In Baden-Württemberg gibt es seit dem Schuljahr 2012/2013 immer mehr Gemeinschaftsschulen. So sind im ersten Jahr 2012 41 Gemeinschaftsschule dazu gekommen, im Schuljahr 2013/2014 87, 2014/2015 kamen 81 dazu, 2015/2016 62 und im Schuljahr 2016/ 2017 werden nochmals 28 dazu kommen. So sind es insgesamt 299 Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg. Aktuelle Zahlen, Aufbau der Klassenstufen, individuelles Lernen, Tagesablauf und Leistungsrückmeldung - das sind Themen, die die Seminararbeit in Kürze beleuchtet.
Inhaltsverzeichnis
Aktuelle Zahlen
Aufbau der Klassenstufen
Individuelles Lernen
Tagesablauf in einer Gemeinschaftsschule
Leistungsrückmeldung
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem schulischen Konzept der Gemeinschaftsschule in Baden-Württemberg und untersucht deren organisatorischen Aufbau, die pädagogische Ausrichtung sowie die praktischen Abläufe im Schulalltag. Ziel ist es, ein Verständnis für das Prinzip der individuellen Förderung innerhalb dieser Schulart zu vermitteln.
- Aktuelle quantitative Entwicklung der Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg
- Struktureller Aufbau der Klassenstufen und Bildungsabschlüsse
- Konzept des individuellen und kooperativen Lernens
- Gestaltung des Tagesablaufs an Ganztagesschulen
- Methoden der Leistungsrückmeldung ohne Notengebung
Auszug aus dem Buch
Individuelles Lernen
„Diese Schulart ermöglicht jeder Schülerin und jedem Schüler durch individuelle und kooperative Lernformen den für sie und ihn jeweils optimalen Lernerfolg“ (Lange 2015, 4: Vorrede des ehemaligen Kultusministers Herr Stoch). Dieser Satz des ehemaligen Kultusministers ist eines der entscheidenden Konzepte der Gemeinschaftsschule. Schülerinnen und Schüler sollen gemeinsam aber individuell gefördert werden. Begonnen wird dieses Konzept durch eine „Schule für alle“.
Innerhalb dieser Schule lernen die Kinder in Lerngruppen in Begleitung des Lehrer und der Lehrerin. Neben eigenständigem Lernen, Lernen mit den Mitschülern und Mitschülerinnen finden ebenfalls die traditionellen Unterrichtsmethoden statt (Vgl. „Eine Schule für alle“). Die Lehrkräfte haben also verschiedenste Rollen zu übernehmen. Einerseits die, die wir traditionell unter der Lehrerrolle verstehen, andererseits auch die eines Moderators und Coachs. Diesem Konzept der Bevorzugung individueller Förderung und dem pädagogischen Fokus vor dem der Schulformen ist im Schulgesetz verankert.
Zusammenfassung der Kapitel
Aktuelle Zahlen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die quantitative Entwicklung und die steigende Anzahl an Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg seit dem Schuljahr 2012/2013.
Aufbau der Klassenstufen: Es wird erläutert, wie durch das Aufheben der frühen Selektion nach der 4. Klasse ein längeres gemeinsames Lernen ermöglicht wird, das alle Bildungsabschlüsse unter einem Dach vereint.
Individuelles Lernen: Hier wird das pädagogische Kernkonzept des kooperativen Lernens, die verschiedenen Lehrerrollen sowie die Verankerung der individuellen Förderung im Schulgesetz beschrieben.
Tagesablauf in einer Gemeinschaftsschule: Dieses Kapitel beschreibt die Struktur der Gemeinschaftsschule als Ganztagsschule, inklusive des offenen Schulbeginns, der Mittagspause und verschiedener AG-Angebote.
Leistungsrückmeldung: Es wird dargestellt, wie Lernfortschritte anhand von Kompetenzrastern statt durch klassische Noten dokumentiert und durch Lerntagebücher individuell reflektiert werden.
Schlüsselwörter
Gemeinschaftsschule, Baden-Württemberg, individuelles Lernen, kooperatives Lernen, Sekundarstufe, Bildungsabschlüsse, Ganztagesschule, Kompetenzraster, Leistungsrückmeldung, Lehrkraft als Coach, Inklusion, Schulentwicklung, Lerngruppen, Schulkultur, Schulgesetz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über das pädagogische und organisatorische Modell der Gemeinschaftsschule im Bildungssystem von Baden-Württemberg.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Struktur der Klassenstufen, dem Konzept des individuellen Lernens, dem Ganztagesbetrieb sowie den alternativen Methoden der Leistungsbeurteilung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, das Konzept der Gemeinschaftsschule als „Schule für alle“ zu erklären und aufzuzeigen, wie unterschiedliche Begabungen individuell gefördert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung offizieller Dokumente, Präsentationen des Kultusministeriums, gesetzlichen Grundlagen und Informationen von Schulwebseiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Schulstruktur, die pädagogische Umsetzung durch heterogene Lerngruppen und die praktische Dokumentation via Kompetenzrastern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Gemeinschaftsschule, individuelle Förderung, kompetenzorientiertes Lernen, Ganztagsschule und Leistungsrückmeldung.
Welche Rolle nimmt die Lehrkraft an einer Gemeinschaftsschule ein?
Die Lehrkraft agiert nicht nur als Wissensvermittler in traditioneller Form, sondern maßgeblich als Coach und Moderator, der den individuellen Lernprozess des einzelnen Kindes begleitet.
Wie werden Leistungen ohne Noten bewertet?
Anstatt Noten werden Kompetenzraster verwendet, die dem Lernenden transparent machen, auf welchem Niveau er sich befindet und welche Fortschritte er zur nächsten Stufe erreichen kann.
- Arbeit zitieren
- Doreen Klink (Autor:in), 2016, Die Gemeinschaftsschulen in Baden-Württemberg. Eine Standortbestimmung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1225324