben, Wirksamkeit, Didaktik, Leistungsmessung, Schulalltag, Ganztagsschule
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Sinnhaftigkeit von Hausaufgaben, deren Auswirkungen auf Schüler und Eltern sowie den Herausforderungen, die mit der Hausaufgabenpraxis im Schulalltag verbunden sind.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung und Definition von Hausaufgaben, die Abwägung von Pro- und Kontra-Argumenten, das Phänomen des Abschreibens und die Grenzen elterlicher Unterstützung.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel besteht darin, zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Hausaufgaben effektiv gestaltet werden können, um den Lernerfolg zu fördern und unnötigen Stress für alle Beteiligten zu minimieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?
Die Autorin stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender pädagogischer Studien und nutzt ergänzend aktuelle gesellschaftliche Diskurse aus Zeitungsberichten, um die Verbindung zwischen Theorie und Praxis zu verdeutlichen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Definitionsphase, die kritische Diskussion der Wirkungsweise, die Untersuchung der Bearbeitungs- und Nutzungssituation (inklusive Abschreiben) sowie die Analyse der Rolle von Eltern bei der Hausaufgabenbetreuung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lernzuwachs, Unterrichtsqualität, Hausaufgabenkultur, Elterliche Hilfe und Wirksamkeit definiert.
Warum wird das Thema des "Abschreibens" so detailliert betrachtet?
Das Abschreiben wird als Indikator dafür gesehen, dass der Lernprozess gestört ist; die Arbeit analysiert, warum Schüler diesen Weg wählen und welche Rückschlüsse dies auf die Aufgabenstellung zulässt.
Welche konkrete Empfehlung gibt die Arbeit für den Umgang mit elterlicher Hilfe?
Die Arbeit empfiehlt, dass Eltern eher emotional unterstützen, für eine gute Arbeitsatmosphäre sorgen und die Selbstständigkeit fördern sollten, anstatt in die inhaltliche Bearbeitung durch Korrekturen oder zu starke Kontrolle einzugreifen.
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- Doreen Klink (Author), 2016, Vor- und Nachteile von Hausaufgaben. Die Einwirkung von Lehrkraft, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1225323